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Mietvertrag vorzeitig kündigen: Welche Möglichkeiten hat der Mieter?

Mit Abschluss eines Mietvertrages geht man als Mieter immer eine vertragliche Bindung für eine bestimmte Dauer ein.

Hierbei ist es egal, ob man einen Zeitmietvertrag abgeschlossen, für eine bestimmte Dauer auf sein ordentliches Kündigungsrecht vertraglich verzichtet hat, oder einfach nur die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten muss-vor Ablauf der Kündigungsfrist aus einem Mietvertrag „herauszukommen“ ist schwierig.

Kann man als Mieter etwas unternehmen, um „vorzeitig“- also vor Ablauf der vertraglich vereinbarten oder gesetzlichen Kündigungsfrist  aus einem Mietverhältnis  entlassen zu werden?

1. Die harte Wahrheit: Vorzeitig Kündigen ist nicht möglich.

Verträge sind prinzipiell einzuhalten und damit auch die darin vereinbarten „Vertragslaufzeiten“. Hat man sich daher z.B. in einem Zeitmietvertrag wirksam verpflichtet, die Mietsache für eine bestimmte Dauer anzumieten, oder für einen gewissen Zeitraum vertraglich auf sein Recht zur ordentlichen Kündigung verzichtet, muss man sich grundsätzlich auch daran festhalten lassen. Ist der Mietvertrag unbefristet abgeschlossen, greifen die gesetzlichen Kündigungsfristen ein.

Beispiele für mögliche Ausnahmefälle:

  • Der abgeschlossene Zeitmietvertrag ist unwirksam z.B. wegen mangelnder Schriftform bei Vertragsschluss;
  • Der formularmäßig vereinbarte Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht geht über einen Zeitraum von 4 Jahren hinaus (BGH: Urteil vom 06.04.2005, Az: VIII ZR 27/04);
  • Es besteht ein Grund zu einer außerordentlichen fristlosen Kündigung;

2. Einen „guten“ Nachmieter finden (und dem Vermieter vorstellen)

Eine weitere potentielle Möglichkeit vor Ablauf des Mietverhältnisses aus dem Vertrag entlassen zu werden, ist die Stellung eines Nachmieters, welcher in das bestehende Vertragsverhältnis einzutreten bereit ist und der vom Vermieter akzeptiert wird.

Wichtig: Ohne eine entsprechende Vereinbarung im Mietvertrag (Nachmieterklausel) muss sich der Vermieter nicht darauf einlassen, einen Nachmieter in den Mietvertrag aufzunehmen und den Vormieter zu entlassen.

Tipp: Besonders bei Mietverträgen mit längerer „Vertragslaufzeit“ sollte man daher als Mieter darauf achten, eine „Nachmieterklausel“ mit in den Vertrag aufzunehmen.

Mehr dazu unter: Mietvertrag: Drei Nachmieter stellen und früher ausziehen?

3. Einen einvernehmlichen Aufhebungsvertrag mit dem Vermieter schließen

Sollte der Vermieter ebenfalls an einer vorzeitigen Vertragsauflösung interessiert sein, kann man natürlich jederzeit das Mietverhältnis auch einvernehmlich mittels eines Aufhebungsvertrags beenden.

Wichtig: Als Mieter hat man keinen einseitigen Rechtsanspruch auf den Abschluss eines Mietaufhebungsvertrages.

Tipp: Eine gute Möglichkeit, eine vorzeitige Vertragsaufhebung zu forcieren, ist das Angebot an die andere Vertragspartei, eine Abstandszahlung zu leisten. Dies wird in der Praxis bei Aufhebungsverträgen desöfteren so gehandhabt.

4. Wohnung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist untervermieten

Diese Möglichkeit bleibt dem Mieter fast immer gegeben, da der Vermieter die Untervermietung i.d.R. nur dann verbieten kann, wenn in der Person des Dritten ein wichtiger Grund gegeben ist, z.B. bei einer Nutzungsänderung der Mietsache im Rahmen eines gewerblichen Mietvertrages durch den Untermieter(OLG Köln: Urteil vom 12.04.1996, Az: 20 U 166/95).

Wichtig: Der Mieter braucht zur Untervermietung prinzipiell die Erlaubnis des Vermieters. Wird ihm diese vom Vermieter unberechtigt verweigert, kann er außerordentlich unter Einhaltung der gesetzlichen Frist kündigen gem. § 540 Abs. 1 BGB.

Für Mietverhältnisse über Wohnraum gilt ergänzend die Vorschrift des § 553 BGB. Hier kann der Mieter bei Vorliegen eines berechtigten Interesses auf die Untervermietung von Teilen seiner Wohnung von seinem Vermieter die Erlaubnis verlangen, es sei denn in der Person des Untermieters liegt ein wichtiger Grund vor, der Wohnraum würde übermäßig belegt, oder dem Vermieter kann die Überlassung aus sonstigen Gründen nicht zugemutet werden.

5. Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

Die Möglichkeit zur außerordentlichen fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund gemäß § 543 BGB besteht für den Mieter nur bei tatsächlichem Vorliegen von Gründen, die eine solche fristlose Kündigung auch rechtfertigen. Denn das Gesetz schreibt hierfür u.a. vor, dass unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der beidseitigen Interessen der Vertragsparteien ein Abwarten bis zum Ablauf der regulären Kündigungsfrist oder der sonstigen Vertragsbeendigung für einen Vertragspartner nicht zumutbar sein darf..

Beispiele für außerordentliche Kündigungsgründe:

  • Dem Mieter wird der vertragliche Gebrauch der Mietsache ganz oder zum Teil nicht rechtzeitig gewährt, oder wieder entzogen (§ 543 Abs. 2 Nr. 1 BGB);
  • Starker Schimmelpilzbefall in den Mieträumen kann eine außerordentliche fristlose Kündigung wegen Gesundheitsgefährdung rechtfertigen(LG Duisburg, Urteil vom 23.01.2001, Az: 13/23 S 359/00);
  • Bedrohung des Mieters durch den Vermieter oder ihm nahestehende Personen (LG Hannover, Urteil vom 14.03.2000, Az: 18 S 665/99);

Fazit

Eine vorzeitige „Entlassung“ aus dem Mietvertrag entspricht nicht der Regel und ist daher auch nicht so einfach durchzusetzen. Ein Rechtsanspruch hierauf ist in den allermeisten Fällen nicht gegeben und man sollte daher als Mieter auf die „Kulanz“ des Vermieters bauen, um mit diesem gemeinsam eine Lösung zu suchen.

49 Antworten auf "Mietvertrag vorzeitig kündigen: Welche Möglichkeiten hat der Mieter?"

  • Klaus Flöß
    12.05.2016 - 07:51 Antworten

    Kann ein Zeitmietvertrag vom Vermieter vorzeitig wegen Eigenbedarf oder Verkauf gekündigt werden?

  • Tim Meyer
    27.06.2016 - 14:46 Antworten

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel.
    Mich beschäftigt bin jedoch ein Sonderfall und vielleicht können Sie auch hier Klärung bringen:

    Ich bin Mieter einer Genossenschaftswohnung (und Genosse), derzeit ist die Wohnung mit Erlaubnis bis Ende 2017 untervermietet.
    Beruflich ist nun klar, dass ich die Wohnung nach Ablauf des Untermietverhältnisses nicht mehr selbst beziehen werde und zu dessen Ablauf kündigen werde.
    Da mein Nachbar (ebenfalls Genosse) zwecks Zusammenlegung Interesse an meiner Wohnung hat, erwäge ich bereits zum jetztigen, – unüblich frühen Zeitpunkt – meine Kündigung zu Ende 2017 auszusprechen (denn ohne meine Kündigung prüft die Genossenschaft nicht die praktische Umsetzbarkeit der Zusammenlegung und diese Prüfung möchte ich meinem Nachbarn gerne ermöglichen).

    Soviel zum Rahmen, nun meine eigentliche Frage zu folgenden Szenario:
    – Meine Kündigung ist zum Ende 2017 ausgesprochen.
    – Meine Untermieterin entscheidet sich zu einer Kündigung mir gegenüber, zum Beispiel zum 30.6.2017.

    Muss ich in dieser Situation zwingend den von mir ausgesprochenen Kundigungszeitpunkt einhalten, oder habe ich die Möglichkeit für die bereits gekundigte Wohnung eine weitere, Kündigung zu einem Zeitpunkt VOR Ende 2017 auszusprechen (natürlich unter Einhaltung der Fristen)?

    Falls ja, auf welche Rechtsgrundlage kann ich mich hierfür beziehen?

    Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe und verbleibe mit besten Grüßen aus Berlin,

  • Sophie
    07.09.2016 - 13:37 Antworten

    Kann man denn ein Zeitmietvertrag vorzeitig kündigen, wenn man beruflich in eine andere Stadt zieht die weiter weg ist?

  • Jessica
    25.11.2016 - 10:55 Antworten

    Hallo,

    Wir haben auch einen 4 Jahresmietvertrag Unterschrieben weil wir hier eigentlich auch bleiben wollten. Jetzt können wir aber ein super tolles und günstiges Haus kaufen. Und fragen uns ob wir jetzt aus unseren Vertrag rauskommen, und wie?

  • Silke
    25.01.2017 - 16:19 Antworten

    Hallo.

    Ich habe ein Problem mit meinem neuen Vermieter (bin aber noch nicht eingezogen) er ruft mich und meine Eltern mehrmals am Tag an das ich doch bevor ich in die Wohnung ziehen gründlich sauber machen soll (was eigentlich klar ist). Und das mein Namensschild schief an den Briefkasten hängt und noch so ein paar Kleinigkeiten.
    Was kann ich gegen den Mietvertrag tun? Ich würde mich freuen wenn sie mir helfen würden.

    LG silke

    • Mietrecht.org
      25.01.2017 - 16:54 Antworten

      Hallo Silke,

      was wollen Sie gegen den Mietvertrag tun? Möchten Sie diesen kündigen?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Silke
        25.01.2017 - 17:16 Antworten

        Am liebsten ja. Gibt es die Möglichkeit wie man da raus kommt ?

        • Mietrecht.org
          25.01.2017 - 17:26 Antworten

          Hallo Silke,

          sofern Sie keinen Kündigungsausschluss vereinbart haben, können Sie jederzeit mit der gesetzlichen Frist kündigen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Maja
    07.02.2017 - 18:30 Antworten

    Hallo,
    wir haben ein Problem bei der Kündigung unseres Mietvertrags.
    Mindestmietdauer beträgt laut Vertrag ein Jahr, nun sollen noch 3 Monate extra Kündigungsfrist hinzukommen. Dies ist jedoch vertraglich für uns nicht klar ausformuliert. Dort steht „Eine Kündigung ist erstmalig nach Ablauf eines Zeitraumes von einem Jahr mit der gesetzlichen Frist zulässig.“
    Gibt es einen Weg das Mietverhältnis wie gedacht nach einem Jahr zu beenden?
    Liebe Grüße

  • Jessica Bienert
    21.03.2017 - 16:42 Antworten

    Hallo,

    wir haben ein Problem. Und zwar zieht von meinem Freund der kleine Sohn (8 Jahre) zu uns, da viele Probleme in der Schule bestehen. Wir haben auch schon was passendes gefunden am Stadtrand wo es etwas ruhiger ist. Momentan wohnen wir nur in einer 2-Raum Wohnung und da hätte der kleine kein Zimmer für sich. Da unsere Vermietung nichts passendes für uns frei hat was uns natürlich auch gefällt und bezahlbar ist, haben wir uns anderweitig umgesehen. Dort wäre ab Mai was frei, aber wie hätten wir eine Chance vorzeitig aus dem Mietverhältnis rauszukommen?

    LG Jessy

    • Mietrecht.org
      21.03.2017 - 20:38 Antworten

      Hallo Jessica,

      Sie können einen einvernehmlichen Aufhebungsvertrag schließen – eine weitere Möglichkeit wäre die Untervermietung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Viktor
    05.04.2017 - 16:16 Antworten

    Hallo.
    Ich habe letztes Jahr im April zum 15.04.2016 meine Wohnung gemietet. Im Vertrag wurde festgesetzt, dass beide Vertragsparteien vereinbaren, dass für den Zeitraum vom 15.04.2016 bis zum 30.04.2017 das ordentliche Kündigungsrecht beiderseits ausgeschlossen wird. Danach gelten die Regelungen gemäß Abs. 2.3.
    Jetzt habe ich Ende März 2017 meine Kündigung eingereicht.
    Wirken die 3 Monate Kündigungsfrist dann erst ab dem 30.04.2017?

  • Pire
    29.04.2017 - 16:26 Antworten

    Hallo,
    wir möchten unseren Mietvertrag vorzeitig kündigen. Das Mietverhältnis besteht seit 9 Jahren. Wir haben momentan Probleme mit den neuen eingezogenen Nachbarn und noch dazu haben wir einen sehr ausgeprägten Schimmelbefall in der Wohnung. Ist dies ein Grund zur vorzeitigen Kündigung des Mietvertrages und wie müsste ich vorgehen?

  • Andreas
    27.07.2017 - 04:29 Antworten

    Hallo,

    Unser momentaner Vermieter will das Haus indem wir zur Miete Wohnen verkaufen. Wir haben es zu Kauf als erste angeboten bekommen und haben abgelehnt.
    Da wir dem Verkauf nicht im Wege stehen wollen, haben wir schriftlich einer Räumung binnen 3 Monaten, nach einem evtl. beurkundetem Verkauf zugestimmt.
    Noch ist die Wohnung nicht verkauft, aber wir haben eine tolle neue Wohnung gefunden in die wir binnen eines Monats einziehen können.

    Kann ich auf Grund der drohenden, wenn auch zugestimmten Räumung vorzeitig kündigen und was wer die Rechtsgrundlage?

    • Mietrecht.org
      27.07.2017 - 14:30 Antworten

      Hallo Andreas,

      die können mit der gesetzlichen Frist kündigen oder einen Aufhebungsvertrag schließen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michael
    04.08.2017 - 21:41 Antworten

    Hallo zusammen, kann ich meinen Mieter kündigen, wenn die Nebenkostenabrechnung seit 3 Wochen nicht bezahlt wurde?

    Außerdem wurden zwei Türen von dem Ex Freund kaputt getreten.

    Vorab, ich habe nichts gegen Hunde. Einen Hund hat sie jetzt auch gekauft. Ich möchte das aber nicht.

    In der Vergangenheit wurden zwei Monatsmieten nicht bezahlt.

    Danke für die Antworten.

  • Klaudia Boelen
    10.09.2017 - 21:46 Antworten

    Hallo,

    am 31.07.2017 habe ich meine Kündigung geschrieben zum 31.10.2017. Laut Mietvertrag kann ich bis zum 3. Werktag des Folgemonats zum Ende des übernächsten Monats kündigen.
    Das Problem besteht darin, dass der Vermieter von der Kündigung persönlich bis zum 3. Werktag des Folgemonats Kenntnis von der Kündigung nehmen muss. Dies war nicht möglich, da der Vermieter vom 30.07.-13.08.17 urlaubsbedingt abwesend war. Kenntnis bekam er also am 13.08.2017. Nun besteht er darauf, dass ich bis zum 30.11.2017 Miete zahlen soll.
    Was kann ich machen?
    Viele Grüße
    Klaudia Boelen

    • Mietrecht.org
      11.09.2017 - 11:56 Antworten

      Hallo Klaudia,

      Sie müssen den fristgerechten Eingang der Kündigung beweisen. Wenn der Vermieter seinen Briefkasten (warum auch immer) nicht leert, ist das natürlich nicht das Problem von Ihnen als Mieterin.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Dorén
    21.09.2017 - 20:29 Antworten

    Hallo,

    Ich habe in meinem Mietvertrag eine Mindestlaufzeit von 1 Jahr.
    Diese endet Ende Nov. 2017 – kann ich schon eine Kündigung abschicken ( bevor diese Frist abläuft), um schnellstmöglich ausziehen zu können?
    Und wenn ja, was muss ich beachten, damit alles rechtskräftig ist?
    Gibt es einen Weg um diese zusätzlichen 3 Monate herumzukommen? (Außer Aufhebungsvertrag oder Nachmieter?)

    Vielen Danke für Ihre Hilfe!

  • Janin
    04.10.2017 - 15:11 Antworten

    Hallo,
    mein Ex und ich wohnen noch zusammen aber er will und muss wegen der Arbeit ausziehen. Wir haben einen Zeitmietvertrag von 2 Jahren, der noch bis 6/18 läuft. Nun stellt sich der Vermieter quer und lässt ihn nicht aus dem Mietverhältnis raus,haben auch zusätzlich ein Schriftstück aufgesetzt das ich dort wohnen bleibe. Ich möchte hier noch wohnen bleiben allein wegen meinem Kind (durch die Schule) und Wohnungen zufinden in der Gegend sind mit Wartezeiten. Des Weiteren meint der Vermieter egal ob er sich nun schon eine Wohnung gesucht hat, dass er meinem Ex kein Schriftstück gibt für die Ummeldung beim Bürgeramt und das er trotzdem die Miete für die Wohnung tragen soll. Er lässt uns nur beide raus mit einem Aufhebungsvertrag, doch wie schon geschrieben will ich hier noch wohnen bleiben.

  • Valeria
    15.11.2017 - 13:55 Antworten

    Guten Tag, ich hab folgendes Problem: wohne in 2er WG. Ich bin eine Studentin, 22, und mein Mitbewohner ist Kellner, 29. er kommt ständig in der Mitternacht nach hause, meistens betrunken und hört laute Music im Wohnzimmer, da ich nicht schlafen kann, auf meine bitten das leiser zu machen reagiert er nicht. Außerdem, ist er einmal um 2 Uhr in der Nacht in mein zimmmer halb nackt (selbstverständlich voll betrunken) gekommen, sich auf mein Bett gelegt und sagte „ich schlafe heute mit dir“. Ich hab fast mit Gewalt ihn aus dem Zimmer geworfen.. außerdem, wir wohnen schon 3 Monate zusammen, haben aber nur 1 Schlüssel, da er den 2te verloren hat und „hat so viel zu tun und hat keine Zeit um ein Ersatzslüssel zu machen“. Ich habe jetzt echt Angst zusammen mit dem Typ in einer Wohnung zu bleiben, da er zu viel und regelmäßig trinkt und wird dann total inadequat..

    Also noch 3 Monate überlebe ich hier nicht. Kann ich wegen diesen Gründen vorzeitig kündigen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Valeria

  • Nici
    27.11.2017 - 17:48 Antworten

    Hallo*

    wir haben unser Mietverhältnis gekündigt zum 31.12.17
    Mündlich wurde gestern die Wohnung übergeben, sodass bis max. 30.11.17 Miete gezahlt werden muss.
    Da mein Freund einen Wohnungsschlüssel verloren hat wurde mit der Übergabe vereinbart, dass er heute eine Eidesstaatliche Erklärung vorbeibringt und anschließend das Schreiben für die Kautionauszahlung erhält – das Übergabeprotokoll wurde ihm gestern ausgehändigt.
    Nun haben sich die Vermieter das anders überlegt und mitgeteilt, dass das Schloss ausgetauscht werden soll auf unsere Kosten – ist ja kein Problem. Da die Hausverwaltung nun meinte, dass dies voraussichtlich 6 Wochen andauern wird, weigern sich die Vermieter (die Eigentümerin wollte nach einer „Grundrenovierung“ selber einziehen) dies zu akzeptieren und bestehen nun doch auf die Auszahlung der Miete.
    Schriftlich wurde nicht vereinbart, dass das Mietverhältnis vorzeitig aufgehoben wird, allerdings liegen mündliche Vereinbarungen vor bei denen ich und mein Freund dabei waren.
    Wie verhält sich hier die Rechtslage?

    • Mietrecht.org
      27.11.2017 - 18:37 Antworten

      Hallo Nici,

      in so eine Situation würde ich als Mieter immer einen Mietaufhebungsvertrag schließen. So könnten Sie beweisen, dass das Mietverhältnis eher enden soll.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Julia
    16.01.2018 - 10:43 Antworten

    Hallo,

    wir haben zum 1.1.18 einen Mietvertrag unterschrieben und sind jetzt am Wochenende eingezogen. Die Mindestlaufzeit wurde so angesetzt, dass wir mindestens für ein Jahr dort wohnen müssen.
    Nun haben wir aber, seitdem wir eingezogen sind kein Auge mehr zubekommen.
    Die Obermieter trampeln so penetrant laut, dass man genau weiß, wann sich wer, in welchem Zimmer aufhält. Das geht schon morgens um 5 Uhr los, sodass wir davon aufwachen und endet meist erst nach weit nach 22 Uhr.
    Zusätzlich hört man die Haustüren im Flur und das Treppenlaufen stärker als gedacht. Jede Nach ab 2/3 Uhr startet ein Geräusch, was sich wie eine Waschmaschine, ein Agregat was sich einschaltet oder einfach nur ein rythmisches brummen und bumsen anhört. Davon wachen wir jeden Mal auf. Ich hab seit Tagen nicht geschlafen und werde von Tag zu Tag gestresster.
    Haben wir irgendeine Möglichkeit vorzeitig aus dem Mietvertrag zu kommen?

    • Mietrecht.org
      16.01.2018 - 12:25 Antworten

      Hallo Julia,

      der erste Weg wäre die Dokumentation und dann ggf. eine Mietminderung. Wenn der Vermieter mitspielt, kann auch ein Mietaufhebungsvertrag die Lösung sein.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Meral Simsek
    14.02.2018 - 18:42 Antworten

    Hallo,

    ein toller Artikel, ich hoffe sie können mir auch etwas behilflich sein. Wir leben mit 3 Personen (Ehemann, Tocher und ich) in einer 2 Zimmer Wohnung. Nun bin ich mit den zweiten Kind Schwanger und in 4 Monaten ist die Entbindung. Jetzt ist es schon sehr schwer,aber wenn das baby da ist will ich mir nicht vorstellen wie chaotisch das in unserer zwei Raum Wohung wird. Seit längerem suchen wir eine 3 Zimmer Wohnung,die suche gestaltet sich wirklich sehr schwer. Vor zwei Tagen haben wir eine wirklich tolle Wohnung besichtigt und die derzeitige Mieterin meinte das zum 01.03. jemand gesucht wird. Derzeit warten wir auf die Entscheidung des Besitzers. Meine Frage; können wir aufgrund unserer lange schneller aus dem Missverhältnis der jetzigen Wohnung raus wenn die Rückmeldung positiv sein sollte? Ein Monat könnten wir das paralell zahlen aber 3 monate sind wirklich sehr schwer, selbst bei einer positiven Rückmeldung müssten wir das in diesen Fall ablehnen. Gibt es eine Möglichkeit da was zu machen? Über eine zeitnahe Antwort würden wir uns sehr freuen. Vielen Dank im Voraus.

    LG Familie S.

    • Mietrecht.org
      15.02.2018 - 09:11 Antworten

      Hallo Meral,

      bieten Sie dem Vermieter Ihre Hilfe bei der Nachmietersuche an und schließen Sie dann im besten Fall einen Mietaufhebungsvertrag. Ein Recht früher aus dem Vertrag zu kommen haben Sie m.E. aber nicht.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michelle
    13.03.2018 - 18:52 Antworten

    Hallo Dennis.
    Ich habe einen Mietvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren gehabt. Ich habe nach 6 Monaten (mit Absprache) meinen Vertrag mit einer 3 Monatsfrist gekündigt und eine Kündigungsbestätigung erhalten. Zusätzlich have ich Nachmieter gefunden und diese dem Makler vorgestellt.
    Diese haben einen neuen Mietvertrag unterschrieben.
    Jetzt fordert die Vermieterin über den Makler, dass ich die entstandenen Kosten von 2 Mietverträgen und 2 Schufa- Auskünften übernehme. Außerdem behauptet der Makler er hätte auf seine Courtage verzichtet, die ich eigentlich hätte tragen müssen. Muss ich die entstandenen Kosten tragen? Er argumentiert damit, dass die Rechtsgrundlage dafür seie, dass ich vorzeitig einen zeitmietvertrag gekündigt habe und die vermieterin nur aus Kulanz zugestimmt hat.
    Vielen Dank für die Hilfe!

    • Mietrecht.org
      13.03.2018 - 20:03 Antworten

      Hallo Michelle,

      alle diese Forderungen hätte die Vermieterin in einem Aufhebungsvertrag fixieren können. Jetzt wo die Kündigung bestätigt wurde und die Nachmieter eingezogen sind, sehe ich keinen Weg mehr dafür. Lassen Sie sich im Zweifel bitte rechtlich beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Stephanie
    03.04.2018 - 11:48 Antworten

    Hallo Dennis,

    mein Partner hat fristgerecht gekündigt; Nachmieter wurden bereits vorgeschlagen-da wir verkürzen möchten. Aus gesundheitlichen Gründen (ich – seine Lebenspartnerin, Grad der Behinderung 100, Merkzeichen BL, H, kein Pflegefall – ziehen wir in ein barrierfreies Haus.

    Jetzt haben wir von der Verwaltung erfahren, dass evtl. ein Verlauf anstünde & mein Partner auf eine Rückmeldung warten müsse, ob verkauft wird oder nicht. Die Nachmietervorschläge somit hinfällig…?

    Kann eine Kürzung der Frist dennoch umgesetzt werden? Auf Spekulationen ist schwer zu handeln.

    Liebe Grüße

    S. Bibow

    • Mietrecht.org
      03.04.2018 - 16:52 Antworten

      Hallo Stephanie,

      als Mieter können Sie immer fristgerecht kündigen. Für die Nachmietersuche und die Aufhebung des Vertrages brauchen sie immer die Zustimmung des Vermieters.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Nicole Huisman
    10.04.2018 - 20:19 Antworten

    Guten Abend
    Eine tolle Seite, nur für mein Anliegen habe ich keine Antwort gefunden.
    Seit Juni 2016 wohne ich in einer Liegenschaft, die von einer Verwaltung betreut wird. Ich hatte einen Jahresvertrag damals unterschrieben.Im August 2017 habe ich in die unterste Wohnung gewechselt. Die 3 Monate Kündigungsfrist musste ich nicht einhalten, da der Vertrag übernommen wurde. Nun habe ich die Wohnung Fristgerecht am 29.3.18 per 30.6.18 gekündigt. Erst da sah ich, dass wieder eine Jahresfrist im Vertrag steht, aber bis 30.9.18.
    Im Mietvertrag ist aber auch drin, dass es ein Lift gibt. Der ist aber seit Oktober 2017 ausser Betrieb. Es es nun nicht so, dass der Mietvertrag von der Verwaltung nicht eingehalten wurde und ich somit nicht die Jahresfrist einhalten muss?

    Würde mich sehr freuen, eine Antwort darauf zu bekommen.
    Viele Grüsse
    Nicole

    • Mietrecht.org
      11.04.2018 - 07:47 Antworten

      Hallo Nicole,

      wenn ein Lift im Vertrag zugesagt wurde, wäre die erste Option m.E. eine Mietminderung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • A.Meumerzheim
    23.04.2018 - 13:48 Antworten

    Meine Mitbewohnerin und ich haben unser Studium abgebrochen, da ich erfahren habe, dass ich Schwanger bin. Da unser Elternhaus 200 km weit weg ist und mein Partner dort ebenfalls lebt möchten wir die Wohnung kündigen und zurück zur Heimat. Der Mietvertrag hat jedoch eine Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr.

    Gibt es eine Möglichkeit frühzeitig aus dem Vertrag rauszukommen ?

    • Mietrecht.org
      23.04.2018 - 16:56 Antworten

      Hallo A.Meumerzheim,

      ich würde den Vermieter bitten, eine Mietaufhebungsvertrag mit Ihnen abzuschließen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Leonardo
    28.05.2018 - 17:19 Antworten

    Hallo ich möchte aus meinem Zeitmietvertrag herauskommen. Im Vertrag ist die Klausel, dass der Vermieter nach zwei Monatsmieten im Rückstand kündigen Kann. Gibt es rechtliche Folgen für mich wenn ich es auf diese Art versuche das Verhältnis zu beenden?

    • Mietrecht.org
      28.05.2018 - 20:06 Antworten

      Hallo Leonardo,

      Sie würden sich Schadenersatzpflichtig machen. Denken Sie nur daran, wenn der Vermieter noch Monate braucht, um die Wohnung neu zu vermieten. Sie kommen keine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und riskieren weitere Probleme.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Laura
    19.06.2018 - 20:03 Antworten

    Guten Abend Dennis Hundt,

    ich bin mit Zwillingen schwanger und wohne mit meinem Lebensgefährten in einer 38,3 qm großen Wohnung. Seit Wochen kämpfen wir um aus unserem Zeitmietvertrag heraus zu kommen, da wir in dieser weder Platz für ein Zwillingsbett haben, geschweige den Kinderwagen irgendwo unterbringen können. Da wir aus eigener Hand leider keinen Nachmieter für unsere Wohnung gefunden haben, habe ich mich erneut an die Vermietung gewendet und nach einem Aufhebungsvertrag gebeten. Zuerst wurde mir versichert das dies kein Problem sei und man sich den Zustand unserer Wohnung und ob man diese so übernehmen kann anschauen wollen würde. An dem Tag als der Mitarbeiter der Vermietung bei uns war, konnte nur mein Lebensgefährte vor Ort sein da ich schon im Krankenhaus liege, hieß es plötzlich der Eigentümer wäre doch nicht einverstanden und sie würden sich um einen Nachmieter kümmern. Da mir dies sehr komisch vorkam setzte ich mich mit dem Eigentümer in Verbindung, wo mir mitgeteilt wurde das es nicht an einem Aufhebungsvertrag scheitern sollte, dennoch die Vermietung dafür zuständig sei. Ich weiß langsam nicht mehr weiter und hoffe das sie mir eventuell weiter helfen können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Laura

    • Mietrecht.org
      22.06.2018 - 09:51 Antworten

      Hallo Laura,

      ich kann Ihnen hier leider nicht mehr schreiben, als Sie bereits wissen. Finden Sie einen Nachmieter und/oder schließen Sie einen Aufhebungsvertrag. Anders wird es m.E. nicht funktionieren.

      Alles Gute für Ihre Familie.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Daniel Cammann
    01.07.2018 - 14:46 Antworten

    Hallo,

    ab dem 01.08.2018 fange ich eine Ausbildung in Berlin an.
    Momentan wohne ich noch als Mieter nahe Bremen.
    Da ich erst jetzt das Angebot einer Ausbildung bekommen habe und auch jetzt erst zum 01.08.2018 eine Wohnung in Berlin gefunden habe muss ich vor August ausziehen.

    Leider hat die Vermietergesellschaft meine fristlose Kündigung abgelehnt.

    Ist dies aus meiner notsituation her rechtens?
    Leider kann ich nicht finanziell gesehen 3. Monate weiter die Wohnung nahe Bremen bezahlen.

    Hat jemand tipps für mich?

    Liebe Grüße,

    Daniel Cammann

    • Mietrecht.org
      01.07.2018 - 16:31 Antworten

      Hallo Daniel,

      Ihre Situation ist unangenehm und vielleicht teuer, aber es ist keine Notsituation. Versuchen Sie Ihrer Hausverwaltung eine geeigneten Nachmieter zu präsentieren und bitten Sie dann um Vertragsaufhebung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

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