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Frist zur Zustimmung einer Mieterhöhung – Wie lange hat man Zeit?

Auch im nachbarschaftlichen Zusammenleben von Vermieter und Mieter ist Rechtssicherheit das Gebot der Stunde. So bestimmt § 558b BGB, dass der Mieter der vom Vermieter geforderten Mieterhöhung bis zum Ablauf des zweiten Monats, nachdem er das Mieterhöhungsschreiben des Vermieters erhalten hat, zustimmen muss.

Stimmt der Mieter nicht zu, nötigt er den Vermieter, ihn auf Erteilung der Zustimmung gerichtlich zu verklagen.

Wir erklären hier, wie man die Frist zur Zustimmung einer Mieterhöhung berechnet, erklären wie der Mieter grundsätzlich mit der Mieterhöhung umgehen sollte und welche Möglichkeiten neben der Zustimmung bestehen.

1. Mieterhöhung erfolgt nicht automatisch, sie ist zustimmungsbedürftig

Entscheidend für das Verständnis ist, dass die Mieterhöhung nicht automatisch mit dem Zugang des Mieterhöhungsschreibens beim Mieter eintritt. Auch wenn die Mieterhöhung formell und materiell korrekt ist, tritt die Mieterhöhung nur in Kraft, wenn und nur in dem Umfang, in dem der Mieter zustimmt oder zur Zustimmung gerichtlich verurteilt wird. Der Mieter muss also reagieren, wenn er das Mieterhöhungsschreiben seines Vermieters erhält.

2. Fristverlauf erfordert klares Mieterhöhungsverlangen

Wichtig ist, dass das Mieterhöhungsschreiben deutlich zum Ausdruck bringt, dass der Mieter zur Zustimmung aufgefordert wird. Erweckt das Schreiben den Eindruck, dass der Vermieter die Mieterhöhung einseitig geltend macht und auf die Zustimmungserklärung des Mieters keinen Wert legt, ist seine Erklärung unwirksam (BGH WuM 2005, 581).

3. Vermieter hat Rechtsanspruch auf Zustimmung

Der Mieter muss wissen, dass der Vermieter einen gesetzlichen Anspruch auf seine Zustimmung zur Mieterhöhung hat. Verweigert der Mieter grundlos seine Zustimmung, riskiert er einen kostenträchtigen Prozess und wird dennoch zur Zustimmung verurteilt.

4. Mieter hat 2 Monate Frist zur Zustimmung

In Anbetracht dieser Situation gewährt das Gesetz dem Mieter eine gewisse Überlegungszeit. Sie beträgt mindestens zwei Monate. Sie beginnt in dem Monat, in dem der Mieter das Mieterhöhungsschreiben erhält und endet mit Ablauf des zweiten Monats nach dessen Zugang.

Beispiel: Der Mieter erhält das Mieterhöhungsschreiben am 5. April 2014. Dann kann er den gesamten April, Mai und Juni überlegen, ob er der Mieterhöhung zustimmt. Alternativ kann er auch von seinem gesetzlichen Sonderkündigungsrecht des § 561 BGB Gebrauch machen.

Mit Ablauf der Überlegungsfrist, also mit Beginn des dritten Monats nach Erhalt des Mieterhöhungsschreibens, ist die erhöhte Miete erstmals zur Zahlung fällig (§ 558 b I BGB) (Im Beispiel also zum 1. Juli). Auch wenn der Mieter am letzten Tag der Frist zustimmt, muss er die erhöhte Miete ab dem nächsten Tag bereits entrichten (Beispiel: Ablauf der Zustimmungsfrist am 30. Juni, Fälligkeit der neuen Miete ab 1. Juli!).

In der Überlegungsfrist kann der Mieter das Mieterhöhungsverlangen des Vermieters inhaltlich überprüfen, sich kompetent beraten lassen, einen zur Begründung der Mieterhöhung zitierten Mietspiegel überprüfen oder die zur Begründung bezeichneten Vergleichswohnungen auf ihre Vergleichbarkeit prüfen.

5. Reaktionsmöglichkeiten des Mieters

a. Mieterhöhung ablehnen

Ist der Mieter der Ansicht, dass die Mieterhöhung nicht hinreichend begründet ist, kann er seine Zustimmung verweigern. Er sollte den Vermieter ausdrücklich darüber informieren. Dann kann der Vermieter nachbessern oder den Mieter auf Zustimmung verklagen. Im Prozess wird dann geprüft, inwieweit die Mieterhöhung begründet ist.

b. Mieterhöhung teilweise zustimmen

Stellt der Mieter fest, dass die Mieterhöhung teilweise gerechtfertigt ist, sollte er in diesem Umfang zustimmen und nur den darüber hinausgehenden Teil der Mieterhöhungsforderung ablehnen (BayObLG RE WuM 1984, 484). Die teilweise Zustimmung ist deshalb wichtig, als sich der Streitwert im Rechtsstreit dann auf den Erhöhungsbetrag beschränkt, dem der Mieter nicht zugestimmt hat. Dadurch reduziert sich der Kostenaufwand.

Der Mieter darf seine Zustimmung zur Mieterhöhung nicht von Bedingungen (z.B. Verzicht des Vermieters auf weitere Mieterhöhungen in den nächsten 5 Jahren) abhängig machen oder unter den Vorbehalt stellen, dass die Mieterhöhung begründet sei (dafür dient die Überlegungsfrist!).

c. Mieterhöhung zustimmen

Ergibt die Prüfung, dass die Mieterhöhung korrekt ist, muss der Mieter ausdrücklich seine Zustimmung erteilen. Er muss den Vermieter darüber in Kenntnis setzen. Schweigen zählt als Ablehnung. Nur wenn der Vermieter weiß, dass der Mieter zustimmt, braucht er nicht zu klagen. Letztlich muss der Vermieter klagen, wenn er seine Mieterhöhung durchsetzen möchte. Mit einem nicht gesetzeskonformen Verhalten nötigt der Mieter den Vermieter praktisch zur Klage.

d. Mieterhöhung mit Mietminderung kombinieren?

Macht der Mieter zugleich eine Mietminderung wegen Wohnungsmängel geltend, ist er nicht berechtigt, die Zustimmung zur Mieterhöhung aus diesem Grunde zu verweigern. Voraussetzung ist, dass es sich um behebbare Mängel handelt (Baulärm infolge einer Wohnungsrenovierung) (OLG Frankfurt RE WuM 1999, 629). Handelt es sich um nicht behebbare Mängel, muss dieser Umstand in die Vergleichbarkeit der Wohnung und damit in die Berechnung der Mieterhöhung einfließen.

e. Zahlung der Mieterhöhung

Soweit der Mieter der Mieterhöhung zugestimmt hat, schuldet er die teilweise oder volle erhöhte Miete mit Beginn des dritten Monats nach Zugang des Mieterhöhungsverlangens. Stimmt er erst am letzten Tag der Überlegungsfrist zu, schuldet er dennoch die erhöhte Miete ab dem nächsten Tag (§ 558 b I BGB). Zahlt der Mieter die Mieterhöhung trotz Zustimmung nicht, kann ihn der Vermieter mit Ablauf des zweiten Monats kündigen. Für eine Kündigung ist hier allerdings die Höhe der Mietschulden zu beachten. Mehr zum Zahlungsverzug z.B. hier: http://www.mietrecht.org/mietschulden/muster-kuendigung-zahlungsverzug/ oder hier: http://www.mietrecht.org/mietschulden/mietschulden-einfordern/

6. Schweigen gilt als Ablehnung

Schweigt der Mieter, darf der Vermieter dies als ausdrückliche Ablehnung der Mieterhöhung bewerten. Der Mieter muss damit rechnen, dass ihn den Vermieter dann verklagt.

7. Stillschweigende Zustimmung kann genügen

Vorbehaltslose Zahlung gilt als Zustimmung:

Zahlt der Mieter nach Ablauf der Überlegungsfrist die höhere Miete vorbehaltslos, stimmt er jedenfalls nach fünfmaliger Zahlung der Mieterhöhung schlüssig zu (LG Berlin WuM 1985, 311). Eine stillschweigende Zustimmung kann auch darin zu sehen sein, dass der Mieter seinen Dauerauftrag ändert und damit seine Zustimmung zur Mieterhöhung dokumentiert (LG Kiel WuM 1993, 198).

Einzugsermächtigung bleibt widerruflich:

Keine stillschweigende Zustimmung soll vorliegen, wenn der Vermieter die erhöhte Miete im Wege der Einzugsermächtigung abbuchen lässt und der Mieter erst nach 5 Monaten widerspricht (LG München WuM 1996, 44).

8. Formalien

Eine bestimmte Form ist für die Zustimmung gesetzlich nicht vorgeschrieben. Der Mieter kann sie also mündlich oder schriftlich erklären. Wünscht der Vermieter zur Rechtssicherheit ausdrücklich die schriftliche Zustimmung, kann er den Mieter dennoch auf Zustimmung verklagen, wenn der Mieter vorher mehrfach vorbehaltslos die verlangte höhere Miete bezahlt hat (LG Berlin ZMR 2007, 196).

Stehen auf Mieterseite mehrere Personen, müssen alle Mieter zustimmen. Stimmt nur ein Mieter zu, gilt die Zustimmung insgesamt als nicht erteilt (AG Wiesbaden WuM 1992, 135). Der Vermieter kann alle Mieter verklagen.

9. Fazit

Im Ergebnis ist der Mieter immer gut beraten, die Überlegungszeit zu nutzen, um den Sachverhalt zu prüfen und seine Zustimmung oder seine Ablehnung zur Mieterhöhung unmissverständlich gegenüber dem Vermieter zum Ausdruck zu bringen. Alles andere bedingt infolge der für den Vermieter fehlenden Rechtssicherheit Konfliktpotenzial und beinhaltet für den Mieter ein hohes Kostenrisiko.

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29 Antworten auf "Frist zur Zustimmung einer Mieterhöhung – Wie lange hat man Zeit?"

  • M-Nur Ucar
    10.10.2014 - 12:41 Antworten

    Eine Mieterin von mir wird betreut durch Betreuungsverein Lebenshilfe. Sie wohnt seit 1999 ohne Mieterhöhung in der Wohnung. Nach Renovierung und DAchsanierung habe ich nun eine Mieterhöhung zur ortüblicher Miete erhöht. Daraufhin hat der Betreuungsverein mit Begründung „Härtefall“, da die Mieterin aus finanziellen Gründen die Mieterhöhung nicht tragen kann, der Mieterhöhung widersprochen. Wie gehe ich nun vor.

    • Mietrecht.org
      11.10.2014 - 17:09 Antworten

      Hallo Ucar,

      ich kann Sie hier leider nur an den Anwalt Ihres Vertrauens verweisen. Die Falls (die Erhöhung, der Widerspruch) muss geprüft werden, um das weitere Vorgehen zu planen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sonnenschein
    07.12.2014 - 20:31 Antworten

    Ich habe einer Mieterhöhung ( Mietspiegel/,Kappungsgrenze ) im August zugestimmt. Das Schreiben auf normalen Postweg abgeschickt. Die Mieterhöhung wurde 9/10/11. 2014 vom Konto vom Vermieter abgebucht. Gute zwei Monate später erhalte Ich von der Verwaltung meines Vermieters eine Widerrufsrecht, dass Ich absendete ( widersprochen gegen die Mieterhöhung ). Die erhöhte Miete wurde Mir dann auf mein bekanntes Konto zurückgezahlt. Jetzt erhalte Ich vom Amtsgericht ein Schreiben in dem mein Vermieter mich Verklagt. Ich hätte der Mieterhöhung nicht zugestimmt und es geht um einen Streitwert von 12x € 51,71.
    da Ich mir keinen Rechtbeistand leisten kann, meine Frage an Sie kann, welchen richtigen Weg kann Ich gehen.

    • Mietrecht.org
      08.12.2014 - 07:51 Antworten

      Hallo Sonnenschein,

      ich würde versuchen mit dem Vermieter zu sprechen und auf Ihre Zustimmung verweisen (Kopie beifügen). Diese Argumentation würde ich untermauern, indem Sie darauf hinweisen, das die höhere Miete – scheinbar auf Grund Ihrer Zustimmung – eingezogen wurde.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • patrick
    29.01.2015 - 13:13 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    wir haben ein Mieterhöhungsverlangen von unserem Vermieter bekommen mit dem Datum vom 31.10.2014. Es war jedoch erst am 1.11.2014 im Briefkasten. Die Miete sollte zum 1.01.2015 erhöht werden. Dadurch, dass das Schreiben erst im November zugestellt wurde, auch wenn es direkt am 1. war, kann die Miete doch eigentlich erst ab dem 1.02. erhöht werden oder sehe ich das falsch?

    MfG

    • Mietrecht.org
      30.01.2015 - 14:00 Antworten

      Hallo Patrick,

      ja, das sehe ich auch so. Siehe auch § 558b Zustimmung zur Mieterhöhung „…schuldet er (der Mieter) die erhöhte Miete mit Beginn des dritten Kalendermonats nach dem Zugang des Erhöhungsverlangens…“

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Alex J.
    19.04.2015 - 12:02 Antworten

    Hallo,

    wir haben einen Mieter nun per Zustimmungsklage zum Mieterhöhungsverlangen per Amtsgericht verurteilen lassen. Urteil ist bereits rechtskräftig und der Mieter weigert sich trotzdem die Mieterhöhung zu zahlen.

    Unter Ihrem Punkt 5e. Zahlung der Mieterhöhung

    …. Zahlt der Mieter die Mieterhöhung trotz Zustimmung nicht, kann ihn der Vermieter mit Ablauf des zweiten Monats kündigen.

    Dazu habe ich eine Frage: Auf welches Urteil / Gesetz bezieht sich diese Aussage? Ich würde es in unserem Fall gerne anwenden und kann dazu im BGB nichts eindeutiges finden.

    Danke für Ihre Hilfe.

    • Mietrecht.org
      20.04.2015 - 12:46 Antworten

      Hallo Alex,

      die Aussage bezieht sich auf die Gesamtmiete, inkl. Mieterhöhung. Es war nicht eindeutig formuliert – ich habe hier nachgebessert.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Iordachi Olivia
    18.11.2015 - 15:29 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    wir haben einen neuen Vermieter seit kurzer Zeit und haben am 31.Oktober 2015 ein Mieterhöhungsschreiben von ihm bekommen. Er hat nur folgendes geschrieben: gemäß § 558 des BGB kann der Vermieter die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur Ostüblichen Vergleichsmiete verlangen. Das war die einzige Begründung.

    Wir haben eine Staffelmiete und in den Vertrag steht: § 6 Stafflmiete: Während der Laufzeit der Staffelmiete sind keine weiteren gesetzlichen Mieterhöhungen zulässig.

    Sofern nicht in den §6 anderes vereinbart ist, kann der Vermieter die Zustimmung zur Mieterhöhung nach §558 BGB verlangen.

    Bauliche Maßnahmen/Moderniesierung hat er auch nicht durchgeführt.

    Wenn es so in den Vertrag vereinbart ist, hat er recht?

    Danke für Ihre Hilfe!

    Mfg
    Olivia

    • Mietrecht.org
      20.11.2015 - 02:34 Antworten

      Hallo Olivia,

      eine vereinbarte Staffelmiete schlief die Erhöhung nach §558 aus. Beziehen Sie sich auf Ihren Mietvertrag und auf das BGB.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Tina Hatt
    03.02.2016 - 02:41 Antworten

    Hallo,

    habe vom Vermieter ein Mieterhöhungsschreiben bekommen und zugesagt ( beim 2. Brief) und die Zustimmung auf normalem Wege per Post abgeschickt, sprich kein Einschreiben. Daraufhin änderte ich auch meinen Dauerauftrag bei der Bank.

    Der Vermieter hat mich nun auf Zustimmung verklagt, er behauptet meine Zustimmung nicht bekommen zu haben. Lohnt es sich überhaupt sich dagegen zu währen? Ich habe keinen Beweis dass ich die Zustimmung abgeschickt habe, aber ich würde ja ohne Zustimmung nicht seit Monaten die erhöhte Miete zahlen.

    Vielen Dank

    • Mietrecht.org
      05.02.2016 - 03:45 Antworten

      Hallo Tina,

      lassen Sie sich zu diesem speziellen Fall am besten anwaltlich beraten. Mich wundert vor allem, das der Vermieter nicht zuvor mit einer Erinnerungsschreiben auf Sie zu kam.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Dennis
    05.02.2016 - 21:03 Antworten

    Habe mal eine Frage als Mieter. Unser Mieterhöhungsverlangen war fehlerhaft, da der Vermieter in der Wohnlage verrutscht ist. Allerdings lagen wir mit plus 15% noch knapp unter der Höchstmiete. Trotzdem habe ich wegen Formfehler widersprochen und eine neue Mieterhöhung mit neuer Frist verlang. Fällig war die neue Miete zum 01.01.2016. Habe bislang nichts gehört aber ging davon aus, dass ich eine Antwort auf den Widerspruch bekomme. Um ehrlich zu sein wollte ich es dem Vermieter nicht so leicht machen und zumindest fachlich korrekte Arbeit einfordern.

    Nun habe jch aber echt kalte Füße und keine Lust noch Gerichtskosten zu zahlen. Was soll ich jetzt am besten machen? Schnell unterschreiben und überweisen? Was könnte auf mich zukommen bei +70 Euro pro Monat wenn ich sofort einlenke?

    Grüße, Dennis

    • Mietrecht.org
      05.02.2016 - 23:35 Antworten

      Hallo Dennis,

      wieso nehmen Sie nicht erstmal Kontakt mit dem Vermieter auf? Da Sie auf Ihr Recht bestehen wollten, müssen Sie jetzt auch ggf. die Konsequenzen tragen. Lassen Sie am besten anwaltlich prüfen, ob Ihr Widerspruch rechtmäßig und vertretbar war.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Kristin Meyer
    02.03.2016 - 15:56 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    ich habe heute (2. März) ein schriftliches Mieterhöhungsverlangen erhalten, in dem ich aufgefordert werde, die höhere Miete ab dem 1.5. zu zahlen. Wäre nicht der 1.6. der „richtige“ Termin? Es ist natürlich in meinem Interesse, die höhere Miete erst möglichst spät zu zahlen – was kann ich nun tun? Ich nehme an, das Mieterhöhungsverlangen ist trotzdem „gültig“?

    Mit freundlichen Grüßen,

    K. Meyer

    • Mietrecht.org
      02.03.2016 - 23:26 Antworten

      Hallo Kristin,

      ja, 01.06.2016 wäre korrekt. Ich würde den Vermieter auf den formalen Fehler hinweisen und abwarten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Irem
    14.06.2016 - 09:31 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    wir haben am 28.05.2016 ein Mieterhöhungsschreiben vom Vermieter bekommen.
    Wir würden jetzt gerne ausziehen.
    Dürften wir denn am 30.06.2016 unsere Kündigung abschicken ? Gilt hier dann auch die 2 Monatsfrist also Auszug am 01.09.2016?
    Oder müssen die 2 Monate vergehen ?

    MfG

  • Martin Schulze
    11.07.2016 - 11:21 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    unser Vermieter möchte jetzt eine Mieterhöhung vornehmen. Die Mieterhöhung an sich entspricht den gesetzl. Vorgaben. In seinem Schreiben vom 7.7.2016 ist allerdings folgender Abschnitt enthalten:

    „Ich bitte Sie daher, der Erhöhung der Kaltmiete auf 500,00€ zuzustimmen und mir Ihre schriftliche Zustimmungserklärung bis zum 30. Juli 2016 unterschrieben an mich zurückzusenden. … Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass ich Ihr Schweigen als Ablehnung werten muss. Sofern Sie innerhalb der bezeichneten Frist nicht zustimmen, würde ich mich leider veranlasst sehen, Ihre Zustimmung gerichtlich einzuklagen.“

    D.h. eine unzulässige Verkürzung unserer Überlegungsfrist. Ist die gesamte Mieterhöhung damit hinfällig?

    • Mietrecht.org
      11.07.2016 - 14:30 Antworten

      Hallo Martin,

      lesen Sie selbst im Gesetzt nach: „(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.“ § 558 b I BGB.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michaela Schmolawe
    29.08.2016 - 21:26 Antworten

    Hallo!
    Ich habe seit dem 17.08.16 einen neuen Vermieter. Mündlich hat er mir letzte Woche mitgeteilt, das er mir kündigen wird aufgrund von Eigenbedarf. Woraufhin ich meinte, dies müsste schriftlich geschehen und das ich dann aufgrund von über 6 jähriger Wohnzeit 6 Monate Kündigungsfrist hätte.
    Nun erbat er heute ein Gespräch mit mir. Bei diesem gab er mir die schriftliche Kündigung allerdings datiert zum 30.11.16.
    Außerdem meinte er, er müsse meine bisherige Kaltmiete von 270€ auf 600€ erhöhen. Begründung: Er hätte ja einen Bankkredit abzuzahlen und die beiden Räume die sich auf gleicher Etage wie meine Wohnung befinden, von mir aber noch nie genutzt wurden, beziehungsweise auch gar nicht in meinem Mietvertrag stehen müssten mit bezahlt werden. Er wolle aus der gesamten Etage eine Wohnung machen und das könne er nicht solange ich dort noch wohnen würde.
    Vielen Dank schonmal

    • Mietrecht.org
      30.08.2016 - 06:54 Antworten

      Hallo Michaela,

      Sie ahnen bereits, dass das Verhaltes des Vermieters nicht vom Mietrecht gedeckt ist.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Maria
    16.12.2016 - 14:53 Antworten

    Ich habe nach Jahren die Miete um 30,- € erhöht und das auch mit Wohnungen begründet, allerdings nicht zur Zufriedenheit meiner Mieterin. Als sie nicht zugestimmt hat, habe ich geklagt. Das Gericht wollte die Wohnungen auch präziser benannt. Im Gesetz steht ja, dass man noch nachbessern kann auch im gerichtlichen Verfahren. Das habe ich dann auch gemacht und alles genau benannt. Die gegnerische Anwältin sagt, dass jetzt die Frist neu beginnt, sowohl für die Zustimmung, als auch für den Beginn der Mieterhöhung. Stimmt das und wenn ja, wo steht dazu was im Gesetz? Ich konnte nichts finden.

    • Mietrecht.org
      16.12.2016 - 15:21 Antworten

      Hallo Maria,

      ich kann Sie leider nur zur Prüfung Ihres Einzelfalls an einen Anwalt verweisen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Maeggie
    15.02.2017 - 12:56 Antworten

    Guten Tag,
    mein Vermieter hat mir am 31.12. den Brief mit der Mieterhöhung persönlich in den Briefkasten geworfen. Ich war am 31.12. nachweislich nicht im Land, sondern habe den Brief erst am 2. Januar erhalten.
    Welches Datum gilt denn nun für den Beginn der Bedenkzeit? Ich soll die erhöhte Miete ab 1. März bezahlen.
    Außerdem hat bis heute mein Vermieter keine Begründung angegeben, obwohl ich ihn sogar dazu aufforderte.
    Wie soll ich mich verhalten?
    Danke und Viele Grüße

    • Mietrecht.org
      15.02.2017 - 14:07 Antworten

      Hallo Maeggie,

      entscheidend ist, wann der Brief in Ihrem Zugangsbereich gelangt ist – wann Sie diesen lesen ist irrelevant. Natürlich muss der Vermieter aber die gesetzlichen Anforderungen an eine Mieterhöhung erfüllen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Luigi
    19.02.2017 - 19:05 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    habe am 31.01.2017 ein Schreiben vom Vermieter mit Ankündigung zur Mieterhöhung zum 01.03.2017 erhalten. Gilt der Januar mit ? Wie lange habe ich Überlegungsfrist?

    Vielen Dank

    Luigi

    • Mietrecht.org
      20.02.2017 - 09:00 Antworten

      Hallo Luigi,

      hier ein Auszug von oben „In Anbetracht dieser Situation gewährt das Gesetz dem Mieter eine gewisse Überlegungszeit. Sie beträgt mindestens zwei Monate. Sie beginnt in dem Monat, in dem der Mieter das Mieterhöhungsschreiben erhält und endet mit Ablauf des zweiten Monats nach dessen Zugang.“

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • tom
    18.03.2017 - 18:45 Antworten

    Mein Vermieter hat mir im Januar 2017 eine Mieterhöhung zugestellt, die aber erst im Januar 2018 beginnen soll. Welche Frist gilt für meine Zustimmung?

    Danke!
    Tom

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