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Schönheitsreparaturen: Muss der Mieter tapezieren? – Wir erklären es hier.

Gerne zieht man als Mieter in eine frisch tapezierte Wohnung. Doch muss man dann beim eigenen Auszug auch tapezieren? In vielen Fällen genügt ja auch das Streichen oder sogar nur das „besenreine“ Verlassen bereits zur Erfüllung der notwendigen Schönheitsreparaturen.

Der Umfang der Schönheitsreparaturverpflichtung kann verschieden sein. Bestes Beispiel ist das Tapezieren und streichen.

Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, wann Sie als Mieter nicht nur zum Pinsel greifen müssen, wann eine Tapezierklausel wirksam ist und wann Sie aufgrund einer unwirksamen Tapetenkausel nicht tapezieren brauchen.

Tipp: Wenn Sie sich die Einschätzung alleine nicht zutrauen, lassen Sie Ihre Schönheitsreparaturklausel hier prüfen.

1. Schönheitsreparaturverpflichtung

Nach § 535 Abs. 1 S. 2 BGB ist grundsätzlich der Vermieter verpflichtet, die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu erhalten. Abnutzungen, die lediglich durch den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache eingetreten sind, hat der Mieter nicht zu vertreten (§ 538 BGB). Von dieser gesetzlichen Regelung wird jedoch in der Praxis regelmäßig abgewichen und im Mietvertrag wird der Mieter zur Durchführung von bestimmten Schönheitsreparaturen über eine Schönheitsreparatur- bzw. Renovierungsklausel verpflichtet.

Dies ist auch zulässig, soweit es sich bei der Abwälzung um Schönheitsreparaturen und nicht um Instandsetzungsarbeiten handelt.

Bei dem Tapezieren handelt es sich um eine malermäßige Beseitigung von Spuren des vertragsmäßigen Wohngebrauchs, weshalb diese Tätigkeit grundsätzlich vom Begriff der Schönheitsreparaturen umfasst ist. In der gesetzliche Definition des Begriffs „Schönheitsreparaturen“ im Gesetzestext der Zweiten Berechnungsverordnung zu öffentlich geförderten Mietwohnungen, heißt es sogar ausdrücklich:

§ 28 Abs. 4 Satz 3 II. B V „Schönheitsreparaturen umfassen nur das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden, Heizkörper einschließlich Heizrohre, der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen.“

Merke:

Das Tapezieren ist eine zulässige Verpflichtung im Rahmen der durchzuführenden Schönheitsreparaturen, die vertraglich wirksam vereinbart werden kann.

2. Was ist die Tapetenklausel?

Die sogenannte „Tapetenklausel“ ist vereinfacht gesagt, eine Formularklausel im Mietvertrag, nach der der Mieter verpflichtet sein soll bei Auszug alte Tapeten zu entfernen. Sie lautet zum Beispiel wie folgt:

„… hat der Mieter bei seinem Auszug die Räume zu reinigen, die von ihm angebrachten oder vom Vormieter übernommenen Bodenbeläge sowie Wand- und Deckentapeten zu beseitigen und die durch die Anbringung oder Beseitigung verursachten Schäden an Unterböden sowie Wand- oder Deckenputz zu beheben …“

Der Bundesgerichtshof kippte diese Klausel gleich in zwei Urteilen und erklärte sie für unwirksam, da insoweit eine unangemessenen Benachteiligung des Mieters vorliegt; so im Urteil vom 05.04.2006 Az.: VIII ZR 109/05 und im Urteil vom 05.04.2006, Az.: VIII ZR 152/05. Der Grund für die Unwirksamkeit ergibt sich bei dieser Tapetenklausel daher, dass es sich um eine formularmäßige Bestimmung handelt, die den Mieter unabhängig vom tatsächlichen Renovierungsbedarf mit Renovierungspflichten belastet.

Merke:

Die sogenannte „Tapetenklausel“ in Formularmietverträgen ist unwirksam.

3. Wann muss tapeziert werden?

Damit stellt sich die Frage, ob es denn dann in der Praxis so sein kann, dass man immer tapezieren muss nur weil dies im Mietvertrag steht? Und ob dies auch gelten kann, wenn die Vormieter nur gestrichen haben?

Die Antwort ist natürlich: Nein. Genauso wenig wie man sicher bei Auszug tapezieren muss, nur weil man in eine frisch tapezierte Wohnung gezogen ist, kann man sich als Mieter darauf verlassen, dass die „Tapezierverpflichtung“ entfällt, nur weil bei Einzug lediglich gestrichen war.

Nach allgemeiner Ansicht in der Rechtsprechung ist, unabhängig von der Art der durchzuführenden Schönheitsreparaturen, eine entsprechende Klausel zur Abwälzung bei Formularmietverträgen (- und das sind die meisten einseitig vorformulierten Mietverträge – ) nur dann zulässig, wenn sich die Verpflichtung des Mieters zur Durchführung von Schönheitsreparaturen nach dem Grad der Abnutzung der Wohnung bemisst.

Das heißt, es müssen tatsächlich Schönheitsreparaturen notwendig sein. Denn der Mieter soll lediglich die Abnutzungen zu beseitigen haben, die auch durch den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache eingetreten sind. nicht darüber hinaus.

Merke:

Die Schönheitsreparaturverpflichtung eines jeden Mieters ist unterschiedlich und hängt jeweils vom Renovierungsbedarf bei Auszug ab.

Beispiel: In welchem Umfang diese dann auszuführen sind, bestimmt sich je nach Einzelfall, der Vereinbarung im Mietvertrag und dem tatsächlichen Bedarf in der Mietwohnung.

Der Vormieter hatte die Räume der Mietwohnung bei Auszug lediglich gestrichen. Der Nachmieter streicht bei Auszug ebenfalls, jedoch fallen die Tapeten wegen der bereits zu schweren Farbschicht ab. Muss der Mieter neu tapezieren?

– Ja. Der Mieter muss in diesem Fall neu tapezieren, um seine Schönheitsreparaturverpflichtung zu erfüllen. Er kann sich nicht darauf berufen, dass der Vormieter ebenfalls nur gestrichen habe. Entscheidend ist der tatsächliche Renovierungsbedarf bei Auszug.

Insoweit ist auch festzuhalten, dass die Ausführung nicht meisterhaft, aber doch fachmännisch zu erfolgen hat.

Das heißt, ein Handwerksbetrieb muss nicht zwangsläufig beauftragt werden. So ist auch eine Regelung im Mietvertrag unwirksam, wonach die Renovierungsarbeiten durch eine Fachfirma auszuführen sind. Nach dem BGH-Urteil vom 9. Juni 2010, Az.: VIII ZR 294/09 muss der Wohnungsmieter die Möglichkeit haben, Schönheitsreparaturen auch in Eigenleistung durchzuführen.

Es ist aber empfehlenswert, wenn man noch nie tapeziert hat und handwerklich eher ungeschickt ist. Ein „gut gemeint“ reicht hier nicht. So wird es beispielsweise als unfachmännische Ausführung angesehen, wenn die Tapeten zahlreiche Hohlstellen aufweisen oder einfach überklebt wurden.

Besondere Vorschriften zur Qualität oder Art der Schönheitsreparaturen kann der Vermieter darüber hinaus aber nicht machen.

So sind beispielsweise sogenannte Farbwahlklauseln überwiegend unwirksam. Nach der Entscheidung des BGH vom 20.1.2010 Az.: VIII ZR 50/09 und vom 18.2.2009, Az.: VIII ZR 166/08, gilt dies jedenfalls dann, wenn eine Farbwahlklausel die Pflicht zur Dekoration in neutralen Farbtönen nicht allein auf den Zeitpunkt der Rückgabe der Wohnung beschränkt hatten, sondern dem Mieter eine solche Farbwahl auch für das laufende Mietverhältnis vorgaben.

Merke:

Tapeziert werden muss, wenn die Klausel zur Schönheitsreparaturverpflichtung insgesamt wirksam ist und ein Tapezieren durch den entsprechenden Renovierungsbedarf angezeigt ist.

4. Fazit

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass es eine grundsätzliche „Tapezierpflicht“ nicht gibt und eine solche auch nicht formularmäßig vereinbart werden kann. Sollten Sie eine entsprechende Klausel in Ihrem Mietvertrag finden, ist eine rechtliche Beratung zur Wirksamkeit der Klausel angezeigt.

Hier können Sie die Schönheitsreparturverpflichtung überprüfen lassen.

39 Antworten auf "Schönheitsreparaturen: Muss der Mieter tapezieren? – Wir erklären es hier."

  • Ute ZIegler
    27.06.2016 - 11:34 Antworten

    Wir sind vor genau 10 Jahren in die Wohnung eingezogen und ziehen jetzt aus.
    Muss ich wie im Mietvertrag vereinbart wurde bei Auszug die Wände von den Tapeten befreien?
    Muss ich für abgenutzte Böden ( Klickparkett) Schadenersatz leisten?

  • Karin Stoll
    12.08.2016 - 18:08 Antworten

    Hallo

    Wenn ein Mieter 15Jahre in einer Mietwohnung lebt und es fallen „Schönheitsreperaturen „an,wie z. b neuer Teppichboden oder Wände streichen oder Balkon Sanierung.
    Wer ist dafür zuständig?
    Mieter oder Vermieter
    MfG K.Stoll

    • Mietrecht.org
      14.08.2016 - 07:34 Antworten

      Hallo Karin,

      es kommt darauf an, ob der Mieter im Mietvertrag wirksam zur Durchführung der Schönheitsreparaturen verpflichtet wurde.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Maria
    29.10.2016 - 19:59 Antworten

    Hallo!
    Der Vermieter meiner neuen Mietwohnung möchte unbedingt, dass ich bei meinem Einzug tapeziere. Die Wohnung wurde saniert und ist im tapezierbreiten Zustand. Im Mietvertrag wird das Tapezieren beim Einzug nicht erwähnt. Ich habe dem Vermieter lediglich bei der Besichtigung der Wohnung mündlich versichert, dass ich tapezieren würde. Nun habe ich erfahren, dass mich die Tapezierung ca. 3000 Euro kosten würde.
    Diese Kosten würde ich gerne vermeiden. Die Wände sind glatt genug um nur gestrichen werden zu können. Muss ich unbedingt tapezieren? Hat der Vermieter Anspruch darauf?

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Maria

    • Mietrecht.org
      30.10.2016 - 09:08 Antworten

      Hallo Maria,

      wen Sie sich nicht an die Vereinbarung mit dem Vermieter halten wollen, sollten Sie das mit ihm besprechen und eine gemeinsame Lösung suchen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Barbara Schneider
    01.11.2016 - 19:54 Antworten

    Guten Abend,

    meine Mieter haben fast 20 Jahre in meiner Wohnung gelebt.
    Die Wände sind zum Teil sehr farbig gestrichen und in der Diele wurde ohne Absprache die Decke für Spots abgehängt (10 cm) und Kabelkanäle unter Putz gelegt (deutlich sichtbar, nicht vom Fachmann, und nicht immer verständlich). In einem Zimmer wurde die Rauhfaser gegen eine andere Tapete ausgetauscht. Was kann ich erwarten?

    Vielen Dank,

    Anna

    • Mietrecht.org
      03.11.2016 - 13:36 Antworten

      Hallo Barbara,

      prüfen Sie die Schönheitsreparaturklausel – nur wenn diese Wirksam ist, muss der Mieter überhaupt renovieren. In Sachen Umbauten sollten Sie auf die Rückbauverpflichtung hinweisen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Daniel zinner
    02.11.2016 - 15:06 Antworten

    Guten Tag,
    Ich bin in eine neue Wohnung gezogen und wollte neu tapezieren weil die Tapeten in einem sehr schlechten Zustand waren. Beim tapezieren ist uns dann der komplette Putz mit abgegangen. Der Vermieter behauptet jetzt das es nicht erlaubt ist ohne Rücksprache mit ihm zu tapezieren. Aber zählt tapezieren nicht eindeutig zu Schönheitsreparaturen und darf das nicht eigentlich nach eigenem ermessen gemacht werden?
    LG Daniel z

  • Julia
    04.11.2016 - 19:25 Antworten

    Guten Tag,

    als ich vor über 10 Jahren in die Mietwohnung gezogen bin, wollte ich tapezieren, weil die Rauhfaser bereits Dellen geschlagen hat. Da uns beim Abnehmen der Rauhfaser der halbe Putz entgegengekommen ist entschieden wir uns, die Wohnung zu spachteln und somit den Wohnwert zu erhöhen. Dies wurde nicht mit dem Vermieter abgesprochen. Kann der Vermieter nun verlangen (laut Vereinbarung im Mietvertrag), dass bei Einzug wieder Rauhfaser an die Wände muss?
    Vielen Dank, Julia

  • Katharina Stolper
    06.12.2016 - 19:40 Antworten

    Guten Abend,

    ich ziehe demnächst aus meiner Wohnung aus. Beim Einzug habe ich dafür unterschrieben, dass ich die Deckenplatten, die bereits vom Vormieter vorhandenen waren, beim Auszug entferne. Der Vermieter verlangt nun, dass ich nicht nur die Deckenplatten entferne, sondern auch die Decken neu tapezieren muss. Bin ich dazu verpflichtet?

    MFG K. S.

    • Mietrecht.org
      06.12.2016 - 20:54 Antworten

      Hallo Katharina,

      ich weiss leider nicht, was Sie im Wortlauf mit Ihrem Vermieter vereinbart haben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Ahnungsloser Mieter
    02.02.2017 - 17:08 Antworten

    Hallo,

    wir ziehen bereits nach einem Jahr aus einer Neubauwohnung aus (4 Jahre). Unsere Vormieter haben beim Auszug nur ausgebessert, Löcher zu gespachtelt und gestrichen (punktuell). Jetzt verlangt unser Vermieter dass wir die Wohnung bei Auszug streichen und auch eine beschädigte Wand durch einen Handwerker machen lassen. Die beschädigte Wand haben wir ebenfalls von unseren Vormietern geerbt (Schaden ist beim abmachen der Tapete entstanden).
    Im Mietvertrag ist die Renovierungsklausel bei Auszug aufgeführt.
    Ist es unser Versäumnis, dass wir bei Einzug nicht auf eine komplett neu gestrichene Wand behaart haben oder sind die Forderungen vom Vermieter übertrieben? Auch die ursprüngliche, recht teure Raufaser Tapete ist gewünscht.
    Ein Handwerker zur Besichtigung ist bereits vom Vermieter beauftragt.

    LG
    ahnungsloser Mieter

  • Daniel
    02.05.2017 - 14:03 Antworten

    Hallo,

    ich ziehe nach 3,5 Jahre aus meiner Wohnung aus. Bei Einzug wurde seitens des Vermieters die Wohnung neu tapeziert und die Türen neu gestrichen.

    Bei meinem Auszug habe ich nun lediglich die Wände neu gestrichen und die Dübellöcher alle verschlossen. Die Wohnung ist somit in einem ordentlichen Zustand.

    Nun besteht der Vermieter jedoch darauf, dass von mir sämtliche Tapeten runtergenommen werden und neu tapeziert wird, so wie ich die Wohnung von Ihm übernommen haben. Ebenso verlangt dieser das Streichen der Türen.

    Ich habe lediglich 3.5 Jahre in der Wohnung gewohnt und die Wände und Türen weisen keinerlei Beschädigungen auf, noch lösen sich die Tapeten von den Wänden.

    Der Vermieter verweist auf den Mitvertrag, in welchem festgehalten ist das die Wohnung frisch renoviert übernommen wurde und so auch wieder herzustellen ist.

    Bin ich hierzu tatsächlich verpflichtet die völlig intakten Tapeten zu entfernen und komplett neu zu renovieren ?

    Vielen Dank
    Daniel

    • Mietrecht.org
      03.05.2017 - 18:42 Antworten

      Hallo Daniel,

      drehen Sie den Spieß um und lassen Sie hier prüfen, ob Sie überhaupt zur Renovierung verpflichte waren und ggf. Ersatz für Ihren Aufwand vom Vermieter verlangen können. Hier der Link: Schönheitsreparaturklausel prüfen.

      Ich vermute, dass es sehr gut für Sie ausgehen wird.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Nadine A.
    18.05.2017 - 05:46 Antworten

    Hallo,

    wir ziehen in ein neues Haus und es wurde vereinbart, das Haus unrenoviert zu übernehmen und das wir streichen. Nun habe ich aber erfahren, das die Tapeten bereits von den Wänden abfallen in zwei Zimmern und erneuert werden müssten? Ist dies nun auch unsere Sache, oder müsste sich hier der Vormieter oder Vermieter drum kümmern?

    Vielen Dank

    Nadine

  • Ariane S.
    11.06.2017 - 20:03 Antworten

    Hallo!

    Gibt es eine feste Regelung dazu, ob beim Einzug Tapeten an der Wand sein müssen? Oder ist das auch eine individuelle Vereinbarungssache? Wir beziehen demnächst ein Haus zur Miete. Der Vormieter muss von Seiten der Verwaltung in einigen Räumen die Tapeten runternehmen, da diese sehr speziell sind. Die Dame von der Verwaltung sagte, wir müssten dann aber die neuen Tapeten anbringen beim Einzug und nicht der Vormieter. Kann das so vorgegeben werden?

    Vielen Dank, Ariane

    • Mietrecht.org
      14.06.2017 - 10:44 Antworten

      Hallo Ariane,

      wenn Sie es möchten, können Sie ein Haus / eine Wohnung auch ohne Tapeten oder ohne Fussbodenbelag mieten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • A. Gross
    07.07.2017 - 10:27 Antworten

    Hallo!

    Unser Vormieter hat in dem Altbau, in den wir einziehen, lediglich gestrichen.

    Der Vermieter sagt nun, dass bei weiterem Überstreichen die Wände Schaden davon tragen könten und verlangt deshalb nun von uns, dass wir bei Einzug tapezieren – und bei Auszug die Tapete auch wieder entfernen. Dies ist so auch im bereits unterschriebenen Vertrag festgehalten.

    Nun habe ich in Ihrem Artikel gelesen, dass wir die Tapete in keinem Fall bei Auszug abziehen müssen.

    Ich habe aber nun nicht ganz verstanden, ob denn auch die Tapezierpflicht bei Einzug bei uns korrekt ist oder nicht?

    Können Sie uns da bitte weiterhelfen?

    Vielen Dank und viele Grüße
    A. Gross

    • Mietrecht.org
      22.07.2017 - 14:35 Antworten

      Hallo A. Gross,

      individualvertraglich können Sie sehr viel vereinbaren. Recherchieren Sie in diese Richtung. Individual- vs. Formularmietvertrag.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michaela Freyer
    02.08.2017 - 10:45 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich habe eine Frage zum Thema Schönheitsrepaturen: Das Mietverhältnis hat begonnen am 01.06.2015. Im Vertrag wurde festgehalten, dass die Übernahme ohne Streichen des Vormieters von statten gegangen ist. Zum 23.08.2017 ist der AUszug festgelegt worden. Nun beruft sich der Vermieter auf die Schönheitsreperaturen. In der Klausel steht zum einem, dass ein Kostenanteil von 180€ auf die Mieterin abfällt und die Arbeiten durch eine Handwerksfirma duch zu führen sind und zum anderem dass wenn sie selbst streicht eine Zahlung von zweimal 180€ ( 360€ ) erfolgen muss. Wie ich oben gelesen habe, kann der Mieter nicht dazu verpflichtet werden, eine Firma zu beauftragen. Und auch zu Klausel, dass wenn der Mieter selbst streicht, dass dann quasi wie eine Strafzahlung erfolgt, die Klausel ist doch unwirksam oder?

    Vielen lieben Dank für Ihre Mühe

    • Mietrecht.org
      02.08.2017 - 12:22 Antworten

      Hallo Michaela,

      danke für Ihren Beitrag. Um die Klausel zu prüfen, reichen Sie bitte den Auszug aus dem Vertrag hie ein: Schönheitsreparaturklausel prüfen. Ohne genaue Prüfung kann Ihnen niemand verlässlich helfen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michaela Freyer
    02.08.2017 - 10:56 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    noch eine Zusatzfrage zum Grad der Abnutzung. Woran bemisst der sich? Zwei jahre hat der Mietvertrag bestanden. Beim Einzug wurde festgehalten dass die Wohnung nicht frisch gestrichen übergeben wurde, da Wände und Decken sich in einem guten Zustand befinden. Würde dann das Urteil des BGH anwendung finden?
    Hier das Urteil:

    Neues Urteil Auf Mieter, die in eine unrenovierte Wohnung gezogen sind, können keine Renovierungsverpflichtungen per Mietvertrag mehr abgewälzt werden. Und auch die so genannte Quotenklausel, nach der Mieter verpflichtet werden sollen, anteilige Renovierungskosten zu zahlen, ist unwirksam. (BGH ). Viele Mietverträge enthalten nämlich Klauseln, nach denen anteilige Kosten übernommen werden müssen, wenn Mieter vor Ablauf der Frist für fällige Schönheitsreparaturen ausziehen. Zum Beispiel sollten Mieter nach einem Jahr 30 Prozent der Renovierungskosten für Flur, Küche und Bad bzw. 20 Prozent der Renovierungskosten für die Haupträume der Wohnung zahlen. Diese Klauseln sind nun unwirksam.

    Vielen lieben Dank für Ihre Mühe
    Michaela Freyer

  • Steven H.
    17.10.2017 - 20:13 Antworten

    Guten Tag,

    ich ziehe im November in eine teilsaniert Wohnung. Die Wände sind nicht ganz gerade und nicht ordentlich verspachtelt. Der Vermieter meint, er muss die Wände nicht behandeln und ich soll selber tapezieren. Aber wie soll das gehen? Ich bin kein Handwerker und kann nichts verputzen um eine glatte Wand zu garantieren? Wenn ich einen Handwerker das machen lasse, zahlt das mein Vermieter? Ich kann nicht auf so einer rauen Wand tapezieren, wie soll ich mich verhalten?

    • Mietrecht.org
      18.10.2017 - 09:36 Antworten

      Hallo Steven,

      wenn Sie handwerklich nicht tätig werden wollen und können, dann sollten Sie keine renovierungsbedürftige Wohnung anmieten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Vanessa S.
    14.11.2017 - 16:40 Antworten

    Guten Tag,

    bei Einzug haben wir vor 5 Jahren die Wände neu gestrichen und die Tapete ist uns da schon fast entgegen gekommen, da wohl schon vor uns ziemlich oft drüber gestrichen wurde. Wir haben nach Absprache mit dem Vermieter 2 Katzen in der Wohnung gehalten, daher sind jetzt an manchen stellen kleine Kratzer in der Tapete drin. Kann uns der Vermieter dazu verpflichten bei Auszug neu zu tapezieren?

    Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!

    Freundliche Grüße

    Vanessa S.

    • Mietrecht.org
      14.11.2017 - 17:54 Antworten

      Hallo Vanessa,

      wenn Ihre Katzen die Tapeten so beschädigt haben, dass es mit Streichen nicht getan ist, dann ist es doch nur fair, wenn Sie neu tapezieren?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Heinz Seidler
    15.11.2017 - 08:25 Antworten

    Der Mieter möchte, dass der Vermieter die Wohnung neu tapeziert, da der Mieter jetzt schon 10 Jahre in der Wohnung wohnt und neue Tapeten möchte. Muss das der Vermieter bezahlen?

    • Mietrecht.org
      15.11.2017 - 08:51 Antworten

      Hallo Heinz,

      ich würde zuerst prüfen, was für die Schönheitsreparaturen verantwortlich ist.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Schmitz
    29.12.2017 - 20:35 Antworten

    Wir ziehen aus unserer Wohnung aus. Wir hatten die Wohnung mit Farbe gestrichen leider sieht man nach 3 maligem weißen eine farbkante, welche aber weiß ist. Kann der Vermieter uns zum tapezieren verpflichten ?
    Lg

  • Loraine F.
    29.01.2018 - 16:34 Antworten

    Hallo,

    Wir sind vor knapp einem Monat aus unserer alten Wohnung ausgezogen & unsere Katzen haben einige Stellen der Tapete zerkratzt,welche wir schon fachgerecht ausgebessert haben, sprich neue Tapete.
    Jetzt sagt unser ehemaliger Vermieter, dass er will, dass wir die Stellen noch überstreichen.
    Müssen wir das tun?
    Im Mietvertrag stand nur, dass wir bei Auzug Flur & Küche streichen müssen,was wir auch getan haben.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Loraine F.

    • Mietrecht.org
      29.01.2018 - 16:39 Antworten

      Hallo Loraine,

      ich verstehe Ihren Ansatz nicht. Ihre Katzen haben einen Schaden angerichtet und der Vermieter möchte, dass Sie diesen Schaden beseitigen. Ist das nicht nachvollziehbar?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Steffen M.
    26.02.2018 - 17:12 Antworten

    Hallo,

    ich verlasse nach 3 Jahren eine Wohnung. Die Wohnung habe ich frisch renoviert bzw frisch gestrichen vom Vermieter übernommen. Ich habe für den Auszug Wände gestrichen, die ich in der Zeit übermalt hatte. Der Vermieter, will das ich aber alle Räume Streiche. Im Flur sind kleinere Gebrauchsspuren vorhanden (schlieren von den Schuhen, die beim vorbeilaufen entstanden sind).

    Im Mietvertrag ist eine „Schönheitsreparaturklausel“ aufgeführt, die feste Zeitabstände definieren soll. Das Feld mit den Zeitabständen blieb jedoch unausgefühlt.

    Ist diese „Schönheitsklausuel“ überhaupt wirksam?Muss ich die Räume streichen?

    Freundliche Grüße

    Steffen M.

    • Mietrecht.org
      26.02.2018 - 18:15 Antworten

      Hallo Steffen,

      ich würde Ihnen raten die gesamte Schönheitsreparaturklausel prüfen zu lassen. Ohne alle Einzelheiten zu kennen, kann Ihnen hier niemand etwas zur Wirksamkeit schreiben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Johannes
    30.03.2018 - 08:36 Antworten

    Hallo,

    wir ziehen nächsten Monat in eine Wohnung in der die Küche neu verputzt werden muss. Unser Vermieter möchte, dass wir die Tapete an der Decke entfernen bevor neu Verputzt wird. Kann er das von uns Verlangen?

    Danke und Grüße

  • Stefanie L.
    27.04.2018 - 14:13 Antworten

    Hallo,

    mein Mann und ich ziehen nach knapp 1 1/2 Jahren aus der Mietwohnung aus.
    Bei Einzug waren alle Wände Rauhfasertapeten und teils gelb gestrichen.
    Mündlich wurde vereinbart, dass der Vermieter nicht tapezieren muss (vertraglich nicht festgehalten), da wir eine etwas außergewöhnliche Tapete wollten.
    Wir haben im Wohn- und Essbereich (1 großes Zimmer) drei verschieden Tapeten (Vliestapeten in roter & weißer Steinoptik und normal-weiße Vliestapete) angebracht um die Räume optisch zu trennen.
    Mündlich wurde bei der Kündigung vereinbart, dass die Wände weiß sein müssen. NICHT MEHR!
    Nun wollten wir die Wohnung übergeben, nachdem wir die rote Steinoptiktapete durch eine weiße Vliestapete ersetzt haben und der Vermieter verlangt nun, dass wir alle Wände mit Rauhfasertapeten tapezieren und weiß überstreichen sollen.
    Sprich: Nicht nur die weiße Steinoptik sondern auch die weiße Vliestapete sind dem Vermieter nun ein Dorn im Auge.
    Selbst die Nachmieterin hatte bei Besichtigung mündlich zugesagt, dass sie sich an der weißen Steinoptik-Tapete nicht stört. Auch dies ist dem Vermieter nun egal und stünde nicht zur Sache.

    Im Mietvertrag steht unter Schöneitsreparaturen folgendes:

    „Die Schönheitsreparatur übernimmt während der Mietdauer (dann wurde angekreuzt) auf eigene Kosten der Mieter.
    Übernimmt der Mieter die Schönheitsreparaturen, ist die Wohnung dem Mieter
    1. im renovierten Zustand zu übergeben … oder
    2. im unrenovierten Zustand zu übergeben, wofür er einen angemessenen Ausgleich erhält.“
    Weder 1. noch 2. wurden im Mietvertrag angekreuzt.

    Frage: Müssen wir auf Wunsch des Vermieters nochmal neu und gewünscht in Rauhfaser tapezeren?

  • Nöll
    06.07.2018 - 10:28 Antworten

    Guten Tag,

    ich bin in eine Wohnung gezogen die mit Rauhfaser und gestrichen war. Wahrscheinlich um den Schimmel zu überdecken. Nun musste ich die Tapete abmachen und den Schimmel alleine entfernen weil die Genossenschaft BDS nix macht. Nun wollte ich Sie fragen, ob ich nur streichen brauche da ich sehe das die Rauhfasertapete mit dem Kleister den Schimmel mitverursachen tut. Laut Mietvertrag steht tapezieren drin und in der Abnahme auch Tapete ausbessern, dieses Protokoll hatten die bei der Begutachtung des Schimmels mit.

    Wenn ich tapezieren muss kann ich dann aber eine Vinyl Tapete nehmen? Denn Rauhfaser finde ich auch nicht modern. Danke

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