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Vermieter will neuen Mietvertrag abschließen – Was tun als Mieter?

Die Wohnung oder das Haus wurde modernisiert und nun will der Vermieter einen neuen Mietvertrag absschließen. Oder vielleicht soll der Vertrag geändert werden, um ihn dem neuen Mietrecht oder der aktuellen Rechtsprechung zu Schönheitsreparaturen und Co. anzupassen. Was der Vermieter auch für einen Grund angibt, das Verlangen ist immer das Gleiche: Der Vermieter will einen neuen Mietvertrag abschließen. Ob das sinnvoll ist, kommt immer auf den Einzelfall an. Mieter sind jedenfalls nicht verpflichtet, einer Änderung der mietvertraglichen Vereinbarungen zuzustimmen.

Lesen Sie im nachfolgenden Artikel, was Sie als Mieter tun können und vor allem tun sollten, wenn der Vermieter eine Änderung des Mietvertrages will. Hier bekommen Mieter Tipps für den Fall dass ihr Vermieter einen neuen Mietvertrag abschließen will.

1. Tipp: Keine Eile: Kein Einseitiges Änderungsrecht beim Mietvertrag

Lassen Sie sich als Mieter nicht drängen. Der Mietvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag dessen Regelungen nicht einseitig von dem Vermieter geändert werden können. Wollen Vermieter einseitig Änderungen vornehmen wie z.B. die Miete oder die Nebenkosten erhöhen stehen Ihnen dafür im Mietrecht genügend rechtliche Möglichkeiten nach dem Gesetz offen. So z.B. die Mieterhähung auf dei ortsübliche Vergleichsmiete, die Mieterhöhung wegen Modernisierung oder die Anpassung der Nebenkosten.

Ein Mietvertrag muss nie unbedingt geändert werden —weder wegen eines Eigentümerwechsel noch wegen des Alter des Vertrages. Ein Vermieterwechsel z.B. setzt nach dem Gesetz keinen neuen Mietvertrag voraus Hier gilt der Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete“ aus § 566 BGB. Der Mietvertrag bleibt gültig.

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema: Neuen Mietvertrag bei Vermieterwechsel abschließen?

2. Tipp: Grund für Änderungswunsch herausfinden: Entwurf schicken lassen

Wenn Vermieter den Mietvertrag ändern wollen, dann hat das meist den Grund, dass sie etwas wollen, das nach dem Gesetz einer speziellen vertraglichen Vereinbarung bedarf die aber (noch) nicht vorliegt.

So z.B. wenn der Vermieter etwa nach einer Modernisierung damit verbundene neue Nebenkosten auf den Mieter umlegen will, die aber noch nicht bei der bestehenden Umlagevereinbarung enthalten  sind. Ist das der Fall, bedarf es nach dem Gesetz einer sog. mietvertraglichen Öffnungs- bzw. Ergänzungsklausel, die eine Umlage neuer Nebenkosten zulässt.  Der Mieter wird  hinter diesem Grund dann gerne zu einem neuen Mietvertrag gedrängt, um zukünftig auch die neuen Nebenkosten abwälzen zu können.

Ein anderer, gern genannter, Grund ist die Anpassung des Vertrages an gesetzliche Regelungen. Das ist nicht notwendig, denn Klauseln, die nach neuer Rechtsprechung unwirksam sind, gelten dann „automatisch“ zu Gunsten des Mieters nicht (mehr). Mit einer „Anpassung“ lässt sich der Mieter dann nur Verpflichtungen auferlegen.

Letztlich ist auch die Miete selbst oder die Art der Nebenkostenumlage — Vorauszahlung oder Pauschale — ein beliebter Änderungsgegenstand. Lassen sich Mieter hier z.B. darauf an an Stelle der bisherigen Nebenkostenpauschale nun eine Nebenkostenvorauszahlung zu zahlen, müssen Sie damit rechnen zukünftig unter Umständen Nebenkostennachzahlungen zu leisten und steigende Nebenkosten in Kauf zu nehmen.

Mieter sollten versuchen diesen „wirklichen“ Grund herauszufinden und sich dafür den neuen Vertragsentwurf schicken lassen. Im besten Fall lassen Sie einen Anwalt den Vertrag prüfen und sich die Vor- und Nachteile zu dem bestehenden Vertrag erklären.

Lassen Sie sich auch nicht durch eine neue geringere Miete täuschen, meist wird dies in irgeneiner andern Weise im Vertrag kompensiert; wie z.B durch den Verlust besondere Nutzungs- oder Wohnrechte, eine Erweiterung der Kündigungsmöglichkeit o.ä.

Selbstverständlich gibt es auch Fälle in denen ein neuer Mietvertrag oder eine Änderung Sinn macht, wie z.B. bei einer Vertragsübernahme durch einen Nachmieter oder einen Mieterwechsel in einer WG. In diesen Fällen geht der Wunsch einen neuen Vertrag abzuschließen allerdings regelmäßig nicht von dem Vermieter sondern dem Mieter aus. Dazu können Sie hier weitere informationen nachlesen: Ratgeber: In Mietvertrag eintreten / Mietvertrag übernehmen

3. Tipp: Überlegungszeit nehmen und im Zweifel ablehnen

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zur Prüfung des Vertrages und um abzuwägen, ob ein neuer Vertrag für Sie als Mieter Sinn macht. Leider ist es oft ein Zeichen dafür, dass der Vermieter die Rechtsposition des Mieters verschlechtern will, wenn er auf einen neuen Mietvertrag drängt. Sind Sie sich nicht sicher, lehnen Sie im Zweifel besser ab. Der Vermieter kann Sie als Mieter nich köndigen, wenn Sie sich nicht mit einer Vertragsänderung einverstanden erklären.

4. Fazit

Wie bei allen Vertragsverhandlungen gilt auch gegenünber Ihrem Vermieter: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Lassen Sie sich daher nicht dazu drängen, einen neuen Mietvertrag abzuschließen ohne die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu kennen. Empfehlenswert ist meist immer die Änderung abzulehnen und scheuen Sie nicht einen Anwalt für Mietrecht zu fragen, der Ihnen eine professionelle Einschätzung geben kann.

37 Antworten auf "Vermieter will neuen Mietvertrag abschließen – Was tun als Mieter?"

  • Carola Huber
    25.08.2020 - 17:12 Antworten

    Mein Vermieter will zu Dezember 2020 den Mietvertrag ändern. Von normalen Mietvertrag zu Einen Mietvertrag mit Staffelmiete. Muss ich diesen zustimmen?

    Mit freundlichen Gruß
    H.C

    • Mietrecht.org
      26.08.2020 - 07:58 Antworten

      Hallo Carola,

      Änderungen am Mietvertrag können nur mit Einwilligung des Mieters und Vermieters vorgenommen werden.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Khalida Nabo
    14.10.2020 - 08:16 Antworten

    Hallo,

    Mietverträge sind beiderseits abhanden gekommen und eine Änderung hat beim Mieter stattgefunden: Trennung und neue Lebensgefährtin ist eingezogen. Ich muss einen neuen Mietvertrag aufstellen. Datiere ich das Datum zurück oder das “heutige” Datum angeben?

    Liebe Grüsse

    • Mietrecht.org
      14.10.2020 - 18:51 Antworten

      Hallo Khalida,

      wenn Sie heute einen Vertrag abschließen, dann entsprechend mit dem Datum von heute.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Hanna Staiger
        24.02.2021 - 10:33 Antworten

        Mein Vermieter hat das Haus seinen 2 Tõchtern ùberschrieben. Sie wohnen im Haus, in dem ich und 3 weitere Parteien zur Miete wohnen. Nun möchten die neuen Eigentümer uns einen neuen Mietvertrag geben. Die Miete soll um 20 Prozent erhöht werden, was OK ist. Wir sind nicht an der ortsüblichen Obergrenze. Allerdings sollen weitere Dinge verändert werden, Anteil Gartenbenutzung, den wir nie benùtzen, Nur die Tõchter, Gras mähen, ….
        Ich mõchte keinen neuen Mietvertrag. Die Mieterhõhung akzeptiere ich, da es gesetzlich so geregelt ist. Kann ich nur einen Nachtrag mit der Mieterhõhung verrlangen? wie viel Zeit habe ich, zu entscheiden? Kann ich wegen Eigenbedarf gekùndigt werden? Ich wohne seit September 2017dort zur Miete.
        Mfg H.S.

        • Mietrecht.org
          24.02.2021 - 18:06 Antworten

          Hallo Hanna,

          Sie müssen keinen neuen Mietvertrag unterschreiben. Eine Mieterhöhung hat eine gesetzliche Form und auch hierfür ist kein neuer Mietvertrag nötig.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

      • Corina
        17.09.2021 - 20:00 Antworten

        Hallo,

        Meine Mitbewohnerin ist ausgezogen. Mein Vermieter hat den sogenannten „Aufhebungsvertag“ von ihr unterschieben und war einverstanden. Jetzt will er einen neuen Mietvertrag aufsetzen? Muss ich den zustimmen?

        • Mietrecht.org
          18.09.2021 - 14:18 Antworten

          Hallo Corina,

          sofern nur ein Mieter entlassen wurde, besteht der aktuelle Vertrag fort und es gibt keinen Grund einen neuen Vertrag aufzusetzen. Ist der ganze Vertrag ausgehoben worden, benötigen Sie einen neuen Vertrag.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

          • Rosemarie Kutsche
            12.04.2022 - 09:23

            Das Haus, in dem ich als Mieter 18 Jahre wohne, wurde verkauft mit meinen Gartenmöbeln (Rasenmäher, Heckenschere, Spaten etc.)und meiner von mir gekauften Einbauküche.
            Der neue Besitzer des Hauses sagt: Das gehört jetzt alles ihm.
            Ich bin im Besitz aller Rechnungen.
            Meine Frage: darf der Verkäufer des Hauses meine Geräte verkaufen
            Herzl. Grüße
            Rosemarie

          • Mietrecht.org
            13.04.2022 - 23:09

            Hallo Rosemarie,

            Ihre ehemaliger Eigentümer kann nicht Ihr Eigentum verkaufen. Belegen Sie anhand von Kaufnachweisen Ihr Eigentum an den Gegenständen.

            Viele Grüße

            Dennis Hundt

  • Regine Schöniger
    30.10.2020 - 16:26 Antworten

    In unserer Miete ist eine Garage einbegriffen! Heute bin ich vom Hausverwalter angesprochen worden ,ob ich unsere Garage abgeben würde , 50€ würde dann unsere Miete günstiger sein !
    Jetzt muss aber unser alter Mietvertrag geändert werden weil die Garage aus dem alten Mietvertrag genommen werden muss !

    Ich brauche unsere Garage nicht mehr und habe mündlich zugesgat ,aber nur bei einer Mietänderungsvertag das was die Garage heute kostet, herausgenommen wird !
    Wer kann den meinen neuen Mietvertag wegen Clausel prüfen ?

    mfg. Regine Schöniger

    • Mietrecht.org
      01.11.2020 - 12:06 Antworten

      Hallo Regine,

      lassen Sie den alten Mietvertrag unverändert und nehmen Sie die Garage per Nachtrag aus dem Mietvertrag.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Irene
    26.01.2021 - 17:31 Antworten

    Ich bewohne seit ca 20 Jahren eine Wohnung mit Pauschalmiete inclusive Nebenkosten ohne Mietvertrag . Nun hat der Hausbesitzer gewechselt und möchte einen Mietvertrag machen und hat im Entwurf 40% mehr Miete zzgl. einer Nebenkosten Vorauszahlung genannt.
    Muss ich darauf eingehen ? Welche Möglichkeiten habe ich zu widersprechen.

    • Mietrecht.org
      26.01.2021 - 20:54 Antworten

      Hallo Irene,

      Sie sind nicht gezwungen Ihren bestehenden Mietvertrag zu verändern.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Katharina
    12.02.2021 - 09:16 Antworten

    Uns wurde telefonisch mitgeteilt, dass der Vermieter einen neuen Vertrag aufsetzen will, da wir alle (WG) nur über eine Erweiterung im Mietvertrag eingetragen sind. Es hieß, dass sich ansonsten nichts ändern wird. Als wir zum Termin erschienen, war auf einmal eine Mieterhöhung von 20% (erlaubt sind max.15% in München) und die Änderung zu einer Staffelmiete im neuen Vertrag enthalten. Auf die Frage warum die Miete erhöht wird, wurden uns keine relevanten Gründe genannt. Uns wurden sofort, nachdem wir schnell durch den Vertrag gegangen sind, Stifte vor die Nase gelegt und wir wurden aufgefordert, dass wir nun alle unterschreiben. Uns wurde weder Bedenkzeit eingeräumt, noch erhielten wir genaue Aussagen zur Mieterhöhung. Da wir uns in einer Zwangssituation befanden, haben wir letztendlich unterschrieben (was natürlich nicht klug war, aber der Situation geschuldet). Gibt es irgendeine Möglichkeit dies noch anzufechten bzw. dagegen vorzugehen?

  • Dietmar Hornig
    04.07.2021 - 05:55 Antworten

    Dietmar
    04.07.2021

    Seit 34 Jahren wohnte ich bis Mai 2021 mit meinem Vermieter zusammen in einem Zweifamilienhaus.
    Die Miete beträgt derzeit 430 Euro warm für 75 qm , Wasser 63 Euro monatl. und 12,80 Euro für Müll.
    Nach dem Tod meines Vermieters hat dessen Enkel das Haus übernommen, er will offenbar einen neuen Mietvertrag oder eine Zusatzvereinbarung zum alten Mietvertrag abschließen.
    Ich habe das abgelehnt und nicht gefragt, was er neu vereinbaren will.
    War das richtig ? und welche Konplikationen können da kommen ?
    Einen KFZ-Stellplatz hat er mir schon weggenommen, für die neuen Mieter, die jetzt in der Wohnung desalten Vermieters eingezogen sind.

    • Mietrecht.org
      09.07.2021 - 13:09 Antworten

      Hallo Dietmar,

      ein neuer Vertrag bringt in der Regel nur Nachteile für den Mieter mit sich. Sie haben also nicht verkehrt gemacht. Vielleicht besprechen Sie mit dem Vermieter, was dieser genau neu vereinbaren möchte.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Ines Kirsch
    04.12.2021 - 21:07 Antworten

    Mein Lebensgefährte ist vor drei Jahren verstorben und das Haus, in dem ich eine dreiraumwohnung bewohne, wurde vom Nachlassgericht verkauft, da kein Testament vorhanden war…jetzt will der neue Besitzer einen neuen Mietvertrag abschließen und eine kautionszahlung fordern…wie verhalte ich mich richtig?…das Haus gehörte meinem verstorbenen Lebensgefährten

    • Mietrecht.org
      05.12.2021 - 12:49 Antworten

      Hallo Ines,

      zahlen Sie derzeit Miete? Gibt es einen schriftlichen Vertrag?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Gabi
    29.01.2022 - 16:35 Antworten

    Wir wohnen seid 15 Jahren in einem Haus wo wir im Mietvertrag geregelt haben nur die Kaltmiete an Vermieter und Nebenkosten tragen wir selbst.
    Nun möchte der Vermieter Grundsteuer und Brandversicherung von uns,müssen wir die zahlen?
    LG

    • Mietrecht.org
      29.01.2022 - 18:17 Antworten

      Hallo Gabi,

      Grundsteuer und Versicherung gehören zu den umlegbaren Nebenkosten. Allerdings können Sie die Kosten als Mieter nicht selbst an die Versicherung und an die Gemeinde zahlen. Die Umlage ist als mit großer Wahrscheinlichkeit korrekt, sofern Sie dies im Mietvertrag vereinbart haben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Gabi
    29.01.2022 - 19:14 Antworten

    Erst mal Danke für die schnelle Antwort,im Mietvertrag steht nur die Kaltmiete und sonst gar nichts.
    Deswegen stellt sich mir die Frage ob der Vermieter nach 15 Jahren mit den Forderungen
    kommen kann?

    • Mietrecht.org
      30.01.2022 - 12:49 Antworten

      Hallo Gabi,

      der Vermieter darf nur die Kosten umlegen, deren Umlage vereinbart wurde.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Markus Holtmann
    12.02.2022 - 12:07 Antworten

    Wohne in einem WG Zimmer. Im Mietvertrag ist schriftlich bestätigt, das Strom, Wasser, Gas im Mietpreis enthalten sind Bisher zahle ich 300 Euro all inklusive. Bedingt durch steigende Energiepreise will der Vermieter jetzt den Mietvertrag ändern und für Strom, Wasser, Gas einen mon. zusätzlichen Abschlag kassieren.
    Darf er das so einfach?

    • Tanja Ernst
      21.02.2022 - 06:55 Antworten

      Guten Tag.
      Wir haben zum ersten Mal unsere Nebenkostenabrechnung prüfen lassen und es wurde festgestellt das die Abfallkosten auf Personen abgerechnet wird und nicht auf die Quadratmeter der Wohnung. Laut des Prüfers steht uns immer noch eine Zahlung zu.
      Jetzt hat der Sohn der Vermieterin uns benachrichtigt die Summe zu erstatten aber würde den Mietvertrag jetzt anpassen wollen.
      Kann er das so einfach?
      Zumal wir seit 2017 dort wohnen und eigentlich falsch abgerechnet wurde. Muss er die Kosten erstatten was bis dahin zu wenig ausbezahlt wurde?

  • Nicolette SCHULZ
    08.03.2022 - 16:15 Antworten

    Hallo, wohnen seid 19 Jahren im Mietverhältnis. Jetzt haben wir einen neuen Vermieter. Letzten Freitag kam sie mit neue Verträge. Kaltmiete 440,0€ erhöht auf 512,00€ dann Heizkosten extra 150,0€ und Pauschale 120,00€. Garage ist jetzt auch von 30,00 auf 40,00€ gestiegen. Gezahlt haben wir früher 740,00€ und jetzt möchte sie 792,00. Ist das rechtens und sie will morgen, also nach 4Tagen alles zum Abschluss bringen. Ich hab da so meine Bedenken.

    • Mietrecht.org
      08.03.2022 - 16:21 Antworten

      Hallo Nicolette,

      der Abschluss eines neuen Vertrages ist nicht nötig und auch nicht empfehlenswert. Ihr alter Vertrag behält trotz neuem Eigentümer seine Gültigkeit.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

    • Kutsche
      11.04.2022 - 21:57 Antworten

      Wir haben seit 2021 einen Mietvertrag mit unserem neuen Vermieter.
      Jetzt verlangt er von uns, dass wir einen neuen Mietvertrag ab 01.05.2022 unterschreiben.

      • Mietrecht.org
        12.04.2022 - 07:55 Antworten

        Hallo Frau Kutsche,

        aus Mietersicht gibt es i.d.R. keinen Grund einen neuen Vertrag abzuschließen.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

  • Leonardo Piccolrovazzi
    06.04.2022 - 03:52 Antworten

    Hallo, nach Auszug meiner ehemaligen Partnerin verlangt der Vermieter einen neuen Vertrag und Aufhebungsvertrag für den alten, im Gegensatz zum bisherigen mit Staffelmiete. Wir hatten beide den Vertrag vor fast 15 Jahren unterschrieben.

    Der neue Vertrag ging mir nachweisbar erst am 16. zu, ist unterschrieben vom Vermieter am 3. und soll rückwirkend zum 1. gelten.Den Erhalt hatte ich schriftlich bestätigt und um etwas Geduld zum Prüfen gebeten. Wegen des bisher guten Verhältnisses und da die Erhöhung OK ist und besprochen war hatte ich auch bereits den neuen Betrag (Miete und Nebenkosten) bezahlt.

    Nun setzt mich der Vermieter wegen der neuen Kaution in Verzug, lehnt Diskussionen ab und will in 3 Tagen den Vertrag zurück, es fällt das Wort “Eigenbedarf” als Drohung.

    Rückwirkender Vertragsbeginn? Wie lange darf ich überlegen? Kaution vor Unterschrift? Der neue Vertrag erwähnt nirgends, dass ich seit fast 15 Jahren dort wohne?

    Vorab danke!

    • Mietrecht.org
      06.04.2022 - 08:53 Antworten

      Hallo Leonardo,

      der alte Vertrag hat weiterhin bestand. Sie könnten doch einfach mit dem alten Vertrag weiter leben. Soll hingegen eine Person aus dem Mietvertrag entlassen werden, brauchen Sie vermutlich die Hilfe des Vermieters. Sie können das nur einvernehmlich regeln. Andernfalls müssten beide Mieter kündigen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Leonardo Piccolrovazzi
    06.04.2022 - 15:28 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    vielen Dank für Ihre Hilfe. Das Problem wird sein, dass die Ex-Freundin aus dem Vertrag raus will und der Vermieter eine Vertragsänderung ablehnt. Er will, dass ich einen Aufhebungsvertrag und einen Neuvertrag unterschreibe.

    Verliere ich damit etwa die vermieterseitige, verlängerte Kündigungsfrist durch diese beiden Vertäge?

    • Mietrecht.org
      06.04.2022 - 17:36 Antworten

      Hallo Leonardo,

      ja, die Kündigungsfrist verkürzt sich dann im Zweifel. Vereinbaren Sie doch eine verlängerte Frist für den Vermieter. Vielleicht ein Kompromiss, der zum Erfolg führt?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Burkhardt
    09.05.2022 - 11:06 Antworten

    Hallo Mietrecht.org,

    Bei mir hat der Besitzer meiner Mietwohnung gewechselt. Vorher hatte ich eine Miete von 250 Euro plus 138 Euro Betriebskosten. Der neue Vermieter hat mir nun einen neuen Mietvertrag vorgelegt mit einer Erhöhung von 370 Euro plus 150 Euro Betriebskosten. Das sind 67 Prozent mehr. Leider habe ich den neuen Mietvertrag aus Angst das ich meine Wohnung verliere bereits unterschrieben. Eine Kündigung des alten Mietvertrags habe ich nicht bekommen. Da ich z.Z. Harz 4 beziehe ist es mir nicht möglich eine so hohe Miete zu zahlen. Ich wohne seit 17 Jahren in der Wohnung und ich habe Angst mein Zuhause zu verlieren. Das belastet mich psychisch gerade sehr! Ich brauche dringend Hilfe denn ich bin hier komplett auf mich selbst gestellt. Ich habe weder eine Familie oder Freunde die mir helfen könnten und einen Umzug kann ich alleine nicht organisieren da ich eine Lungenkrankheit und kein Auto habe. Ich weiß nicht was ich jetzt machen soll. Ist der neu unterschriebene Mietvertrag überhaupt rechtsgültig ohne eine Kündigung des alten?

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