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Kinder rennen in der Wohnung – Was tun als Nachbar?

Rennen, trampeln, springen, mit den Türen knallen — spielende Kinder verursachen oft einen gewaltigen Lärm in der Wohnung. Das macht meist besonders den Nachbarn zu schaffen, deren Geduld und Nachsicht hier in höchstem Maß gefordert ist, denn die Rechtsprechung ist sich einig: Spielen von Kindern in der Mietwohnung gehört zum normalen Mietgebrauch und ist als sozialadäquates Verhalten von den Nachbarn zu akzeptieren.

Allerdings muss man sich auch nach Ansicht des Bundesgerichtshofs als Nachbar nicht alles gefallen lassen (vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16). Rennen die Kinder der Nachbarn ständig in der Wohnung, kann man die Unterlassung von den Eltern fordern und ggf. auch die Miete mindern. Der nachfolgende Artikel erklärt, welche Handlungsmöglichkeiten es für Nachbarn gibt.

I. Wann muss man Kinderlärm nicht mehr hinnehmen?

Kinderlärm, ob durch Herumrennen oder Schreien ist dann nicht mehr von den Nachbarn zu dulden, wenn die Störung, nicht mehr als sozialadäquates hinnehmbares Kinderverhalten gilt. Alles andere ist in einem Mehrfamilienhaus im Hinblick auf das Gebot der zumutbaren gegenseitigen Rücksichtnahme zu akzeptieren (BGH, Urteil vom 29. 04.2015, Az.: VIII ZR 197/14)

So ist z.B. der Kinderlärm zu dulden, der nicht absichtlich erfolgt oder bei dem die Eltern vergeblich versucht haben, das auslösende Verhalten der Kinder zu unterbinden. Das bedeutet z.B. wenn die Eltern nichts für das Fehlverhalten ihrer Kinder können und zumindest immer versuchen, die Kinder zu bändigen, damit sie nicht herumrennen, kann man ihnen keinen Vorwurf machen, da Rennen ein normales Verhalten von Kindern ist und diese nicht immer auf ihre Eltern hören (AG München, Urteil vom 23.05.2017, Az.: 283 C 1132/17).

Das gleiche gilt, wenn durch das Rennen der Kinder in der Nachbarwohnung kein überdurchschnittlicher Lärm verursacht wird. Es entspricht, schließlich  der allgemeinen Lebenserfahrung, dass in Räumen, welche unterhalb einer anderen Wohnung liegen Geräusche aus der darüber liegenden Wohnung zu vernehmen sind (AG München, Urteil vom 23.05.2017, Az.: 283 C 1132/17).

Nicht hinzunehmen, sind die Störungen durch Kinder, die vermeidbar sind und durch objektiv gebotene erzieherische Maßnahmen oder durch zumutbare (gebotene) bauliche Maßnahmen unterbunden werden können (BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16). So z.B. absichtlicher Lärm durch die Kinder zu den Ruhezeiten ohne das die Eltern eingreifen.

II. Störung dokumentieren: Lärmprotokoll

Um sich als Nachbar auf seine Rechte gegenüber einem anderen Mieter und dem Vermieter berufen zu können, braucht man zunächst einen geeigneten Nachweis für die Störung: Was, wann und wie lange und in welcher Intensität. Das sind die Fragen, die man hinsichtlich der Störung durch rennende Kinder in der Nachbarwohnung beantworten können muss (vgl. BGH, Urteil vom 21.02.2017, Az.: VIII ZR 1/16)

Das geht am besten mit einem sog. Lärmprotokoll in dem man vermerkt, zu welchen Zeiten die Kinder in der Wohnung rennen und laut sind. Außerdem kann man Zeugen und z.B. Tonaufnahmen zum Geräuschpegel o.ä. als Beweise sammeln.

Wichtig ist, dass man für den Streitfall ausreichend Beweise hat, um die Störung und deren Ausmaß zu belegen.

III. Beschwerde bei Vermieter

Wenn Kinder in der Mietwohnung rennen, kann man sich natürlich sofort beim Vermieter beschweren. Dieser hat dafür zu sorgen, dass sich alle Mieter vertragsgemäß verhalten und die anderen Mitmieter nicht stören. Halten sich Eltern z.B. nicht an Hausordnungen, weil sie ihre Kinder im Treppenhaus rennen lassen oder während der Ruhzeiten wild in der Wohnung herumrennen lassen, darf der Vermieter abmahnen und im Wiederholungsfall u.U. kündigen.

Die Kündigung der Nachbarn kann man von dem Vermieter nicht verlangen. Es bleibt dem Vermieter überlassen, wie er dafür sorgt dass die Störung durch die anderen Mieter unterbunden wird.

Beschwerden und Abmahnungen sind nicht rechtens, wenn das Verhalten der Kinder noch als sozialadäquat hinzunehmendes Verhalten einzustufen ist (s.o.).

IV. Minderung der Miete?

Eine Minderung der Miete ist dann möglich, wenn das Rennen der Kinder in der Nachbarwohnung zu einer so dauerhaften Belastung wird, dass es sich um einen sog. Mietmangel nach § 536 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) handelt. Von einem Mangel der Mietsache spricht man, wenn durch die Störung die Tauglichkeit der Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch aufgehoben oder nicht nur unerheblich eingeschränkt ist.

Vorausgesetzt ist es dafür, dass die Störung nicht als sozialadäquates hinnehmbares Kinderverhalten einzustufen ist (s.o.).

Das ist hier z.B. dann der Fall wenn durch das Rennen der Kinder in der Wohnung die Ruhzeiten massiv gestört werden. Eltern sind verpflichtet, auf die Ruhezeiten und die Belange der Nachbarn zu achten (Landgericht Berlin, Urteil vom 05.09.2016, Az.: 67 S 41/16). Sie haben deshalb ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen und dafür zu sorgen, dass sich die Kinder die Nachbarn nicht absichtlich stören, soweit das je nach Alter des Kindes möglich ist (OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 29.01.1997, Az.: 9 U 218/96).  Das heißt konkret, dass Eltern z.B. ihre Kinder ermahnen müssen, nicht in der Wohnung zu rennen — ganz besonders in den Ruhezeiten.

Stören die Kinder die Nachbarn durch Rennen und Lärm nach 20 Uhr ist es also durchaus gerechtfertigt die Miete um 5 % zu mindern (BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16). Dazu mehr in Kindergetrampel in der Wohnung  – auch nach 20 Uhr und sonntags.

Allgemeine Informationen zu den Formalien der Minderung und der Berechnung einer angemessenen Höhe der Mietminderung finden Sie in diesem Artikel: Mietminderung: Lärmbelästigung durch Nachbarn.

V. Recht zur fristlosen Kündigung?

Die eigene fristlose Kündigung ist nur möglich, wenn die Störung durch die rennenden Kinder in der Wohnung des Nachbarn so erheblich ist, dass eine normale Kündigung mit Abwarten der Kündigungsfrist unzumutbar ist, vgl. § 543 BGB.

Ob das der Fall ist, ist einzelfallabhängig. Im Allgemeinen ist es aber immer erforderlich, dass man sich vorher rechtmäßig, aber erfolglos beim Vermieter darüber beschwert hat, dass die Kinder der Nachbarn immer in der Wohnung rennen. Insoweit hat man dem Vermieter auch eine Frist zu setzen, bis wann er für die Beseitigung der Störung sorgen muss.

VI. Rechte gegenüber den Nachbarn: Unterlassung von den Eltern fordern

Als Nachbar kann man sich grundsätzlich direkt an die Eltern der Kinder wenden und diese auffordern, dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht mehr in der Wohnung rennen. In einem Mehrfamilienhaus ist es ohne weiteres möglich unter dem Gesichtspunkt der Besitzstörung die Unterlassung nicht hinzunehmender Geräuschbeeinträchtigungen von dem benachbarten Mieter zu verlangen (AG München, Urteil vom 23.05.2017, Az.: 283 C 1132/17). Folgt keine Abhilfe kann man gerichtlich gegen die Nachbarn vorgehen und auf Unterlassung klagen.

Allerdings gilt hier ebenfalls: Nur unzumutbare Geräuschbeeinträchtigungen, die weder als sozialadäquat hinnehmbares Kinderverhalten noch vertragsgemäßes Wohnverhalten einzuordnen sind, führen zu einem Erfolg.

VII. Fazit

Rennen die Kinder der Nachbarn in der Wohnung auf und ab, haben Nachbarn aus rechtlicher Sicht durchaus verschiedene Mittel und Wege dagegen vorzugehen. Wie diese Rechtsmittel in der Praxis durchgreifen ist allerdings einzelfallabhängig und kommt auf die Intensität an. Solange das Rennen der Kinder noch als normales Kinderverhalten anzusehen ist und die Eltern ihren Aufsichtspflichten nachkommen, gibt es für Nachbarn keine Möglichkeit dagegen vorzugehen.

12 Antworten auf "Kinder rennen in der Wohnung – Was tun als Nachbar?"

  • Artur Gaster
    08.10.2020 - 08:58 Antworten

    Wenn in Hausordnung Ruhezeit von 22:00 beginnt gilt dann trotzdem 20:00 , oder nicht?

    Gilt es auch für Kinder unter 3 Jahren?

    Danke

  • Janina
    08.11.2020 - 18:57 Antworten

    Guten Abend, ich habe auch eine Frage. Es dreht sich nicht um ein Baby, sondern ein Kind, das ca. 10 – 12 Jahre alt ist. Es hat wohl eine Beeinträchtigung (Behinderung). Der Lärm ist auch kein lautes Schreien, sondern eine permantente (und ja sehr sehr nervige) Beschallung durch Summen und Plärren. Das verrückte ist,, dass ich in der 3. Etage im Nachbarhaus wohne und das Kind im EG. Alle anderen Mieter*innen unter mir müssen das auch ertragen. täglich, über mehrere Stunden.

    Der Fall ist ja etwas spezielles aber es zehrt wirklich an den Nerven. Man kann nichts in Ruhe machen. Wenn ich mein TV so laut stellen möchte, dass ich es nicht mehr höre, falle ich fast von meiner eigenen Couch…

    Vielen Dank im Voraus

    • Mietrecht.org
      09.11.2020 - 09:42 Antworten

      Hallo Janina,

      recherchieren Sie am besten zu dem Thema – ich kann hier per Kommentar leider nicht so weit ausholen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Danijela
    02.04.2021 - 11:29 Antworten

    Ich fange von Anfang an. Wir sind im Juni 2020 in die neue Wohnung eingezogen, unser kleiner war 6 Monate alt. Mit 10 1/2 Monaten machte er selbständig die ersten Schritte (lies sich los) mit 12 stöberte er schon ganz allein durch die Wohnung ganz stolz. Aber mit seinen ersten Schritten kamen auch die ersten Probleme mit den Nachbarn die unter uns leben. Das ist eine ungarische Großfamilien da leben 2 generationen mit 2 oder 3 Kindern….Der Kleine strampelt er rennt durch die Wohnung wir haben schon oft probiert ihm nein zu sagen das er langsam gehen soll, er hat kein spielzeug welches einen hohen Lärm verursachen kann, jetzt ist er 15 Monate alt er will vieles ausprobieren neue sachen lernen was auch ganz normal ist für sein alter. Die nachhbarn hauen gegen die Decke ab 21 Uhr bis der kleine schläft. Er hat noch keine fixe schlafzeiten machnmal schläft er um 20:00 mach um 21:00 manchmal auch um 23:00 hängt alles davon ab wie er gelaunt ist er zahnt auch dadurch haben wir als eltern auch viele schlaflose Nächte aber das wird alles eines Tages vergehen die Zeit vergeht sehr schnell. Ich habe mich bei den Nachbarn auch entschuldigt ich weiß das es manchmal laut ist mit meinen Vermieter bin ich auch schon in Kontakt getreten habe ihn alles erklärt. Wir werden unser Kind sicher erziehen das er Respektvoll gegenüber anderen vor allem älteren Menschen ist aber er ist nun mal ein baby noch um zu verstehen was es heißt nachtruhe und er hat keinen Knopf den wir um 22 Uhr drücken können damit er ab diese Uhrzeit nur sitzt oder schläft wenn er nicht kann. Meistens schläft er die Nacht durch um 7 uhr ist aufstehen, heute haben die gegen 8 uhr früh geklopft weil er gespielt hat, wir wissen nicht mehr was wir machen sollten wir können ihn nicht an die Wand aufhängen sind schon langsam ratlos :( Verstehe nicht das Menschen für andere kein Mitgefühl haben immerhin sind wir wirklich bemüht leise zu sein, der Fernsehen läuft auf normale Frequenz wir reden normale Zimmerlautstärke es ist nur problem wenn der Kleine spielt und durch die Wohnung spatziert. Was können wir machen?

    • Jens
      07.12.2021 - 18:19 Antworten

      Hallo Danijela,
      ich sehe, daß Dein Posting schon ein bisschen älter ist, aber ich gehe auch davon aus, daß es eher noch problematischer geworden ist, umso älter und kräftiger Euer kleiner geworden ist. Ich schreibe Dir, weil ich bei unserem Problem, welches wir hier haben sozusagen auf der “anderen” Seite stehe. Bei uns wohnt ein mittlerweile 3 1/2 jähriger über uns.
      Ich kann nur sagen, das Problem ist komplex und absolut ernst zu nehmen. Denn es stellt für beide Seiten eine extreme Belastung dar. Über die Seite der Eltern bist Du Dir sicherlich im Klaren, das schlechte Gewissen, ständige Alarmbereitschaft, Ängste u.s.w. Aus Sicht der Nachbarn/Untermieter muss man halt feststellen, daß sich das Leben durch den kleinen “Obermieter” zum Teil erheblich verändert. Und eben zum schlechteren. Bei Balkendecken ohne hinreichende akustische Dämmung – das bezieht sich sowohl auf die Schüttung zwischen den Balken, als aber auch v.a. auf einen entsprechenden Abhang mit guter Dämmung und schweren Schallschutzplatten – kann das Rennen eines 1-3 jährigen u.U. unten wie Pauken eines Sinfonieorchesters wahrgenommen werden. Ein Freund aus Syrien hat das Geräusch bei uns tatsächlich mit Artillerie-Feuer verglichen. Unser Besuch ist auch regelmäßig geschockt. Nun hilft Dir das alles nicht weiter: was allerdings interessant sein könnte, ist, wann bei uns der Geduldsfaden reißt. Und das hat grundsätzlich immer damit zu tun, daß man feststellen kann, ob sich die Eltern “bemühen” oder nicht. Man kann nicht immer verhindern, daß ein Bauklotz fällt, man kann auch nicht verhindern, daß das Kind mal losrennt. Aber man muss es eben zumindest nach einigen Sekunden stoppen. Bei uns gibt es Situationen, da rennt das Kind 20 Minuten am Stück! Das hat auch immer damit zu tun, daß die Eltern ziemlich faule Stubenhocker sind und teils das ganze Wochenende nicht mit dem kleinen rausgehen. Und dann finden sie es legitim, wenn der Wohnungsflur zur Rennbahn wird. Das sind genau die Situationen, wenn bei uns die Sicherungen durchknallen. Dann hauen wir auch mal mit dem Besen an die Decke oder machen dröhnend laut Musik an, so dass die oben die Mietsache auch nicht mehr genießen können. Das artet dann regelrecht aus. Beide Seiten eskalieren dann regelrecht.
      Das ist natürlich ein Zustand, wie er genau nicht sein sollte. Aber das hat sich über 4 Jahre, also schon deutlich vor der Geburt des kleinen, so aufgebaut. Wir können uns halt so überhaupt nicht ausstehen. Und das beruht absolut auf Gegenseitigkeit. Wichtig ist es mir aber zu sagen, daß es immer so lange geht, so lange das Bemühen der Eltern spürbar bleibt. Das ein Kind mal hinfällt ist doch klar, daß es mal heult ist doch selbstverständlich. Aber das minutenlange Rennen ist eben indiskutabel. Und das bildet die Rechtsprechung ja genauso ab. Wenn man als Eltern glaubhaft zeigen kann, daß man den Unterschied versteht und die Nachbarn damit respektiert, ist man auf der sicheren Seite. Sowohl rechtlich, als auch emotional. Sollten die Untermieter auch schon bei leichten und v.a. kurzen Geräuschen eskalieren, dann hast Du auch rechtlich alle Trümpfe in der Hand.
      Dir alles Gute und liebe Grüße
      Jens

    • Mico
      04.02.2022 - 19:15 Antworten

      Hallo,

      ich denke du hast viele Möglichkeiten das Problem zu lösen.
      Z.B. : Es gibt Trittschutzmatten die sicherlich sehr hilfreich sind.
      Ich habe selber das Problem das die Kinder von meine Nachbar ganzen Tag am rennen und Trampeln sind und bin dadurch Krank geworden. Ich habe durch Schlafstörung verursacht von der Familie in der Wohnung über mir meine Job (Als Programmierer) nicht vernünftig nachgehen können und habe Abmahnungen von meinem Chef erhalten. Muss deswegen jetzt Schlafmittel einnehmen.
      Ich hoffe das du durch einige einfachen Maßnahmen das Problem aus der Welt schaffen kannst.
      Gruß
      Mico

  • P.T.
    25.04.2021 - 09:28 Antworten

    Hi Daniela, ich bin kein Anwalt, aber dreh doch einfach den Spieß um und beschwer Dich bei der Hausverwaltung, sag, Du fühlst Dich gestört, weil die zu den unmöglichsten Zeiten gegen die Decke klopfen. Babys gehören zu unserem Leben Gott sei Dank. Und Dein Kind zahlt mal die Rente Deiner Nachbarn mit.Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein! Halt dagegen. Wo sind wir in unserer Gesellschaft hingekommen, wenn wir uns dafür entschuldigen, dass ein Baby, das zahnt, weint? Traurig. Trau Dich!

    • Ivana
      13.08.2021 - 23:37 Antworten

      So ein Blödsinn P.T.
      Wir leiden selbst unter diesen Umständen.
      Darüber ist eine Familie mit Kind; dieses trampelt und stampft durch die Wohnung – ich denke jederzeit fliegt es durch die Decke zu mir auf meine Couch.
      Es schreit und rennt durch die Wohnung herum. Schrecklich.

      Sie reden wohl nicht aus Erfahrung, sonst würden Sie nämlich nicht so etwas schreiben…

    • Jens
      07.12.2021 - 18:25 Antworten

      Bei allem Respekt, aber das Rentenargument ist ja etwas sehr konstruiert, zumal es, sobald die jetzigen Babys in sozialversicherungspflichtige Jobs kommen, wahrscheinlich eh keine staatliche Rente mehr gibt. Das hat aber nichts damit zu tun, daß ein zahnendes Kind natürlich heulen darf! Da bin ich ganz bei Ihnen! Es geht immer um das Bemühen der Eltern. Kind in der Mietwohnung, insbesondere Kind im Altbau ist leider für beide Seiten problematisch. Ich bin deshalb ein großer Befürworter von bevorzugter Vergabe von “kinderfreundlichen” Immobilien an Familien. Dafür aber auch etwas strengere Regeln, wenn Eltern trotzdem unbedingt die Altbauvorteile trotzdem haben möchten.

  • Janine
    14.12.2021 - 00:54 Antworten

    Bei uns ist es auch schlimm. Wir haben 5 Kinder. 3,4,11,15und16j. Wir ermahnen den ganzen Tag unsere Kinder sie sollen nicht rennen oder springen ,müssen im Gegenzug aber hinnehmen das der 5Jährige über uns manchmal Stundenlang durch die Wohnung rennt/springt. Teilweise bis nachts 2Uhr. Ich möchte der Mutter nicht vorschreiben, wann ihr Kind ins Bett zu gehen hat. Unsere sind auch öfters lange wach,aber wir achten penetrant darauf das unsere Kids ab 20Uhr keinen vermeidbare Lärm mehr produzieren. Habe die alleinerziehende Mutter,die laut eigener Aussage vom Jugendamt als nicht erziehungsfähig gehalten wird mehrmals freundlich drauf hingewiesen sie solle doch bitte darauf achten. Über den Tag nehme ich es wirklich hin aber ab 22 Uhr ist halt auch irgendwann mal die Geduld am Ende. Wir müssen um 5:30Uhr bzw ich um 6:45 aufstehen werde aber ab 6:30Uhr von getrampel und irgendetwas großes das auf den Boden kracht geweckt. Auch die älteren Kinder können teilweise nicht schlafen, dabei brauchen sie ihren Schlaf weil sie am nächsten Morgen Schule haben. Mein älterer Sohn hat derzeit schon die ersten Prüfungen und kommt nicht zur Ruhe wegen dem getrampel ect. Im Sommer hat er teilweise 45min auf deren Balkon gegen das Metallgeländer getreten. Der Balkon ist direkt über dem Zimmer meiner Tochter. Auch sie konnte kaum schlafen.Ich hab echt Verständnis da ich selbst 5 Kinder habe ,aber bin der Meinung einen 5 jährigen kann man durchaus mal zur Ruhe ermahnen und erklären das es Leute gibt die schlafen müssen.Ich fühle mich ehrlich gesagt echt verarscht und frage mich wozu ich unsere Kids den ganzen Tag zur Ruhe und Rücksicht anhalte wenn es anderen Scheißegal ist. Wir sind im Februar hier eingezogen. Die Vermieter unter uns. Im April ist seine Tochter mit Sohn über uns eingezogen. Dazu wurde im April bei mir ein Hirntumor/Krebs entdeckt. Anfang Mai wurde ich bereits schon am Hirn operiert. Ich hatte teilweise schreckliche Kopfschmerzen als ich aus dem Krankenhaus zurück war aufgrund des permanenten getrampels. Musste fast wieder stationär aufgenommen werden da die Schmerzen mit normalen Schmerzmitteln nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Mehrfach habe ich um Rücksicht gebeten damit ich mich etwas erholen kann von der schweren OP. Bis heute keine Rücksicht zu spüren. Oben wird getrampelt und gesprungen und unten bis zu 20x am Tag dermaßen Türen zugeknallt als wäre irgendetwas explodiert. Wären wir nicht in einem 4 Jahresmietvertrag und der Wohnungsmarkt nicht so übel gerade mit Kindern ,hätten wir schon längst gekündigt wobei meine Gesundheitliche Verfassung einen Umzug garnicht packen würde. Ich frage mich täglich, wieviel man hinnehmen muss :-/

    • Nel
      28.05.2022 - 22:52 Antworten

      Das tut mir sehr Leid für Sie, ich hoffe dass der Tumor besiegt wurde. Das sind rücksichtslose und einfach nur asi Menschen, die weder Anstand noch sich benehmen können. Ihr müsst zu 5t gleichzeitig gegen die Wand hämmern, wenn das Kind durch die Wohnung rennt, dann wird man erleben wie die sich beschweren und mal die Eltern runter rufen und frag ob die das dulden würden wenn es umgekehrt wäre. Dauerhafter Kinderlärm muss nicht geduldet werden. Ich würde den Vermieter einschalten und mich Beschwerden oder auch mal das Ordnungsamt rufen. Vor allem nach 22 Uhr.

  • Nel
    28.05.2022 - 22:41 Antworten

    Ganz ehrlich. Keiner mag Krach, egal in welcher Art und Weise. Eltern sollten ihrer Kinder erziehen und den beibringen nicht durch die Wohnung zu rennen. Denn das macht Krach. Das ist eine Erziehungssache. Wo anderes rennen die auch nicht rum, außerdem ist eine Wohnung keine Rennstrecke. Dafür hat man Spielplätze. Man muss mit den Kinder auch rausgehen und nicht nur in der Wohnung abhängen. Man muss sich vorstellen, es ist wie ein Dauerhämmern. Mal stärker mal weniger. Wenn man in einem Mehrfamilienhause wohnt, so muss man Rücksicht nehmen und nicht sagen Kinder,Kinder…. Filzschuhe wäre ein Anfang. Kinder können im Kinderzimmer toben. Aber nicht durch die ganze Wohnung, damit sind beide Seiten gut bedient. Man muss eine Mitte finden. Und nach 20 Uhr sollte Ruhe sein. Jeder brauch einen Erholungspart. Es gibt extra flexiblen Schallschutz für die Wände… dicke Weiche Teppiche usw… man muss Lösungen finden und nicht das Kind vor sich schieben. Kinder wissen nicht was richtig oder falsch ist, dafür sind die Eltern da.

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