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Mietkaution nicht angelegt: Die Folgen für Mieter und Vermieter

Die Mietkaution ist für den Vermieter Fremdgeld, das heißt, er hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem üblichen Zinssatz für eine Spareinlage mit dreimonatiger Kündigungsfrist anzulegen. Eine andere Anlageform können die Vertragsparteien vereinbaren.

Nach Beendigung ist die Kaution zuzüglich den Zinsen in der Regel wieder an den Mieter auszuzahlen. Die gesetzliche Pflicht des Vermieters, Mietkautionen gesondert anzulegen, ist eine Vermögensbetreuungspflicht i.S.d. § 266 StGB. Das bedeutet für den Vermieter, dass er im Falle der nicht getrennten Anlegung sich wegen Untreue strafbar machen kann.

Vermieterpflicht: Kaution muss angelegt werden

Der Vermieter muss ein Kautionskonto als „offenes Treuhandkonto“ führen, um den Mieter im Falle einer Insolvenz des Vermieters zu schützen und das Pfandrecht der Banken auszuschließen. Vereinfacht bedeutet das, dass im Falle der nicht getrennten Anlegung die Kaution vom Zugriff etwaiger Gläubiger des Vermieters nicht geschützt ist.

Mietertipp:

Ist sich der Mieter darüber unsicher, ob „seine“ Kaution vom Zugriff möglicher Gläubiger des Vermieters geschützt ist, kann er noch vor Überweisung der Kaution auch die Nennung eines insolvenzfesten Kontos verlangen, auf die er die Kaution überweisen soll.

Auch hat der Mieter einen Anspruch auf einen Nachweis, dass die Kaution auf ein Treuhandkonto angelegt ist. Kommt der Vermieter dem nicht nach, kann der Mieter ein Zurückbehaltungsrecht an der Miete geltend machen (LG Mannheim, WuM 1990, 293, AG Mülheim, WuM 1990, 426).

Nach Ansicht der Rechtsprechung (BGH, Beschluss vom 2. 4. 2008 – 5 StR 354/07) bezieht sich die im Gesetz in § 551 Abs. 3 BGB enthaltene Regelung über die Anlage von Mietkautionen jedoch nur auf Wohnraummietverhältnisse.

Vermietertipp:

Dass heißt, die Pflicht, die Kaution vom eigenen Vermögen getrennt anzulegen, gilt nur bei der Wohnraummiete, nicht bei Mietverträgen über gewerblichen Wohnraum.

Mietkaution nicht angelegt: Folgen für Vermieter

Ist die Mietkaution nicht angelegt, entspricht es nicht der gesetzlichen Vorgabe, wenn der Vermieter das Konto auch als Eigenkonto nutzen kann, sich also „Treugut“ und „Eigengut“ nicht voneinander trennen lassen. Man kann also festhalten, dass der Vermieter die Kaution als Fremdvermögen, von seinem Eigenvermögen trennen muss.

Der in § 266 StGB geforderte Vermögensnachteil könnte darin zu sehen sein, dass der Mieter die besondere Sicherung verliert, die ihm § 551 BGB einräumt. Fraglich ist jedoch, ob die Verletzung der Vermögensbetreuungspflicht automatisch auch zur Folge hat, dass ein entsprechender Vermögensnachteil im Sinne des § 266 StGB entstanden ist. Der Bundesgerichtshof hat bekräftigt, dass sich ein Vermieter, der entgegen den gesetzlichen Vorgaben, die Kaution von seinem eigenen Vermögen nicht getrennt anlegt, sich dann nicht wegen Untreue strafbar macht, wenn er jederzeit bereit und in der Lage ist, die Kaution wieder zurückzuzahlen. Hingegen liegt eine schadensgleiche Vermögensgefährdung jedoch dann vor, wenn wegen der finanziellen Lage des Vermieters mit einem Zugriff der Gläubiger zu rechnen ist.

Maßgeblich sind die Vermögensverhältnisse des Vermieters zum Zeitpunkt der Einzahlung der Kaution.

Vermietertipp: Ist jedoch eine Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Vermieters erst nach der Einzahlung der Kaution eingetreten, kann auch eine strafbare Untreue durch Unterlassen in Betracht kommen.

Kaution nicht angelegt: Folgen für Mieter

Umstritten ist, ob der Vermieter ein Zurückbehaltungsrecht am Mietzins hat, wenn er den Vermieter zum Nachweis der ordnungsgemäßen Anlage der Kaution aufgefordert hat und dieser dem nicht nachkommt.

Nach einer Ansicht steht dem Mieter ein solches Recht zu. Danach könne der Mieter die Mietzahlung in Höhe der Kaution zuzüglich des ungefähren Betrages der aufgelaufenen Zinsen solange verweigern, bis der Vermieter ihm die ordnungsgemäße Anlage der Kaution nachweist.

Nach anderer Auffassung muss der Mieter den Mietzins solange weiter zahlen, bis er nachweisen kann, dass eine Gefahr für den Verlust der Kaution besteht (z.B. bei Insolvenz des Vermieters). Der Mieter ist hierfür beweispflichtig.

Weiterhin kann dem Mieter ein Schadensersatzanspruch gegen dem Vermieter zustehen, wenn dieser die Kaution nicht  oder zu einem niedrigeren als dem gesetzlich vorgeschriebenen Zinssatz anlegt. Der Schaden des Mieters wäre dann die Differenz zwischen dem tatsächlich erzielten und den gesetzlich vorgeschriebenen Zinseinnahmen.

36 Antworten auf "Mietkaution nicht angelegt: Die Folgen für Mieter und Vermieter"

  • Mario Zemke
    14.02.2016 - 10:44 Antworten

    Schön beschrieben…
    Aber Recht bekommen ist die zweite Sache!
    Der Vermieter meines Sohnes hat 48 Wohneinheiten und legt nie eine Kaution an, gibt es sogar zu.
    Nach einer Klage hat der Vermieter eine Zinsbescheinigung der Bank vorgelegt, welche Zinsen erzielt worden wären.
    Wir wollten höhere Ansprüche, da der Vermieter ja die Kaution verbraten hatte, hätte diese ja auch privat zu höheren Konditionen angelegt haben können (x 48 Kautionen, lohnt sich ja).
    Das Gericht hat 6,92 € Zinsen entsprochen, wie der Vermieter als Beweis von der Bank hätte erzielen können. Das hat das Gericht als Beweis anerkannt.
    Der Erfolg: 82 % Gerichtskosten muss mein Sohn tragen, 6,92 € an Zinsen bekommen 88,– € Gerichtskosten.
    Das ist die tatsächliche Wahrheit, was Vermieter müssen!

    • Mietrecht.org
      14.02.2016 - 19:07 Antworten

      Hallo Mario,

      danke für das teilen Ihrer Erfahrungen. Leider sind die Zinsen für Anlagen und auch Mietkaution so tief wie nie.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Mario Zemke
        14.02.2016 - 19:14 Antworten

        Darum geht es ja gar nicht.
        Die Klage wurde vor Gericht für Rechtens erklärt. Der Vermieter hat gegen geltendes Recht verstoßen, die Kosten des Verfahrens liegen bei rund 80 % bei meinem Sohn.
        Und trotzdem kann der Vermieter weiter so machen, die 20 % Kosten tun ihm ja nicht weh!

  • Marc
    06.03.2016 - 21:38 Antworten

    Guten Abend.
    Derzeit gibt es Streit zwischen mir und meinem Vermieter. Ich habe Ihn schriftlich mit einer zweiwöchigen Frist aufgefordert, das Mietkautionskonto zu zeigen. Gleiches hat der Nachbar von unten auch gemacht. Diesem kam er nicht nach. Bisher sind 6 Wochen vergangen. Es kam bisher keinerlei Reaktion.
    Ich schrieb falls er diesem nicht nachkommt, die Mieten drauf anzurechnen, bis der Betrag davon erreicht ist. Sind sämtliche Mängel in der Wohnung, wo er unter Zeugen sagte er beseitigt diese.
    Er sagt, er zeigt das Kautionskonto erst, wenn meine offenen Mieten bezahlt sind.
    Der Nachbar von unten bekam eine Kopie von seiner Bank. Er wohnt seit dem 1.1.2015 unten, drauf ist der Nachweis das er es erst 14 Monate später eingezahlt hat, sprich am 22.2.16. Oben steht der Name des Vermieters, dahinter direkt Mietkautionskonto. Die Zinsen wurden selber durch ihn ausgerechnet.
    Was kann man nun machen ?
    Mit freundlichen Grüßen

    • Mietrecht.org
      06.03.2016 - 21:59 Antworten

      Hallo Marc,

      haben Sie den Mietschulden bei Ihrem Vermieter?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Heidrun Kaltenböck
    06.05.2016 - 10:04 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    steht denn einem Mieter ein Recht auf fristlose Kündigung des Mietverhältnisses zu, wenn der Vermieter trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachweist, dass die Kaution ordnungsgemäß angelegt worden ist?

    Wir haben wegen eines Mietverhältnisses, dass wir fristlos gekündigt haben – es gab leider noch mehr Ungereimtheiten in dem Mietverhältnis (falsche Angabe über Zeit des Leerstandes des Hauses, falsche Angabe von Quadratmeter (Abweichung von über 20%) und Offerte „Erstbezug nach Sanierung“, die sich als komplett falsch herausstellte, da Küche etc. eben bereits mehrere Jahre alt und benutz waren) – und der ehemalige Vermieter zahlt die Kaution nicht zurück, reagiert nicht auf Mails und erbringt keinerlei Nachweise.

    Der Vermieter akzeptierte die fristlose Kündigung nicht und ging von einer dreimonatigen Kündigungsfrist aus und behält die Kaution als Mietzahlungen ein (rechtlich glaube ich nicht zulässig). In dieser Zeit, in der wir also eigentlich seiner Meinung nach Zahlungsverpflichtet sind, war der Vermieter mehrfach – somit also unerlaubt in dem Haus, heizte (auf unsere Kosten) und ließ wohl auch Handwerker in das Objekt.

    Gegen den von uns beantragten Mahnbescheid legte er nun jüngst kommentarlos Widerspruch ein.

    Ist eine Klageerhebung sinnvoll?

    Mit freundlichem Gruß
    HEidrun Kaltenböck

    Mit freundlichem Gruß

    • Mietrecht.org
      08.05.2016 - 05:42 Antworten

      Hallo Frau Kaltenböck,

      eine außerordentlich fristlose Kündigung ist die absolut letzte Möglichkeit, wie Sie sich als Mieter dem vertrag anziehen können. Ihre beschriebenen Dinge klingen für mich eher wie kleinere Probleme. Ich würde die Sachlage anwaltlich prüfen lassen – gerade weil der Vermieter den Rechtsweg zu gehen scheint.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jasmin
    25.05.2016 - 09:40 Antworten

    Wie ist das bei Untervermietung? Ich bin untervermietet und bin mir nicht sicher das meine Vermieterin (die gleichzeitig meine Mitbewohnerin und die Hauptmiterin ist) die Kaution richtig angelegt hat. Nun um genau zu sein hat sie schon ziemlich deutlich gesagt, dass sie das Geld IHREN Vermietern gegeben hat und die haben gesagt das sie das Geld, natürlicherweise, nicht an mich auszahlen werden wenn ich in zwei Monaten ausziehe. Da meine Vermieterin nicht ebsonders viel Geld hat, kann ich mich nicht darauf verlassen das ich das Geld wiederbekomme, besonders auch weil wir kein schriftlichen Mietvertrag haben und ich mich auf ihr Wort alleine nicht verlassen kann. Kann ich die Miete einbehalten? Ich hatte ihr vor zwei Wochen per Schreiben eine Aufforderung gegeben das sie mir einen Nachweis wegen der Kaution geben soll und sie hat sich strikt geweigert mir einen zu besorgen. Darf ich also die Miete einbehalten?
    Mit freundlichem Gruß

  • Pose
    25.05.2016 - 10:49 Antworten

    Hallo,
    Wenn man nach einem Nachweis verlangt, den der Vermieter (handelt um eine Untervermietung) nicht nachkommt, hat man das Recht die Miete einzubehalten bis der Untervermieter dem nachkommt? Da ich nicht einmal weiß was der Untervermieter verdient bei jeder Frage immer nur ausweicht und die Miete bei einem Untermietverhältnis ziemlich hoch ist, mache ich mir dementsprechend Sorgen.
    Mit freundlichen Grüßen

  • Andrea Osman
    02.06.2016 - 07:23 Antworten

    Hallo,
    gibt es einen gesetzlich festgelegten Zeitraum, in dem der Vermieter die erhaltene Kaution anlegen muss, bzw. wann muss er spätestens den Nachweis bringen über das Treuhandkonto?
    Vielen Dank

    • Mietrecht.org
      02.06.2016 - 13:42 Antworten

      Hallo Andrea,

      eine feste Frist ist mir nicht bekannt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Elsa Hammel
    09.06.2016 - 08:37 Antworten

    Hallo,

    bei mir verweigert der Vermieter auch die Herausgabe des Nachweises über die Kaution. Zudem hat sich rausgestellt das wir ziviel gezahlt haben m nämlich drei Bruttokaltmieten, weiter habe ich noch Ansprüche gegen den Vermieter, denen er auch nicht nachkommt, dafür aber ständig auf unserem Grundstück rumturnt.

    Leider sagt Staatsanwalt ständig es wäre alles Zivilrecht, auch Drohungen usw. Was kann man noch tun? Wir suchen zwar nach einem neuen zu Hause, aber derzeit ist der Markt nicht so besonders.

    Darf ich Miete einbehalten bis er seinen zahlungspflichtig und dem Nachweis nachgekommen ist und kann ich Verlagen Zuviel gezahlte Kaution umgehend auszuzahlen?

    Danke

    • Mietrecht.org
      09.06.2016 - 08:58 Antworten

      Hallo Elsa,

      leider kann ich Ihnen nur den Tipp geben, dass Sie sich dazu rechtlichen Rat von einem Anwalt holen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jasmin
    28.06.2016 - 14:09 Antworten

    Hallo,
    Ich habe bei meinem Vermieter einen Nachweis verlangt dem sie nicht nachgekommen ist. Ich habe ihr also mitgeteilt das ich die miete nicht zahle bis sie dem nachkommt. Jetzt droht sie mir die miete einzuklagen und das Wohnungstürschloß auf meine Kosten auszutauschen wenn ich die Miete nicht zahle. Darf sie das? Ich habe vom Anwalt gesagt bekommen das ich einen Anspruch auf den Nachweis habe und demnach darf ich die Miete doch einbehalten wenn sie dies nicht erbringt. Würde sie bei einer Klage durchkommen wenn ich die Miete nicht zahle?

    • Mietrecht.org
      28.06.2016 - 15:34 Antworten

      Hallo Jasmin,

      wenn Sie sich bereits rechtlich haben beraten lassen, würde ich auf die individuelle Beratung des Anwalts vertrauen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Chris Wenda
    08.07.2016 - 21:43 Antworten

    Hallo Herr Hundt, wir sind 10 Jahre davon ausgegangen, dass unser Vermieter eine Kaution in Höhe von 1000 € sinnvoll angelegt hat. Erst jetzt, beim Auszug, wurde offengelegt, dass die Kaution gar nicht angelegt wurde. Welche Möglichkeiten habe ich, die entgangenen Zinsen zu bekommen, und wären rechtliche Schritte möglich oder ratsam?

    • Mietrecht.org
      09.07.2016 - 09:23 Antworten

      Hallo Chris,

      um genau diese Frage geht es oben im Artikel.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Oliver G.
    13.07.2016 - 14:14 Antworten

    Hallo,

    ich bin seit Juli Vermieter und versuche verzweifelt seit zwei Wochen eine Bank zu finden die überhaupt ein Mietkautionssparbuch für Vermieter anbietet!!! Bei allen Banken (Diba, Postbank, Commerzbank, DeutscheBank), welche ich angerufen und im Internet geprüft habe gibt es so ein Konto nur für die Mieter! Kennt jemand eine Bank die so etwas überhaupt noch macht?

    Viele Grüße, Oliver

    • Mietrecht.org
      13.07.2016 - 17:41 Antworten

      Hallo Oliver,

      die Hausbank München hat sich (auch) auf Mietkautionen spezialisiert.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

    • M
      21.03.2018 - 01:46 Antworten

      Die DKB hat ein sogenanntes Vermieterpaket.
      Dort kann man per Knopfdruck ein Einzelmietkautionskonto anlegen.
      Es ist kostenlos und für Privatkunden.
      Wir sind sehr zufrieden, seitdem wir damit arbeiten.

      Viele Grüße

  • Hannelore Stampfel
    14.07.2016 - 11:29 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,
    ich habe folgendes Problem:
    seit April 2006 wohne ich in meiner jetzigen Wohnung.
    Nun hat die aktuelle Hausverwaltung reklamiert dass ich seinerzeit keine Kaution gezahlt hätte und ich solle diese jetzt zahlen oder beweisen das ich doch gezahlt habe.
    Ich habe daraufhin meinen Überweisungsträger + meinen Kontoauszug in Kopie vorgelegt.
    Die Hausverwaltung behauptet aber weiter es gäbe keinen Geldeingang.
    Was kann oder muß ich noch tun ??

    • Mietrecht.org
      14.07.2016 - 14:45 Antworten

      Hallo Hannelore,

      mehr können Sie in meinen Augen nicht tun.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • king
    30.01.2017 - 19:40 Antworten

    Hallo,
    Ich habe mal die hierzu passende Frage:
    Wenn ein Vermieter mit mehreren Häusern und je ca. 9 Mietparteien die Kautionen auf ein Konto tatsächlich anlegt, kann er dann alle Kautionen auf ein Gesamtkonto anlegen oder muss er für jeden Mieter ein Extrakautionskonto anlegen?
    Denn wenn er nur ein Gesamtkonto für alle Mieter anlegt, dann möchte ich mal sehen, wenn man dann die Zinsen korrekt da herausrechnen will, wenn man z.B. schon 10 Jahre dort wohnt?
    Mein VM weigert sich im übrigen auch strikt einen Nachweis vorzulegen und ich vermute, dass er nur einen Teil-Betrag, wenn überhaupt angelegt hat.
    Mit freundlichen Grüssen

  • Peter N.
    20.05.2017 - 21:58 Antworten

    Hallo,
    Ich bin Vermieter einer Wohnung und habe die Kaution einfach auf ein neues Girokonto eingezahlt. Allerdings das Geld für Reparaturen am Haus verwendet und schlichtweg vergessen es wieder auf das Konto zu packen. War mir nicht bewusst dass das Geld extra angelegt werden muss,nur dass ich den Mietern bei Auszug die Kaution wieder zurückgeben muss. Jetzt ziehen die Mieter aus und verlangen die Kaution inklusive Zinsen zurück. Ich nehme mal an sie bestehen dann auch auf einen Nachweis. Was kann ich nun tun?Wie verzinse ich die Kaution und wie kann ich ihnen einen Nachweis geben?bzw. Was passiert wenn ich ich ehrlich zugebe,es nicht extra angelegt zu haben?
    Vielen Dank schon mal .
    Liebe Grüße,
    Peter N.

  • mona
    26.06.2017 - 08:31 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    Ich bin letztes Jahr Mitte November in die neue Wohnung gezogen. Hab allerdings vor diesen September wieder auszuziehen.
    Zwischen mir und meinem Vermieter wurde mündlich vereinbart, dass ich die Kaution selbst auf einem Kautionskonto anlegen sollte, ihm dann den Nachweis gebe, dass er weis, dass das Geld für ihn, falls nötig erreichbar wäre.
    Im Vertrag allerdings steht die ganz Normale Klausel, dass die Kaution in Höhe von … € von mir an den Vermieter geleistet werden muss und er die Kaution dann eben auf ein separates Konto für eben solche Zwecke anlegen muss.

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich versäumt habe die Kaution wie mündlich besprochen auf ein Konto einzuzahlen. Mein Vermieter hat sich auch nie mehr danach erkundigt. Muss ich jetzt befürchten, dass er die Kaution noch nach verlangt? Schließlich bin ich meiner Pflicht der Zahlung nicht nachgekommen. Andererseits würde mir das Geld (mehr oder weniger) ja jetzt zum Auszug im September wieder zustehen… Schäden wurden von mir in der Wohnung nachweislich nicht verursacht!

    Mit was für Folgen habe ich jetzt zu rechnen?

    • Mietrecht.org
      26.06.2017 - 15:08 Antworten

      Hallo Mona,

      sprechen Sie Ihren Vermieter doch offen auf das Problem an und finden Sie eine einvernehmliche Lösung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Werner
    18.10.2017 - 13:22 Antworten

    Hallo, mein Vater hat 2016 eine Wohnung bezogen und, wie im Mietvertrag enthalten 2 Monatsmieten Kaution bezahlt. Jetzt haben wir den Mietvertrag gekündigt und wollten die Kaution zurück. Der Vermieter fordert einen Nachweis über die Zahlung der Kaution, den mein Vater nicht erbringen kann. Wir haben nur die angegebene Kontonummer für die Einzahlung der Kaution und die ordnungsgemäße Anwicklung bei Vertragsbeginn durch die Maklerfirma. Wie kann mein Vater an seine Kaution kommen?
    Viele Dank und viele Grüße

  • Stefan Willms
    27.10.2017 - 09:43 Antworten

    Hallo, ich hätte da mal eine Frage:

    nachdem wir nach 7 Jahre als Mieter aus unserer Wohnung ausgezogen sind haben wir nun die Mietkaution zurückbekommen. Die Mietkaution betrug 1190 €. Die Zinsen (ca. 20 €) waren viel geringer als wir uns errechnet und erwartet haben (ca. 100 €). Auf Nachfrage haben wir vom Vermieter (eine Immobiliengesellschaft) eine Aufstellung bekommen wie sich die Zinsen über den Zeitraum der 7 Jahre entwickelt haben. Als Berechnungsgrundlage wurde die Zinsentwicklung eines Mietkautionssparbuchs verwendet. Aber es gab keins Nachweis, wie das geld angelegt war. Ich glaube aber nicht, dass die Gesellschaft das Geld so angelegt hatte. Meine Frage: Ist der Vermieter auch im Nachhinein noch verpflichtet mir offenzulegen, wie das Geld wirklich angelegt war? Also z.B. Kontoauszug, Kontoart,, Bankinstitut, damit ich die Zinsen Schwarz auf Weiss ersehen kann und nicht auf eine eigene Berechnung des Vermieters vertrauen muss?

    • Mietrecht.org
      27.10.2017 - 11:51 Antworten

      Hallo Stefan,

      bei seriösen Hausverwaltungen bekommen Sie sogar jährliche ein Aufstellung über die Zinsen. Hierauf wird ja auch Abgeltungssteuer fällig.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jenny
    21.01.2018 - 08:40 Antworten

    Guten Tag,

    nach Einzug in die Wohnung stellten wir viele erhebliche Mängel fest, wir teilten der Vermieterin mit, dass wir die Kaution einbehalten würden bis diese beseitigt wären statt die Miete zu kürzen. War sie mit einverstanden.
    2 Monate später – keine Mängel beseitigt – teilte uns unsere Vermieterin mit, dass sie jetzt die Kaution benötige, da sie die Heizungen machen lassen müsste und sie das Geld bräuchte, sie lebe ja schließlich ausschließlich von den Mieteinnahmen und sie hätte kein Geld mehr. Wir sagten, dass wir die Kaution nicht bezahlen würden, da wir wüssten, dass sie diese nicht anlegen sondern veruntreuen würde.
    Jetzt hat sie uns die Wohnung wegen Nichtzahlung der Kaution gekündigt. Welche Möglichkeiten haben wir? Wenn wir jetzt die Kaution zahlen, wissen wir, dass sie „verbraten“ und nicht angelegt werden wird.
    Danke!

    • Mietrecht.org
      22.01.2018 - 10:01 Antworten

      Hallo Jenny,

      verweisen Sie die Vermieterin auf Ihre schriftliche Zustimmung, dass Sie die Kaution erst nach Mangelbehebung zahlen werden / müssen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Fred
    02.04.2018 - 10:02 Antworten

    Hallo Dennis,

    ich vermiete (als Hauptmieter) seit 6 Jahren ein Zimmer in einer Wohnung unter (in der ich auch selbst wohne). Das mit dem Anlegen der Kaution, meines Untermieters habe ich total übersehen. Kaution liegt Bar zuhause im Safe.
    Was kann ich nachträglich zur jetzigen Einzahlung auf ein Konto, noch zusätzlich tun um bei einer Kündigung und Rückerstattung durch den Untermieter, keine Probleme zu erhalten? ( Klärung mit dem Untermieter nicht möglich, da kein gutes Verhältnis)

    Vielen Dank!

    • Mietrecht.org
      02.04.2018 - 15:34 Antworten

      Hallo Fred,

      Sie können die entgangenen Zinsen erstatten – mehr können Sie rückwirkend nicht machen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jooonas
    28.04.2018 - 20:04 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    Ich wohne in einer Wohngemeinschaft mit einer mit einer Freundin und habe eine Kaution im Rahmen eines Untermietvertrages (Sie ist die Hauptmieterin, Ich bin der Untermieter) an sie überwiesen. Jetzt habe ich das Problem, dass ich glaube, dass sie trotz der vertraglichen Vereinbarung zur Anlage der Kaution („getrennt vom übrigen Vermögen, zu gängigem Zins“) das Geld auf ihrem Privatkonto belassen und bereits ausgegeben hat. Ein herumliegender Kontoauszug weißt ein negatives Saldo von -1.200,- € auf diesem Konto auf.

    Nun ist es im Mietrecht meines Wissens nach so, dass ein Mieter von einem Vermieter einen Nachweis der treuhändereschen Anlage der Kaution verlagen kann und gesetzt den Fall dieser kann keinen Nachweis erbringen, zur Einbehaltung der Miete bis zur höhe der bezahlten Kaution berechtigt ist.

    Meine Frage: Gilt dieses Recht auch in einem Untermietverhältnis? Also bin ich berechtigt, nach Aufforderung zum Nachweis der Anlage meiner Mietkaution, die Miete bis zur Höhe der hinterlegten Kaution einzubehalten?

    Beste Grüße und vielen Dank im Voraus.

    Jonas

    • Mietrecht.org
      29.04.2018 - 17:44 Antworten

      Hallo Jonas,

      grundsätzlich betrifft das Mietrecht auch Untermietverhältnisse.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

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