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Mietvertrag vor Einzug kündigen – geht das?

So manch ein Mieter hat schon einmal einen Mietvertrag übereilt abgeschlossen und stellt dann im Nachgang fest, dass es mit der Wahl der Wohnung, oder sonstigen Umständen im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis doch nicht so ganz passt.

Ein Einzug in die neue Wohnung ist bislang aber noch nicht erfolgt – kann man als Mieter den Mietvertrag trotzdem schon vor Einzug kündigen? Diese Frage klären wir in diesem Artikel.

Wir beziehen uns in diesem Beitrag auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes – dieser hat sich bereits vor mehreren Jahrzehnten mit der „Kündigung vor Einzug in eine Wohnung“ beschäftigt.

Das sagt der Bundesgerichtshof dazu:

Auch wenn der Mieter noch nicht eingezogen und das Mietverhältnis damit noch nicht „in Vollzug gesetzt“ wurde, kann es prinzipiell bereits unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist des § 573 c Abs. 1 S. 1 BGB ordentlich gekündigt werden (BGH: Urteil vom 21.02.1979 VIII ZR 88/78) da das Vertragsverhältnis bereits mit Abschluss des Vertrages Rechtswirkungen erzeuge.

Maßgeblich sind gemäß der Ansicht des BGH die Vereinbarungen der Vertragsparteien – das gebiete der Grundsatz der Vertragsfreiheit:

Haben Sie und Ihr Vermieter also eine Vereinbarung darüber getroffen, ab wann eine ordentliche Kündigung möglich sein soll?


Wichtig: Checken Sie zuerst Ihren Mietvertrag, ob dieser hierzu irgendwelche Regelungen enthält!

  • Gibt es eine solche mietvertragliche Vereinbarung, die z.B. regelt, dass die Kündigungsfrist erst mit dem Zeitpunkt des vereinbarten Beginns des Mietverhältnisses läuft, dann gilt diese vorrangig, d.h. die Kündigungsfrist beginnt erst ab dem Zeitpunkt des Beginns des Mietverhältnisses zu laufen.

Beispiel: Der Vertragsschluss war bereits am 01.06.2013. Das Mietverhältnis soll aber erst am 01.10.2013 beginnen, dann beginnt die Kündigungsfrist des § 573 c Abs.1.S.1 BGB frühestens ab dem 01.10.2013 zu laufen und das Mietverhältnis kann frühestens zum 31.12.2013 beendet werden.

  • Dasselbe gilt, wenn sich im Rahmen einer ergänzenden Auslegung des Vertrages darauf schließen lässt, dass die Parteien den Beginn der Kündigungsfrist erst ab dem vereinbarten Vollzug des Mietverhältnisses wollten. Eine solche Auslegung kann sich laut BGH aus der Interessenlage der Parteien ergeben.

Beispiel: der Vermieter tätigt hohe Aufwendungen in das Mietobjekt und durfte erwarten, dass er durch die Mietzahlungen einen wirtschaftlichen Ausgleich dafür erhält (so der BGH in obig zitiertem Urteil).

Gibt es keine Vereinbarung und ist auch im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung nicht auf einen gewollten Kündigungsbeginn erst mit Beginn des Mietverhältnisses zu schließen, beginnt die Kündigungsfrist für den noch nicht vollzogenen Vertrag mit Zugang bei der anderen Vertragspartei zu laufen.

Beispiel: Der Vertragsschluss war bereits am 01.06.2013, das Mietverhältnis soll erst am 01.10.2013 beginnen, dann kann dieses, wenn dem Vermieter die Kündigung bis zum 03.07.2013 zugeht, ordentlich zum 30.09.2013 – also noch vor dessen Beginn gekündigt werden.

Der BGH hat dies damit begründet, dass eine Bindungen der Vertragsteile in der Zeit bis zum Vollzug des Vertrages im Allgemeinen nicht stärker sei, als danach.

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48 Antworten auf "Mietvertrag vor Einzug kündigen – geht das?"

  • julia Müller
    04.06.2014 - 22:19 Antworten

    Wenn ein Mietvertrag vorliegt, schon unterschrieben, aber die Adresse falsch aufgeschrieben wurde, der Vermieter jedoch nicht einmal den Personalausweis kontrollierte, und auch keine Kaution bezahlt wurde, muss ich dann trotz Kündigung noch 3 Monate miete zahlen, obwohl noch kein Übergabeprotokoll oder Schlüsselübergabe erfolgt ist.?

    Desweiteren, ist die Wohnung immernoch im gleichen Zustand wie zur Besichtigung. Es wurde nix angemeldet oder in der Wohnung verändert.

    Ein Schreiben, das die Kündigung eingegangen ist, wird uns auch nicht ausgehändigt.

    Die Hausverwaltung reagiert auch auf keine Mails.

    • Mietrecht.org
      10.06.2014 - 14:41 Antworten

      Hallo Julia,

      ich würde Ihnen die rechtliche Beratung durch einen Anwalt empfehlen. Dieser kann Ihnen sicherlich Konfekt sagen, ob ein Mietvertrag zustand kam oder nicht.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • sarina
    11.08.2015 - 12:33 Antworten

    Hallo…
    am 28.07.2015 haben wir einen Mietvertrag unterschrieben, für ein Einfamilienhaus. Das allerdings sehr baufällig ist… Dach undicht (leider erst zu spät gesehen), Keller feucht, Flohbefall und Mäuse waren auch drin. Haben der Vermittlerin vom Vermieter schon telefonisch darüber informiert, dass wir es bis zum 01.11.2015 mit Sicherheit nicht schaffen werden das Haus zu sanieren. Wir sind Schichtarbeiter und haben ein kleines Kind. Sie meinte wir sollen dann kündigen. Meine Frage zu wann müssten wir kündigen? Und kommen wir ohne finanzielle Einbußen da wieder raus?
    Über eine Antwort bedanke ich mich schon jetzt…
    Mit freundlichen Grüßen

  • I. Müller
    19.09.2015 - 09:20 Antworten

    Guten Tag,
    ich bin Vermieterin und habe folgendes Problem:
    Am 01.09.15 habe ich mit einem unverheirateten Paar mit Kind einen Mietvertrag für meine Eigentumswohnung abgeschlossen. Mietbeginn ist der 01.12.15.
    Beide haben unterschrieben.
    Nun teilt mir die Mieterin nur 14 Tage nach Vertragsabschluss mit, dass Sie und ihr Partner sich getrennt haben, also nicht beide einziehen werden.
    Sie würde die Wohnung gerne mit dem Kind alleine beziehen und sagt dass das auch finanziell funktionieren würde. Ich glaube das aber leider nicht wirklich. Auch denke ich dass die Trennung vielleicht schon vorher geplant war, dass man aber befürchtet hat, man würde die Wohnung als Alleinverdiener nicht bekommen…
    Welche Möglichkeiten habe ich, bzw. worauf muss ich achten?
    Ich bedanke mich für eine Antwort.
    Mit freundlichen Grüssen
    I. Müller

    • Mietrecht.org
      21.09.2015 - 09:49 Antworten

      Hallo Frau Müller,

      Ihre beiden Mieter stecken zusammen in dem gemeinsamen Mietvertrag fest. Bitten Sie Ihre Mieter, wieder zu kündigen, wenn Sie nicht gemeinsam einziehen wollen.

      Sie können durchaus den Standpunkt vertreten, dass Sie die doppelte Sicherheit zweier Mieter brauchen und nicht auf eine Person verseichten werden. Im Zweifel sollten Sie sich rechtlich beraten lassen, ein Anwalt wird den gesamten Sachverhalt sicher gut einschätzen können.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Dietmar B.
    06.10.2015 - 14:00 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,

    ich habe am 30. 8. 2015 den Mietvertrag für eine 1-Zimmer Wohnung zum 1.10.2015 abgeschlossen. Am Son. 27.9.2015 fand eine „schnelle“ Schüsselübergabe statt.

    Dabei erzählte mir der Vermieter, dass im selben Haus gerade eine 2-Zimmer Wohnung gekündigt wurde.

    Eine größere Wohnung wäre mir von vornherein lieber gewesen. Der Mieter der 2-Zimmerwohnung ist auch an einer früheren, schnellstmöglichen Übergabe der Wohnung interessiert.

    Nach dem Wochenende sprach ich mit dem Vermieter und bekundete mein Interesse an der größeren Wohnung die mir der Vermieter auch zum 1.11.2015, zusagte. Der guten Ordnung halber kündigte ich die 1-Zimmer Wohnung am 30.9.2015 zum 31.12.2015 (3 Monate) bereits vor meinem Einzug, um möglichst bald die 2-Zimmer Wohnung zu übernehmen.

    Die erste Miete für die 1-Zimmer Wohnung zahlte ich natürlich pünktlich. Der Vermieter bestand noch auf die komplette Zahlung der Mietkaution (3 Monate) zum 1. Tag des Mietbeginns, laut Vertrag. Die ich inszwischen auch überwiesen habe. Dass ich Nachmieter suchen würde, um eher aus dem Mietvertrag zu kommen, stimmte der Vermieter zu.

    Der Vermieter schickte mir einen neuen Mietvertrag für die 2-Zimmer Wohnung zu, den ich noch nicht unterschrieben habe, da ich bis heute noch keine Kündigungsbestätigung habe. (Ich möchte nicht die Mietverträge für zwei Wohnungen haben!) Dem Vermieter habe ich bereits einige potenzielle Nachmieter, mit kpl. Daten zugesandt ohne eine Rückantwort bisher. (Kommunikation z.Zt. etwas schwierig, da Vermieter in einem langfristigen Auslands-Urlaub ist)

    Habe ich in diesem Fall gegen den Vermieter einen Anspruch, vorzeitig aus dem Mietverhältnis entlassen zu werden, da ich ein berechtigtes Interesse an der vorzeitigen Vertragsaufhebung habe, da ich einen solventen Nachmieter stellen kann und auch in eine seiner Wohnungen im selben Haus ziehen würde. (Weiterer, Neuer Mietvertrag!?)

    Dass, dies viele Fragen zu diesem Sachverhalt sind, ist mir klar. Aber ich freue mich auf eine baldige Antwort.

    Vielen Dan im Voraus. Mit freundlichem Gruß
    Dietmar.B

  • Carmen
    12.10.2015 - 11:49 Antworten

    Hallo,

    ich habe letzte Woche einen befristeten Mietvertrag (1Jahr) über einen Makler abgeschlossen.
    Leider ist es mir familiär nicht möglich, diese Wohnung in Anspruch zu nehmen.
    Schlüsselübergabe fand noch keine statt. Mietverhältnis erst ab 01.11.

    Habe ich ein Rücktrittsrecht?

    Liebe Grüße
    Carmen

    • Mietrecht.org
      12.10.2015 - 15:36 Antworten

      Hallo Carmen,

      ich würde den Kündigungsausschluss prüfen lassen. z.B. hier.

      Grundsätzlich sollte jede Mieter vorsichtig sein, sich Jahre zu verpflichten, wenn Sie Umstände sich ändern könnten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Franzi
    16.11.2015 - 21:00 Antworten

    Hallo,
    mein Partner hat vor zwei Wochen einen Mietvertrag für seine neue Wohnung unterschrieben. Das Mietverhältnis beginnt laut Vertrag erst am 1.12. . Wie sieht es aus wenn er umgehend kündigt und die Wohnung gar nicht erst von ihm bezogen wird? Kann die Hausverwaltung die volle Höhe der Kaution beanspruchen bzw überhaupt Miete einfordern?
    Wie ist seine Kündigungsfrist?
    Vielen Dank

    • Mietrecht.org
      20.11.2015 - 02:30 Antworten

      Hallo Franzi,

      ich sehe keinen Grund, warum der Mieter sich nicht an seine Pflichten halten muss. Hier finden Sie mehr zu den Kündigungsfristen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Christian
    08.01.2016 - 15:57 Antworten

    Hallo,
    wir haben einen Mietvertrag für ein Reihenhaus am 24.11.2015 unterschrieben. Mietbeginn ist der 01.02.2016. Heute ist der 08.01.2016 und wir den Vermieter darüber in Kenntnis gesetzt, dass wir das Reihenhaus aus finanziellen Gründen nicht beziehen können. Der Mietvertrag enthält keine Regelung zum Fristbeginns im Falle einer Kündigung vor Mietbeginn.

    Ist somit eine fristlose Kündigung mit dem 08.01.2016 vom Mietvertrag vor Mietvollzug möglich? Eine Wohnungsübergabe und -abnahme mit dem Vormieter ist uns ebenfalls nicht möglich. Müssen wir dem Vermieter eine Monatsmiete zahlen und wie ist es mit der Abnahme vom Öl-Tank und dem Stromzählerstand?

    Vielen Dank.

    • Mietrecht.org
      09.01.2016 - 01:21 Antworten

      Hallo Christian,

      wenn Sie heute kündigen, dann wird die Kündigung zum 30.04.2016 wirksam, siehe gesetzliche Kündigungsfristen.

      In dieser Zeit Schulden Sie die Kaltmiete und die Nebenkostenvorauszahlungen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Caro
    14.01.2016 - 20:33 Antworten

    Hallo,
    mein Partner hat einen Mietvertrag unterschrieben. Etwa eine Woche später bekamen wir die Nachricht das wir ein Kind erwarten. Da in der Wohnung keine Einbauküche ist, die wir erst kaufen müssten und uns dann in 6 Monaten eine größere Wohnung suchen müssten, weil für 3 Personen viel zu klein wäre hat er Fristgerecht gekündigt (3 Monate auf den 31.03.16) und hat mit dem Vermieter vereinbart das wenn ein Nachmieter gefunden wird es mit einem Mietaufhebungsvertrag geregelt wird. Jetzt hat der Vermieter sich gemeldet er hätte einen neuen Mieter gefunden auf den 1.03. aber der würde schon Mitte Februar zum Renoviernen beginnen, ob er ihm zusagen kann, dann müsste er die Märzmiete nicht auch noch zahlen. Wir haben nicht mal den Schlüssel der Wohnung: Dann müsste der neue Mieter auch schon die Februarmiete übernehmen wenn er früher rein will oder? Muss man trotzdem Miete + NK und Garage zahlen wenn man nicht mal eingezogen ist?
    Vielen Dank schon vorab und liebe Grüße

    • Mietrecht.org
      15.01.2016 - 08:10 Antworten

      Hallo Caro,

      wie und ob Sie eine Wohnung nutzen bleibt Ihnen überlassen, Miete + Nebenkosten muss der Mieter natürlich trotzdem zahlen.

      Sie wollen eine Art Mietaufhebungsvertrag schließen. Dort kann auch vereinbart werden, das Sie noch die Februar-Miete zahlen und der Nachmieter schon Mitte Februar in die Wohnung kann. Das klingt vielleicht nicht ganz fair, ist aber vielleicht die beste Lösung, wenn Sie nicht bis Ende März Miete zahlen wollen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sabrina
    02.02.2016 - 15:04 Antworten

    Hallo,

    ich habe einen Mietvertrag unterschrieben und den Vertrag bereits vor Beginn des Mietverhältnis wieder gekündigt.

    Im Mietvertrag steht: „Das Mietverhältnis beginnt am 1.April 2016 und läuft auf unbestimmte Zeit. Wird das Mietverhältnis gekündigt, dann beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate für den Mieter. Im Übrigen richten sich die Kündigungsfristen nach dem Gesetz.“

    Ab wann beginnt nun die Kündigungsfrist zu laufen? Bereits mit dem Zugang des Kündigungsschreibens oder erst zu Beginn des Mietverhältnisses am 1. April 2016?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    • Mietrecht.org
      03.02.2016 - 22:36 Antworten

      Hallo Sabrina,

      genau mit dieser Fragen beschäftigt sich der Artikel oben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Reichert
    19.02.2016 - 17:16 Antworten

    Hallo,
    wir haben einen Mietvertrag im November unterschrieben Mietbeginn 01.02.16, kurz danach haben ich und mein freund uns getrennt, Kündigung erfolgte auch im November, alleine hätte ich die wohnung nicht finanzieren können. Ich bin jetzt in Mutterschutz und kurz vor der Geburt des Kindes, das heißt werde Elterngeld beziehen (was nicht viel ist, muss Wohngeld beantragen), der Vermieter möchte aber von mir die Kaltmiete+Nebenkosten haben für Februar (mein Freund sei aus dem Vertrag entlassen, laut Telefonat). Schlüsselübergabe fand auch nicht statt. Das Geld kann ich natürlich nicht aufbringen, hab eine Woche zeit um das Geld zu überweisen, sonst wird ein Anwalt ins spiel kommen. Was kann ich tun?

    • Mietrecht.org
      19.02.2016 - 19:10 Antworten

      Hallo Frau Reichert,

      bitten Sie den Vermieter um Ratenzahlung – das wäre vielleicht das einfachste (sofern die Forderung rechtmäßig ist). Vorab würde ich aber prüfen, ob die Wohnung vielleicht nicht schon anderweitig vermietet ist.

      Wenn Sie Miete zahlen, müssen Sie natürlich auch die Möglichkeit haben die Wohnung zu nutzen. Im Zweifel sollten Sie sich rechtlich beraten lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sabine Rothmeier
    29.02.2016 - 15:15 Antworten

    Hallo mein Name ist Sabine und ich bin 23 Jahre alt.
    Mein (ex)Freund und ich erwarten ein Kind und hatten uns deswegen dazu entschlossen zusammenzuziehen! Da er mir und dem Kind Gewalt androht bin ich natürlich nicht mehr bereit mit ihm zusammenzuziehen! Der Mietvertrag wurde am 10.01.16 geschlossen und das Mietverhältnis beginnt zum 01.05.16! Auf Anfrage aus dem Mietvertrag herauszukommen kam zur Antwort über 2000€ zu zahlen oder zwei Kaltmieten, um einen Makler zu beauftragen ( beinhaltet jedoch dass ich die Miete zahlen muss, bis der Makler einen Nachmieter gefunden hat)
    Der Mietvertrag enthält außerdem die Klausel, dass wir 2 Jahre an die Wohnung gebunden sind!

    Des weiteren muss laut Vermieter der Vertrag auch von meinem (ex)Freund gekündigt werden, ansonsten ist die Kündigung nicht wirksam! Ist das rechtens?? Denn ER will noch dazu zwingen mit ihm und dem Kind dort einzuziehen!

    Ich als bald Alleinerziehende Mutter habe keinerlei finanzielle Mittel und weiß nicht was ich tun soll! Bitte um Hilfe!

    • Mietrecht.org
      29.02.2016 - 20:35 Antworten

      Hallo Sabine,

      einen gemeinsamen Mietvertrag können Sie nur gemeinsam kündigen. Auch bindest Sie der Kündigungsverzicht für die zwei Jahre. So ist es leider. Suchen Sie die einvernehmliche Lösung mit den anderen beiden Vertragsparteien oder lassen Sie sich bei Bedarf anwaltlich beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Ines
    09.06.2016 - 11:41 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,
    ich hatte mit meinem Freund am 07.05.16 einen Mietvertrag für ein EFH unterschrieben. Mietbeginn 01.07.16. Wir haben diesen Mietvertrag am 02.06.16 zum 31.08.16 gekündigt. Eine Nutzung und Übergabe des Hauses wird nicht erfolgen. Uns ist bewusst, dass die Miete für Juli und August zu zahlen ist. Wie verhält es sich nun mit den Nebenkosten. Im Mietvertrag ist ein Betrag für die Betriebskosten aufgeführt ohne dass diese genau erklärt sind. Aufgrund der mündlichen Absprachen weis ich wofür die Vorauszahlung der Betriebskosten zu zahlen ist. Genaueres sollte jedoch erst bei Übergabe des Hauses im Übergabeprotokoll vereinbart werden. Es handelt sich laut mündlicher Absprache hierbei um Kaltwasser, Schornsteinfeger, Müllgebühr. Wenn wir aber das Haus nicht beziehen / übernehmen fallen z.B. auch keine Müllgebühr an. Wie verhält es sich in diesem Fall mit den Nebenkosten.
    Vielen Dank für ihre Bemühungen
    Mit freundlichen Grüßen
    Ines

    • Mietrecht.org
      10.06.2016 - 10:57 Antworten

      Hallo Ines,

      ohne Ihre genauen Vereinbarungen zu kennen: Egal ob Sie einziehen oder nicht, Sie müssen auch die Nebenkosten zahlen (wer sollte diese auch sonst bezahlen?). Bei der Nebenkostenabrechnung bekommen Sie dann den (verbrauchsabhängigen) Teil zurück.

      Bitte lassen Sie sich bei Bedarf rechtlich beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Markus
    13.06.2016 - 18:44 Antworten

    Hallo,

    Ich habe gestern zum 1.8.2016 einen Mietvertrag untrschrieben, der die Klausel enthält, dass beide Parteien erst nach 36 Monaten ordentlich kündigen dürfen. Jetzt kommen mir Zweifel, ob das mit der Wohnung richtig war die zu mieten. Kann ich vorzeitig kündigen? Kaution und Übergabeprotokoll wurden noch nicht gemacht.

    Viele Grüße

  • Wawrzyn Warkocki
    17.08.2016 - 12:31 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich habe am 8. August eine Anmietungserklärung unterschrieben für eine 1-Zimmer-Wohnung in einem privaten Studentenwohnheim, ohne eine Kopie zu erhalten (ich habe heute darum noch einmal gebeten aber der Vermieter hat versagt). Ich habe auch die Höhe von der Kaution und 2-Miete überwiesen aus meinem Auslandskonto. Ich konnte nicht einziehen vor der Ankunft des Geldes. Es dauerte eine Woche und inzwischen habe ich eine neue bessere Wohnung gefunden. Ich habe noch keinen Schlüssel bekommen und habe keinen Mietvertrag unterschrieben. Ich möchte wissen ob ich verpflichtet bin 3 Miete zu zahlen, und den Mietvertrag zu unterschreiben.

    Vielen dank im Voraus,

    Mit freundlichen Grüßen,

    Wawrzyn Warkocki

    • Mietrecht.org
      17.08.2016 - 12:39 Antworten

      Hallo Wawrzyn,

      es ist denkbar, dass auch Ihr Handeln eine mündlicher bzw, konkludenter Mietvertrag zustande gekommen ist. Im Zweifel sollten Sie dazu einen Anwalt befragen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Aneta
    01.09.2016 - 13:44 Antworten

    Hallo, brauche dringend Hilfe!

    Das Mietverhältnis beginnt am 1.10.2016 , wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses ist nach den gesetzlichen Vorschriften möglich. Ohne Kaution!
    So steht in meinem Vertrag, unterschrieben am 22.06.2016.
    Lebe in der Trennung, wenig Geld und genau aus diesem Grund das ich keine Kaution zahlen muss und die Miete relativ niedrig ist, habe ich meine jetzige Wohnung zum 30.09.2016 gekündigt. Gestern am 31.08. 2016 , ein Monat vor dem Einzug hat mir meine neue Vermieterin telefonisch berichtet dass ich doch die Kaution zahlen soll. Menschen die so wichtige Entscheidungen kurzfristig ändern sind unglaubwürdig, habe keinen Vertrauen mehr. Würde gerne das Mietverhältnis sofort kündigen. Die Frage ist, wie sieht das in dieser Situation aus, muß ich die drei Monate Kündigung anhalten? Ich habe kein Geld um die Kaution zu zahlen!

    • Mietrecht.org
      02.09.2016 - 06:55 Antworten

      Hallo Aneta,

      wenn Sie keine Kaution im Mietvertrag vereinbart haben, müssen Sie auch keine Kaution leisten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Denise Lier
    14.10.2016 - 12:22 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt

    Am 8.10. bekamen wir einen Schlüssel für ein kleines Apartement in Berlin. Dieses wurde durch bauliche Massnahmen von einer Wohnung abgetrennt und wird nun möbliert über einen Untermiet-Vertrag vermietet.

    Die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate.

    Im Vornherein getätigte Abmachungen wie –
    – ein zweites Schlüsselpaar wird bereit gestellt oder
    – die Wohung wird gereinigt übergeben

    wurden nicht eingehalten.

    Zudem war das Kochen unmöglich (da Kochplatte kaputt) und das Wohnen durch einen üblen Gestank in der ganzen Wohnung (Abflussrohre) stark beeinträchtigt.

    Diese Umstände haben wir dem Vermieter gleichentags zurückgemeldet. Er meinte er werde sich am Montag darum kümmern. Seither ist er jeglichem Gesprächsversuch ausgewichen.

    Dies hat uns dazu bewogen, die Wohnung bereits nach 2 Nächten zu verlassen und in ein Hotel zu ziehen. Die fristlose Kündigung haben wir via Einwurf-Sendung zustellen lassen.

    Seitdem haben wir nicht mehr von ihm gehört.

    Nun unsere Fragen:

    – Gilt eine fristlose Kündigung ab sofort oder kann der Vermieter durch nicht reagieren den Zeitpunkt der Kündigung hinauszögern?

    – Sprich müsste man zur Sicherheit noch eine ordentliche Kündigung zum Monatsende nachreichen?

    Oder können wir mit dieser eingeschriebenen fristlosen Kündigung damit rechnen aus dem Schneider zu sein?

    Für eine Antwort wären wir Ihnen sehr dankbar!

    Freundliche Grüsse

    • Mietrecht.org
      18.10.2016 - 08:57 Antworten

      Hallo Denise,

      ich kann hier leider nicht bewerten, ob Ihre Kündigung überhaupt rechtlich gedeckt ist. Eine defekte Kochplatte und (vielleicht nur zeitweiliger) Geruch sind schwache Gründe, um von einer Unzumutbarkeit der Mietvertragsfortsetzung auszugehen.

      Sie sollten Sie im Zweifel rechtlich beraten lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Barbara B.
    19.10.2016 - 14:49 Antworten

    Guten Tag,

    es gibt einen Mietvertrag für 2 Personen, namentlich genannt, und nur eine hat unterschrieben. Die zweite Unterschrift wurde nicht verlangt. Der Vertrag gilt ab 1.12.16. Wir möchten aber vom Vertrag zurück treten, da es im Vorfeld schon einige Missverständnisse mit dem Vermieter gab und wir in Frieden wohnen wollen. Ist der Vertrag überhaupt so gültig, wenn nur eine genannte Person (Mieter) unterschrieben hat? Gilt eine Kündigungsfrist von 3 Monaten ab dem jetzigen Zeitpunkt, wenn keine Kündigungsfrist vereinbart wurde?
    Welche Vorgehensweise empfehlen Sie?

    Herzliche Grüße
    Barbara B.

  • Ida
    13.12.2016 - 19:31 Antworten

    Hallo,

    In meinem Untermietvertrag steht, dass ich spätestens am 15. eines Monats zum Ablauf dieses Monats gemäß § 573 c) Abs. 3 BGB kündigen darf. Darf ich auch vor Mietbeginn kündigen? Anders gefragt, gilt folgende Erklärung:
    „Gibt es keine Vereinbarung und ist auch im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung nicht auf einen gewollten Kündigungsbeginn erst mit Beginn des Mietverhältnisses zu schließen, beginnt die Kündigungsfrist für den noch nicht vollzogenen Vertrag mit Zugang bei der anderen Vertragspartei zu laufen.“
    auch für Untermietverträge bei Wohnraum nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 ?

    Vielen Dank im Vorraus

  • Karsten Hampe
    15.12.2016 - 15:17 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    wir haben am 9.11.16 eine Mietvertrag für eine Wohnung unterschrieben. Mitbeginn 1.4.2017.
    außer einer Kündigungsfrist von 3 Monaten, dem Mietpreis und den Nebenkosten ist nichts vereinbart.
    Können wir den Mietvertrag vor dem vereinbarten Mietbeginn kündigen?
    Wir haben etwas wesentlich besser pausendes gefunden und möchten dort einziehen.
    Grüße
    Karsten

    • Mietrecht.org
      15.12.2016 - 16:08 Antworten

      Hallo Karsten,

      wenn Ihnen der Artikel oben noch nicht zu 100% hilft, kann ich Ihnen diese Prüfung hier empfehlen: Kündigung möglich? (für Mieter)

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Katrin Bögeholz
    23.12.2016 - 15:20 Antworten

    Hallo, ich habe vor 6 Wochen einen Mietvertrag abgeschlossen, für die Dauer eines Jahres. Danach beginnt die eigentliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Nun hat es sich ergeben, dass ich in meinem Haus wohnen bleibe und nicht in diese Wohnung ziehen möchte. Mietbeginn ist 01.03.2017. Habe ich eine Möglichkeit zu kündigen oder vom Vertrag zurückzutreten, kann ich den Makler bitten, einen Nachmieter zu finden ? Oder muss ich wirklich ein Jahr zahlen und dann auch Rasen mähen usw. ?
    viele Grüße Katrin

  • Annalisa Haat
    12.02.2017 - 12:56 Antworten

    Hallo,
    ich habe am 05.02. einen Mietvertrag mit meinem Freund abgeschlossen, der am 01.04 beginnen soll („Das Mietverhältnis beginnt am 01.04.2017 und läuft auf unbestimmte Zeit.“). Da wir uns nun getrennt haben möchten wir die Wohnung natürlich nicht mehr beziehen.
    Meine Frage lautet nun, kann ich die Wohnung erst zum 01.04. kündigen oder schon jetzt mit einer 3 monatigen Kündiungsfrist? („Auf die Kündigung des Mietvertrags finden die Vorschriften der §§ 573 ff BGB Anwendung.“)

    Mit freundlichen Grüßen

    • Mietrecht.org
      13.02.2017 - 13:16 Antworten

      Hallo Annalisa,

      mit genau dieser Frage befasst sich der Artikel oben. Lesen Sie am besten nochmals in Ruhe nach.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Lea
    28.07.2017 - 16:24 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich habe einen Mietvertrag Ende Juni unterschrieben, der erst ab den 1.10 gilt. Im Vertrag steht für die Kündigungsfrist nur „Mietverhältnis beginnt am 1.10.17 und ist befristet bis zum 1.10.20. Für die Kündigung des Mietvertrages gelten die gesetzlichen Bestimmungen.“ Was bedeutet es genau? Gehört mein Fall dann zum „mit mietvertragliche Vereinbarung“ oder „Keine Vereinbarung“

    Viele Grüße

    Lea

  • Maxi
    19.08.2017 - 10:53 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich habe am 17.8.17 einen Vertrag zu einem WG Zimmer unterschrieben. Im Nachhinein möchte ich doch nicht dort einziehen. Regeln wie: Es darf nicht musiziert werden haben mich dann doch abgeschreckt. Der Vermieter scheint unerfahren aber auch sehr pingelig. Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. Anfang Seotember kann ich dort einziehen. Vielleicht haben Sie einen Rat.

    Mit freundlichen Grüßen

    Maxi

    • Mietrecht.org
      20.08.2017 - 09:33 Antworten

      Hallo Maxi,

      mein Rat: zum 30.11.2017 kündigen oder um einen Mietaufhebungsvertrag bitten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Aurich Paul
    16.11.2017 - 11:55 Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe im Oktober 2017 einen Mietvertrag unterschrieben. Mietbeginn wäre der Februar 2018.
    Ich würde den Mietvertrag gerne kündigen. Der Vermieter scheint dies nicht zu wollen.
    Mein Problem im Mietvertrag steht eine Mindestmietdauer von 3 Jahren.
    Welche Möglichkeiten habe ich?

    Mit freundlichen Grüßen

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