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Hausfriedensstörung durch Nachbarn – Was können Mieter tun?

Streit mit den Nachbarn, Ruhestörungen, Mobbing und Vandalismus — all das fällt unter den Begriff der Hausfriedensstörung. Mieter haben insoweit eine ganze Reihe von Rechten, um die Störung zu beseitigen. Angefangen mit den bekanntesten Mitteln wie der Beschwerde beim Vermieter und der Mietminderung bis hin zur Unterlassungsklage gegen den störenden Mieter. Doch was heißt das genau? Kann man vom Vermieter die Kündigung des Nachbarn verlangen? Darf man selbst kündigen, wenn die Hausfriedensstörung und Belästigung durch den Nachbarn zu viel wird?

Der nachfolgende Artikel erklärt für Mieter welche Handlungsmöglichkeiten Sie haben, wenn sie einer ständigen Hausfriedensstörung durch den Nachbarn ausgesetzt sind und wie weit diese reichen.

I. Was heißt Beachtung des Hausfriedens und Hausfriedensstörung?

Ist von der Beachtung des Hausfriedens die Rede, heißt das nichts anderes als dass man in einem Mietshaus in einem geordneten Miteinander leben soll. Rechtlich spricht man hier immer von dem Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme: Das bedeutet, dass sich jeder Mieter und Vermieter bei der Nutzung der Mietsache so verhalten sollte, dass er andere Mieter nicht über das unvermeidbare Maß hinaus beeinträchtigt. Oft sind einzelne Pflichten zur gegenseitigen Rücksichtnahme zwischen Mieter und Vermieter oder den Mietern untereinander in dem Mietvertrag und der Hausordnung geregelt.

Die Hausfriedensstörung liegt demnach immer vor, wenn ein Mieter oder Vermieter die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme verletzt. Das kann in verschiedenen Formen geschehen. Die typischen Fälle sind z.B. Ruhestörung, Streitigkeiten oder Tätlichkeiten zwischen den Mietern untereinander (Nachbarschaftsstreitigkeiten), lautstarke Familienstreitereien aus einer Wohnung, Geruchsbelästigung durch Müll oder Haustiere einzelner Mieter, Mobbing, Stalking etc.

II. Welche Beweise braucht man bei einer Hausfriedenstörung durch den Nachbarn?

Das kommt ganz darauf an. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll ein sog. Lärm- bzw. Störungsprotokoll zu führen, in dem man die einzelnen Hausfriedensstörungen mit Zeitpunkt, Dauer und Intensität dokumentiert. Außerdem ist es sinnvoll Zeugen oder auch Fotos bzw. Videos zu machen.

Es ist allerdings keine Pflicht bei jeder Hausfriedensstörung durch den Nachbar ein detailliertes Lärm- oder Störungsprotokoll zu führen, solange man im Streitfall alle Störungen nach Art, Intensität, Dauer und Häufigkeit beschreiben kann (vgl. BGH, Beschluss vom 21.02.2017, Az.: VIII ZR 1/16). Dabei reicht jede Art und Form von Beschreibung aus, solange daraus hervorgeht, um welche Art von Hausfriedensstörung es sich handelt, zu welcher Tageszeit sie stattfand und über welche Zeitdauer und in welcher Frequenz sie auftrat (BGH, Urteil vom 29. Februar 2012, Az.: VIII ZR 155/11).

III. Kann man vom Vermieter verlangen den Nachbarn zu kündigen?

Nein. Als Mieter hat man regelmäßig nur ein Beschwerderecht und kann den Vermieter damit zum Handeln zwingen. Was der Vermieter allerdings gegenüber dem Nachbar unternimmt der den Hausfrieden stört, unterliegt seiner freien Entscheidung. Entscheidend ist nur, dass die Störung beseitigt wird.

Anmerkung: Insoweit gibt es zwei  Ausnahmefälle, in denen Gerichte anders entschieden haben. Ein Mieter soll demnach die Kündigung des Nachbarn verlangen können, wenn alle anderen Handlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und insbesondere Abmahnungen und Unterlassungsurteile, nicht zur Wiederherstellung des Hausfriedens geführt haben (LG Berlin, Urteil vom 11.01.1999, Az. 62 S 290/98; AG Leipzig, Urteil vom , Az. 166 C 4360/18). Dies sind aber Einzelfälle und eine Rechtsprechung des BGH dazu ist noch nicht gefällt.

1. Beschwerderecht

Mietrechtlich ist es grds. so, dass man als Mieter von seinem Vermieter verlangen kann, dass er sich um die Sache kümmert und dafür sorgt, dass der Nachbar die Hausfriedensstörung unterlässt. Dieser Anspruch ergibt sich direkt aus dem Mietvertrag iVm § 535 Abs. 1 Satz 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), denn der Vermieter hat eine sog. Fürsorgepflicht gegenüber seinem Mieter. Er hat dem Mieter die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten. Das heißt, er muss den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gewährleisten und hat damit bei einer berechtigten Beschwerde eine Handlungspflicht.

Welche Handlungsmöglichkeit der Vermieter wählt, ist also allein seine Entscheidung und unterliegt seinem Ermessen. Als Mieter kann man lediglich eine Beschwerde wegen der Hausfriedenstörung durch den Nachbarn an den Vermieter richten. Hier bekommen Mieter eine Muster für eine Beschwerde: Vorlage Beschwerdebrief für Mieter: Störung des Hausfriedens.

Unternimmt der Vermieter nichts, obwohl er eine Beschwerde seines Mieters bzgl. einer Hausfriedensstörung durch den Nachbarn bekommen hat, kann man diesen Anspruch sogar gerichtlich einklagen. Alternativ kann man auch wegen eines Mangels der Mietsache durch die Hausfriedensstörung die Miete mindern oder selbst fristlos kündigen (s.u.).

2. Das kann der Vermieter tun

Der Vermieter hat bei einer Hausfriedensstörung durch einen seiner Mieter mietrechtlich die Möglichkeit diesen abzumahnen, die Unterlassung zu fordern nach § 541 BGB oder ggf. sofort zu kündigen nach §§ 543 Abs. 1, 569 Abs. 2 BGB. Für die Kündigungsmöglichkeit kommt es auf die Art und die Schwere der Hausfriedensstörung an. Unabhängig davon kann er auch erstmal das Gespräch mit dem Nachbarn suchen, um die Störung zu beseitigen.

Dazu mehr in: Abmahnung Mieter: Störung des Hausfriedens (Muster für Vermieter) und Muster für Vermieter: Kündigung wegen Störung des Hausfriedens.

IV. Darf man bei einer Hausfriedensstörung durch den Nachbarn die Miete mindern?

Ja das geht. Führt die Art und Schwere der Störung des Hausfriedens zu einem Mietmangel nach § 536 BGB, darf ein Mieter die Mietzahlung mindern.  Die Hausfriedensstörung ist dann ein Mietmangel, wenn dadurch die Tauglichkeit der Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch aufgehoben oder nicht nur unerheblich eingeschränkt ist.

Für die Höhe der Minderung kommt es ganz auf den Einzelfall an. So sah z.B. das AG Neukölln eine Minderung um 10 % bei Beschimpfungen durch den Hausmeister als angemessen an (Urteil vom 09.12.1982, Az.: 10 C 255/82). Der BGH fand bei störendem Kinderlärm zu den Ruhezeiten eine Mietminderung von 5 % gerechtfertigt (Urteil vom 22.08.2017, Az.: VIII ZR 226/16).

V. Wie kann man gegen den Nachbarn vorgehen?

Mieter untereinander können sich nicht abmahnen oder kündigen, aber sehr wohl die Unterlassung von Störungen bzw. deren Beseitigung verlangen. Das ergibt sich aus dem sog. Besitzschutzrecht nach § 862 BGB. Wird ein Mieter also durch die Hausfriedensstörung des Nachbarn in seinem Besitz gestört, darf er von dem Nachbarn die Beseitigung der Störung fordern und sogar auf Unterlassung klagen (AG München, Urteil vom 23.05.2017, Az.: 283 C 1132/17, LG Bonn, Entscheidung vom 06.10.2009 Az. 8 S 142/09).

Daneben können zwischen den Mieter auch Ansprüche aus dem Deliktsrecht nach § 823 BGB bestehen, wie z.B. Schadensersatz o.ä. bei unerlaubten Handlungen wie Beleidigungen, Tätlichkeiten oder Gewaltandrohungen (KG Berlin, Entscheidung vom 01.09.2003, Az.: 12 U 20/03).

VI. Kündigung wegen Hausfriedensstörung durch den Nachbarn möglich?

Ja, Mieter haben ein Recht zur fristlosen Kündigung wegen Störung des Hausfriedens gemäß § 569 Abs. 2 BGB. Danach kann jede Vertragspartei fristlos kündigen, wenn eine nachhaltige Störung des Hausfriedens vorliegt und die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist unter Abwägung aller Umstände des Einzelfalls unzumutbar ist.

Es muss sich also um eine Hausfriedensstörung durch den Nachbarn handeln, die

  • über einen längeren Zeitraum andauert (eine kurze Störung reicht wenn sie besonders erheblich ist und Wiederholungsgefahr besteht so dass KG Berlin, Entscheidung vom09.2003, Az.: 12 U 20/03).,
  • die Toleranzschwelle erheblich überschreitet und
  • nicht mehr dem Bagatellbereich zugeordnet werden kann.

Das ist z.B. der Fall wenn man von einem anderen Mieter so stark gemobbt wird, das Wohnen in der eigenen Wohnung nicht mehr zumutbar ist, weil man ständig zu Unrecht Beschuldigungen ausgesetzt ist und bedroht wird (LG Berlin, Entscheidung vom08.06.2006 Az.: 67 S 465/05).

Auch Straftaten gegenüber anderen Mietern oder die Androhung von Straften sind schwerwiegende Hausfriedensstörungen, die die fristlose Kündigung des betroffenen Mieters rechtfertigen.(LG München, Entscheidung vom 20.12.2005, Az.: 14 S 22556/05, AG Brühl, Entscheidung vom 21.12.2007, Az: 22 C 433/07).

VII. Zusammenfassung

Die Reaktionsmöglichkeiten für Mieter bei einer Hausfriedensstörung des Nachbarn sind vielfältig. Es sind unterschiedliche Voraussetzungen  zu beachten und  auch die Rechtswirkungen sind ganz verschieden: So zwingt man z.B. mit der Beschwerde beim Vermieter diesen zum Handeln gegen den störenden Nachbarn. Wohingegen man mit der Unterlassungsklage den Nachbarn, der den Hausfrieden stört, selbst zum Handeln zwingt. Überdies hat man als Mieter auch selbst die Möglichkeit zu kündigen.

31 Antworten auf "Hausfriedensstörung durch Nachbarn – Was können Mieter tun?"

  • Bernd
    21.01.2020 - 15:16 Antworten

    Kreissäge zum Holz sägen, Kettensäge im Garten, Hämmern, Bohren im Keller – all das „erledigt“ der Vermieter (!) zu Ruhezeiten seiner eigenen (!) Hausordnung, die er uns Mieter im gleichen Haus per Mietvertrag ausgehändigt hat. Kein Problem für ihn, seine lautstarken Arbeiten mittags zwischen 13 und 15 Uhr zu erledigen – das ist Alltag. Spricht man ihn drauf an, sagt er, ja das Wetter passe gerade so schön oder: ich hab halt gerade Zeit dazu.

    Kann man als Mieter wahrscheinlich nicht viel machen, oder?

    • Mietrecht.org
      23.01.2020 - 14:23 Antworten

      Hallo Bernd,

      ich würde um Rücksichtnahme bitten und versuchen anderen Mieter mit ins Boot zu holen. Ein hartes Vorgehen wie eine Mietminderung würde sicher das Verhältnis zerstören.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Dani
    19.03.2020 - 11:50 Antworten

    Guten Tag,
    wir sind eine etwas verzweifelte Hausgemeinschaft. Der Vermieter hat eine Räumungsklage eingereicht, die angeblich seit 8 Monaten beim Richter liegt und mehr könne man jetzt auch nicht machen. Die Dame hat Feuer gelegt, lässt ihr Essen anbrennen, bedroht Mieter, etc. Die Polizei ist ständig da. Sie bleibt manchmal über Nacht in der geschlossenen Abteilung. Der Betreuer kommt seinem Job nicht ordentlich nach. Wir trauen uns nicht mehr durch das Haus zu gehen (Mieterin wohnt im EG). Wir rufen jeden Tag mehrmals die Polizei. Wir geleiten uns gemeinsam durchs Haus, weil wir Angst haben, attackiert zu werden.
    Was können wir noch tun? Wir fühlen uns von der HV im Stich gelassen.

    • Mietrecht.org
      19.03.2020 - 17:37 Antworten

      Hallo Dani,

      schwierige Situation. Danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen. Ich kann dem Artikel oben leider nicht mehr hinzufügen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

    • Eva
      15.10.2020 - 08:31 Antworten

      Hallo Dani,
      wir haben einen sehr ähnlichen Fall. Die Person, die es betrifft hat ebenfalls eine Betreuung, mit der absolut nicht zu reden und nichts zu klären ist. Der Nachbar treibt seine Spielchen schon seit Jahren, auch Kinder waren in der geschädigten Wohnung über längere Zeit hinweg betroffen und nichts passiert. Über einen Austausch über euer Vorgehen wäre ich sehr froh und dankbar, immerhin habt ihr eine Räumungsklage erreicht! Auch bei uns macht die Hausverwaltung nichts und sieht gekonnt weg.
      Über eine Kontaktaufnahme via Mail, Facebook etc. wäre ich sehr froh!
      Liebe Grüße

  • Kennedy
    23.03.2020 - 20:17 Antworten

    Salut Zusammen,
    Wollte aus der Vermieterperspektive mal fragen. Wir vermieten seit 2 Jahren unsere Wohnung einer ordnungsgemäßer Familie, mit der wir sehr gut klar gekommen sind. Leider hat sich aber ein weiterer Eigentümer nicht über diese Tatsache gefreut und hat angefangen schon fast seit der Beginn der Vermieter meine Mieter zu beobachten, spionieren, fotografieren etc. und dann öffentlich und teilweise sehr frech sich bei der Familie und uns zu beschweren. Mehrmals haben wir zusammen mit der Familie versucht ihm auf höflicher Weise zu stillen (durch Gespräche, Emails, Vorschläge fürs Gemeinschaftlichen Treffen ets.), aber es hat nicht aufgehört. Letztlich: Nachbar ist so weit gekommen, dass er einen Anwalt beauftragt hat uns (Vermieter) zu erpressen, unsere Mieter zu mahnen oder gar rauszuschmeißen, worauf wir ein Status Quo eingeschaltet haben und unseren Anwalt zur Sache gezogen haben. Wegen der aktueller Situation haben wir uns verabredet fürs Treffen nach der Coronavirus Situation und alles in Ruhe zu besprechen. Mittlerweile hatte die Familie (Mieter) keinen Nerv mehr gehabt und haben somit gebetet fürs ordnungsgemäßiger Aufhebung des Mietvertrages, was wir in der Situation leider aber einsehen und annehmen müssen.
    Fuchhh… jetzt meine Frage (sorry für viel Text)))
    Wir wollen weiterhin die Wohnung vermieten, aber mit dem Nachbar wird die Situation sich wohl nicht besser klären, fürchten wir. Deswegen werden wir evtl aufgefordert selber wieder einzuziehen (uns kann er in dem Fall sowieso nichts anmachen, da wir die Hausordnung hin und auswendig befolgen) oder gar die Wohnung zu verkaufen. Aber der finanzieller Schaden, der durch alle diese Maßnahmen entstehen wird sicherlich in keinem Gericht uns gut gesprochen. Deswegen die Frage: gibts überhaupt Wege in der Situation dem Nachbar zum mindestens zu mahnen (ich rede nicht mal von anzeigen, da die Hoffnung zu mager ist) oder müssen wir damit jetzt leben und einfach sagen „dumm gelaufen für uns“?
    Ich freue mich über jeden Tipp und bedanke mich im Vorfeld bei allen. Bleibt gesund und noch schönen Abend.
    Grüße

    • Jacquelin Senk
      09.08.2020 - 18:53 Antworten

      Hallo Kennedy,

      dein Text ist schon etwas länger her, trotzdem hoffe ich, dass diese von Dir oder auch Herrn Hundt noch gelesen wird.
      Wir haben ein ganz ähnliches Problem, nur dass es sich um ein Reihenhaus handelt und nun schon die dritten Mieter, sogar bedroht werden. Lt. dem letzten Gespräch mit dem Anwalt haben wir als „nicht unmittelbar betroffene“ Vermieter keine Rechte. Das Problem müsste der Mieter selbst mit dem Nachbarn klären…ich kann gut verstehen, dass man als Mieter keine lust darauf hat und auszieht. Uns ist dadurch jedoch ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden, welcher uns bisher fast in die Insolvenz getrieben hat. Leider wird das Thema „Stress mit dem Nachbarn“ ausschließlich aus der Perspektive des Mieters beschrieben. Aber was kann ich tun um meine Mieter zu unterstützen und nicht zuletzt meine Mieteinnahmen zu sichern. Ich hoffe sehr auf eine Antwort, vielleicht kann man sich mal austauschen. Viele Grüße

  • R. König
    20.12.2020 - 00:34 Antworten

    Hallo, meine Eltern sind Ende 2013 in eine Wohnung gezogen und haben seitdem dort Ärger mit einem Mieter, der nach ihnen direkt unter ihnen eingezogen ist. Es fing an damit, dass dieser sich beschwerte, weil im Sommer ab un zu Blütenblätter aus den Blumenkästen meiner Eltern auf seine Terasse gefallen sind, die seiner Aussage nach, giftig für seinen Hund wären (kann ich nicht beurteilen). Meine Eltern wendeten sich an den Vermieter, ob dieser den anderen Mieter kontaktiert hat, weiß ich nicht, jedoch fing der Nachbar ein paar Monate oder Wochen später meinen damals über 70jährigen, kranken, Vater im Flur ab, drängte ihn in eine Ecke und fragte ihn, ob er ein Problem habe, ob er Probleme wolle. Ich war nicht dabei, aber meine Mutter erzählte mir, dass mein Vater weinend und zitternd wieder in die Wohnung zurückkehrte. Mein Vater ist im Dezember 2018 gestorben, 2019 bedrängte er dann meine Mutter irgendwann ähnlich im Hausflur. Stellte sich zwischen sie und den Treppenaufgang, beleidgte sie als fett, fragte, ob sie Probleme habe oder wolle, usw. Die Beleidungen gab es seitdem noch ein paar Mal, soweit ich weiß. Der Nachbar tritt meiner Mutter ggü. immer äußerst aggressiv auf. Zuletzt hatte meine Mutter sich bei Amazon etwas bestellt (leider aus China) und sie hat ihre Lieferung nie erhalten. Der Paketdienst, der dabei in Deutschland benutzt wurde, war mir völlig unbekannt, jedoch hatte meine Mutter keine Karte im Briefkasten, oder ähnliches, daher liegt die Vermutung nahe, dass das Paket bei einem Nachbarn abgegeben wurde und nie bei meiner Mutter ankam. (Zugegeben, nicht nachweisbar, dass es der Nachbar war). Leider wurde bei dem Paketdienst online nicht angegeben, wo es abgegeben wurde, nur das. Neuerdings klingelt der Nachbar nach Lust und Laune bei meiner Mutter. Mal nachts, wenn er zur Arbeit fährt(?) oder heim kommt(?) und heute über den Tag allein 5 mal. Ich habe meine Mutter nur angewiesen ein Protokoll über die VOrfälle zu führen. Nach dem Vorfall mit meinem Vater war ich mit ihm bei der Polizei, die sagte, sie könne nichts tun, wir sollten uns an einen sogenannten Amtsmann(?) oder so von der Stadt wenden, der in solchen Fällen vermittelt, meine Eltern waren damals (und meine Mutter ist es inzwischen noch weniger) nicht bereit sich mit dem Nachbarn an einen Tisch zu setzen. Gibt es noch irgendwas, was ich meiner Mutter raten kann? Es bricht mir das Herz sie damit leben zu sehen. Der Nachbar achtet natürlich darauf, dass diese Vorfälle nur geschehen, wenn niemand sonst im Flur ist.

    • Mietrecht.org
      22.12.2020 - 08:49 Antworten

      Hallo R. König,

      danke für Ihren Beitrag. Schwierig. Protokoll führen, Zeugen suchen und das Ganze dann mindestens an den Vermieter weitergeben. Ggf. rechtfertigen die Vorfälle eine Mietminderung.

      Insgesamt macht die schlechte Beweisbarkeit die Sache kompliziert.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Dennis K.
    02.03.2021 - 18:50 Antworten

    Guten Tag,

    ich wohne in mit meiner Frau und meinem Sohn (15 Mionate) in einer größeren Mietanlage mit vielen Kindern. Das Gebäude selbst, in welchem wir wohnen, hat 6 Haushalte.

    Seitdem mein Sohn robben kann (kann mittlerweile krabbeln) fühlt sich die Nachbarin über uns massiv durch die Lautstärke des krabbeln gestört und poltert quasi mit Absicht gegen diese „Lautstärke“.
    Im Mietvertrag ist ganz klar geregelt dass gegenseitige Rücksichtnahme, insbesondere gegen Kinder, zu nehmen ist. Zwei erfolglose Kontaktaufnahmen mit der Nachbarin waren erfolglos. Beim ersten mal konnte ich noch mit ihr sprechen aber es „hat sie nicht interessiert“ ich soll meinen Sohn doch nicht in der Wohnung toben lassen sondern wenn dann auf einem Teppich. – Ergo = Anketten.

    Der Vermieter kann/will nichts unternehmen, da das gepolter nicht eindeutig der Nachbarin zugeordnet werden kann. Aber da nur der Nachbar ganz oben und wir dieses gepolter hören, die Nachbarin unter uns aber nicht mehr ist es mehr als eindeutig.

    Kann ich da mit Mietminderung etwas machen? Da wir uns belästigt/genötigt fühlen verbieten wir unserem Sohn mittlerweile alles, nur damit er leise ist. Das kann doch nicht sein! Er ist noch klein und versteht noch nicht leise zu sein.

  • Kim F.
    15.03.2021 - 14:50 Antworten

    Halli Hallo Miteinander,

    Ich würde euch gerne mal ein Problem von Freunden schildern. Vielleicht hab ihr da ja nen Lösungsvorschlag.

    Meine Freunde sind beide erkrankt. Sie hat MS und den Behinderungsgard 4 (100%) und er hat mehrere Bandscheibenvorfälle hinter sich.

    Nun wohnt unter den Beiden ein Herr, welcher seid der Coronakriese permanent das Wasser aufdreht. Ansich ist das ja vollkommen OK, aber die Lautstärke, welche bei den Beiden fast 24h täglich herrscht, klingt nicht nach einer normalen Wasserleitung.
    Sobald der Hausmeister oder Besuch im Haus ist, ist es ruhig, sind alle weg, ist es wieder laut.
    Ich selber habe es schon des Öfteren mitbekommen, da ich meine Schuhe schon im Hauseingang ausziehe und somit in die Wohnung schleiche.
    Und ja, ich kenne mich ein wenig mit Baugegebenheiten aus, da ich selber im Baugewerbe tätig bin.

    Die Hausverwaltung will nix unternehmen, da der Hausmeister sich bei dem Herren ja ankündigen muss und es dann natürlich leise ist.

    Meine Freunde sind mittlerweile super verzweifelt, da sie keinen Schlaf mehr bekommen und der Schlaf für ihre Gesundheit super wichtig ist.

    Lärmprotokoll wird geführt, aber von der Hausverwaltung ignoriert.

    Habt ihr da zufällig ne Idee?

    Liebe Grüße aus dem schönen Norden.

  • Peter Dischner
    26.04.2021 - 16:47 Antworten

    Hallo zusammen,
    habe die Kommentare gelesen und möchte hiermit einen Beitrag aus unserem Mietshaus beitragen.

    Also ich bin seit 30 Jahren als Mieter in einem 9 Parteien Haus und bisher war das Mietverhältnis Ok, aber im Jahre 2018 zog im Erdgeschoss ein Frau mit ihrem Lebensgefährten ein, was eigentlich als normal nachbarschaftlich begann.
    Ich habe mir auf Grund meiner Herz-Op eine elektrsche Seilwinde am Balkon angebracht um meinen Einkauf in den 4 Stock ohne Aufzug, hoch zu ziehen. Anfang fanden sie die Idee noch als genial, aber im August 2019, zeigten sie ihr wahres Gesicht, als ich an einem Samstag nach einem schönen Grillabend nach Hause kam und die Kühlbox mit Frischfleisch hoch zog um einen Verderb des Fleisches zu verhindern.
    Die Frau kam wie von der Tarandel gestochen aus ihrer Wohnung gestürmt und beschimpfte mich sofort mit Drecks… und Arschl…. Wir d.h. meine Lebensgefährtin und ich merkten sofort, daß die Frau stark alkaholisiert war und schenkten dem Vorfall keine Bedeutung zu, denn am nächsten Morgen, grüßte sie uns, als wäre nichts geschehen.
    Am 28.08,2019 kam mein Vermieter auf mich zu und meinte, dass wir betrunken, krölend und schwankend mit Stürzen durch das Haus poldern würden. Was wir vehemend verneinten und eine Gegenüberstellung mit der Frau aus dem Erdgeschoß verlangten, was der Vermieter mit den Worten abatat „brauchen wir jetzt einen Staatsanwalt oder wollen wir die Angelegenheit jetzt personalisieren?“.
    Zwischen zeitlich waren wir jetz schon 2 mal vor Gericht und haben auch gerichtlich einen Erfolg erreicht, da der Vermieter auf eine Entfernung der Seilwinde klagte (obwohl er mir die Erlaubnis mündlich gab).
    Das ging soweit, dass die Frau, wenn wir nicht Zuhause waren, in den 4 Stock hochkam und Bilder von meinem Balkon gemacht hat, oder aus ihrem Fenster Fotos gemacht hat, wenn ich meinen Einkauf hochzug und diese dann dem Vermieter zukommen lies.
    Bei Begegnungen im Haus z.B. mit dem Lebensgefährten der Frau, muss ich mir anhören, „was schaust Du so blöd“ .
    Ich forderte meinen Vermieter über meinen Anwalt schon 2 mal auf, die Frau aufzufordern dieses zu unterlassen.
    Im August 2020 zog ein junger Mann direkt über der Frau ein, was zur Folge hatte, dass er nach 2 Monaten von der Frau bezichtigt wurde, dass sein Staubsauger zu laut sei und wenn er durch seine Wohnung geht extra laut auftreten würde.
    Die Frau hat anscheinend eine Standleitung zum Vermieter und ruft ständig an, wenn gesaugt wird oder angelblich eine Party in der Wohnung stattfindet, obwohl der junge Mann überhaupt nicht hier ist, sodern nachweislich im Urlaub ist.
    Jetzt vergangen Donnerstag also am 22.04.21, war meine Lebensgefährtin im Hof und unterhielt sich mit dem Jungen Mann, welcher auf seinem Balkon war, plötzlich stürmte die Frau wieder aus ihrer Wohnung und beschimpfte und betitelte meine Lebesgefährtin mit ihrer Fäkalsprache und übelsten Beleidigungen und den jungen Mann bedrohte sie mit den Worten „Du wirst brennen zeigte mit dem Finger auf ihn und dann zeigte sie mit den Finger auf mich im 4 Stock auf dem Balkon, und Du kommst auch noch dran“.
    Was zur Folge hatte, dass wir alle 3 eine Anzeige wegen Bedrohung und Beleidigung bei der Polizei stellten.
    Da das Mietverhältnis so zerüttet ist, suche ich bereits seit längeren eine bezalbare Wohnung im Großraum Nürnberg.

    Vielleicht hat jemand einen Rat, wie man die Frau in Schach halten kann oder mir einen Tipp für eine Wohnung geben?

    Viele Grüße aus Nürnberg

    Peter

    • Mietrecht.org
      26.04.2021 - 18:30 Antworten

      Hallo Peter,

      danke für das Teilen Ihrer unschönen Erfahrungen. Ich hoffe die Sache wird gut für Sie ausgehen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Peter Dischner
        27.04.2021 - 12:16 Antworten

        Was ich gestern noch vergessen habe, ist folgendes, dass der Lebensgefährte der Frau vom Vermieter als offizieller Hausmeister eingesetzt wurde und dieser jetzt meint er könne sich alles herausnehmen wie schon erwähnt „was schaust du so blöd“.
        Vielen Dank für die Glückwünsche, die kann ich dringend gebrauchen, da ich an meiner Wohnung keine Freude mehr habe.
        Peter

  • Oliver
    19.05.2021 - 07:13 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,
    ich bin Vermieter in einem Mehrparteienhaus, wohne aber selbst nicht dort. Seit einem Januar 2020 habe ich meine Wohnung im 1. Stock an ein Paar vermietet. Seit April 2020 beschweren sich meine Mieter über die im Erdgeschoss lebenden Eigentümer einer Eigentumswohnung. Demnach käme es zu Belästigungen und unzutreffenden Anschuldigungen durch die unter den Mietern wohnenden Eigentümer.
    Mal werden Zigarettenkippen vor der Wohnung gefunden, mal eine zerrissene Zeitung, mal Zigarettenkippen im Briefkasten gefunden, o. ä. Beschimpfungen vom Garten der Eigentümer aus zu unseren Mietern auf dem Balkon gehören wohl auch dazu.
    Demgegenüber sind über die Hausverwaltung jedoch auch schon Beschwerden über unsere Mieter an uns herangetragen worden. Hierbei handelte es sich um Ruhestörungen und Abstellen von Mülltüten im Hausflur. Diesbezüglich habe ich unsere Mieter auf Einhaltung der Hausordnung hingewiesen.
    Gegenüber den beschwerdeführenden Eigentümern bin ich als Vermieter erst einmal nicht direkt tätig geworden. Ich habe lediglich die Beschwerden meiner Mieter an die Hausverwaltung weitergeleitet und diese hat einen Aushang im Haus veranlasst, der auf die Einhaltung der Hausordnung hinweist.
    Mit gestriger Email kündigen mir meine Mieter nun eine 10-%ige Mietminderung an, sofern die Belästigungen gegen sie nicht aufhören.
    Muss ich mir dies als Vermieter gefallen lassen?

    • Mietrecht.org
      19.05.2021 - 07:29 Antworten

      Hallo Oliver,

      der Mieter muss den genauen Grund für die Mietminderung benennen und die Minderung in einer angemessenen Höhe vornehmen. Entscheidend ist hierbei in der Regel bestehende Rechtsprechung für ähnliche gelagerte Fälle. Der Mieter kann grundsätzlich auch die Miete mindern, ohne das Sie als Vermieter den Mangel zu vertreten haben. Ob ein Grund für eine Mietminderung vorliegt, kann ich leider nicht einschätzen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Bernhard Moddemeyer
    12.06.2021 - 11:26 Antworten

    Hallo zusammen,
    seit Jahren habe ich Probleme mit dem Nachbarn unter mir wegen einem zu lauten Fernseher. Der Fernseher läuft bei ihm von morgens bis tief in die Nacht. Selbst mit Ohropax in den Ohren hört man ihn noch und kann nicht schlafen. Bis jetzt war immer die Hausverwaltung oder der Hausmeister bei ihm 1 – 2 Mal und dann war wieder Ruhe für ein halbes Jahr. Nun stellt sich die Hausverwaltung aber queer und will nicht weiter helfen, sie sagen sie könnten nichts machen. Welche Möglichkeiten habe noch, da er auf mich überhaupt nicht reagiert.

    Viele Grüße

    Bernhard Moddemeyer

    • Mietrecht.org
      12.06.2021 - 19:47 Antworten

      Hallo Bernhard,

      grundsätzlich besteht bei Ruhestörungen durch einen Nachbarn die Möglichkeit die Miete zumindest – es scheint ja ein Mangel vorzuliegen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Bernhard Moddemeyer
        13.06.2021 - 16:19 Antworten

        Miete mindern sollte man dann einen Anwalt hinzunehmen oder in einen Mieterverein gehen? Kann man sonst noch etwas machen, ich meine der Vermieter hat ja dafür zu sorgen das die Hausordnung eingehalten wird?. Hat bis jetzt ja auch immer geholfen für ein halbes Jahr nur stellen die sich jetzt queer.

        MfG

        Bernhard Moddemeyer

        • Mietrecht.org
          14.06.2021 - 12:53 Antworten

          Hallo Bernhard,

          grundsätzlich können Sie eine Mietminderung auch alleine vornehmen – wenn Sie sich unsicher sind, ist der Weg zum Anwalt oder Mieterverein empfehlenswert.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Regina Bensch
    15.06.2021 - 15:16 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    Meine Sache wird ihnen banal vorkommen. Wir mein Mann und ich wohnen seit 21 Jahren in der Mietwohnung und hatten ein super Verhältnis zu unseren Nachbarn, wir haben viel gemeinsam unternommen und uns gegenseitig geholfen. Im Jahr 2017 bekam mein Mann einen Infarkt mit Herzstillstand, er konnte gottseidank reanimiert werden. Da spürte ich schon das sich das Verhältnis etwas abkühlt. Im Jahre 2018 verlor mein Mann ein Bein durch Durchblutungsstörung dann begann das Drama mit den Nachbarn, anfangs haben sie noch gut geholfen meinen Mann die 7 Stufen runter zu bekommen. Für mich als 75 Jährige war das mehr als ein Schock mein Mann jetzt 71 Jahre sicherlich noch mehr. Jedenfalls hieß es plötzlich wir hätten schlecht über Sie geredet und sie möchte nichts mehr mit uns zu tun haben auf meine Frage was ich geredet haben soll antwortete die Nachbarin das sage ich nicht!!! So nun zum Punkt Sie hat unter unseren Toilettenfenster eine Bank stehen über die vor längerer Zeit bei uns eingebrochen wurde, mein Mann konnte den Dieb fast am Bein erwischen, heute könnten wir uns nicht mehr wehren, dann wird auf der Bank geraucht das zieht alles in Bad und ins Schlafzimmerfenster bei schönen Wetter kann ich die Fenster nicht öffnen, da mein Mann zur Toilette eine Rampe hat uns somit einen ca. 10 cm hohen Spalt unter der Tür hat wo der ganze Rauch in die Wohnung zieht, da mein Mann schwer Herzkrank ist rauchen wir seit 2017 nicht mehr. Außerdem haben wir einen Wäscheplatz den die Nachbarin für sich alleine in Anspruch nimmt, so das ich meinen schweren Wäschekorb bis ganz nach hinten muss, da sie vorne alles für sich belegt. Sie hängt auf den ersten 8 Leinen links ihre Wäsche auf und auf der rechten Seite spannt sie über alle 8 Leinen einen Sonnenschirm bzw, einen Baldachin aus Stoffplanen. Mehrere Versuche Meinerseits wenigstens ein einigermaßen normales Nachbarschaftsverhältnis aufrecht zu erhalten lehnte sie ab. im Gegenteil Sie beschimpfte mich auf unflätige Weise, ich traue mich kaum noch aus dem Haus, schlafe kaum noch und habe heftige Magenschmerzen, da ich wirklich nicht weiß was ich so böses gesagt haben soll, zumal ich hier kaum mit jemanden rede, das zehrt an mir und macht mich krank. Dann bleibt bei schönen Wetter die Haustür auf so das jeder Fremde hier ins Haus und in den Keller kann. Die Vermieterin findet das alles ok so.

    • Mietrecht.org
      15.06.2021 - 19:20 Antworten

      Hallo Regina,

      schwierig. Ich würde den Vermieter um Hilfe bitten… er kann Regeln aufstellen, die das Zusammenleben ermöglichen. Ansonsten bleibt ggf. noch die Möglichkeit einer Mietminderung – wobei ich hier wenig Raum für eine Minderung der Miete sehe.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sven Kuhne
    24.06.2021 - 09:52 Antworten

    Hallo,

    ich wohne an einem Hang (Entfernung ca. 5-10 m) im 1. OG als Mieter. Die EG-Bewohner (Eigentümer) bewirtschaften den Hang (Garten) widerrechtlich, da es hierfür kein SNR gibt. Der Hang war von Anfang an (1991) mit pfleglosen Bodendeckersträuchern bepflanzt, um einer Nutzung entgegen zu wirken. Die Sträucher wurden entfernt und durch diese nunmehrige regelmäßige Begehung des Hanges, fühle ich mich in meiner Wohnung permanent ausgespäht, da man vom Hang aus direkt horizontal auf kurze Distanz meine Wohnung einsehen kann. Ich kann dem nur durch Schließung der Rollläden entgehen. Ein Gespräch ist nicht mehr möglich, die Fronten sind verhärtet. Ich sehe hierin eine Besitzstörung und eine Verletzung meines APRs, auch Art. 13 GG sehe ich u. U. verletzt. Der Weg über den Vermieter verspricht auch keine Besserung, da dies im Falle von von diesen EG-Bewohnern ausgehender Tabak-Rauchbelästigung, auch keinen Erfolg brachte. Sie Rauchen rücksichtslos weiter (Klage ist anhängig).

    Gibt es Möglichkeiten, die ich als Mieter direkt ergreifen kann, um mich vor einer Nutzung des Hanges zu schützen?

    Danke und beste Grüße,
    Sven

    • Mietrecht.org
      24.06.2021 - 10:11 Antworten

      Hallo Sven,

      danke für Ihren Beitrag. Ich kann Ihnen in der Sache leider nicht weiterhelfen. Ggf. hilft Ihnen einen individuelle rechtliche Einschätzung durch einen Anwalt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Dorfkind
    27.06.2021 - 14:05 Antworten

    Hallo zusammen, wir wohnen in einem 4 Parteienhaus in einer sehr ruhigen Gegend mit überwiegend jungen Leuten. Unsere Nachbarn unter uns haben ein kleines Kind, welches penetrant laut ist. Abgesehen vom lauten spielen im Garten (was ein Kind ja auch machen soll!) hört dieses permanent rund um die Uhr. Teilweise wird morgens im Garten über 20m diskutiert oder Blockflöte gespielt, sodass ein ausschlafen im Urlaub nicht möglich ist. Zudem arbeite ich zur Zeit mobil. Dies beeinträchtigt die Konzentration. So gesehen kann man immer nachverfolgen in welchem Raum sich die Nachbarn befinden, da entweder laut getrampelt wird, gegen die Wand gehämmert wird oder geschrien wird.

    Stinkender Müll mit Windeln werden teilweise im Flur gelagert, damit jeder was davon hat.

    Ich möchte dem Kind nichts verbieten, aber es zerrt an den Nerven. Kontaktaufnahme führte ins Leere. Nachbarn und Vermieter kennen sich sehr gut, da sie aus dem gleichen Dorf kommen. Ist hier der Auszug der einzige Ausweg?

    • Mietrecht.org
      28.06.2021 - 10:16 Antworten

      Hallo Dorfkind,

      es ist kompliziert. Kinderlärm bringt große Hürden mit sich (bis zur Mietminderung). Müll im Treppenhaus ist unschön und kann eigentlich nur über den Vermieter geahndet werden.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sebastian
    19.07.2021 - 00:09 Antworten

    Kann bzw. muss der Vermieter auch dann helfen, wenn die Ruhestörung vom Nachbargebäude kommt? Uns (sehr nah) gegenüber im Innenhof wurden neue Wohnungen gebaut. Ein Paar zeigt sich besonders rücksichtlos: Laute Musik und laute Gespräche, Grillpartys bis tief in die Nacht, alle zwei-drei Tage).

    Danke und Grüße
    Sebastian

    • Mietrecht.org
      19.07.2021 - 11:19 Antworten

      Hallo Sebastian,

      beim Thema Mietmangel und Mietminderung kommt es nicht auf ein Verschulden des Vermieters an. Das heisst, eine Mietminderung ist z.B. auch denkbar, wenn das Nachbarhaus saniert wird.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Corinna Carina Lampka
    26.09.2021 - 21:20 Antworten

    Hallo

    Ich / wir und ¾ vom Haus haben eine Problem mit einem Nachbar und das seit Jahren wohl. Wir und eine andere Nachbarin sind seit 1.12.2020 in diesem Haus und es gab immer nur Theater mit einem Nachbar also drohen,anpöpeln oder das er seinen Hund auf uns hetzen wird ist schon fast täglich bis jetzt endlich eine Anzeige erfolgte und der Nachbar bei uns in den wäschekorb ( stand im trocken keller) gekotet hatte und meine Kleidung als Toilettenpapier benutze . Der Vermieter macht nichts dagegen sie sagen nur wir sollen abwarten

    Drohen tut er aber allen auch fremden Leuten mit Kindern

    Da ich in der 20 Woche schwanger bin habe ich mittlerweile sehr Angst dort zu wohnen das was meinem Kind und mir was passieren könnte

    Darf ich fristlos kündigen?

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