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Kindergetrampel in der Wohnung – auch nach 20 Uhr und sonntags – Was tun?

Kindergetrampel aus der Wohnung des Nachbarn, kann zur wirklichen Geduldsprobe werden. Spricht man die Eltern darauf an, heißt es meistens „Es sind eben Kinder…“. Doch wann ist das Maß überspannt? Muss man als Nachbar sogar während der Ruhzeiten nach 20 Uhr und sonntags den Dauerlärm durch Kindergeschrei und Kindergetrampel hinnehmen? — Der Bundesgerichtshof (BGH) sagt: Nein, das muss man nicht. Rücksichtnahme ist schön und gut hat aber auch seine Grenzen. Nachbarn können die Miete mindern und Unterlassung fordern (BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16).

Lesen Sie in diesem Artikel ab wann Kindergetrampel in der Wohnung zu den Ruhezeiten nicht mehr hinzunehmen ist und welche rechtlichen Möglichkeiten Nachbarn haben.

I. Kindergetrampel und gegenseitige Rücksichtnahme

Kindergetrampel und Kinderlärm ist grds. Ausdruck der kindlichen Entfaltung und mithin als ganz normale Lebensäußerung unvermeidbar. Daher wird normaler Kinderlärm in einer Mietwohnung als sozialadäquates hinnehmbares und auch zumutbares Verhalten angesehen (vgl. BGH Urteil vom 29.04.2015, Az.: VIII ZR 197/14). Andere Mieter im Haus haben das zu respektieren und Rücksicht zu nehmen.

Das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme gilt aber selbstverständlich auch für die Eltern. Sie haben auf die Belange und das Ruhebedürfnis der Nachbarn Rücksicht zu nehmen und müssen darauf achten, dass ihre Kinder beim Spielen in der Wohnung auf andere Hausbewohner Rücksicht nehmen. Insoweit sind sie als Eltern verpflichtet,  die eigenen Kinder zu einem rücksichtsvollen Verhalten bezüglich ihrer Bewegungen und akustischen Äußerungen anzuhalten (vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16).

Kinderlärm aus Nachbarwohnungen ist also nicht in jeglicher Form, Dauer und Intensität von anderen Mietern hinzunehmen, nur weil er eben von Kindern stammt (vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16).

II. Ruhezeiten gelten auch für Kinder

Die allgemeinen Ruhezeiten nach 20 Uhr und sonntags gelten auch für Kinder allen Alters. Als Bewohner des Mehrfamilienhauses haben sie sich ebenfalls an alle Regelungen im Mietvertrag und in der Hausordnung zu halten(vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16). Die Eltern tragen dafür die Verantwortung. Das heißt, halten sich die Kinder z.B. wiederholt nicht an das Verbot im Treppenhaus zu rennen und die Eltern versuchen auch nicht das zu verhindern,  verstoßen die Eltern gegen den Mietvertrag bzw. die Hausordnung. Die Folge ist, dass sie von dem Vermieter abgemahnt und im äußersten Fall sogar gekündigt werden können.

Die Eltern sind also bei der Einhaltung der Ruhezeiten besonders in der Pflicht:

  • Die Belange der Nachbarn und deren Ruhebedürfnis ist zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16).
  • Es ist alles Zumutbare zu unternehmen, um Störungen von anderen Mietern fernzuhalten (AG München, Urteil vom 23.05.2017, Az.: 283 C 1132/17).
  • Eltern müssen im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht und durch angemessene Erziehungsmaßnahmen dafür sorgen, dass sich die Kinder bezüglich ihrer Bewegungen und akustischen Äußerungen rücksichtsvoll verhalten, soweit das je nach Alter des Kindes möglich ist (Landgericht Berlin, Urteil vom 05.09.2016, Az.: 67 S 41/16, OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 29.01.1997, Az.: 9 U 218/96).

Bei der Frage, ob die Eltern alles Zumutbare unternommen haben, um den Kinderlärm und das Kindergetrampel  in den Ruhezeiten zu unterbinden, ist der Einzelfall maßgeblich. In der Rechtsprechung gab es dazu jedenfalls folgende Entscheidungen

  • Babygeschrei, Kleinkind: Hier zählt nach Ansicht der Gerichte das Bemühen der Eltern, Störungen zu unterbinden, denn Babys und Kleinkinder lassen sich nicht immer beruhigen und kümmern sich nicht um Ruhezeiten. Auch sind sie nicht zu einer differenzierten verbalen Auseinandersetzung oder zu einer leisen Art der Fortbewegung fähig. Rennen und festes Auftreten stellen bei Kleinkindern die normalen Fortbewegungsarten dar (vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16; LG Berlin, Entscheidung vom 05.09.2016, Az.: 67 S 41/16).
  • Kinder im Teenageralter: Bei älteren, verständigeren Kindern sind Eltern gehalten den Kindern ein rücksichtsvolles Verhalten beizubringen und die Kinder in den Ruhezeiten Einhalt zu gebieten, wenn Sie Rumtrampeln oder sonst Lärm machen. Allerdings ist auch hier zu berücksichtigen, dass Kinder (z.B. mit 14 und 16 Jahre) oft nicht immer hören (AG München, Urteil vom 23.05.2017, Az.: 283 C 1132/17).

Zu beachten ist außerdem, dass in einem Mehrfamilienhaus in den unteren Wohnungen auftretende Geräuschen aus den darüber liegenden Wohnung auch zu den Ruhezeiten nach 20 Uhr und sonntags nie ganz vermeidbar sind. Es entspricht der allgemeinen Lebenserfahrung, dass in Räumen, welche unterhalb einer anderen Wohnung liegen Geräusche aus der darüber liegenden Wohnung zu vernehmen sind (AG München, Urteil vom 23.05.2017, Az.: 283 C 1132/17).

III. Rechte der Nachbarn

Will man sich als Nachbar gegen ständiges Kindergetrampel in der Wohnung und den Kinderlärm wehren, kommt es ganz darauf an, wie stark man dadurch gestört wird und ob durch die Störung ein Mietmangel vorliegt.

Bei einem Verstoß anderer Mieter gegen die Ruhezeiten in der Hausordnung, kann man die Einhaltung vom Vermieter fordern, der dann auf die anderen Mieter einwirken muss. Ebenso kann man direkt die Einhaltung der Hausordnung bzw. die Unterlassung der Störung von den anderen Mietern verlangen; im äußersten Fall per Unterlassungsklage.

Die Miete mindern kann man dann wenn das Kindergetrampel zu einer derart starken Geräusch- und Erschütterungsbelastung führt, dass ein Mietmangel vorliegt. Maßgeblich sind Art, Intensität, Frequenz und die Dauer der auf die Wohnung einwirkende Geräusche und Erschütterungen.

So liegt z.B. ein Mangel vor, wenn mehrmals am Tag ein bis vier Stunden, Lärm gemacht wird, der nicht nur hörbar sondern auch durch Erschütterungen spürbar ist; andauerndes Wummern erzeugt etc. Bei einer solchen bemerkenswerten Frequenz und Dauer kann bei Kindergetrampel und Lärm   nicht mehr von einem normalen Fortbewegungsdrang eines Kleinkindes die Rede sein (vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16).

Mehr zu den einzelnen Rechten als Nachbar lesen Sie hier: Kinder rennen in der Wohnung – Was tun als Nachbar?

IV. Lärmprotokoll nicht zwingend notwendig

Ein Lärmprotokoll kann man als Nachbar führen, eine Pflicht dafür gibt es aber nicht. Dennoch sollte man für den Streitfall unbedingt alle Störungen nach Art, Intensität, Dauer und Häufigkeit beschreiben können (BGH, Beschluss vom 21.02.2017, Az.: VIII ZR 1/16).

Dafür genügt allerdings grundsätzlich jede Beschreibung, aus der sich ergibt, um welche Art von Beeinträchtigungen es geht und zu welchen Tageszeiten, über welche Zeitdauer und in welcher Frequenz diese ungefähr auftreten (BGH, Urteil vom 29. Februar 2012, Az.: VIII ZR 155/11).

V. Fazit

Egal, ob zu Ruhezeiten oder nicht: Übersteigt der Kinderlärm bzw. das Kindergetrampel das normale Maß und bieten die Eltern den Kindern nicht Einhalt, sind die Nachbarn berechtigt gegen diese Störungen auch rechtlich vorzugehen. Stark frequentiertes Kindergetrampel kann dann ein Mietmangel sein, der zur Minderung berechtigt.

118 Antworten auf "Kindergetrampel in der Wohnung – auch nach 20 Uhr und sonntags – Was tun?"

  • gerlinde beck
    12.11.2020 - 11:13 Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin Mieterin in einem Mehrfamilienhaus 12 Parteien.
    Über mir wohnt eine russische Familie mit 4 Kindern,
    die ältere 15 Jahre,10 Jahre,7 Jahre und 2-3 Jahre,
    Diese Kinder trampeln und toben springen irgendwo herunter stundenlang.
    Das schlimmste ist das es keine Nachtruhe gibt bis 23 Uhr 30 oder länger.
    Da ich MS habe ist das für mich unerträglich!
    Der GWG habe ich seit Januar 2020 da wurde es schlimmer geschrieben.
    Aber nichts passiert,jetzt heißt es wegen Corona,wann kann ich Nachts schlafen nie.
    Das ist eine Dauerbelästigung:was kann ich unternehmen?
    Liebe Grüße Gerlinde Beck

    • Mietrecht.org
      12.11.2020 - 13:13 Antworten

      Hallo Gerlinde,

      schwierig, die Kinder sind vermutlich aufgrund von Corona mehr zuhause als unter normalen Umständen. Ansonsten hilft Ihnen der Artikel oben hoffentlich weiter.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Motz
        13.03.2023 - 07:01 Antworten

        Liebe Mitmenschen,
        hin- und hergerissen von so vielen Beiträgen möchte ich nun auch mal schreiben.
        Seit 20 Jahren wohne ich in einem 21 Parteienhaus mit Mietern unterschiedlichen Alters und Couleur.
        Es gibt herrlich viele Kinder ( meine sind inzwischen erwachsen) und wir hatten eine Nachbarschaft mit gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme.
        nun aber bröckelt das Ganze.
        Über mir ist eine 6köpfige Familie eingezogen.
        Und hier beginnt die Konfrontation: resistent gegen Bitten. Gespräche und höflichen Anfragen, trampeln die Kinder im Alter zwischen 2 und 12 Jahren JEDEN Abend bis mindestens 22.30 Uhr durch die Wohnung.
        Ich muss täglich ( auch am WE, da ich im Frühstücksservice im Hotel arbeite) um 4.00 Uhr aufstehen, um zur Arbeit zu gehen. Das Ein- und Schlafen fällt mir schwer, tagsüber bin ich unkonzentriert durch Schlafmangel.
        Höflich um Ruhe gebeten, musste ich mich anschreien lassen: ich hätte sowohl was gegen Ausländer alsauch gegen Kinder.
        Diese hätten das Recht, Lärm zu machen, auch und vorwiegend am WE.
        Sie dürften bis 22.00 Uhr spielen ( darum ging es nicht, sondern um das Gerenne, Getrampel, Ballgeschieße und Sesselverschieben) auch durchgehend über die Mittagszeit bis weit in die Abendstunden. ( ich frage mich, ob die Kinder ausreichend Schlaf bekommen, wenn sie erst täglich weit nach 22.00 Uhr zur Ruhe kommen und bereits um 6.00 Uhr wieder aufstehen).
        Müssen wir nicht alle verpflichtend gesetzliche Ruhezeiten einhalten?
        Wie erwähnt spreche ich nicht von gelegentlicher sondern täglicher Lärmbelästigung.
        Mit dem Vermieter schon gesprochen.
        Der unternimmt trotz Lärmprotokoll nichts, ist er doch auf die sicheren Mieteinnahmen der Mieter durch die Stadt eher geneigt, das Ganze auf sich beruhen zulassen.
        Die anderen ( wie schon geschrieben) Mieter haben sich auch schon höflich an die Familie gewandt, aber auch diese bekommen dieselben Antworten.
        Es muss doch rechtlich geregelt sein, wie man friedlich zusammen wohnen kann, wenn der Appell an Rücksicht nicht mit Höflichkeit funktioniert.
        Bitte um Antwort
        Petra

        • Mietrecht.org
          13.03.2023 - 09:50 Antworten

          Liebe Petra,

          danke für den Beitrag. Leider ist und bleibt Ihr Vermieter Ihr Ansprechpartner. Bei einer dauerhaften Ruhestörung kann ich Sie nur bitten, zum Thema Mietminderung zu recherchieren und damit den Druck auf den Vermieter zu erhöhen. Wie Sie bereits selber wissen, müssen Sie eine gewisse Ruhestörung durch Kinder hinnehmen. Aber auch das hat Grenzen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

    • Diana
      05.02.2023 - 22:47 Antworten

      Ich schildere mal meine Lage.
      Ich Mutter von zwei großen Kindern 14 und 16 und einem Baby 3 Monate alt. Ich habe gewiss nichts gegen Kinder und war anfangs sehr erfreut als es hieß, über uns zieht eine Familie mit zwei Kindern ein. So kommt mal Leben ins Haus. Mittlerweile (drei Jahre später) bin ich mit meinen Nerven am Ende, meine Kinder sind permanent übermüdet und gereizt, mein Mann hat durch ständigen Lärm in der Nacht, verschlafen und nach ein paar mal war die Kündigung sicher. Mein Baby kam aus dem Krankenhaus und erlitt ein Trauma durch permanent Lärm (Türen knallen und von Möbeln springen)..Die Kinder über uns (Afganische Migranten) sind mittlerweile ungefähr 4 und 6 und in meinen Augen in einem Alter wo die Eltern eingreifen müssen und erzieherische Maßnahmen ergreifen sollten. Pustekuchen… ab 19:00 / 20:00 Uhr stehen die Kinder auf und wenn es richtig gut läuft dann kommt ab 20:00 Uhr eine Freundin mit zwei weiteren Kindern, mit dem selben temperament. Schlafen ist absolut unmöglich und Ruhe findet man auch nicht. Dazu kommt das meine große Tochter eine Form der Epilepsie hatte, die mit der Pubertät verwächst aber bei Anhaltenden Stress und Schlafmangel wieder auftreten kann. Ich weiß nicht mehr weiter und wenn man mit denen redet und die Sache vernünftig erklärt, dann wird man mit blöden ausreden oder dummen sprüchen abserviert. Neue Wohnung ist leider keine Option da es absolut keine bezahlbaren in unserer Größenordnung mehr gibt.

      • Mietrecht.org
        06.02.2023 - 06:17 Antworten

        Hallo Diana,

        danke für das Teilen Ihrer Erfahrung. Leider ist es kompliziert. Ich würde mich immer und immer wieder an den Vermieter wenden, ein Lärmprotokoll führen und damit die Grundlage für eine Mietminderung schaffen, um wiederum den Druck auf den Vermieter zu erhöhen.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

      • Jennifer
        01.06.2023 - 13:15 Antworten

        Inwiefern spielt die Herkunft eine Rolle bei Kinderlärm? Ich hatte auch schon extrem belastende Nachbarn ohne Migrationshintergrund, das Verhalten nach unseren Beschwerden war aggressiv und ich wurde sogar körperlich bedroht und beschimpft.
        Es wäre schön, diese rassistischen Zuschreibungen zu unterlassen, das hilft wirklich niemandem weiter. Laute Kinder und Eltern, die die Erziehung versäumen, gibt es unter Menschen gleich welcher Herkunft. Ich kann dazu genug Beispiele nennen.

        • Daniel
          18.07.2023 - 22:11 Antworten

          Mal ruhig, Jennifer… Diana beschreibt Ihre Situation völlig sachlich. Wie kann man da bitte “rassistische Zuschreibungen” hineininterpretieren?!? Ist ja wirklich widerlich – von Ihnen! Warum sollte es in Dianas Umfeld nicht so sein, dass Personen mit Migrationshintergrund (ohne das in IRGENDEINER Art zu werten) ein anderes Temperament, andere Erziehungsstile, anderes Verhalten gegenüber Anderen usw. haben?!? Vom Temperament her habe ich dieselben Erfahrungen gemacht. Halten Sie sich vielleicht mal etwas zurück mit der Interpretation von Beschreibungen und Andichten irgendwelcher Behauptungen, kann schnell nach hinten losgehen…

    • Jennifer
      01.06.2023 - 13:17 Antworten

      Inwiefern spielt die Herkunft eine Rolle bei Kinderlärm? Ich hatte auch schon extrem belastende Nachbarn ohne Migrationshintergrund, das Verhalten nach unseren Beschwerden war aggressiv und ich wurde sogar körperlich bedroht und beschimpft.
      Es wäre schön, diese rassistischen Zuschreibungen zu unterlassen, das hilft wirklich niemandem weiter. Laute Kinder und Eltern, die die Erziehung versäumen, gibt es unter Menschen gleich welcher Herkunft. Ich kann dazu genug Beispiele nennen.

  • Gabriela
    29.12.2020 - 14:26 Antworten

    Hallo,

    ich hätte dazu eine Frage, wie sieht es in einer Eigentumswohnung aus?
    Die Eltern der beiden Kinder 2,5 und ca 5 Jahre über mir lassen die Kinder springen und trampeln.
    Die Decke wackelt – bis ca 22 Uhr dann ist meist Ruhe.
    Ganz schlimm sind die Wochenenden, ich bin so gerne daheim, es ist nur nie Ruhe.

    Viele Grüße
    Gabriela Sauter

    • Mietrecht.org
      29.12.2020 - 19:23 Antworten

      Hallo Gabriela,

      schwierig, gerade im Altbau. Versuchen Sie an Ihre Nachbarn zu appellieren und bitten Sie um Rücksichtnahme.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Mani
    31.12.2020 - 09:38 Antworten

    Guten Tag,
    ich habe mich versucht in dieses Thema über verschiedene Seiten & Rechtsprechungen etc einzulesen und in allen Fällen wird von einer Familie und den eigenen Kindern ausgegangen. Wie verhält es sich denn denn in der Konstellation, die Eltern “parken” Ihre Kinder grundsätzlich in der Ferienzeit bei den Großeltern, die scheinbar mit den 3 Enkeln (geschätztes Alter irgendwo zwischen 1. und 4. Klasse) gnadenlos überfordert sind. Von morgens bis abends ist dort HalliGalli angesagt, was weit über die genannten ein bis vier Stunden geht und wo definitiv nicht mehr von einem normalen Fortbewegungsdrang von Kleinkindern geredet werden kann. Und nein, wir wohnen nicht einmal unter / über / neben der betreffenden Wohnung, sondern die Kinder sind bis ins angrenzende Nachbarhaus zu hören bzw. zu spüren, wenn munter kreischend von den Möbeln gesprungen wird.

  • Daniel
    11.01.2021 - 21:30 Antworten

    Guten Tag,

    ich befinde mich in einer ähnlich prekären Lage, wie die Frau Beck, von daher, mein Beileid !!!

    Ich wohne in einem 8 Parteien Mietshaus, auch mit einer unter anderem ebenfalls aus Russland stammenden Familie, mit allerdings “nur” 3 Kindern, plus Hund und Katze. Diese Mietpartei wohnt zwar unter mir, was jedoch vom Lärmpegel her nicht minder schlimm ist, da dieses Haus leider sehr hellhörig ist. Das Alter der Kinder liegt zwischen 2 -14 Jahren. Der älteste, 14 jährige Sohn ist hyperaktiv und somit manchmal oft am Tag, am rennen, Möbel verrücken, lärmen, manchmal sehr laut am trampeln und vor allem um sich abzureagieren, des Öfteren am Karate Sprünge üben. Wobei die Lautstärke der Sprünge und des Trampelns wirklich schon sehr unverschämt ist. Die üblichen Ruhezeiten werden des Öfteren nicht eingehalten, so zb. die Mittagsruhezeit oder es wird manchmal noch bis spät abends, sogar bis 23:00 getrampelt, das allerdings schon seit Jahren. In der Vergangenheit wurde dies diesen Nachbarn mitgeteilt, mit der Bitte um mehr Verständnis, es hat jedoch auf Dauer nichts gebracht. Auch Klopfen bringt leider nichts, sie klopfen einfach unverschämter Weise zurück.

    Macht eine Beschwerde bei der Baugesellschaft bzw. beim Vermieter, in Verbindung mit einer Forderung nach einer Mietminderung, in diesem Fall überhaupt Sinn ? Wie sind da die Erfolgschancen ?
    Da es sich um Kinder handelt, die mit der momentanen Corona Situation völlig überfordert sind, so heißt das dann immer, muss man das einfach so in Kauf nehmen. Stimmt das ? Diese ganze Situation ist wirklich eine Zumutung und vor allem an den Wochenenden, an denen ich eigentlich Ruhe bräuchte, ist es besonders laut.

    Ich bin zwar berufstätig, pflege aber auch noch meinen schwerkranken Vater, den ich vor ein paar Jahren bei mir aufgenommen habe, der aber natürlich auch seine Ruhe braucht.

    • Mietrecht.org
      12.01.2021 - 14:05 Antworten

      Hallo Daniel,

      es macht immer Sinn sich an den Vermieter zu wenden – dieser kann zumindest versuchen, für mehr Rücksichtnahme und Ruhe zu werben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Heike Voß
    14.01.2021 - 18:22 Antworten

    Sehr geehrte Frau Beck, bin gerade zufällig auf Ihren Artikel gestoßen. Ich kann Sie wirklich verstehen. Bei mir im Haus ist es ähnlich (libanesische Familie mit 4 Kindern). Ich komme auch nachts nicht in den Schlaf, weil diese Kinder bis weit nach 0 Uhr noch rennen, springen, hüpfen und mit Kinderfahrzeugen über den Laminatboden fahren. Bin gerade dabei, einen Brief an meinen Vermieter zu formulieren. Ich bin im Schulnotdienst tätig und muss um 6 Uhr aufstehen. Diese Dauerbelastung macht mich krank. Mein Hausarzt hat mir bereits zu einer neuen Wohnung geraten. Dieser Lärmbelästigung hält schon fast ein Jahr an. Ich denke, man muss nicht alles hinnehmen. Irgendwo gibt es doch auch Grenzen. Ich habe auch nichts gegen Kinder. Die sollen ruhig toben und spielen. Nachts allerdings möchte ich meine Ruhe. Da müssen die Eltern für sorgen. Denen ist es wahrscheinlich egal, weil sie auch nicht berufstätig sind. Würde mich interessieren, wie die Sache bei Ihnen ausgegangen ist. Mit freundlichen Grüßen aus Essen

    • Mietrecht.org
      15.01.2021 - 10:07 Antworten

      Hallo Heike,

      danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

    • Nergiz Demirel
      18.02.2023 - 23:19 Antworten

      Muss ich auch den Lärm von Besuchskinder hinnehmen? Mein Nachbar über mir hat permanent Besuch. Hinzu kommt das eigene Kind und alle Springen,rennen und trampeln. Es wird Fußball gespielt fast Jeden Tag. So hört es sich zumindest an😞 Reden hat nicht geholfen. İm Gegenteil, wenn wir hoch gegangen sind wurde es noch schlimmer. Die Eltern und die Kinder fingen an noch lauter zu trampeln. Es ist nicht mehr auszuhalten. Kurz gegen den Heizungsrohr klopfen wurde auch schon ausprobiert. Aber leider geht das trampeln dann so richtig los. Nachmittags fängt es an und geht bis 20:30 Abends Mo- So und an Feiertagen keine Ruhe.

  • Anna Tees
    20.01.2021 - 23:48 Antworten

    Sehr geehrter Herr Beck,
    Wir sind Eltern eines 2,5Jährigen und bemühen uns nach Kräften von 20 bis 9 Uhr früh am Wochenende den Zwerg ruhig zu halten. Aber es ist schwer. Nun kam gestern der Vermieter und schrie uns an. Ich wusste nicht, wie mir geschah und wollte nur mein Kind schützen. Er schrie, dass wir jetzt vormittags und nachmittags raus müssten, damit Ruhe sei. Wir müssen aber im Home Office arbeiten und können das nicht leisten. Wir suchen seit einem halben Jahr nach einer neuen Wohnung, aber Pandemie bedingt ist es sehr schwer.
    Haben wir als Eltern und Mieter keine Rechte? Ich lese überall nur, dass die Lärmopfer Rechte haben.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen,
    Frau Tees

    • Mietrecht.org
      21.01.2021 - 07:40 Antworten

      Hallo Anna,

      als Familie mit Kindern haben Sie sehr starke Rechte. Die Nachbarn können nahezu nichts gegen Kinderlärm unternehmen. Verweisen Sie auf die besondere Situation und bitten Sie um Nachsicht.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Wolfgang Bergfeld
        09.07.2021 - 20:06 Antworten

        Aha, die Nachbarn können nahezu nichts unternehmen. Und das, obwohl in den geschilderten Fällen diverse Grenzen eindeutig überschritten werden, die Sie oben schildern. Also ist der ganze Artikel oben auf Deutsch gesagt für die Katz’!!!!!!! Was soll das dann? Ich fühle mich echt verarscht.

        • Ivan Mujan
          13.08.2021 - 23:30 Antworten

          Bravo, Herr Bergfeld!

          Ich fühl’ mich genau so veräppelt.
          Das heisst wir müssen den Lärm der Kids ertragen – die haben wohl alle Rechte… Familie mit Kids dürfen sich alles erlauben.

          Wozu dann der Beitrag, Herr Hundt?!

    • Anna
      02.01.2023 - 22:39 Antworten

      Ich habe 4 Jungs groß gezogen – und wir wohnten auch über anderen Leuten – und es klappte alles prima und friedlich – und ja, meine Jungs konnten sich auch entfalten.
      Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg……

      Z. B. wirken Hausschuhe regelrechte Wunder – ist auch für Kinderfüße sehr viel besser, da in Socken laufen einen ausgeprägten Hackengang erzeugt, der nicht bloß die Nachbarn regelrecht in den Wahnsinn treibt, sondern auch schlecht für das kindliche Knochengerüst ist. Von Fußfehlstellungen ganz abgesehen.
      Zusätzlich hilft es, die “Rennstrecken” der lieben Kleinen evtl. mit Teppichen auszustatten. Wobei die Unterseite so ein “Schaumstoff-Gedöns” darunter haben sollte – das hält den Trittschall in Ihrer Wohnung und leitet weniger zu Ihren Nachbarn.
      Dann kann man die Wände zu direkten Nachbarn z. B. mit hübschen Bildern versehen, oder Bücherregalen……alles wunderbare Schallschlucker.
      Ihr Kleiner kann dann ganz normal agieren und in Ihrer Nachbarschaft herrscht Frieden.

      PS: Anders als auch hier propagiert, ist das Laufen auf Socken iVm z. B. Laminat (für mich der Fluch der Zivilisation schlechthin) für tieffrequenten Trittschall verantwortlich. Dieser ist auf Dauer gesundheitsschädlich. Körperlich und auch psychisch. U. a. löst anhaltender (daheraus resultierender) Körperschall auch Aggressionen aus – wie von Ihnen geschildert ;-) Der Vermieter ist schlichtweg schallgeschädigt.

      Für Sie alles Gute
      Von einer ebenfalls tieffrequenten Trittschall-Geschädigten

      • Mietrecht.org
        03.01.2023 - 10:17 Antworten

        Hallo Anna,

        danke für den konstruktiven Beitrag.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

  • Goebel
    30.01.2021 - 17:19 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    es ist ja klar, auf wessen Seite Sie sind! Von lärmgeplagten Nachbarn, die ein Recht auf Unversehrtheit ihrer Arbeitsfähigkeit, die sie zum Lebensunterhalt genauso brauchen wie anscheinend die Kinder ihre Polterei, scheint wenig die Rede zu sein.

    Der Gesetzgeber sollte kinderlose Gebäude erlauben, und solche für Familien mit Kindern. Dort würde dann keine mehr gestört sein als in den eigenen Wänden.

    Es ist an der Zeit, Verständnis für diejenigen aufzubringen, die durch ihre Arbeit und damit ihre Steuern die kostenlose Bildung der Kinder ermöglichen!

    • Mietrecht.org
      30.01.2021 - 17:26 Antworten

      Hallo Herr / Frau Goebel,

      ich verstehe Ihre Position gut. Ich beziehe mich nicht auf meine eigene Meinung, sondern auf die bestehenden Rechtsprechung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

    • Stolz
      01.02.2021 - 19:08 Antworten

      Hallo Herr Goebel,
      Ich leide auch sehr (siehe mein Kommentar).
      Wir als Nachbarn haben uns zusammen getan und sammeln Unterschriften für eine „homogene Hausgemeinschaft“. Wir sind ein Mehrfamilienhaus mit 98% Studenten, Berufstätige, Paare und Rentner. Jetzt wohnt mitten in der 6. Etage eine Familie mit Kind…. das kann nicht sein. Da sieht man auch, dass die Verwaltung sich nicht um den Haussegen kümmert. Bis vor einem Jahr war alles friedlich. Ich vertrete Ihre Meinung und appelliere für Häuser ohne Kinder. Wünsche uns allen viel Kraft und Geduld!

      • Kiki
        12.02.2021 - 17:13 Antworten

        Finde es furchtbar, dass Familien mit Kindern zum größten Teil Krach machen können u man als Mieter aus der da drunterliegenden Wohnung machtlos ist! Nur weil es Kinder sind, muss man ja nicht alles hinnehmen müssen! Meiner Tochter wäre im Traum nicht eingefallen über einen gewissen Zeitraum durch die Wohnung zu rennen u zu stampfen u meiner Generation auch nicht! Wenn Eltern heutzutage nicht mal im Stande sind, sich mit den Kindern ordentlich zu beschäftigen u bei jedem kleinen Mist überfordert sind, dann sollten sie sich keine Kinder anschaffen! Es ist doch nicht schwer, sich so mit ihnen zu beschäftigen, dass sie erst gar nicht auf die Idee kommen sich so zu verhalten, als hätten sie ADHS…

        • Katharina von Gymnich
          22.08.2021 - 22:05 Antworten

          Könnte man Fehlverhalten bitte nicht mit ADHS gleichsetzten?! Wenn man keine Ahnung von dem Thema hat sollte man dazu nichts sagen. Nur weil ein Kind ADHS hat heißt es nicht gleich dass sich das Kind nicht benehmen kann, das hat ausschließlich mit der Erziehung zusammen und nicht automatisch mit einer Stoffwechselstörung.

          • Heike
            06.11.2021 - 19:31

            Mich würde Mal interessieren wie es sich verhält, ich habe eine Tochter die nicht mehr in Ruhe für Klausuren üben kann weil das Kind über uns nur rumtrampelt und schreit.
            Hat meine Tochter jetzt kein Recht mehr auf Bildung ? Nur weil über uns eine Familie wohnt die ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommt?

    • Philipp
      25.10.2021 - 00:24 Antworten

      Die Kinder, die Sie nicht haben, bezahlen Ihre Rente auch.
      Was für ein beknackter Kommentar.

  • Stolz
    01.02.2021 - 19:02 Antworten

    Guten Abend,
    leider leide ich auch seit einem Jahr unter ständigen Lärmbelästigungen von den Nachbarn. Vier Mahnungen seitens der Verwaltung haben keine Wirkung gezeigt. Das die Wohnung durch PVC auch noch hellhöriger ist, interessiert die Familie nicht. Morgens um 5 Uhr muss ich mit schmeißende Spielsachen aufschrecken und nachts bei fallende Flaschen! Teppich ist ein Fremdwort! Ich habe mit der Mietminderung angefangen und zusätzlich mich an das Umweltamt gewendet, die haben der Familie auf die Lärmbelastung und auch auf die Bußgeldverfahren bei nicht Einhaltung der Ruhezeiten verwiesen. Ob das etwas bewirkt, kann ich noch nicht sagen. Aber dadurch, dass die Familie ihren Aufsichtspflicht nicht nachkommt, wird es jetzt seitens der Verwaltung eine Abmahnung geben.
    Ich finde Kinderlärm hat wirklich auch Grenzen… wünsche jeden, der genauso leidet, viel Durchhaltevermögen. Mit der Hoffnung, dass die Gesetzgeber auch mal klare Grenzen definieren!

    • Karl
      20.03.2021 - 00:42 Antworten

      Wahre Worte. Ich finde dieses „Gesetz“ einfach nur lächerlich. Und wie Sie sagen, es muss auch Grenzen geben und die sind oft nicht gegeben bzw. werden diese durch die Eltern nicht aufgezeigt. Lärm ist grundsätzlich so ein schwammiges Thema. Obwohl überall immer wieder betont wird, wie schädlich Lärm ist, werden die Geschädigten nicht richtig geschützt. Im Gegenteil, man wird auch noch angefeindet.

      • Why not
        28.03.2021 - 13:21 Antworten

        Hallo,

        Als betroffener der gegenseite:
        Es ist jetzt schon nahezu unmöglich geeigneten Wohnraum zu finden. Es hat 127 Anfragen gebraucht, dass wir eine Wohnung auch beziehen durften. Alle anderen haben, wegen des zu vermutenden Kinderlärms eine Vermietung an uns abgelehnt. Ich habe gelesen das es wohl nur 6,5 Prozent der Mieter (in Deutschland) sind, die sich durch Lärm belästigt fühlen (da ist alles dabei, nicht nur Kinder.) Statistisch gesehen gibt es wenig Grund, etwas an der Aktuellen Rechtslage zu ändern (wenn die 6.5 % denn stimmen). Sollte es doch so kommen, befürchte ich weitere Stigmatisierung von uns Eltern, die 24/7/365 alles dafür tun, damit auch sie einmal Rente bekommen werden.

        VG

        Kinderlärm lässt sich nur schwer ohne Gewalt (un-kinderrechtskonvention, hat auch Deutschland unterschrieben) unterbinden. Dafür ist eine ständige Kommunikation mit Kindern nötig. D. H. Je nach Alter nahezu unmöglich und es braucht sehr viel Zeit. Dazu kommt, daß durch unser Elterliches dauerfocuslegen auf den Lärm, kleinere Kinder dann erst recht anfangen, rumzulärmen, da sie sich hierführ einer Ständigen Aufmerksamkeit gewiss sein können. Einige findige (ältere Kinder) nutzen das dann auch gerne, um ihren, von Natur aus egozentrischen Willen, durchzusetzen.

        In der Aktuellen Situation geht es in meinem Leben nur noch um unsere armen (kinderlosen) Nachbarn. Wir zahlen eine hohe Summe für eine große Wohnung wo wir die Hälfte nicht nutzen dürfen (das fängt schon beim Brotdosen richten morgens um 6:30 an. Wir versuchen alles am Morgen in 30 min! zu erledigen (2 Schulkinder, ein Kindergarten kind.) und trotzdem schallt es bei dem kleinsten kinderquicken wieder durch den Boden “fotzen Kinder”… und dann wird die Musik aufgedreht. Kein gemeinsames, in der großen Küche, frühstücken, oder Abendessen.

        Es ist nur noch anstrengend…

        • Mietrecht.org
          28.03.2021 - 13:30 Antworten

          Hallo Why not,

          danke für das Teilen Ihrer aktuellen Erfahrungen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

          • Ich
            05.10.2022 - 17:22

            Wir haben selbst 5 Kinder.4J 5J 12J 16J und 17J. Über uns die Tochter vom Vermieter mit ihrem 5Jährigen.Unter uns der Vermieter.Was wir unter Lärmbelästigung leiden kann sich keiner vorstellen.Teilweise bis 2:30Uhr wird über uns gerannt gesprungen gelacht getrampelt.Leider So laut das unsere Kinder selbst nicht schlafen können.Mein Sohn hatte letztes Jahr Prüfungen und konnte kaum zur Ruhe kommen weil es so laut war.Ich bin natürlich nach oben und hab um Ruhe gebeten.Da hieß es nur zum Kind,”hab dir ja gesagt du bist zu laut!” Hallo ,nachts um halb 3!Durchs Treppenhaus wird geschrien getrampelt Musik aufgedreht.Ich halte den ganzen Tag lang die Kinder an nicht zu trampeln.Natürlich lässt sich das beim jüngsten nicht immer gänzlich vermeiden.Aber Wir achten darauf.Auch ,dass ab 20Uhr nicht mehr gerannt wird.Nun haben wir eine Abmahnung bekommen weil unsere Kinder den ganzen Tag trampeln ect.Meine Kinder sind wegen seiner Tochter bis halb3 nachts wach weil sie nicht schlafen können.Sie schlafen schon bis 11/12Uhr und wir achten wie gesagt drauf übermäßigen Lärm zu vermeiden.Das Kind von oben hört man schon im Hof schreien und springen.Es ist ja nicht nur dass bis halb3 nachts Lärm ist.Wenn man dann endlich mal eingeschlafen ist geht es kurz nach 6 wieder los den ganzen Tag lang.Ich hab selbst Kinder,aber mittlerweile fange ich an Kinder zu hassen.Wo eigentlich die unfähige Mutter schuld ist.Denn diese sagt ja nichts.Ein Kind nutzt das natürlich auch.Man wird ein Wrack.

        • Lilly Brüggler
          09.07.2021 - 22:13 Antworten

          Wir haben selber 2 Kinder im Alter von 6und 10 Jahren und auch sie haben ihre lauten Phasen. Abersie bekommen von uns liebevoll Grenzen gesetzt, Mitgefühl und Rücksichtnahme vorgelebt und sie gehen zu normalen Zeiten ins Bett. Zudem sind wir alle etwas ruhiger vor der Schlafenszeit, da kann man ja was ruhiges mit den Kindern spielen, vorlesen u.ä.
          Wir wohnen im EG und über uns ist eine Partei.Eine Frau mit einer Tochter von 14 und ein Kleinkind von inzwischen 2,5 Jahren. Beide haben ein großes Gartenstück mit Trampolin ect. Als sie hier eingezogen sind war derSohn 8 Monatealt und hat jeden Abend und in derNacht endlos geschrien,die Mutter hat dann oft zurückgeschrien und ist hörbar aus seinem Zimmer gegangen. Meine Kinder kamen besorgt zu mir und meinten das Baby weint und braucht Hilfe. Als ich sie mal vorsichtig auf das schreien Ansprach meinte sie das wäre in Ordnung so, das könnte er schon ab. Inzwischen sind die Fronten extrem verhärtet und sie redet kein Wort mit uns. Ihr Kleiner rennt am Tag so 2 bis 5h in der Wohnung rum, fährt wahrscheinlich Bobby Car und springt von etwas runter, dabei wird er mit lauten rufen ermutigt und schreit dementsprechend auch. Meistens ab Mittags ab 12/14 Uhr und dannkann das ganze mit kurzen Pausen bis 22/23 Uhr gehen. In den Garten wird nur sporadisch gegangen. Meine Jungs beschweren sich weil sie abends schlecht einschlafen. Mein Freund muss oft Homeoffice machen und ist sichtlich gestört dadurch. Ich bin zur Zeit gesundheitlich sehr angeschlagen und ich bekomme einfach keine Ruhephase. Ich mag Kinder sehr gerne und habe viel Verständnis für den Bewegungsdrang aber wir haben halt auch ein Ruhebedürfnis.

  • RuhigBlut
    04.02.2021 - 01:45 Antworten

    Ich muss echt sagen ich fasse es nicht. Kinder sind doch keine Pest. Kinderfreie Häuser?

    Versucht es mal mit mehr Verständnis.

    Wir z.B. wohnen in der mittleren Etage. Der Mieter über uns hat keine Kinder treibt aber Nachts öfters Sport (Laufband getrampelt), da er in Schichten arbeitet und halt oft tagsüber schläft und nachts wach ist. Das ist mir wurscht ich kann trotzdem Schlafen.

    Unter uns wohnen die Vermieter.

    Wir haben einen 2 jährigen der Corona bedingt zuhause ist. Mein Mann hat sich Betreungstage genommen und ich arbeite im Home Office. Die beiden verbringen den Tag überwiegend im Kinderzimmer (unten drunter liegt das Schlafzimmer der Vermieter) diese sind bereits Rentner und halten sich tagsüber im Wohnzimmer, Küche oder Garten auf. Das ist komplett die andere Seite. Mein Sohn spielt am liebsten mit seinen Autos liegt also überwiegend am Boden und fährt auf dem Teppich. Ab und zu kriegt er seinen Rappel dann darf er auf der Couch toben. Nicht aber laut rennen.
    Wenn er normal geht klingt das als wenn ein Elefant durch den Flur trampelt. Wenn ich sage das er leise gehen soll versteht er nicht mal was ich meine.

    Nun beschweren sich die Vermieter ständig er wäre zu laut. Sie selber haben aber zwei Enkelkinder die unten ebenfalls ständig rumtrampeln (3 und 5 Jahre).

    Einmal habe ich Schnitzel geklopft und sollte das unterlassen weil die Enkelkinder ein Nickerchen gemacht hatten (außerhalb von Ruhezeiten). Ist ja kein Problem habe ich gemacht. Mittlerweile wollen sie uns vorschreiben wann wir die Rollos zu schließen haben, weil denen das nach 22.00 Uhr zu laut ist.

    Mich nervt das, weil hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Den Rasen mähen sie wann sie wollen z.B.

    Ich bin nicht Lärm empfindlich und von mir aus sollen sie das tun.

    Aber die Geräusche über die sie sich beschweren sind meist von kurzer Dauer und ich finde das total übertrieben. Das schafft nur böse Stimmung und das ist einfach Schade. Man lebt nun mal. Der eine singt beim duschen, der andere macht Sport und der dritte hat halt Kinder.

    Versucht euch da nicht reinzusteigern das macht es doch nur für alle Schlimmer.

    • Mietrecht.org
      05.02.2021 - 19:36 Antworten

      Hallo RuhigBlut,

      danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • M. Joseph
        03.04.2021 - 17:39 Antworten

        Sehr geehrter Herr Hundt,
        auch wir sind mit unseren Nerven am Ende. Bei uns wohnt eine afrikanische Familie, Eltern mit 3 kl. Kindern in einer kleinen 2,5 Zimmer Wohnung. Kindergetrampel und Geschrei bis abends um 23.00 Uhr ist quasi normal, zusätzlich wird noch schön mit dem Bobbycar die Wohnung unsicher gemacht. Rücksichtnahme der Eltern? Fehlanzeige. Warum kann man als Elternteil nicht seine Kinder schnappen und 3 Stunden auf den Spielplatz gehen, damit die Kinder sich richtig austoben können? Ganz ehrlich, ich würde es machen, damit die Kinder gar keine Lust mehr haben in der Wohnung wie blöd rumzurennen. Ich hätte mir das nicht erlauben dürfen!
        M. Joseph

        • Mietrecht.org
          05.04.2021 - 17:34 Antworten

          Hallo M. Joseph,

          danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

        • Anna
          02.01.2023 - 22:55 Antworten

          Gut 30 Meter von unserem Haus ist ein richtig schöner Kinderspielplatz……..Wenn die Kleine über uns den ganzen Tag wie ein 300 kg-Bauarbeiter durch die Bude marschiert ist, setze ich mich gern dorthin und genieße die Ruhe und spielende Kinder, die mir nicht auf dem Kopf herum trampeln.
          Traurig nur, daß von denen da oben – weder Eltern noch Geschwister – mit der Kleinen auf den Spielplatz gehen.
          Tja, naja – mittlerweile werde ich nicht mehr so blöde angeschaut, weil ich ohne Kind auf dem Spielplatz hocke – aber drinnen ist es nicht auszuhalten….

  • Kinderdürfenalles
    07.02.2021 - 10:50 Antworten

    Mehr Verständnis? Kinder haben draußen zu rennen und nicht in der Wohnung.
    Welche Kinder sind das bitte, die nach 20 Uhr, oft sogar bis Mitternacht trampelnd durch die Wohnung rennen? So klein können sie ja nicht sein, dass man sie nicht dazu ermahnen kann, sich leiser zu verhalten. Tja, aber schulterzuckend daneben zu stehen als Eltern ist natürlich entspannter. “Sind ja Kinder”.
    Wie würde es Ihnen gefallen, wenn Sie, egal was sie machen, durch dermaßen starken Trittschall/Lärm der Kinder gestört werden? Egal, ob sie Fernsehen, Musik hören etc? An Lesen und Arbeiten ist bei dem Lärm gar nicht zu denken! Heißt, man kann die Räume nicht wirklich vertragsgemäß nutzen.
    Und dann, wenn sie völlig k. o. vom Lärm sind und sich gegeen 22:30 Uhr hinlegen, schlafen sie so lange, wie es die Eltern für nötig halten und werden sonntags um 6 Uhr ziemlich unsanft durch Kindergehüpfe geweckt!
    Es ist die verdammte Pflicht der Eltern, die Kinder auf später vorzubereiten und ihnen Werte wie Rücksichtnahme beizubringen. Ich durfte als Kind nicht in der Mietwohnung herum rennen und stampfen, zumindest nicht länger am Stück oder gar stundenlang, so wie ich es hier beobachte. Und ich habe eine gute Erziehung genossen und bin ein rücksichtsvoller Mensch, mir fehlt es auch an nichts, denn wir haben draußen gespielt! Bei uns hätte es geraucht, wenn ich die Wohung als Kinderspielplatz missbraucht hätte. Meine Mutter hätte sich geschämt, Mitbewohner derart zu belästigen. Wer rennen will, geht nach draußen – so einfach ist das!

    • Stolz
      07.02.2021 - 15:21 Antworten

      Hallo Kinderdürfenalles,

      ich bin komplett Ihrer Meinung! Hier geht es nicht um Kinderspielen und Rennen für 30-60 Minuten! Es geht um das stundenlange Toben, Springen und Rennen! Da müssen die Eltern ihre Sorgfaltspflicht mehr nachkommen. Leider haben die Eltern wenig Verständnis dafür, dass die Menschen Drumherum darunter richtig leiden können. Ich muss auch Sonntags um 5:40 Uhr durch werfende Spielsachen auferschrecken… das geht irgendwann auf die Psyche und die Konzentration nimmt immer mehr ab. Ich kann auch keine Bücher lesen, geschweige Yoga und Meditation.
      Ich will nochmals betonen; Kinder, die mal rennen und springen, die gleich von den Eltern gestoppt werden, sind hier nicht gemeint. Es sind eigentlich die Eltern anzusprechen, die ruhig auf der Couch sitzen und die Kinder durch die Wohnung rotieren lassen. Die Eltern, die der Meinung sind „das sind halt Kinder“…dann zieht in Einfamilienhäuser wo ihr ganz ungestört seid!
      Und das sind genau die Kinder, die nie lernen Rücksicht zu nehmen. Ich finde nicht die Kinder sind das Problem, sondern die Eltern. Es gibt genug Spielteppiche und dicke Teppichböden.

      • Familienvater
        12.02.2021 - 00:36 Antworten

        Oh doch, Sie fühlen sich doch generell vom Dasein von Familien mit Kindern belästigt zu sein. Man könnte den Spieß umdrehen und fragen, warum Sie kein (Einfamilien-)Haus gebaut haben, um Ihre wertvollen Hobbies Yoga und Meditation störungsfrei betreiben zu könnten?! Ohne Verantwortung in jeglicher Hinsicht (emotional, finanziell und rechtlich) für Kindererziehung übernehmen zu müssen. Haben Sie schon mal drüber nachgedacht, Wie sich eine Familie mit zwei-drei Kindern in Ballungsräumen ein Haus noch leisten soll, bei Grundstückspreisen ab 600-800 Euro und Baukosten ab 300.000 Euro?!

        • Ich
          05.10.2022 - 17:45 Antworten

          Also ich kann “stolz” gut verstehen,trotz 5eigenen Kindern.Es geht um Rücksicht.Rücksicht erwarte ich schon von meinen eigenen Kindeen.Aber kann ja nicht sein,dass ich den ganzen Tag mit erhobenen Zeigefinger die Kinder belehre und der Rest im Haus verhält sich wie auf einem Halligallidrecksaufest!Und ausgetragen diese Parteien sind dann die,die sich beschweren, wenn ein Kind mal krank ist und nachts weint.Wenn man ein weinenden Kind hat und vordergründige nur noch versucht das weinen zu dämpfen damit niemand gestört wird und von anderen Parteien zugedröhnt wird,reicht s auch mal.Wenn mir meine Mitmenschen aber scheißegal sind und man nicht sozial und Gesellschaftsfähig ist,ja dann sollte man sich tatsächlich was eigenes suchen.Preise sind mir nicht unbekannt.Aber der Preis ist noch nichtmal vordergründig,sondern die Kinder.Wir bekommen nur absagen wegen den Kindern.Selbst wenn es teurer wäre,nö,keine Kinder.

      • Anna
        02.01.2023 - 23:05 Antworten

        Dankeschön.
        Das ist exakt das Problem: Die heutigen Eltern!! Genearation Antiautoritär. Und diese geben das genau so an ihre Kinder weiter.
        Über uns wohnt eine 5-köpfige Familie – und 4 von denen stampfen unerträglich. Zusätzlich wurde eine Holzwand gebaut (wohl ein weiteres Zimmer für eines der Kinder), womit der Schallschutz (Stahlbeton-Decke, schwimmender Estrich usw) nicht bloß komplett beseitigt wurde – jedes noch so kleine Geräusch eines fallenden Bleistiftes knallt hier regelrecht runter. Sämtliche Geräusche – und ganz schlimm dieser tieffrequente Trittschall – kommen potenziert hier unten an. Und wir als Resonanzkörper und keine Möglichkeit dem zu entkommen.

        Es ist zwar in der Hauptsache das auf den Boden hacken der Kleinen – aber den Eltern ist es einfach nur egal…..und wir gehen am Stock…..
        Diese Eltern sind schon extrem rücksichtslos (Sonntag Abends 23 Uhr Waschmaschine – danach Trockner) – wie sollen die Kinder da anders sein?

    • Why not
      28.03.2021 - 13:27 Antworten

      Wieso glauben sie, dass Eltern den Lärm nicht wahrnehmen? Ich wünschte, alles wäre so einfach, wie sie das hier Darstellen…

  • Daniel
    08.02.2021 - 19:41 Antworten

    Hallo Stolz,
    hallo Kinderdürfenalles,

    dem ist nichts mehr hinzuzufügen, bin da ganz Ihrer Meinung !!!

    Betonen möchte ich hier aber noch, daß ich absolut nichts gegen Kinder habe und es auch verstehen kann, daß Kinder auch mal toben möchten und das auch sollen. Und es ist eben nicht so einfach, insbesondere kleinen Kindern klarzumachen, daß sie sich zu bestimmten Zeiten ruhig verhalten sollen.
    Allerdings, was ältere Kinder angeht, so sollte es möglich sein ihnen beizubringen, daß das Toben und Trampeln in einer Mietswohnung nur zur festgelegten Zeiten erlaubt ist ( wenn überhaupt ) und nicht rund um die Uhr. Und das dann eben nicht mehr nach 20 uhr !!
    Aber viel eher richtet sich da meine Kritik ( meinen Kommentar finden Sie weiter oben ) an die Eltern solcher Kinder, die anscheinend selbst in Hinsicht auf nachbarschaftliche Rücksichtnahme bzw. etwas mehr Respekt vor dem Ruhebedürfnis anderer Nachbarn, null Erziehung genossen haben. Das ist, wie man hier aus den vielen Kommentaren Lärmgeplagter Nachbarn, durch eben solchen Kinderlärm entnehmen kann, Gift für ein friedliches nachbarschaftliches Verhältnis. Da ich mich leider selber mit dieser Problematik herumschlagen muss, kann ich den Ärger so mancher Menschen diesbezüglich sehr gut verstehen.

    • Why not
      28.03.2021 - 13:42 Antworten

      Sie möchten betonen, dass die Eltern das Problem sind? Informieren Sie sich bitte über die geltende gesetzeslage und damit meine ich nicht das Mietrecht!

      Prozentual sind die Lärmgeplagten leider in der absoluten Minderheit. Von daher werden sie, die Gruppe: Lärmgeplagt, wohl ihr “dilemma” ertragen müssen. Wer das nicht kann, dem steht es frei, sich ein kleines Häuschen im Grünen zu suchen.

      VG

      Von einer Familie, die die Hälfte ihrer teuren Wohnung kaum noch nutzt und trotzdem immer wieder angezählt wird.

      • Daniel
        05.04.2021 - 19:21 Antworten

        Why not ??

        Na Gott sei Dank haben Sie wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen, wa ?
        Gehen Sie eigentlich keiner Beschäftigung nach ? Oder warum haben Sie so viel Zeit um hier jeden Kommentar mit Ihren Weisheiten zu bereichern ?

        Ich weiß nicht woher Sie als „Experte“, Ihre nun doch sehr merkwürdigen Statistiken bezüglich Kinderlärmgeplagte Nachbarn / Mitmenschen hergeholt haben, aber sie sind schlicht und weg, völliger Unsinn….. LOL

        Ganz ehrlich ? Sollte es mich wundern daß Sie 127 Absagen auf Ihre Wohnungsgesuche erhalten haben ? Na das wird ja wohl schon seine Gründe gehabt haben ;-))

        Und ob Sie mir oder anderen Betroffenen hier dies oder jenes abnehmen wollen/ können oder auch nicht, das interessiert hier nun wirklich niemanden ;-)

        Ach ja, der Rentenzug……………… und schon eine Idee warum jener schon lange abgefahren ist ? Hm ?
        Na dann denken Sie mal nach……………

    • Amila.88
      23.01.2022 - 22:13 Antworten

      Oh man, es ist z.T. einfach nur erschreckend, was man hier lesen muss. Die Querulanten, die sich hier für kinderfreie Häuser aussprechen, sollen nur ein einziges Mal daran denken, dass sie selbst auch einmal Kinder waren! Kleinkinder haben ihren eigenen Kopf. Völlig unabhängig von den Erziehungsmethoden, lassen sich Kinder in diesem Alter nicht wie Roboter steuern. Das, was hier schon als unerträglich dargestellt wird, gehört zum allgemeinen Lebensrisiko dazu, wenn man Mieter in einem Mehrfamilienhaus ist. Glauben Sie ernsthaft, dass es Eltern FREUDE bereitet, wenn das kleine Kind seine Trotz- und Schreiphasen auslebt und Sie selbst so manche Nacht nicht schlafen lässt?!

      Im Übrigen sollten diese Menschen sich einmal klar machen, dass diese so unerträglichen Kinder ein enorm wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind. Sie sorgen für den Fortbestand der Menschheit und finanzieren Ihre Renten! Gerade in solchen schlimmen Zeiten, in denen gerade den Familien mit Kindern weit mehr abgefordert wird als allen anderen, machen einem solche Meinungen regelrecht Angst! Wo soll das nur hinführen? Unsere Gesellschaft spaltet sich zusehends immer mehr…

      • Mietrecht.org
        24.01.2022 - 11:26 Antworten

        Hallo Amila,

        danke für Ihren Beitrag.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

      • Antje
        04.08.2022 - 01:00 Antworten

        Fortbestand der „Egoisten“! Mehr aber auch nicht!

        • Minou
          03.12.2023 - 19:35 Antworten

          Hallo Antje,

          richtig, sehe ich genauso. Und es ist nicht nur in den “eigenen” vier Wänden der Fall, ich empfinde es überall so, Bus, Bahn etc. die Menschen sind nur noch Egoistisch. Ich bin immer noch der Meihnung, dass die Erde ohne Menschen besser dran wäre. Ich habe mich aus mehreren Gründen dazu entschlossen Keine Kinder in diese Welt zu setzten. Und wenn es möglich wäre, würde ich meinen Eltern bitten mich nicht auf die Erde loszulassen.

          Dieser permanente Lärm macht mich richtig aggressiv.

          Mein Freund und ich haben auch das Problem von Trampelden, Polternden, laute bis sehr laute Gespräche Führenden Nachbarn und diese Familie hat erwachsende Kinder, ich weiss nicht genau wie alt. Nachts ist es durch mehrmaliges Ansprechen etwas besser geworden, Tagsüber meinem Sie sich aber komplett ausleben zu müssen, ist ja keine Nachtruhe.

  • Familienvater
    12.02.2021 - 00:20 Antworten

    Ich bin über manch einem Kommentar fassungslos – ein “schönes” Abbild der alternden deutschen Gesellschaft. Selbstbewusst, egozentrisch, rechthaberisch mit einem Hang zur oberlehrerhaften Juristerei, kinderlos, aber haustierlieb, am besten noch Single in einer Wohnung mit einer Wohnfläche von über 120 Quadratmetern (man hat’s gerne gemütlich), aber mit stolzen Rentenansprüchen bis ins hohe Alter (dass diese in einem umlagenfinanzierten System nicht von den lieben Haustieren befriedigt werden, sondern von den viel kritisierten Kindern, scheint nicht jedem klar zu sein – nur so nebenbei). Man pocht auf seine vollumfängliche Ruhe und zeigt null Toleranz Kindern gegenüber. Es wird dann natürlich behauptet, man hätte nichts gegen Kinder – genauso scheinheilig, wie vermutlich der Hinweis, man hätte nichts gegen Nicht-Alteingesessene (bleiben wir bei dieser Formulierung) – in etlichen Kommentaren gab es Verweise auf die Herkunft der Mieter (russischer/libanesischer Migrationshintergrund). Ich habe mit meiner Frau länger im Ausland gelebt, und zwar in einem Mehrparteienhaus – man hatte natürlich seine Diskussionen mit seinen Nachbarn wie üblich. Aber nie gab es Beschwerden wegen “Kinderlärm” (das Haus war mehrheitlich von verwitweten älteren und durchaus streitsüchtigen Frauen bewohnt), obwohl wir zwei kleine Kinder haben mit großem Bewegungsdrang. Man hat sicher was gehört. Und hier klagt man gegen Kitas und Familien mit Kindern und fordert allen Ernstes kinderlose Mehrparteienhäuser (am schönsten ist es, wenn die Kläger auch noch Enkelkinder haben – kommt mir irgendwie bekannt vor). Eine Schande!

    • Daniel
      19.02.2021 - 13:05 Antworten

      An den Familienvater

      Ihr klugscheißerischer wie oberflächlicher Kommentar, gespickt mit merkwürdigen Unterstellungen und ebensolchen Vorurteilen, sagt eigentlich vieles über Sie aus, in welcher Phantasiewelt Sie zu leben scheinen.

      In diesem Thread geht es um Kinderlärmgeplagte Mitmenschen und das ist nun mal eine Tatsache. Das müssen Sie nun mal, als hier rumstöbernder Familienvater, aushalten. Da sollten Sie eigentlich ein Mindestmaß an Toleranz an den Tag legen, statt hier einfach so rumzupöbeln !!

      Im Übrigen, diese ( Ihre ) Weisheit, daß Ihre Kinder mal “unsere Rente” bezahlen werden, gehört schon lange, lange ins Reich der Phantasien und Ammenmärchen. Dieser Zug ist schon lange abgefahren.
      Im Moment finanzieren, auch mitunter die berufstätigen, Lärmgeplagten Mitmenschen Ihre Kinder, mit.

      Aber das scheint Ihnen ja entgangen zu sein ………..

      • Why not
        28.03.2021 - 13:51 Antworten

        Warum ist der Rentenzug in Deutschland denn Abgefahren? Woran könnte das liegen?

        Hmmm, denken Sie nach, sie werden sicher eine Lösung finden.

        VG

        P. S. Ihre Wut spiegelt sich in ihren Kommentaren wieder, warum es schwer zu glauben scheint, dass sie Kinder mögen ;-)

      • Familienmutter
        28.08.2022 - 21:33 Antworten

        Familienvater spricht mir aus der Seele. So viele (Kinder-)Hasskommentare gibt es hier und viele rassistische Kommentare, da es keine Rolle spielt, welcher Herkunft die Kinder sind. Es sind Kinder. Und es geht nicht nur um die Rente, sondern das Versorgen der älteren Generation überhaupt (und ich wünsche Ihnen allen, dass Sie gesund alt werden), die Pflege, das Fortführen eines (Sozial-)Systems, von dem alle profitieren, auch die Kinderlärmkritisierer, die ich hier als egoistisch und intolerant empfinde und die sich nur um sich selbst zu drehen scheinen, die sich mit Sicherheit in die eine oder andere Lärmsituation hineinsteigern, statt nach einer Lösung zu suchen, z.B. einfach mal Kopfhörer aufsetzen und gute Musik oder Literatur hören oder singen :) Solche absurden und aggressiven Diskussionen gibt es in anderen Ländern nicht. Kinder”lärm” wird vielerorts mit Humor begegnet. Das sollte uns allen Vorbild sein.

        • Mietrecht.org
          28.08.2022 - 21:47 Antworten

          Hallo Familienmutter,

          danke für Ihren Beitrag.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

    • M. Joseph
      03.04.2021 - 17:48 Antworten

      Familienvater

      Jetzt reicht es!
      Glauben Sie eigentlich was Sie da schreiben? Es ist unfassbar.
      Kinder gehören nach draußen an die frische Luft um sich auszutoben und nicht eingezwängt in eine kleine Mietswohnung. Wollen sie das nicht verstehen oder reicht Ihre Bildung dafür nicht aus?
      Gott, bin ich froh, das ich Sie nicht als Nachbarn habe.

      • Christoph
        17.08.2021 - 08:49 Antworten

        Ich habe mir einige Kommentare zum Thema “Kinderlärm” durchgelesen, weil wir auch gerade eine neue Wohnung beziehen wollen, aber von der Vormieterin bereits jetzt schon gehört haben, dass sich bei ihr regelmäßig beschwert wurde, weil ihre Kinder “zu laut” sind. Ich bin hier auch fassungslos über die ganzen Kommentare und muss den Familienvater unterstützen. Ich finde, dass es auch irgendwo eine Grenze gibt was Kinderlärm angeht, aber ich finde es gibt auch Grenzen was die Beschwerden gegenüber Kinderlärm angeht. Jeder Mensch auf dieser Welt war einmal ein Kind und ich finde es immer wieder schade, dass Erwachsene irgendwann einfach vergessen, wie es war, ein Kind zu sein. Es gibt nun einmal Kinder auf dieser Welt und ohne Kinder würde die Menschheit aussterben. Und nicht jede Familie kann sich ein Haus leisten.
        Ich will nicht abschweifen, aber ich finde, dass es uns Deutschen viel zu gut geht. Ich war schon in vielen anderen Ländern, in denen es den Menschen dort nicht so gut geht. Und was ich immer wieder erlebt habe in den meisten anderen Ländern ist, dass die Menschen dort so wahnsinnig kinderfreundlich waren, dass ich oft schon überlegt habe auszuwandern.
        Naja, traurig ist das alles. In Afghanistan sterben gerade ne Menge Kinder und ich schreib hier diesen blöden Kommentar.

        • DJMarc65
          07.09.2021 - 21:00 Antworten

          Sie bringen es auf den Punkt…. Wir waren alle mal Kinder… aber wir wurden auch ERZOGEN bzgl. Rücksichtnahme auf Nachbarn und Anwohner… das findet heute aus “Gründen” wohl nicht mehr statt… auch SIE werden mal froh sein wenn sie älter sind ihre Ruhe zu haben… und in anderen Ländern leben wir nicht… wir leben HIER !

  • Stolz
    18.02.2021 - 07:25 Antworten

    Hallo Familienvater, das sind ja schöne Standard-Vorurteile:) eigentlich sollte man Ihren Kommentar ohne Antwort lassen, da wir ja in mittlerweile in einer Gesellschaft leben wo sich alle das Recht nehmen ihren verteilten Senf unter Weisheit zu verkaufen ;) Jeder kann und soll so LEBEN wie es dem Recht ist. Wenn jemand Kinder haben möchte; dann BITTE! Aber bitte dann auch die Verantwortung für eine gute Erziehung tragen, Looser und Verbraucher haben wir genug! Ich rede nicht von Geld oder Eigenheim mit 150 qm!
    Will jemand keine Kinder? Dann ist das auch gut! Wir haben genug Kinder, die von Teenies, Kondom-Unfälle, Pille-Vergessen und Beziehungsretter entstanden sind und überwiegend (nicht alle) mit dem Leben nicht fertig werden. Das liegt nicht an den Kindern, eher an den Erwachsenen, die überwiegend als Versager denen das Leben vorleben!
    Will jemand die Rente retten? Dann sei nicht egoistisch und setze eigene Kinder auf die Welt… die Heime sind voll mit Kindern, die sich eine Familie wünschen.
    Ich bin selbst Ausländer (mein Nachname heißt übersetzt Stolz), dass einige sich hier über die Nationalitäten aufregen, finde ich auch schlimm! Aber Willkommen in Deutschland! Hier fängt die eigentliche Schande an!!
    Aber das ändert nichts an die Thematik: es fühlen sich einige von Kinderlärm gestört und andere nicht! Und hier sollten nicht gleich die Vorurteile rauskommen.
    Wir leben nicht mehr in den 90‘. Jetzt kann ein Schreiner nicht 3 Kinder mitten in München durchs Leben bringen! Ist sehr traurig aber die harte Realität! Es quetschten sich Familien in kleine 2-ZW… umgeben von Singles, Paare und Rentner! Da ist Streit vorprogrammiert! Hier kann man auch den Vorurteilspieß umdrehen: da die Eltern keine Lust haben sich mit den Kindern zu beschäftigen! Maximal 1-2 Stunden, dann soll das Kind auf und von allen Möbeln springen und mit Treträder durch die Wohnung düsen.. das gehört zur kindlichen Entfaltung?!? Wenn ich es ermahne wird das Kind mit 30 bei Psychiater sitzen! Nein! Es lernt Rücksicht zu nehmen! Kinder werden den Erzieherinnen und Lehrern hingeschoben: mach mal bitte! Die bringen in der Schule bei wie man gegenseitig Rücksicht nimmt und Zuhause? Nein, kindliche Entfaltung ist hier das Zauberwort! Nach der Arbeit ist die Couch und das Handy doch angenehmer und die Kinder müssen sich alleine beschäftigen! Bittet man etwas Ruhe, wird man gleich als Kinderhasser dargestellt!
    Ich habe zwei Kinder groß gezogen: sobald in der Wohnung gerannt wurde auf die Nachbarn verwiesen! 1-2 Wochen ständiges ermahnen hat geholfen. Nie Probleme mit den Nachbarn gehabt und immer gelobt das die Kinder so leise und ruhig sind. Obwohl wir Ausländer sind! Entfalten haben wir uns in Wald und auf dem Spielplatz!
    Das sind einige Beispiele an Vorurteile gewesen…aber zielführend?! nein!
    Jeder sollte so Leben wie es möchte, aber mit Rücksichtslosigkeit wird es nichts. Ich halte 2-3 Stunden den Lärm aus, aber 10-12 Stunden, nein! Das heißt nicht, dass die Kinder schlecht sind! Nein!! Aber hier haben die Eltern die Grenze überschritten!! Traurig!

    • Why not
      28.03.2021 - 14:54 Antworten

      Die Kinderlosigkeit in Deutschland träg einen nicht unerheblichen Teil, zu deren “Problemverhalten” bei. Dazu können sie gerne mal das Internet nutzen. Sie werden sicher fündig.

      Das Vorurteil, welches Sie hier kritisieren (mit Vorurteilen XD) ist kein solches. Das ist statistisch belegt. Deutschland überaltert und es wird versucht, dass durch Zuwanderung zu unterbinden.

      Je nachdem, wann sie ihre Kinder großgezogen haben, fällt es schwerer oder leichter, ihnen ihr “meine Kinder” Beispiel abzukaufen. Zum einen können sie sich vielleicht garnicht mehr an jede Stresssituationen erinnern und zum anderen gab es unter Umständen ganz andere Rahmenbedingungen. Zuletzt ist ihre Erfahrung aber auch nicht representativ für “alle”, da sie dies aber anzunehmen scheinen, könnte ich ihnen Narzistische Persönlichkeitstendenzen unterstellen. Gut möglich, dass ihre Probleme davon begünstigt werden, kann – muss aber nicht.

      Langeweile verstärkt im übrigen den Focus auf das naheliegende, wer weiß ob da nicht auch ein Grund für ihre Wahrnehmung liegt? Beantworten können sie sich das nur selbst.

      Ich machte die Erfahrung, dass ich garnichts dazu beitragen muss, damit sich Menschen, die sich nicht unbedingt grundlos, mal über Kinder beschweren, wie Kinderhasser fühlen. Das konnten die bisher alle sehr gut allein. Toll ist, dass das dann gerne auf andere übertragen wurde. Auch hier lohnt sich also ein genauerer Blick, ob man selbst oder doch ein anderer, so denkt. Man weiß es nicht genau…

      Eins weiß ich aber, wir haben definitiv nicht genug Kinder in Deutschland.

      VG

  • Tasha
    21.02.2021 - 17:13 Antworten

    Hallo zusammen,

    allgemein kann ich beide Seiten verstehen. Eltern die versuchen ihren Kinder gerecht zu werden, und Nachbarn die einfach nur genervt sind so wie wir.

    Vorgeschichte dazu; die Familie ist mit der kleinen Tochter eingezogen, jetzt ist noch ein Sohn dazu gekommen. Die Wohnungen hier sind alle samt nicht extrem hellhörig. Der Familienvater hat es aber immer wieder geschafft so einen Krawall zu schieben das man ihn nicht überhören kann. Fing schon damit an das er meinte nachts um halb elf Tapeten abkratzen zu müßen …

    Da ich bedingt durch meinen Autismus, die Geräusche von außerhalb nicht einfach ausblenden kann, kam es schon vor das ich mehr als wütend dort geklingelt hatte. Wenn ich dieser Ausnahmesituation stecke geht ein Großteil meiner Höflichkeit leider flöten … deswegen halten mich viele auch für Sonderbar bis Gestört. Dann kommt dazu das mein Mann in Wechselschichten arbeitet, die Kinderzimmer liegen direkt über unserem Wohn- und Schlafzimmer. Das er tageweise gar nicht zum Schlafen kam, kann man sich ja vorstellen.

    Stand jetzt sind wir auf dem Level das es mit dem extrem lauten Geknalle und Geschiebe besser geworden ist. Der Vater guckt tageweise so als ob ich ihn fressen will, was ja gar nicht stimmt ;) Die Kinder sind im Kita-Alter aktuell. Die Tochter hat es faustdick hinter den Ohren, der Sohn nicht so ganz. Sie scheint mir aber so verständig zu sein, das man ihr erklären könnte das man bitte die Wohnung nicht als Rennstrecke benutzt oder mit dem Spielplatz verwechselt. Bei dem kleinen Mann würde das noch nicht so ankommen.

    Nun ist es so das ich immer längere Phasen Home Office habe, höre dann immer die Kids durch ihre Zimmer poltern. Lauter wird es immer dann wenn der Vater alleine ist mit den Kindern, bei Mama und Oma geht das alles bedeutend leiser. Heute geht es mir besonders auf den Nerv, weil ein Radio in direkter Nähe läuft und ich höre es immer noch wummern und poltern *ätzend*

    Oftmals übrigens mehr als vier Stunden pro Tag und auch innerhalb der Mittagsruhe, die es lt. Hausordnung noch gibt. Was sagen bringt nix bis wenig, und mir fehlt dazu inzwischen sowohl Kraft als auch Nerven. Für sie ist das ja kein Lärm und völlig normal ….

    Allerdings gab es wegen anderer Dinge mit der Familie schon Diskussionen, die sind auf eher weniger Interesse gestoßen. Der Vater scheint manchmal ein kleines Agressionsproblem zu haben, holt gerne auch mal die “Farbkarte” raus. Er ist dunkelhäutig und wenn er keine Argumente mehr finden kann betitelt er sein Gegenüber als Rassist *augenroll* Das es hier weder um Hautfarbe noch um irgendwas ähnliches geht, ist bisher bei ihm nicht angekommen.

    Diese Gespräche hätten wir auch mit einem blassblauen Alien geführt. Hier im Haus leben übrigens nur Eigentümer, die Enkel von anderen Nachbarsfamilien laufen auch regelmäßig durchs Haus. Mehr oder minder leise ;)

  • Die Vermittlerin
    23.02.2021 - 17:51 Antworten

    Hallo miteinander,

    ich verstehe beide Parteien – die geplagten Nachbarn und die Eltern der Kinder. Da ich selber noch recht jung bin (Anfang 20), erinnere ich mich oft noch an meine eigene Kindheit zurück.

    Ich habe in einem Mehrfamilienhaus (Altbau) gelebt mit mehreren Familien mit Kindern. Über uns lebte eine dieser Familien. Meine Schwester (Grundschule) und ich (Kita) verstanden uns immer gut mit den anderen zwei Mädchen, die über uns lebten (sie waren jeweils 1 1/2 bis zwei Jahre jünger gewesen).

    Im Kindesalter habe ich mich trotzdem oft geärgert, wenn beide mit dem Bobby Car, Rollerblades oder dergleichen über das Parkett gefahren sind und das durch die ganze Wohnung, bis teilweise 23 Uhr oder Mitternacht. Auch andere sportliche Aktivitäten, wie Turnen, Trampolinspringen und Seilhüpfen gehörte zum Tages- und Nachtprogramm.

    Da die Wohnungen alle Eigentum sind, konnten wir uns nur über den direkten Weg beschweren. Die Aussage war wie üblich: “Es sind doch Kinder.” und? Meine Schwester und ich waren zu dem Zeitpunkt genau so Kinder, nur das wir anders erzogen wurden. Uns wurde beigebracht (ja im Kindergartenalter) respektvoll und rücksichtsvoll zu sein. Und nein, nicht damit meine Eltern Ihre Ruhe haben, sondern uns auf das zukünftige Leben vorzubereiten.
    Wir haben genau so gespielt, wir waren genauso so laut. Aber uns wurden Grenzen gesetzt, was man bei den heutigen Kindern und Jugendlichen schmerzlich vermisst. Das Ergebnis einer “grenzenlosen Erziehung”, einer “Erziehung mit wenig grenzen” und einer “Erziehung mit Grenzen” sehe ich tagtäglich. Das Verhalten und das miteinander der Kinder und Jugendlichen ist so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

    Und wenn jeder etwas dazu beiträgt rücksichtsvoll und respektvoll zueinander zu sein, gebe es viel weniger Auseinandersetzungen wegen Kinderlärm.

    Nachdem meine Familie die andere gebeten hat mal zu uns runter zu kommen, während wir bei den Nachbars Mädchen waren, hat die andere Familie ganz schnell die Grenzen der eigenen Kinder erweitert.

    Es gibt sicherlich Eltern, die keine Ahnung haben wie hellhörig wirklich ein Haus sein kann. Und vielleicht hilft es auch, die Situation Live zu zeigen (wenn es natürlich machbar ist).

    Wichtig ist es rücksichtsvoll zueinander zu sein und wenn das eine der Parteien eben nicht kann, müssen andere Mittel aufgezeigt werden. Man muss sich keinen Lärm, egal in welcher Form Stundenlang gefallen lassen! (ausgenommen Säuglinge, Renovierungen/ Bauarbeiten Werktags außerhalb der Ruhezeiten)

    • Why not
      28.03.2021 - 15:14 Antworten

      *auch Kleinkinder und Pubertären Lärm außerhalb der Ruhezeiten müsste man sich gefallen lassen, sofern er in Sozial angepasstem Rahmen stattfindet.

      Ich habe schon mal gehört, dass die eigenen errinerungen gerne mal Trügerisch sind. Da wurde gesagt, dass das u. a. Errinerungen betrifft, die sich in art und Tätigkeit ähneln und die eine hohe frequenz aufweisen. Ich halte den “bei uns war das so” – Vergleich immer für fragwürdig.

      VG

      • Psychologin
        27.08.2021 - 14:56 Antworten

        Ah interessant, wenn Ihnen Erfahrungen
        Anderer nicht passen, werden sie einfach
        diskreditiert und in Frage gestellt,
        das ist infam!

        Das Grundproblem ist, dass die meisten
        Eltern solcher Kinder völlig inkonsequent
        sind. Meine Nachbarn hier versuchen es
        hörbar immer wieder, erst wird ermahnt,
        irgendwann die Kinder angeschriehen
        und dann isses irgendwie egal und der
        Fernseher mit Musik aufgedreht.

        Dass es so nichts wird…

        Die vorherige Nachbarin, alleinerziehend
        hat sich wenigstens helfen lassen. Auch
        einer Zweijährigen kann man liebevoll
        konsequent beibringen, dass ein Nein
        ein Nein ist.

        Wenn ich 5x Nein sage, um dann entnervt
        doch ja zu sagen, ist es völlig logisch, dass
        das Kind lernt: Ah, ich muss nur lange
        genug schreien, toben, fragen, betteln etc.,
        dann bekomm ich was ich will.

        Und der Erwachsene wundert sich dann,
        warum das Kind so “uneinsichtig und nervend”
        ist…

        Die Schuld wird oft dem Kind gegeben, auf dessen wahre Bedürfnisse gar nicht (mehr)
        eingegangen wird. Es leiden alle,
        die Kinder, die Eltern und die Nachbarn.
        Und so geht das weiter von Generation
        zu Generation…

        Was wir bräuchten: Mehr Erziehungshilfe,
        Therapien, Mediationen und ganz ehrlich:
        weniger Rechtanwält*Innen.

        • Familienmutter
          28.08.2022 - 21:54 Antworten

          “Was wir bräuchten: Mehr Erziehungshilfe,
          Therapien, Mediationen” – Um Gotteswillen, nicht noch mehr von diesen Möchte-gern-Problemlösern! Ein verantwortungsvoller, respektvoller und toleranter Umgang unter uns allen macht diese Gelddruck-Berufe völlig überflüssig. Leider wird ein vorbildliches Verhalten schon an den Schulen zerstört, auf denen keine Talente gefördert, kein Individuum respektiert wird, und es nur um Wettbewerb geht. Schon deshalb haben Kinder unser Mitgefühl verdient, wenn sie sich ihren Ausgleich in Bewegung suchen, und gegen manches toben und anschreien. Eine Art Demonstration sozusagen, da geht es auch laut zu. Immer selbst die Hintergründe von Lärm erfragen, erforschen – dazu braucht man keine Erziehungshilfen oder gar Therapien. Worte können Straßen sein!

  • Wem interessierts
    06.04.2021 - 11:46 Antworten

    Ich gehöre auch zur leidgeplagten Mieter eines hellhörigen Mehrfamilienhauses, der jeden Abend / Nachmittag und schon am frühen Morgen vom ständigen Trampeln, Rennen und teilweise hüpfen geplagt ist. Das ein einzelnes Kind so unerträglich laut sein könnte… hätte ich nie gedacht. Vorher hatte ich eine Familie mit drei!!! Kindern über mir und nie Probleme gehabt. Klar, schreien und toben Kinder mal. Damit habe ich absolut keine Probleme. Seit einem halben Jahr habe ich neue Nachbarn und ständig Probleme mit denen. Schon immer hat mich das Kindergetrampel genervt, da es über den Tag verteilt mehrere Stunden zu hören ist.

    Jetzt aber zum FAKT: Die Wohnung ist ein RÜCKZUGSORT für Menschen die schon auf der Arbeit viel zu tun haben und mit Lärm zu tun haben! Ich gehe zum Glück 40 Stunden die Woche arbeiten und höre nicht alles! Morgens werde ich schon vor dem Wecker um 6:00 Uhr geweckt. Lautes herum rennen bis um 7:00 Uhr am Stück. Zwischendurch ein Brüllen oder Kreischen. Furchtbar kann ich euch sagen und ich habe nichts gegen KINDER! Mache mich dann fertig, mit dem Kinderlärm der durch 2 Wände hindurch geht. ich höre ihn selbst beim Frühstück. Gut, abends komme ich dann nach der Arbeit zurück. Manchmal ist es ruhig, dann mit einem Mal geht das Getrampel von vorne los… ich hör die polnische Mutter lachen und mit ihren Kollegen Freundin reden (laut). Die lachen noch schön darüber, dass das Kind tobt und machen nichts dagegen. Nicht mal ein Halt Stopp!

    Jetzt war Ostern, wo ich zu Hause war (4 Tage) Gott war das furchtbar, nicht auszuhalten… Den ganzen lieben langen Tag nur ein herum gerenne. Dann werden Sachen auf dem Boden fallen gelassen, aber eine Ermahnung zum leiser sein? Nein! Die anderen Nachbarn (Im Nebenhaus, die unter denen wohnen) denken schon an auszug! Es ist einfach ein unbeschreiblicher Lärm. Die ach so tollen Familien in ihren Einfamilienhäusern, wissen doch gar nicht wie es ist, mit Kinderlärm konfrontiert zu sein. Und für mich ist es schon länger kein Sozialädaquates verhalten mehr! Wozu haben die eigentlich ein Hof im Garten, den sie eh nie benutzen? Logik?

    Ich habe jetzt ein Lärmprotokoll geschrieben, da meiner Bitte am Sonntag aufgrund massiver Lärmbelästigung kein entgegenkommen möglich war. Kaum war ich wieder in meiner Wohnung, trampelte das Kind mit absicht lauter!!! Ist doch nicht mehr normal, dass Kinder hier eine derartige Sonderbehandlung bekommen und die Eltern dafür nicht abgemahnt werden. Die Eltern sind das Problem und nicht die Kinder, denn die Eltern haben dafür zu SORGEN das die Kinder ruhig sind! Kinder können von mir aus mal 10 Minuten herumtoben, hab ich früher auch gemacht! Aber, stundenlanges Getrampel geht einem auf dem Sack!

  • Wem interessierts
    06.04.2021 - 11:51 Antworten

    Ja, ich stehe zu dem was ich sage: Die Eltern sind hier das Problem, die nicht damit fertig werden, dass Kinder auch mal ruhig sein müssen. Man muss nicht auf dem Tisch hauen und das Kind anbrüllen, damit es leiser ist. Ruhig auf das Kind zugehen, es erklären, dass sie auch leise spielen können. Denn gegen lachende Kinder oder ein Toben für Zwischendurch hab ich nichts! Aber mehrere Stunden am Stück, darum geht es mir!

    • Lydia Keck
      03.05.2024 - 18:49 Antworten

      Wenn Kinder von ihren Eltern dazu erzogen werden, laut zu sein, lernen sie auch nicht, wie man sich auch mal leise verhalten kann. Ich habe seit drei Monaten einen Vater über mir, der ständig sein Kind und seine Frau anbrüllt. Dann wird laut gespielt, die Eltern machen auch noch mit. Eine Erziehung gibt es nicht. Sie sind ständig zuhause. Wenn man in Ruhe arbeiten möchte, klappt das nicht. Es gibt keine geregelten Schlafenszeiten für das Kind. Ansprechbar ist der Herr nicht…. Stimmt. Die Eltern sind das Problem und später werden die Kinder auch nicht anders als ihre Eltern. Möbelrücken in der Nacht ist keine Ausnahme. Türen zuschlagen auch nicht. Sie leben im Jetzt und interessieren sich nicht für die Nachbarn. Da muss man leider, ob man will oder nicht, protokollieren und es an die entsprechenden Institutionen weiterleiten. Ich sehe da auch keinen anderen Ausweg. Denn auf die Nachbarn hören sie nicht.

      Also nicht ärgern sondern handeln.

      • Mietrecht.org
        03.05.2024 - 19:29 Antworten

        Hallo Lydia,

        danke für Ihren Bericht.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

  • Mutti19
    10.04.2021 - 14:53 Antworten

    Hallo,

    Leider bin ich auch kinderlärmgeplagt! Wobei eigentlich die ganze Familie laut ist.
    Wir wohnen seit einem Jahr unter der 5 köpfigen Familie (kinder sind 12, 8 und 2).

    Nun bin ich selbst Mama eines 1,5 Jahre alten Kindes. Zum toben und Spielen gehen wir raus, auch bei schlechtem Wetter. Mal ist es auch bei uns laut…aber zu normalen Zeiten.
    Wir werden immner Mittags von 13 bis 15 beschallt und Abends ab 20 Uhr…also genau unsere Ruhezeiten.
    Kuez nach unserem Einzug haben wir freundlich mit der Familie gesprochen… Ergebnis: es sind halt Kinder und außerdem wären wir rassistisch (türkische Familie).

    Wir such nun seit 10 monaten wieder nach einer neuen Wohnung, da der Vermieter uns bei Mietminderung rausschmeißt und man ja generell bei Kinderlärm nichts tun kann… anwaltlich lassen wir ins vertreten, aber was hilft uns das?

    Verzweifelte Mama

    • Mietrecht.org
      12.04.2021 - 09:36 Antworten

      Hallo Verzweifelte Mama,

      danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen. Leider ist ein Umzug oft die friedlichste – wenn auch sehr aufwendige – Lösung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Zessin, Marco
    05.07.2021 - 14:48 Antworten

    Hallo,

    seit dem 28.02.2021 befindet sich über eine Familie, die inklusive der “Erwachsenen” 9 Personen umfasst. Darunter sind auch 3 Kleinkinder (vermutlich Vorschulalter) aber auch 3 als Teenager zu bezeichnende Jugendliche. Direkt beim Einzug ging der Lärm los – bis nachts um 3 Uhr.

    Am nächsten Morgen beginnt das ganze wieder gegen 5 Uhr früh – die oberen Mieter haben eine zusammengelegte Wohnung, die extra hergerichtet wurde. Alle Personen, der unter der Familie wohnen, gelten als “chronisch erkrankt” was den Vermieter auch mitgeteilt wurde, in der Hoffnung, dass dieser den dauernden Lärm Einhalt gebietet. Bisher wurde jedoch nichts unternommen. Das persönliche Gespräch mit den Nachbarn, mit den Hinweis das man doch etwas mehr Rücksichtnahme ausüben könne, artet direkt in wüsten Beschimpfungen (dann gehen sie halt ins Altersheim) oder gar Bedrohungen aus. Auch davon ist der Vermieter mittlerweile informiert.

    Bis zum heutigen Tage, 05.07.2021, ist jedoch keine Besserung eingetreten. Wie auf diversen Internetseiten empfohlen, schreiben wir (also ich und meine Nachbarin) umfassende, wöchentliche Protokolle mit genauer Angabe der Uhrzeit, Art der Störung sowie deren Dauer. Auch das wir mit den Personen das Gespräch gesucht haben, sowie die Reaktion darauf, wurde im Protokoll festgehalten. Uns wird andauernd geraten, dass wir ja ausziehen können, wenn uns das ganze Stört. Das kann doch aber nicht die Lösung sein. Ich selbst bin auf medizinisch notwendige Therapien angewiesen, die nicht überall angeboten werden können, zudem bin ich dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen. Bitte teilen Sie uns doch mit, welche Optionen wir neben den Einschalten des Ordnungsamtes noch zur Verfügung haben und uns evtl. eine Mietkürzung wegen der Weigerung des Verwalters / Eigentümers zustehen würden sowie deren voraussichtlicher Höhe.

    • Mietrecht.org
      09.07.2021 - 13:06 Antworten

      Hallo Marco,

      Lärmbelästigung kann ein Mietmangel darstellen, der zu Mietminderung berechtigt. Hier eine kleine Abteilung für Sie: 10 Schritte zur Mietminderung – So gehen Mieter vor. Gleichzeitig erhöht eine Mietminderung den Druck auf den Eigentümer / auf die Hausverwaltung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Esiswieesis
    13.07.2021 - 05:25 Antworten

    Ist ja ein Ding. Ist bestimmt die Familie, von der ein Bekannter mir erzählt hat. :)

  • Melanie
    31.10.2021 - 10:01 Antworten

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade glücklich, auf Gleichgesinnte auf dieser Seite zu treffen, denn ich verzweifle sehr.
    Auch über mir im Mehrfamilienhaus zog vor einigen Jahren eine ausländische Familie ein, die nicht arbeiten gehen und neben Müll und Dreck im Haus extremst Lärm produzieren. Sie beseitigten erstmal alle Teppiche in ihrer Wohnung und bekamen mittlerweile ihr drittes Kind (Alter 0,5, etwa 2 und ca. 4).
    Von freier Entfaltung des Kindes kann kaum noch die Rede sein!
    Das Getrampel, Getobe, Gekreische, Poltern und Gebrüll ist unerträglich!
    Die Wände knistern manchmal schon, wenn die Türen knallen oder sie rennen.
    Ich stehe morgens um 5 auf oder arbeite im Schichtdienst und komme abends und nachts (tagsüber sowieso nicht) nicht in den Schlaf, weil entweder immer irgend ein Baby schreit oder die anderen Kinder Türen knallen oder toben und trampeln oder den Hausflur zusammenkeifen oder gegen das Geländer schlagen.
    An den Wochenenden endet die Nacht grundsätzlich um 07:00 Uhr, wenn ich mal ausschlafen könnte, und hält dann im Minutentakt den GANZEN Tag (meistens bis 23 Uhr) an.
    Auch Sonntags.
    Ich bin mittlerweile so erschöpft und kaputt und mein Verwalter rührt sich nicht.
    Ich habe mehrere mündliche Versuche bei den Nachbarn unternommen, brachte aber nichts, Zettel geschrieben, brachte nichts, an die Wand geklopft, die klopfen dreist zurück und werden dann noch extra lauter.
    Zwei Parteien zogen mittlerweile aus. Auch andere Nachbarn stört das sehr, sogar im Nebeneingang, sie sagen aber nichts.

    Ich las mir hoffnungsvoll diesen Artikel durch, die Tipps vom Herrn Hundt allerdings sind weder nützlich noch hilfreich. Mag sein, dass er sich auf das Recht bezieht, aber bezugnehmend auf diese Seite für Betroffene fühlen sie sich leider wertlos und überflüssig an. Diese stehen auch überall woanders.
    Und ach ja, ich habe auch genügend Erfahrungen mit Kindern gemacht familiär, auch mit ADHS.
    KEINES benahm sich so!
    Hier sehe ich ganz klar die Aufgabe bei den Eltern.

    Grüße an alle Gleichgesinnten!
    Es hilft, eure Anliegen lesen zu können.

    Melanie

    • Mietrecht.org
      01.11.2021 - 08:25 Antworten

      Hallo Melanie,

      es gibt jüngste Berliner Rechtsprechung die eine Kündigung durch den Vermieter ermöglicht, wenn die Kinder dauerhaft keine Nachruhe halten. Vielleicht ein Ansatzpunkt und hilfreicher Beitrag für Sie.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Günther
    12.11.2021 - 21:45 Antworten

    Hallo,
    wir haben ein 15 monate altes kind vor einem jahr ist über uns eine sehr junge familie eingezogen mit einem kind es ist glaub ich jetzt oder wird im januar 2jahre.Unser Sohn kann seitdem sein kinderzimmer nciht mehr geschweige in seinem bett schlafen weil das obere kind so laut herumtrampelt das die decke wackelt sachen und gegenstände in der gegend herumwirft und so laut ist das man die sachen kommen gleich durch die decke. Seitdem schläft er nicht mehr in seinem zimmer und ein geregelter nachmittagsschlaf ist auch nicht möglich.Haben mit diesen eltern schon geredet ist denen völlig egal
    wenn unserer schreit oder bisschen lärm macht wird sich aufgeregt.Die hausverwaltung hat sie zwar schon ermahnt aber die denken sich wahrscheinlich nichts.

    • Mietrecht.org
      13.11.2021 - 06:48 Antworten

      Hallo Günther,

      Sie beschreiben eine schwierige Situation. Gerade im Altbau kommt es stark auf das Verhalten den Bewohner an.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Günther
        13.11.2021 - 22:36 Antworten

        Dann müssen wir das von 7 Uhr bis 22 Uhr so hinnehmen das so getrampelt wird und zeug auf den boden geschmissen wird und unser kleiner nur 8 Stunden schlafen kann und einen Umzug können wir uns finanziell nicht leisten.

  • H.W.
    19.12.2021 - 11:16 Antworten

    Hallo,
    seit 3 Jahren haben wir auch dieses Problem. Junge Eltern, Mann arbeitslos und es sei auch mal gesagt beide deutscher Abstammung. Ist also wohl kein Herkunfts Problem. Kind ist nun 4,5 Jahre alt und sehr bewegungsfreudig. Soweit ok, da kann es ja nix für. Aber gerade in einem solchen Fall sollten Eltern doch eher bedacht sein den Lärm der dadurch entsteht zu minimieren als ihn auch noch zu animieren. Beispiel, stundenlanges Frisbee spielen in der Wohnung auch gern abends vor dem Schlafengehen. ” Ach, sie geht ja gleich ins Bett, wir haben nur noch ein bisschen Fribee gespiel”.
    da fühlt man sich vom Gesetzgeber allein gelassen. Viele ältere Menschen werden so in die Depression geschickt. Die können nicht mehr so einfach ausziehen. In meinem Fall ist es eine ETW, unsere Altersvorsorge. Da helfen irgendwelche Statistiken auch nicht weiter zumal es bei den belästigten Menschen mit sicherheit eine hohe Dunkelziffer gibt. Ich habe immer Verständnißvoll mit den Leuten gesprochen aber es hilft auch nicht wirklich. Ich bin nun ziemlich am Ende und weiß nicht mehr weiter. Es nimmt mit total die Freude am Leben….

    • Mietrecht.org
      19.12.2021 - 12:17 Antworten

      Hallo H.W.,

      danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen. Ich drücke die Daumen, dass es ruhiger wird.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • H.W.
        21.12.2021 - 13:08 Antworten

        Ja sorry, aber es kann doch nicht in Ordnung sein, dass Eltern mit dem Kind z.B. Frisbee in der Wohnung spielen und da ja dann auch rum springen. Da weiß ich dann nicht mehr was das mit Kinderlärm zu tun hat….und das ist ja auch das, wo der Gesetzgeber uns im Nebel stehen läßt.
        Und ob Daumen drücken wirklich hilft sei mal dahin gestellt….

        • Mietrecht.org
          21.12.2021 - 13:56 Antworten

          Hallo H.W.,

          Sie müssen die Lärmbelästigung immer wieder bei der WEG-Verwaltung anzeigen und den Druck auf den Eigentümer (über Ihnen) erhöhen. Ein Lärmprotokoll hilft, Zeugen helfen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

          • H.W.
            21.12.2021 - 16:30

            Die Herrschaften über uns sind Mieter. Was das ganze irgendwie noch ärgerlicher macht.
            Dank für die Antwort

          • Mietrecht.org
            21.12.2021 - 19:57

            Hallo H.W.,

            ja, das ist noch schwieriger. Am Ende muss der Eigentümer der Wohnung den Druck auf seine Mieter weitergeben.

            Viele Grüße

            Dennis Hundt

  • Recht haben und Recht bekommen...
    24.12.2021 - 03:10 Antworten

    Herr Hundt hat die Problematik bereits “zugegeben”, gegen Kinderlärm hat man keinerlei Handhabe. Die vermeintlichen Ratschläge mit Benennung der Rechtssprechung dienen lediglich dazu einen teuren Anwalt zu beauftragen. Nur um am Ende feststellen zu müssen, dass Recht haben und Recht bekommen zweierlei Schuhe sind.

    Und das sage ich aus langjähriger Erfahrung.. Anzeigen, Führung eines täglich akribisch genauen Lärmprotokolls mit 16 Stunden Dauerbeschallung über den Zeitraum von 1 Jahr, Zeugen, Tonaufnahmen, etlichen Beschwerden beim Ordnungsamt, Vermieter, Hausverwalter, bis hin zur Mietkürzung hat alles nichts gebracht. Übrigens habe ich selbst Kinder, die dank Regeln und Erziehung weder trampeln, rennen, schreien noch sonst irgendwie in der Wohnung Lärm verursachen. Im Gegenteil, meine Kinder fühlen sich mittlerweile schon selbst von dem Dauerlärm der Nachbarn massiv gestört.

    • Mietrecht.org
      25.12.2021 - 09:31 Antworten

      Hallo,

      danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen aus der Praxis.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

    • H.W.
      12.01.2022 - 16:03 Antworten

      Ja, es ist deprimierend und raubt einem viel Kraft.

  • Gegen Fremdenhass
    13.01.2022 - 10:47 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    tut mir leid, dass ich das hier reinschreiben muss. ABER: WIESO IST ES RELEVANT AUS WELCHEM LAND DIE FAMILIEN KOMMEN?????? Ob Russisch, Libanesisch oder DEUTSCH! Mensch ist Mensch…
    Diese abwertende Haltung gegenüber Ausländern finde ich einfach unterirdisch und verachtend.

    Besonders weil man explizit erwähnen muss, dass es sich hierbei nicht um DEUTSCHE Familien handelt.

    Denken Sie bitte an Ihre Zeit als Kind zurück. Wie war es bei Ihnen? Haben sie nicht auch mal gespielt… Kommunikation ist das A und O, auch wenn es nicht DEUTSCHE FAMILIEN SIND!!!

    Wenn das nicht hilft, dann an die Hausverwaltung oder an den/die Vermieter/in wenden.

    Bitte ändern Sie ihre Denkweisen, denn diese sind sehr eingefahren.

    • Mietrecht.org
      13.01.2022 - 16:40 Antworten

      Hallo,

      danke für Ihren Beitrag. Die Leser schildern hier Ihre Erfahrungen. Natürlich spielt es keine Rolle, von welcher Nationalität eine Lärmbelastung ausgeht. Lärm ist Lärm – egal von wem.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Kindsmutter
    16.01.2022 - 00:56 Antworten

    Was ich hier lese, macht mich fassungslos.

    Hier geht es doch nicht um Nationalitäten, Finanzierungen von Renten, „Kinderhasser“. Eigenheim oder Mietswohnung etc.

    Sondern um die Nachtruhe, die ab 22 Uhr für jeden grundsätzlich gilt!

    Vorab ich bin Mutter eines Schulkindes!

    Es lebt eine Familie mit einem KiGa-Kind und 3 Grundschüler über uns. Auch hier haben wir trampeln, rennen, schreien und kreischen der Kinder bis 24 Uhr.
    Ich rede nicht von Ausnahmen am Wochenende, Feiertagen o.ä.

    Jede Nacht! Und da kann man kein Verständnis mehr haben.

    Anstatt hier befremdliche Kommentare zu verfassen, sollte man sich Gedanken machen, das viele Eltern sich nicht mit den benötigten Ruhezeiten ihrer Kinder und den Folgen beschäftigen.
    Hier sollte man von einer kontinuierlichen Verletzung der Fürsorge und des Kindeswohls sprechen, wenn Kinder nicht zu ihrem natürlichen Schlaf kommen, der mit Sicherheit nicht um 23 /24 Uhr anfängt !!!

    Dann wäre die Einhaltung der Nachtruhe kein Thema mehr!

    • Mietrecht.org
      16.01.2022 - 13:37 Antworten

      Hallo Kindsmutter,

      danke für das Teilen Ihrer Ansichten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Marina
    21.01.2022 - 15:39 Antworten

    Ich stimme den Beitrag vor Kindsmutter völlig zu. Auch wir sind wir von dem Dauerkrach der 3 Kindern in der oberen Wohnung völlig genervt, denn es geht bereits um 6:45 Uhr los und hört meistens gegen 22:45-23:30 Uhr unter der Woche auf, am Wochenende geht es teilweise bis 1 Uhr nachts.
    Auf mehrfache Ansprache der Eltern bekam ich bislang übliche Antworte wie “Das sind aber nur Kinder”, oder “Deine Kinder sind auch nicht immer leise” bis hin zur “Jetzt übertreib es nicht, hier in Deutschland kann man nichts gegen Kinderlärm tun”.
    Als alleinerziehende Mutter 2er pubertierenden Söhne weiß ich wohl, dass man als Eltern nicht immer die Möglichkeit hat, den Kindern und ihren Taten hinterherzulaufen. Allerdings ist es mir gelungen, meinen Kindern ein soziales und rücksichtvolles Verhalten beizubringen.
    Den Krach, der tagsüber durch Geschrei, Streit, Rollerfahren, Bobbycar, Ballspielen, Rennen und Schreien im Treppenhaus und vor allem dauerhaftes hin und her Rennen und Springen der Kinder aus der oberen Wohnung herkommt, dulden wir verständnisvoll. Was wir aber nicht mehr bereit hinnehmen zu müssen, ist die Tatsache, dass abends ab 20 Uhr für mehrere Stunden höllisch laut wird und wir oft nicht einschlafen können oder von dem Lärm wach werden. Am Wochenende hält das Rambazamba fast ununterbrochen an. Ausschlafen ist undenkbar. Selbst Waschmaschine und Trockner werden bereits um 6:30 morgens angeschaltet, neulich muste ich um 00:08 Uhr die Nachbarn bitten, ihr Trockner über unser Schlafzimmer auszuschalten.
    Meine konkrete Frage: Was können wir unternehmen, wenn sowohl wir als auch die Nachbarn von oben Eigentümer der jeweiligen Wohnungen sind?
    Was ist mit dem Recht meiner Kinder auf Nachtruhe/genügend Schlaf sowie unser Recht auf Ruhe zur Ruhezeiten?

    • Marina
      21.01.2022 - 15:49 Antworten

      Ergänzend zu meinem Beitrag möchte ich hinzufügen, dass ich mir als Mutter immer sehr viel Mühe gegeben habe, Rücksicht auf meine Nachbarn zu nehmen. Dafür bin ich jeden Tag mit meinen Kindern stundenlang auf Spielplätze bzw. bin mit ihnen schwimmen, radfahren, turnen gewesen, damit sie sich austoben können und abends dementsprechend müde sind und kindsgerecht ins Bett gehen können. Rollerfahren durch die Wohnung oder Ballspielen in der Wohnung sollten bei hellhörige Gebäude ebenso unterlassen werden. Türen schlagen sowieso. Sorry, aber nur weil die Eltern arbeitslos sind und den ganzen Tag auf die quitschenden Couch liegen, bin ich nicht bereit alles hinnehmen zu müssen!

  • Andrea Eckardt
    19.02.2022 - 02:05 Antworten

    Andrea

    In der Nacht vom 18. zum 19.02.2022

    Liebe Marina,

    mir und meinem Lebensgefährten bald Ehemann, geht es genauso.

    Hier sind es 2 Nachbarn über mir, 1 Familie mit zwei Kindern im Vorschulalter sowie 1 Familie mit zwei kleineren Kindern, die tatsächlich auch bis spät in die Nacht hinein rennen, toben, schreien, Bobbycar in der Whg. fahren u.s.w.

    Hinzu kommt, dass mein Verlobter sehr krank ist, vor ca. 1/2 Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert. Ich leide an Schilddrüsenunterfunktion mit Osteoporose. Wir, v. a. mein Freund, brauchen unsere Nachtruhe, wobei ich eher die Nachteule bin, aber leise, vor dem Fernseher, wobei ich meist einschlafe und der Fernseher sich von selbst ausschaltet.

    Es handelt sich bei unserem Schlaf allerdings nicht um einen gesunden, sondern um einen Erschöpfungsschlaf, wegen der bis spät in die Nacht lärmenden Kinder.

    Das macht mich total wütend, so dass ich heute, es war fast 00h00 nach oben geschlichen bin und bei der lärmenden Familie Sturm Geklingelt habe vor lauter Verzweiflung. Der Lärm hallte durch das gesamte Treppenhaus. Die Kinder schrien und fuhren Bobbycar und sprangen herum, dass unsere Decke bebte, und dies, obwohl diese Familie noch nicht einmal direkt über uns wohnt!

    Ich habe einfach nur Sturm Geklingelt und bin sofort wieder runter in die Wohnung, weil ich keine Lust hatte mit der Familie zu diskutieren. Ich habe dann aber mitbekommen, dass mein SturmKlingeln gewirkt hat und es deutlich ruhiger wurde.

    Tagsüber müssen wir uns schon sehr viel gefallen lassen, das nehmen wir alles hin, teils zähneknirschend, wobei ich nachts tatsächlich vor lauter Anspannung mit den Zähnen knirsche, und teilweise deswg. unter Zahnschmerzen leide. Ich werde mir einen Bissschutz zulegen müssen.

    Wenn wir doch wenigstens nachts mal durchschlafen könnten.

    Ich habe keine Kinder, mein Verlobter 2 aus erster Ehe, aber der kennt das so auch nicht, und er hat seine Kinder auch nicht streng erzogen. Im Haus sind noch 3 Mietparteien mit Kindern, 1 direkt neben uns, von denen ich nichts höre außer dem üblichen Kinderlärm, der mich und meinen Verlobten auch nicht weiter stört.

    Wie schon erwähnt, habe ich keine Kinder, aber ich war selbst auch mal Kind mit dem üblichen Spieltrieb, aber ich kann mich erinnern von meinen Eltern, vor allem von meinem Vater stets, wenn es angebracht war, zur Rücksichtnahme gegenüber anderen Mitmenschen und Nachbarn angehalten worden zu sein.

    Und, was wird aus den Kindern, die das von ihren Eltern nicht gelernt haben, wenn diese selber mal Kinder haben??!!!

  • Andrea Eckardt
    19.02.2022 - 02:08 Antworten

    Nochmal Andrea

    Ach ja, was mir noch einfällt:

    Einen Anwalt können wir uns nicht leisten, noch eine andere Wohnung!!!

    • Mietrecht.org
      19.02.2022 - 08:06 Antworten

      Hallo Andrea,

      danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Klaus
    02.10.2022 - 12:47 Antworten

    Ich denke in dem Artikel wird deutlich, dass es hierbei, wie in vielen anderen Rechtstreitigkeiten, um Verhältnismäßigkeiten geht. Es ist klar, dass beide Seiten davon betroffen sind und der Verhältnismäßigkeit unterliegen. Hinweise auf Nationalitäten oder Argumente, dass Kinder die Zukunftssicherheit unseres Sozialsystems gewährleisten (sollen) haben in diesem Zusammenhang überhaupt keine Relevanz.
    Darüber hinaus stellt der Artikel doch deutlich dar, wie die Rechtslage ist – der Verweis auf Extremfälle in der einen oder anderen Richtung ist nicht hilfreich.

    Hiermit ist doch alles gesagt:
    Kindergetrampel und Kinderlärm ist grds. Ausdruck der kindlichen Entfaltung und mithin als ganz normale Lebensäußerung unvermeidbar. Daher wird normaler Kinderlärm in einer Mietwohnung als sozialadäquates hinnehmbares und auch zumutbares Verhalten angesehen (vgl. BGH Urteil vom 29.04.2015, Az.: VIII ZR 197/14). Andere Mieter im Haus haben das zu respektieren und Rücksicht zu nehmen.

    Das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme gilt aber selbstverständlich auch für die Eltern. Sie haben auf die Belange und das Ruhebedürfnis der Nachbarn Rücksicht zu nehmen und müssen darauf achten, dass ihre Kinder beim Spielen in der Wohnung auf andere Hausbewohner Rücksicht nehmen. Insoweit sind sie als Eltern verpflichtet, die eigenen Kinder zu einem rücksichtsvollen Verhalten bezüglich ihrer Bewegungen und akustischen Äußerungen anzuhalten (vgl. BGH, Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16).

    Es geht wohl eher darum, wie man die eigenen Ansprüche geltend machen kann – ich wünsche mir dazu Hinweise.

    • Mietrecht.org
      02.10.2022 - 14:34 Antworten

      Hallo Klaus,

      danke für Ihren konstruktiven Beitrag.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Eine Verzweifelte..... Nachbarin
    12.11.2022 - 17:08 Antworten

    Ich habe seit ca .1 Jahr neue Nachbarn. mit 5 Kindern. Im Alter von frisch geboren bis 13 Jahre und in der Zeit habe ich genau 9 Nächte gehabt, in denen ich in Ruhe schlafen konnte. Bei aller Liebe zu Kindern, DAS ist nicht normal und vor allem kaum zu ertragen. Die trampeln im sekunden Takt in der Nachbarwohnung, so das mein Bett vibiriert, was halt zum Geräusch noch dazu kommt. Ich habe ebenfalls 2 Kinder in einer Mietwohnung groß gezogen, davon 1 mit ADHS. Doch meine sind abends meist gegen 20 Uhr im Bett gewesen. Wir sind tagsüber draussen gewesen zum spielen, meist den ganzen Tag in Badeanstallt ( Hallen- Freibad ), da meine Mutter dort gearbeitet hat und wir das Bad enfach als 2. Wohnzimmer angesehen haben. Ok, GLück gehabt, egal wie das Wetter war, die Kinder konnten sich austoben. Doch es gibt ja auch so hier in meiner Umgebung tolle Spielangebote, drinnen wie draußen, so das die Kinder sich austoben können und nach Herzenslust toben könnten. Aber… dazu müssten schon die Eltern sich bewegen und mit denen die wirklich mega günstigen Angebote nutzen. Mega günstig weil teilweise von Stadt finanziert und dadurch für Geringverdiener absolut erschwinglich. Statt dessen fängt es Mittags an mit dem Trampeln und das geht bis morgens 2 bis 4 Uhr. Ich bin herzkrank, sollte eigentlich einen guten Tag/Nacht Rhythmus pflegen aufgrund meiner Erkrankung. Doch das ist hier nicht möglich. Und ich bin gewiss NICHt Kinderfeindlich, aber das hier geht wirklich zu weit. Nach dem Jahr geh ich so langsam aber sicher auf Zahnfleisch, und MUSS nun umziehen, nur damit ich wieder Nachts Schlaf bekomme. Und das soll normal sein? Es ist ja nicht so, das es NUR die Kinder sind. Nein, die Nachbarn an sich sind halt laut, haben bis in die Puppen rein Besuch, die laut sind, ihre Aschenbecher übern Balkon kippen, während sie da Nachts um 2 noch laut Musik hören. Um nur mal 1 Beispiel zu nennen. Der Besuch geht dann natürlich nicht einfach still und leise, nein, die Türen müssen ja geknallt werden.. weil Türgriffe kennen die nicht und von oben die Treppe runterkommen darf auch niemand, denn vor der Tür liegen im Treppenflur 20 Paar Schuhe, so das man da nicht mehr durch kommt. Wie schon oft gesagt… Rücksichtnahme sieht ja wohl anders aus? Und, noch viel wichtiger, sie ist KEINE Einbahnstrasse! Eine Freundin von mir musste ( bitte nicht lachen ! ) am Hintern operiert werden weil sie über so einen Flut Schuhe gestolpert ist und Treppe runtergefallen ist dabei. Und was passiert? Nichts…… wer hat nun * Schuld * ? Es liegt ja MEIST nicht NUR an den Kindern. Wie sollen die es besser lernen, wenn denen solche Sachen vorgelebt werden? Warum haben die Vermieter keine rechtliche Grundlage um da einzugreifen? Warum muss man sich von solchen Nachbarn noch beschimpfen lassen weil man MAL Ruhe brauchte und Nachts um 1 die Polizei ruft damit man mal schlafen kann? …….. Stelle diese Fragen mal in den Raum… ich bin jedenfalls inzwischen so ko von dem ganzen das ich regelrecht Schlafanfälle bekomme wenn es tagsüber mal leise ist und ich schon eingeschlafen bin bevor ich richtig liege. Und das kommt ja nicht von ungefähr.

  • Nashi
    24.11.2022 - 21:40 Antworten

    Hallo, ich bin alleinerziehende Mama. Vor ein paar Monaten ist eine Familie mit 2 kleinen Kindern über uns eingezogen. Seit dem gibt es Abends oft bis 23.00 keine Ruhe mehr.. Es wird rumgerannt und getrammpelt um das Leben. Ich vermisse mein erholungsschlaf. Mein Bub (8) kann Abend oft nicht einschlafen wegen Lärm.Er hat dann Probleme aufzustehen und sich fertig für die Schule zu machen. Ich bin nur noch müde und meistens aggressiv, weil mir mein Schlaf fehlt. Ich muss auch 5 Tage die Woche um 5:30 aufstehen und arbeiten gehen. Die Miete ist teuer und ich sehe nicht ein, dass ich alles ertragen muss.

    • Mietrecht.org
      25.11.2022 - 11:13 Antworten

      Hallo Nashi,

      Kinderlärm muss (leider) im besonderen Maße geduldet werden. Führen Sie ein Lärmprotokoll und bitten Sie den Vermieter um Hilfe.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • B.Ruchter
    02.01.2023 - 07:54 Antworten

    Zu der Zeit ist Nachtruhe, da muß der Vermieter einwirken, ansonsten Zeugen (Nachbarn, Bekannte, Verwandte) Lärmprotokoll schriftlich festhalten mit eben diesen Ubterschriften) und wenn sich nichts tut – Mietminderung .
    Wünsche Ihnen Kraft und Gelingen das diese Mängel beseitigt werden.
    Freundliche Grüße
    Frau Richter

  • Anna
    03.01.2023 - 01:35 Antworten

    So, nun habe auch ich mir alles in Ruhe durchgelesen.

    Zum einen muß ich sagen, daß ich erschreckend finde, daß sich Gerichte bemühen müssen, um klarzustellen, daß Eltern in der Verantwortung stehen, ihren Kindern ein gebotenes Maß an Rücksicht beizubringen – und auch an den Tag zu legen.
    Ein durchschnittlich besonnener Mitmieter sollte von sich aus wissen, daß man unnötigen Lärm zu vermeiden hat, um seinen Mitmenschen nicht zu schaden und/oder zu belästigen. Wann hat das eigentlich aufgehört, normal zu sein?

    Wie schon erwähnt, erlebe ich etliche Eltern lieber selbst am Handy und die Kinder sich selbst überlassen. (Das Kind über uns z. B. bellt mit einer Hingabe und stundenlang – Hundegebell von einem Kind – ich weiß, daß das 8-jährige Mädchen das deshalb macht, weil der Familienhund mehr Aufmerksamkeit bekommt als sie – geht man dagegen vor? Nein – mache ich nicht) Oft bekommen die Kinder von den Eltern eben nicht beigebracht, wie gegenseitige Rücksichtnahme funktioniert – nicht bei allen, aber auffallend oft habe ich es selbst schon beobachten dürfen.

    Das Hauptproblem – und das vermisse ich in diesem Zusammenhang – also “Nachbarschafts-Lärm” – liegt tatsächlich ganz woanders – nämlich im unzureichenden Schallschutz.
    Bitte erst weiterlesen ;-)

    Auch das habe ich schon erwähnt, ich wiederhole es jedoch noch einmal: Laminat ist der Fluch unserer Zivilisation – der Art und Weise, wie wir eben zusammenleben (müssen) übereinander, nebeneinander, untereinander iVm Laminat und fehlendem Schallschutz – eine Katastrophe. Das Internet ist voller Geschichten darüber.

    Beim Thema Trittschallschutz denkt man direkt an Geräusche, die durch das Begehen des Bodens entstehen. Viele glauben dabei: “Stöckelschuhe machen den meisten Krach” – also Schuhe ausziehen und das Trittschallproblem ist gelöst. So simpel ist es aber nicht: Die Störwirkung durch Trittschall in benachbarten Räumen ist in großem Maße abhängig von der Fußboden- und ggf. auch der Deckenkonstruktion. So gehen heute vom Stöckelschuh in der Regel kaum noch trittschallrelevante Störwirkungen aus, wohingegen beim “Barfuß” und insbesondere Begehen “mit Socken” extreme Störwirkungen auftreten, mit Frequenzen unterhalb von 100 Herz.

    Die Körperschallanregung einer Geschossdecke mit einem Bodensystem kann in den hierzu benachbarten Räumen sehr unterschiedlich einwirken. Der geforderte Trittschallschutz nach den Regelwerken (i. Allg. nach DIN 4109) deckt nur den Wohnungsbau halbwegs vernünftig ab, wobei tieffrequentes Dröhnen – ein sehr häufig bemängeltes Problem – außer acht gelassen wird. Nach den Regelwerken wird ein sehr guter Trittschallschutz für das Begehen mit Schuhwerk gefordert, der in der Praxis insbesondere bei Fußbodenheizungen nicht erfüllt wird.

    Im Wohnungsbau kann das Begehen der Konstruktion ohne “Schuhwerk” zum Problem werden. Es treten typische Resonanzeffekte durch eine derartige Impulsanregung auf, die als “Dröhngeräusche” wahrgenommen werden. Diese sind vergleichbar mit Bass-Lautsprechern aus dem Kino, so wie beispielsweise beim Filmklassiker “Jurassic Park” von 1993. Der Unterschied hierbei ist allerdings der, dass über, neben oder auch unter einem kein Tyrannosaurus Rex umhergeht, sondern ein sehr normaler Mensch oder z. B. auch laufende Kleinkinder (oft noch heftiger wirkend).

    Tiefe Frequenzen werden angeregt – Körperschall – und die betroffenen Menschen als Resonanzkörper, die diese Frequenzen körperlich wahrnehmen und eben darunter leiden.

    Durch den Gang ohne Schuhwerk werden insbesondere die tiefen Frequenzen angeregt und durch die Raumresonanz im Empfangsraum (i. Allg. bei max. l = Wellenlänge /2 ) oder durch die Estrich-Resonanzfrequenz des schwimmenden Estrichs und/oder einer Leichtdecke verstärkt – oftmals auch mit Bauteil-Schalenverformungen, sodass eine leichtere Anregbarkeit durch eine geringe Bedämpfung gegeben ist.

    Das nennt sich tieffrequenter Trittschall – der mit den üblichen DIN-Normen nicht erfaßt wird. Dieser hat jedoch die gesundheitsgefährdenden Auswirkungen – daher auch die oft aggressiven Streits, wenn es um diese Art von Lärm geht. Und Kinder erzeugen diese Art von Lärm. Sie erzeugen Körperschall. Dadurch, daß sie mit den Hacken aufknallen. DIN-Normen können jedoch auch nicht die individuellen Reaktionen von Menschen widerspiegeln – da Menschen sich nunmal nicht in Normen pressen lassen.

    Der primäre Effekt von tieffrequentem Schall scheint beim Menschen die Belästigung zu sein. Die sich daraus ergebenden Symptome erstrecken sich über ein weites Spektrum: Kopfschmerzen, Verspannungen, Verärgerung bis hin zu Aggressionen, geistige und körperliche Erschöpfung, Unzufriedenheit, Konzentrationsstörungen, Störung des Nachtschlafs.
    Bei langanhaltender Exkursion mit dieser Art Lärm kommt es oftmals zu einer Art Sensibilisierung für weiteren tieffrequenten Schall – sogar ohne Schalldruck :-(

    Es wäre sehr von Vorteil, wenn Menschen generell wieder zu Werten wie gegenseitige Rücksicht zurück kehren würden – zumal die Welt ohnehin schon sehr viel lauter zu werden scheint.
    Ein “Kinderlärm-Urteil” allein wird das Problem jedoch nicht einmal im Ansatz lösen. Das obige Urteil ist m. E. led. eine Art Symptom-Bekämpfung. Ein guter Ansatz wäre gewesen – da dieses absolut kein neuartiges Problem ist – sondern immer bloß unter den Teppich gekehrt wird – Hausschuhe für Kinder wieder in Mode zu bringen – das schont sowohl gestresste Eltern als auch die Körperschall-Betroffenen.

    Ich selbst liebe es, Kinder spielen und lachen zu hören – doch wenn ich jede ihrer Bewegungen am eigenen Leib spüren muß, hört die Liebe von ganz allein auf – denn dann macht mich ihr natürlicher Spiel- und Tobetrieb krank und kann mich schlußendlich vorzeitig ins Grab bringen.

    BGH – setzen – 6!!!

    Aber der Kleinkrieg unter “Nachbarn” in dieser Form ist wohl auch politisch so gewollt – wenn man die schwammige Gesetzgebung diesbezüglich betrachtet – denn schon beim Bau von Wohnungen wird dieses wohlbekannte Problem nicht berücksichtigt. Tja naja – so langsam macht sich diese Thematik jedoch schon im Bewußtsein der Öffentlichkeit breit – da die Zahl der Betroffenen, die unter “Hackengängern” leiden, stetig erhöht.
    Stellt euch mal eine Welt vor, in welcher Nachbarn harmonisch miteinander umgehen :-D

    Sei´s drum.

  • Mark Sonneborn
    03.07.2023 - 19:46 Antworten

    Hallo

    Ich schildere mal mein Problem, dass unsere Nerven schwer belastet.

    Wir wohnen als Mieter im Erdgeschoss eines 50er/60er-Jahre Hauses, das im Besitz der Stadt ist. Dies ist ein Einfamilienhaus, das zu einem Zwei-Mietparteien-Haus umfunktioniert wurde. Das ist soweit auch kein Problem. Wohnung oben 60qm, wir unten 80qm. Passt wunderbar.
    Nun ist es aber so, dass durch die Bausubstanz bedingt das Leben hier so stattfindet, dass man sich im Keller, vor der Wohnungstür, im Treppenhaus begegnet. Man kann sich nur sehr schwer aus dem Weg gehen.

    Bedingt durch die Bausubstanz ist es eben auch so, dass sich über uns bzw. als Fußboden der Wohnung im OG nur eine dünne Holzdecke befindet. Kein Estrich, kein Beton, nix! Erschwerend kommt hinzu, dass in unserer Wohnung eine Zwischenwand entfernt wurde, so dass wir im Wohn-/Esszimmer nun eine Decke haben, die einer durchgehenden Fläche von über 35qm entspricht. Die allgemeine Hellhörigkeit ist entsprechend. Wir können oben wirklich alles hören (Dinge, von denen die Nachbarn oben sicherlich gar nicht wissen möchten, wie genau wir sie hören).

    Als wir eingezogen sind, wohnte oben eine ältere Dame. Damit haben wir uns gut arrangiert. Dann zog oben ein Herr mittleren Alters ein. Der hatte so einen schweren Schritt, dass wir manchmal Angst hatten, dass er irgendwann bei uns unten auf der Couch sitzt. Aber ok, man geht in die Küche, an den Kühlschrank, auf WC und setzt sich wieder hin – Ruhe. Alles kein Problem.

    Nachdem der Herr ausgezogen war, stand die Wohnung eine Weile leer. Während unserer zweiwöchigen Urlaubsabwesenheit wurde die Wohnung zu einer Sozialwohnung für Flüchtlinge umfunktioniert. Während unserer Abwesenheit ist oben eine 5-köpfige Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine eingezogen. Ich war skeptisch, weil ich Sorge hatte, dass 5 Personen oben einen großen Dauerlärm veranstalten und ich war erbost, weil ohne unser Wissen fremde Menschen in diese oben geschilderte gemeinsame Wohnsituation integriert worden waren. Menschen, die kein Wort Deutsch oder Englisch verstehen und denen daher schwer etwas zu erklären war. Kellertüren waren ja auch nicht abgeschlossen. Um es vorweg zu nehmen – die 5 Menschen haben sich sehr respektvoll verhalten und wir sind mittlerweile auch mit ihnen befreundet.

    Hier aber meine erste Frage:
    Darf ein Vermieter einfach ungeachtet der Bausubstanz eine Nachbarwohnung in der Art zu einer Sozialwohnung umfunktionieren.

    Die Ukrainer sind mittlerweile in eine größere Wohnung gezogen. Nun wohnt seit einem dreiviertel Jahr eine ebenfalls 5-köpfige Flüchtlingsfamilie aus Syrien oben. Diese Menschen sind respektlos und frech. Die 3 Kinder sind im Kindergartenalter oder kurz darunter. Die trampeln in einem durch oben durch die Wohnung. Von vorne nach hinten und wieder zurück. Ich komme hier nach Feierabend oder sonntags gar nicht zur Ruhe, um mich auf die Arbeit vorzubereiten. Messen lässt sich das nicht, denn es ist nicht das Geschrei, das uns stört. Das sind Lebensgeräusche. Nein, es ist das dröhnen und bollern. Ergänzt wird das ganze durch Geräusche, die klingen, als würden oben Möbel verschoben, umgeschmissen, zusammengebaut.

    Ich habe die Stadt gebeten, was zu unternehmen. Die wollten mit denen sprechen. Es ist aber nichts passiert, außer dass nun um 22 Uhr Ruhe ist. Dafür ist davor aber wirklich sehr selten mal eine Minute Ruhe.

    Meine zweite Frage:
    Müssen wir das so hinnehmen? Die Kombination aus Bausubstanz, Hellhörigkeit, dünner Holzdecke und den 5 Personen?

    Viele Grüße
    M.Sonneborn

    • Mietrecht.org
      04.07.2023 - 10:30 Antworten

      Hallo Mark,

      danke für Ihren ausführlichen und informativen Beitrag. Grundsätzlich entscheidet der Vermieter, an wen die Wohnung vermietet wird. Auch eine Vermietung an Geflüchtete mit der Zahlung übers Jobcenter etc. ist natürlich möglich und liegt in der Hand des Vermieters.

      Oft treten Schwierigkeiten eher in hellhörigen Altbauten auf, als in Neubauten mit Betondecken. Die Hellhörigkeit im Altbau ist bis zu einem gewissen Grad zu dulden. Dennoch müssen natürlich Ruhezeiten eingehalten werden.

      Ich denke, Sie sollten den dauerhaften Kontakt mit dem Vermieter suchen und somit dazu beitragen, dass als nächstes ein Mieter in die Wohnung zieht, dessen Wohnverhalten der Hellhörigkeit eher gerecht wird.

      Leider kann ich Ihnen nicht besser helfen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Mark Sonneborn
    09.07.2023 - 16:52 Antworten

    Vielen Dank für die Antwort. Manchmal hilft es auch weiter, wenn man Klarheit hat, ohne diue Antworten zu bekommen, die man hören will.

    Ich hätte aber noch eine weitere Frage:

    Der Sicherungskasten mit dem Stromzähler für unsere Wohnung befindet sich in der oberen Wohnung. D.h. Zugang zur Sicherung, wenn mal eine rausgeflogen ist, haben wir nur, wenn oben jemand zu Hause ist und auch öffnet. Wir möchte aber keinen Kontakt zu den Bewohnern oben. Die Stadt als Vermieter hat es so eingerichtet, dass ein Hausmeister (angeblich) rund um die Uhr erreichbar ist. Das genügt uns aber nicht. Zumal ohne Strom das Telefon nicht funktioniert und mein Handy auch mal defekt sein kann.

    Die Situation war schon so, als wir eingezogen sind. Nur war es damals so, dass oben eine deutschsprachige, zugängliche ältere Dame wohnte, mit der die Sache gar kein Problem war. Außerdem haben sich die Verbraucher im Laufe der letzten 10 Jahre im Verbrauch weiterentwickelt, so dass die Sicherung für die Küche mittlerweile hier sehr schnell rausfliegt. Zusätzlich problematisch ist, dass ich ja mittlerweile im Homeoffice arbeite, was damals beim Einzug allgemein noch nicht übglich war.

    Erschwerend kommt hinzu, dass im Keller sämtliche Verbraucher auf unseren Zähler laufen – ausgenommen die eine Steckdose für die Waschmaschine der oberen Wohnung. Und wir können nichts überprüfen.

    Habe ich als Mieter ein Anrecht auf einen direkten, unverzögerten Zugang zu Sicherung und Stromzähler, ohne auf Dritte angewiesen zu sein?

    • Mietrecht.org
      10.07.2023 - 09:00 Antworten

      Hallo Mark,

      Zum Thema Zugang zum Sicherungskasten: zumindest besteht ein Mangel, der zur Mietminderung berechtigen kann. Voraussetzung ist immer, dass Ihnen der Mangel bei Mietvertragsabschluss noch nicht bekannt war.

      Natürlich wäre es grundsätzlich im Sinne des Vermieters und aller Bewohner, dass die Sicherungskästen jeweils von der Wohnung aus zugänglich wären und der Allgemeinstrom auch separat erfasst wird. Auch die Vermischung zwischen allgemeinen Strom und Ihrem Strom stellt meines Erachtens einen Mangel dar.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Ritter
    29.10.2023 - 09:00 Antworten

    Hallo zusammen….. Ich hoffe sehr hier Hilfe und Unterstützung zu finden.Wir wohnen im einem Mietshaus seit 32 Jahren, haben zwei Kinder, fast erwachsen. Und eine schöne große Wohnung mit Garten. Mietpreis günstig und zentral gelegen….bis 2019 war alles in bester Ordnung! Im September 2019 zog über uns eine alleinerziehende, Frau mit zwei Kindern ein….die Kinder sind heute, 9 Jahre der Junge und 4 Jahre das Mädchen alt. Vom ersten Tag an war es über uns laut…nach ein paar Wochen haben wir das Gespräch gesucht mit der Bitte, ob es nicht etwas leiser ginge….hat alles gut funktioniert! Bis es plötzlich, letztes Jahr im November von Tag zu Tag lauter wurde….die Wände und Decken vibrierten…per Dezibel App gemessen: 70-80 Dezibel!! Laut vor 6 Uhr in der früh bis nach 22 Uhr abends…..es wurde rund um die Uhr in der Wohnung durch alle Räume stundenlang gerrannt, aufgestampft, Weitsprung ausgeübt….Türen mehrfach hintereinander zugeschlagen….Gegenstände auf den Boden fallen gelassen…Spielzeug auf unsere Terasse geworfen, mir auf der Terrasse Essensreste auf den Kopf gespuckt, Zigarettenkippen in den Garten geworfen…Zigarettenasche auf unsere Fensterbank in der Küche ausgeleert….DER TERROR begann!! Wir konnten nicht mehr einen klaren Gedanken fassen…das arbeiten im Homeoffice war nicht mehr möglich…am Wochenende konnte man nicht ausschlafen und unter der Woche nicht einschlafen….Wieder haben wir sehr freundlich das Gespräch zur Nachbarin gesucht….Die trat uns keifend und böse entgegen…Sie sagte das sie sich erkundigt hätte und das sie das dürfe, “Kinder dürfen laut sein! Und wenn sie rennen dann rennen sie halt!” Daraufhin wurde es natürlich noch lauter!! Wir haben dann angefangen Lärmprotokolle zu schreiben, Zigarettenkipppen gesammelt, Spielzeug gesammelt und Beschwerden an die Hausveraltung geschrieben….Nach drei Wochen antwortete die Hausverwaltung das sie Beweise möchten….Wir haben dann alles, was wir gesammelt haben in ein Päckchen gepackt und es bei der Hausverwaltung abgegeben. Nach einer Woche kam wieder ein Schreiben der Hausverwaltung, das wir unterlassen sollen Beweise zu schicken! ??? Ich habe mich dann an das Ordnungsamt gewandt und gehofft dort Unterstützung zu finden, leider erfolglos….Kinderlärm sei adäquat war die Aussage!! Hinnehmen oder ausziehen!! Wir haben dann einen Rechtsanwalt beauftragt, in der Hoffnung das dieser uns helfen kann….Dieser machte uns Mut! Hier handelt es sich nicht mehr um sozialadäquaten Kinderlärm und hätten eine Chance….Er schrieb der Hausverwaltung einen Brief und forderte diese auf, das endlich Ruhe einkehrt und gleichzeitig um ein Mediatorengespräch mit beiden Parteien in der Hausverwaltung gebeten. Endlich kommt der Stein ins rollen, dachte ich….Es wurde natürlich nicht leiser….im Gegenteil, ständig war unsere Fussmatte vor der Haustür verschwunden, der Junge streckte mir ständig die Zunge im Treppenhaus raus, es wurde noch heftiger gerannt und getrampelt etc….Mittlerweile war April 2023. Wir bekamen durch Zufall ein Gespräch im Treppenhaus mit anderen Nachbarn mit, wo die besagte Nachbarin schlecht über uns redete. Sie suchte Verbündete im Haus gegen uns. Was ihr auch gelang. Wir wurden als Kinderhasser dargestellt die kein Verständnis haben und als Nacharn die ständig sich beschweren. Eines Nachmittags klingelte und klopte es an der Haustür….ein Mann den ich nicht kannte, stand im Maleranzug vor unserer Haustür. Er stellte sich als Freund/ Lebenspartner der besagten Nachbarin vor, seinen Namen nannte er nicht. Er drohte mir und meiner Familie mit dem Tod, wenn wir nicht aufhören würden, uns über die arme Familie ständig bei der Hausverwaltung zu beschweren…Daraufhin sagte ich ihm, das ihn das nichts angeht, da er hier ja kein Mieter sei und es sehr wohl Gründe für Beschwerden gibt. Daraufhin schloss ich meine Haustüre. Er ging nach oben und plötzlich stampften alle vier gleichzeitig ganz fest auf den Boden auf.,,,,und schrien zu uns durch das Küchenfenster runter: ” Ihr dreckigen A*********!”” Sogar die Kinder!! Wir gingen sofort zur Polizei aber die wollte keine Anzeige aufnehmen, angeblich sehen sie da keine direkte Bedrohung. Ein Tag später war unser Auto aufgebrochen. Wieder gingen wir zur Polizei und Anzeige gegen unbekannt wegen Einbruch wurde wenigstens aufgenommen. Die Hausverwaltung wurde informiert…die sagten wenn er uns/mich erneut bedroht erhält er Hausverbot.Dazu kam es nicht. Dann kam der Tag, wo das Mediatorengespräch in der Hausverwaltung stattfandt. Die Nachbarin kam mit ihrer Familienhelferin und legte ADHS Atteste vor und gab an das ihr 9 jähriger Sohn an einer schweren Form von ADHS leiden würde….Sie erzählte ihre Lebensgeschichte, das sie im Heim aufgewachsen sei…geschieden sei, weil ihren Mann betrogen hat, die 4 jährige Tochter aus dem Verhältnis stamme und ihr damaliger Ehemann sie ins Koma geprügelt habe….Die Mediatoren und mein Mann hatten großes Mitleid….ich war eher skeptisch! Sie schob alles auf ihren 9 jährigen Sohn. Nicht einmal kam, das sie Schuld ist, denn Kinder werden durch Erwachsene so gemacht. Sie ist die Mutter und Erziehungsberechtigte….Auch keine Entschuldigung, nichts! Jedenfalls wurde vereinbart das wir unsere Handynummern austauschen sollen und wenn es zu laut wird uns melden sollen und der Junge müsste dann jedesmal zu uns runter um sich zu entschuldigen. Das war die Vereinbarung!!! Natürlich kam der Junge nicht!! Mein Mann hat ihn dann geholt, da ich vorgeschlagen habe mit dem Jungen mal ganz in Ruhe zu sprechen, nachdem es wieder extrem laut wurde. Ich wollte ihm erklären das er Rücksicht nehmen muss. Da auch meine Tochter lernen muss für ihr Abitur nächstes Jahr und auch schlafen muss. Der Junge war einsichtig!! Aber er wollte nicht mehr nach oben zurück….er verlangte nach essen, öffnte unseren Kühlschrank, fingerte alles in unserer Wohnung an, öffnete Schränke…sprang auf unserer Couch rum…Alptraum! Hab ihn dann gebeten zu gehen, es wurde mir einfach ca.2 Stunden zuviel. An nächsten Tag ( Sonntags) stand er mit der Mutter und kleinen Schwester vor der Tür…sie fragten ob sie reinkommen dürtfen….die Kinder wollten bei uns spielen….und die Mutter würde gerne auf der Terrasse sitzen. Mein Mann gab ihnen Süßigkeiten und Tomaten aus unserem Garten und erklärte das sie bitte Verständns haben möchten, aber das wir das nicht möchten…..Es wurde etwas leiser, aber immer noch nicht erträglich. Ständig musste ich über Whatsapp um Ruhe bitten…es nervte ungemein! Anfang Juli schrieb mir die besagte Nachbarin eine Nachricht, das sie ab morgen in eine Klinik nach Heidelberg gehen, der Junge würde mit neuen ADHS Medikamenten eingestellt. Und von da an wurde es die HÖLLE!!! Es wurde täglich so laut…das man ständig in seiner eigenen Wohnung zusammen zuckte! Es war keine Minute Ruhe!! Man konnte nicht mal mehr in Ruhe ein Bad nehmen oder ein Buch lesen, oder sonstiges…..Die Mutter reagierte auf meine Whatsapp Nachrichten gar nicht oder unfreundlich. Sie verlangte wir sollen mit dem Jungen erneut reden. Also wieder unseren Rechtsanwalt angerufen, dieser sagte das sei nicht unsere Aufgabe. Und er sieht da nur den Ausweg das wir ausziehen sollen. Aber das können wir leider nicht, wir finden so eine günstige Wohnung nicht mehr und eine teuere können wir uns nicht leisten, bei diesen aktuellen Mietpreisen. Der schöne Garten opfern!? Wochenlang ging die Hölle weiter…..es wurde immer schlimmer!! Dann startete ich den Versuch direkt an den Geschäftsführer der Hausverwaltung zu schreiben, aber auch da kam die Antwort, das die besagte Nachbarin abgestritten hätte das sie laut wären und zudem möchten sie Zeugen. Zeugen in Form von anderen Mietern hier im Haus. Leider habe ich keine! Nur Bekannte die bei uns zu Besuch waren! Wieder keine Hilfe!! Mitte August 2023 kam eine Whatsapp von der besagten Nachbarin, in der sie sich plötzlich für das laut sein entschuldigt und mir mitteilt das ihr Sohn seit heute in einer Einrichtung lebt. Am nächsten Tag stand sie vor meiner Haustür und erzählte mir, das die Klinik veranlasst hätte das er ab sofort im Kinderheim leben muss. Er hat seiner Mutter ein blaues Auge verpasst, der Schwester mit der Käsereibe den Rücken blutig gerieben, den Fernseher zu Boden geworfen, Schranktüren herausgerissen und zu Boden geworfen…..ich war fassungslos!! Jedenfalls müsste sie jeden Tag bis Ende November 2023 noch in diese Klinik fahren, auch wenn der Junge jetzt im Kinderheim lebt. Von da an war endlich Ruhe!!!! Herrlich!! Jeden Tag betete ich das es so bleibt. Leider nicht…..seit diesen Montag geht es wieder los….wieder rennen Stundenlang in der Wohnung, Weitsprung, aufstampfen…ich kann nicht mehr….ich halte es nicht mehr aus. Ich habe keine Ahnung ob der Junge zurück ist oder ob jetzt die kleine Schwester anfängt!?…..Viele verstehen nicht das man solch einen Terror nicht dauerhaft ertragen kann. Und viele sagen ” einfach umziehen” Aber wenn man das nicht aus finanziellen Gründen kann? Es muss doch eineLösung geben? Das hier ist doch kein normaler Kinderlärm mehr? Überall stoße ich auf keinen Zuspruch oder Verständins für unsere doch täglich sehr belastende Situation….Wir sind auch keine Kinderhasser! Im Gegenteil sehr tolerant. Aber alles hat auch mal ein Ende! Es muss doch rechtlich Möglichkeit geben?

    • Mietrecht.org
      31.10.2023 - 19:38 Antworten

      Hallo,

      danke für Ihren ausführlichen und erschreckenden Beitrag. Sie sind bereits so tief im Thema und rechtlich beraten, dass ich Ihnen hier per Kommentar leider nicht wirklich helfen können werde.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Susanne
    13.04.2024 - 08:28 Antworten

    Hallo,

    Wir wohnen in einem 4 Parteien Altbau-Haus, in einer Eigentumswohnung. Alle Bewohner sind Eigentümer. Die Familie mit 3 Kindern 10-15 über uns machen permanent Krach. Nur wenn sie in der Schule oder im Urlaub sind ist Ruhe. Es geht bis 1 Uhr nachts mit Geschrei, fallenden Gegenständen, trampeln, rennen und eine Art Möbel rücken. Manchmal ist es so stark, dass wir aus dem Bett springen. Egal ob Wochenende oder unter der Woche. Die Eltern meinen, es ist wegen dem Altbau. Verständlich das Altbau hellhöriger ist, aber sind Eltern nicht in der Verantwortung die Kinder so zu erziehen, dass diese die Nachtruhe respektieren sollen?

    Was kann man in diesem Fall machen? Oder gar nichts?

    • Mietrecht.org
      14.04.2024 - 19:38 Antworten

      Hallo Susanne,

      wenden Sie sich an Ihren Hausverwaltung und prüfen Sie die Regelungen in der Hausordnung.

      Als Eigentümerin haben Sie leider nicht das Option der Mietminderung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Mina
    25.05.2024 - 21:50 Antworten

    Hallo,

    Ich wohne seit 5 Monaten in einem Neubau-Mehrfamilienhaus mit meiner 16-jährigen Tochter und meinem schwerbehinderten Sohn, der 12 Jahre alt ist. Mein Sohn ist Rollstuhlfahrer, Epileptiker und stark entwicklungsverzögert.

    Über mir wohnt eine Familie mit 3 Kindern (10, 8 und 1 Jahr alt). Die zwei älteren sind auch schwerbehindert mit lebensverkürzenden Krankheiten.

    Ich muss dazu sagen, die zwei behinderten Kinder sind bewegungsunfähig und das kleine Kind kommt durch Überforderung der Eltern nie raus.

    Seitdem ich hier eingezogen bin, ist Schlafen unmöglich. Mein Sohn weint nur noch. Selbst sonntags wird man mit der Familie wach und ich flüchte mit meinem Sohn nach draußen, da es einfach unmöglich ist, bei dem Geknalle und Lärm in der Wohnung zu bleiben.

    Ich war bei den Nachbarn und dort wurde ich angeschrien, und somit wurde es noch schlimmer.

    Außerdem denke ich, dass so einen massiven Lärm kein 1-jähriges Kind machen kann.

    Die ersten 4 Wochen nach dem Einzug musste ich mit meinem Sohn auf dem Sofa schlafen, da es leider nicht anders möglich war und mein Sohn durch ständiges Geklopfe nicht in seinem Bett liegen bleiben möchte.

    Meine Nerven liegen blank, ich selbst bin in psychologischer Behandlung deshalb.

    Mir ist auch aufgefallen, dass wenn der aggressive Mann (der Nachbar) nicht zuhause ist, es dann plötzlich wesentlich ruhiger ist.

    Was soll ich tun?

    • Mietrecht.org
      26.05.2024 - 08:34 Antworten

      Hallo Mina,

      eine sehr komplizierte Situation. Ich kann Ihnen leider nur den Rat geben, dass Sie sich zur Moderation bzw. zur Durchsetzung einer Mietminderung an Ihren Vermieter wenden.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

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