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Untervermietung: Ganze Wohnung – Was Sie beachten sollten

Die Untervermietung der Wohnung kann für einen Mieter eine interessante Alternative sein, wenn er den Mietvertrag selbst noch nicht kündigen möchte oder lange Kündigungsfristen vereinbart hat oder das Ende eines befristeten Mietvertrages noch in weiter Ferne liegt. Will der Mieter die ganze Wohnung untervermieten, muss er einige Gegebenheiten beachten. Das Gesetz unterscheidet nämlich, ob die ganze Wohnung oder nur ein Teil davon untervermietet wird.

Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt die Untervermietung in §§ 553, 540 BGB. In diesen Vorschriften versucht der Gesetzgeber einen Interessenausgleich zwischen Vermieter und Mieter umzusetzen.

Wir zeigen hier, was es zu beachten gilt, wenn der Mieter seine gesamte Wohnung untervermieten möchte.

1. Untervermietung eines Teils der Wohnung

§ 553 BGB erfasst nur den Fall, dass ein Teil der Wohnung untervermietet werden soll. Diese Einschränkung ergibt sich ausdrücklich aus dem Gesetzeswortlaut (…“ entsteht für den Mieter nach Abschluss des Mietvertrages ein berechtigtes Interesse, einen Teil des Wohnraums einem Dritten zu überlassen …“). Die Vorschrift regelt den Regelfall und betrifft ausschließlich Wohnräume.

2. Untervermietung der ganzen Wohnung

Soll hingegen die ganze Wohnung untervermietet werden, ist § 540 BGB maßgeblich. Die Untervermietung der ganzen Wohnung unterliegt also nicht der Regelung des § 553 BGB. Außerdem gilt diese Vorschrift für jede Art von Gebrauchsüberlassung, also auch für Gewerbeobjekte.

Die Differenzierung, ob nur ein Teil und die ganze Wohnung untervermietet werden soll, ist insoweit erheblich, als beide Vorschriften die Rechte und Pflichten von Vermieter und Mieter unterschiedlich gestalten.

Die Vorschrift beinhaltet eine Wertentscheidung des Gesetzgebers zu Gunsten des Vermieters, indem sie diesen vor aufgedrängten Mietern, die nicht Partei des Mietvertrages sind, schützen will (OLG Hamm ZMR 1983, 49).

3. Voraussetzungen zur Untervermietung der ganzen Wohnung

a. Unterschied zwischen § 553 / § 540 BGB

Der wesentliche Unterschied zwischen § 540 und § 553 BGB besteht darin, dass der Mieter nur im Fall des § 553 BGB (Untervermietung eines Teils der Wohnung) einen gesetzlichen Anspruch auf Erlaubnis zur Untervermietung gegen den Vermieter hat. Diesen Anspruch kann der Mieter gegebenenfalls mit gerichtlicher Hilfe auch durchsetzen. Voraussetzung ist, dass er ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung hat.

Nach § 540 ist maßgeblich, dass der Mieter keinen gesetzlichen Anspruch auf Erlaubnis zur Untervermietung gegen den Vermieter hat. Insoweit kann er seinen Wunsch nach Untervermietung auch nicht gerichtlich durchsetzen. Auf ein eventuell bestehendes berechtigtes Interesse kommt es dann nicht an.

Verweigert der Vermieter die Erlaubnis nach § 540 BGB (Untervermietung der ganzen Wohnung), kann der Mieter das Mietverhältnis außerordentlich mit gesetzlicher Frist kündigen.

b. Kündigungsfrist:

Da es um die Vermietung der ganzen Wohnung geht, sind die Voraussetzungen des § 540 BGB maßgeblich. Nach § 540 BGB darf der Mieter ohne die Erlaubnis des Vermieters nicht untervermieten. Verweigert der Vermieter die Erlaubnis, kann der Mieter das Mietverhältnis „außerordentlich mit gesetzlicher Frist“ kündigen, es sei denn, in der Person des Dritten liegt ein wichtiger Grund begründet, der den Vermieter zur Verweigerung der Erlaubnis berechtigt.

Die Kündigungsfrist „außerordentlich mit gesetzlicher Frist“ bedeutet, dass der Mieter auch bei einem befristeten Mietverhältnis oder bei Vereinbarung über 3 Monate hinausgehender Kündigungsfristen mit einer Frist von 3 Monaten kündigen kann. Diese Frist entspricht der normalen ordentlichen Kündigungsfrist. Sie ist insoweit außerordentlich, als auf diesem Wege auch ein befristetes oder länger kündbares Mietverhältnis vorzeitig endet.

Das Kündigungsrecht ist nicht auf den ersten möglichen Termin beschränkt, für den die Kündigung zulässig wäre. Sie muss lediglich zeitnah nach der Verweigerung der Untervermietung durch den Vermieter erklärt werden. Auch kann der Mieter die Kündigung sofort zu einem etwas späteren Termin als dem gesetzlich nächstmöglichen Termin erklären (LG Hamburg ZMR 2003, 684).

c. Anspruch des Vermieters: Bezeichnung des Untermieters

Da es der Vermieter infolge der Untervermietung mit einer anderen Person zu tun bekommt, hat er Anspruch darauf zu erfahren, wer in die Wohnung einziehen soll. Insoweit bezieht sich die Erlaubnis immer auf eine konkrete und vom Mieter zuvor zu benennende Person. Der Mieter hat weder einen Anspruch auf die eingeschränkte noch generelle Erlaubnis.

Verweigert der Vermieter die Erlaubnis und will der Mieter daraufhin kündigen, muss er im Zweifelsfall darlegen und auch beweisen, dass der genannte Untermieter tatsächlich hätte einziehen wollen (BGH WuM 2010, 30).

Verweigert der Vermieter die Erlaubnis generell, braucht der Mieter keinen konkreten Untermieter zu bezeichnen (LG Berlin NZM 2001, 231). Umgekehrt hat auch der Mieter keinen Anspruch auf eine generelle Erlaubnis des Vermieters, ohne dass er einen Untermieter konkret benennt. Dann kann der Mieter auch nicht kündigen (LG Gießen WuM 1997, 368).

Gleiches gilt, wenn der Mieter keinen Untermieter konkret benennt und dem Vermieter eine angemessene Frist zur Stellungnahme setzt, die der Vermieter unbeantwortet lässt. Auch dann ergibt sich kein Kündigungsrecht (OLG Koblenz RE WuM 2001, 272).

Soweit in einem formularmäßig vereinbarten Mietvertrag das Kündigungsrecht ausgeschlossen sein sollte, ist die Klausel unwirksam (LG Hamburg WuM 1992, 689).

Der Vermieter kann die Erlaubnis inhaltlich auch unter einer Auflage (Untermieter darf in der Wohnung keine Hunde halten) oder mit einer Befristung (Untervermietung längstens für 2 Jahre) erteilen. Kann oder will der Mieter diese Bedingungen nicht akzeptieren, gilt die Erlaubnis als verweigert.

d. Keine Erlaubnis bei wichtigem Grund in der Person des Untermieters

Das Sonderkündigungsrecht des Mieters besteht nicht, wenn in der Person des Dritten ein wichtiger Grund vorliegt, der die Untermiete gegenüber dem Vermieter unzumutbar macht. Hierbei ist eine einzelfallbezogene Interessenabwägung vorzunehmen. Würde die Wohnung überbelegt oder vertragswidrig genutzt (Bordell, Unterbringung von Asylanten, Unterbringung einer wegen eines Sexualdelikts vorbestraften Person in einem Mehrfamilienhaus mit vielen Kindern), kann der Vermieter die Erlaubnis verweigern. Sofern der Untermieter in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen lebt, wird darauf verwiesen, dass der Hauptmieter gegenüber dem Vermieter allein auf Zahlung der Miete haftet und es auf die Zahlungsfähigkeit des Untermieters insoweit nicht ankommt (LG Berlin NZM 2002, 947).

So benötigt der Mieter die Erlaubnis des Vermieters auch dann, wenn er selbst aus der Wohnung auszieht und Sohn oder Tochter in die Wohnung verbleiben sollen (OLG Frankfurt RE WuM 1988, 395; LG Cottbus WuM 1995, 38).

Im Falle des § 553 hält es der Mieter in einem solchen Fall einfacher. Danach hat er einen Anspruch auf Erlaubnis unabhängig davon, ob er seinen Lebensmittelpunkt in der Wohnung hat oder beibehält (BGH WuM 2006, 147). Voraussetzung ist aber weiterhin, dass er ein berechtigtes Interesse hat ( = einleuchtende wirtschaftliche und persönliche Gründe: z. B. beruflich bedingter Aufenthalt in einer anderen Stadt, Vermeidung wirtschaftlicher Schwierigkeiten).

4. Vorgehensweise

Will der Mieter die ganze Wohnung vermieten, sollte er den Vermieter informieren. Dazu muss er konkret die Person bezeichnen, die als Untermieter in die Wohnung einziehen soll.

Der Mieter sollte dem Vermieter eine angemessene Frist (z.B. zwei Wochen) zur Stellungnahme setzen.

Verweigert der Vermieter die Erlaubnis, kann der Mieter das Mietverhältnis mit der gesetzlichen Frist kündigen. Das dem Mieter zustehende Sonderkündigungsrecht erfordert kein berechtigtes Interesse des Mieters, ebenso wenig einen Anspruch auf Erlaubniserteilung.

Als Begründung genügt, dass der Vermieter die Erlaubnis verweigert, ohne dass er sich auf einen wichtigen Grund dafür beruft. Hat der Vermieter einen wichtigen Grund zur Verweigerung der Erlaubnis, entfällt das Sonderkündigungsrecht des Mieters.

26 Antworten auf "Untervermietung: Ganze Wohnung – Was Sie beachten sollten"

  • Thomas
    19.12.2016 - 09:58 Antworten

    Hallo Herr Hundt, die Formulierung der Erlaubnis eines Hauptmieters zur Untervermietung der ganzen Wohnung ist für mich etwas unklar. In meinem Mietvertrag ist generell die „Untervermietung“ erlaubt. Muß ich also den Vermieter, im Gegensatz zur Teiluntervermietung, erst um Erlaubnis bitten, wenn ich die ganze Wohnung untervermieten will?

    • Mietrecht.org
      19.12.2016 - 17:38 Antworten

      Hallo Thomas,

      ich kenne leider nicht den Wortlaut Ihrer Vereinbarung – und selbst wenn, man könnte diese ggf. unterschiedlich auslegen. Mit der Frage nach einer Erlaubnis, sind Sie aber generell auf der sichereren Seite.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Melanie
    17.01.2017 - 08:37 Antworten

    Hallo, ich lebe in einem 3-Familienhaus.

    Die oberste Wohnung ist komplett untervermietet und meines Kenntnisstandes auch nicht offiziell gemeldet.
    Die besagte Wohnung stand ca. ein halbes Jahr leer. Jetzt möchte der Vermieter die Nebenkosten auf uns übertragen. Aussage: Die Wohnung stand leer, daher wurde auch kein Müll etc. verbraucht.
    Ist dieses Rechtens? Der Verteilungsschlüssel im davorliegenden Jahr wurde durch drei Wohneinheiten geteilt.
    Für 2015 nur durch 2 Wohneinheiten. Muss dann nicht der Untervermieter den Anteiligen WE-Schlüssel zahlen?

    Vielen Dank im voraus

    Liebe Grüße

  • Hans Reinhardt
    10.02.2017 - 19:41 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    in welcher Höhe kann der Vermieter von mir einen Untermietzuschlag verlangen, wenn ich meine Wohnung für sechs Monate komplett untervermieten möchte, weil ich im Ausland bin? Kann er überhaupt Untermietzuschlag verlangen?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Viele Grüße
    Hans

  • Peter Seller
    19.06.2017 - 16:39 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich bin seit mehreren Jahren genehmigter Untermieter einer von mir zumindest bis auf weiteres allein bewohnten Wohnung. Vor einem Jahr gab es einen Eigentümerwechsel. Vor einem halben Jahr hat der Vermieter der derzeit im Ausland lebenden Hauptmieterin fristlos – und hilfsweise fristgerecht – wegen mehrmonatiger Mietrückstände gekündigt.

    Ich habe von der Unterschlagung meiner Mietzahlungen erst dadurch erfahren. Ich habe dann in Absprache mit der Hausverwaltung, die mir mitteilte, dass eine Mietvertragsübernahme durch mich wegen der generellen Absicht des neuen Eigentümers, die Wohnungen nur noch zu verkaufen, nicht möglich sei, eine Änderung des Untermietvertrags mit der Hauptmieterin vereinbart, wonach ich die Mietrückstände nochmal direkt an den Vermieter bezahle und ab sofort die Miete nur noch direkt an den Vermieter zahle.

    Nun erfahre ich, dass heute der Gerichtsvollzieher vor meiner Tür mit einem Räumungstitel stand, und sehe nach genehmigter Öffnung der Post der Hauptmieterin, dass bereits seit März ein Verfahren zur Räumung der Wohnung lief.

    Ich habe den neuen Eigentümer telefonisch erreicht, und er hat meinen genehmigten Untermieterstatus als hinfällig bezeichnet, da er einen rechtskräftigen Räumungstitel gegen die Hauptmieterin habe und da eine endgültige, vollständige Gebrauchsüberlassung („Abvermietung“) nicht gestattet sei.

    Ich habe darauf hingewiesen, dass die Hauptmieterin sich eine Rückkehr vorbehält und zwar schon seit über einem Jahr, sich aber vorübergehend auf unbestimmte Zeit im Ausland aufhält.

    Im Hauptmietvertrag steht:
    „4. Untervermietung
    Die Aufnahme dritter Personen, auch nichtehelicher Lebenspartner zum Zwecke der Untervermietung oder anderweitiger Gebrauchsüberlassung der gesamten Mieträume oder eines Teils davon, mithin zum Zwecke des nicht nur besuchsweisen Aufenthaltes, bedarf zwingend der Zustimmung des Vermieters. In dem Antrag auf Zustimmung sind Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, letzte Meldeanschrift sowie Zweck und voraussichtliche Dauer der Aufnahme schriftlich mitzuteilen. Das Schweigen des Vermieters auf den Antrag gilt nicht als Verweigerung der Zustimmung.
    Eine Zustimmung ist nicht zu erteilen, soweit eine vollständige Gebrauchsüberlassung mieterseits beabsichtigt ist.
    5. Erlöschen/Widerruf der Untervermietungserlaubnis
    Die Erlaubnis zur Untervermietung wird personenbezogen erteilt. Bei Tod oder Auszug des Untermieters erlischt die Erlaubnis und muß für den Fall der Aufnahme einer anderen Person neu beantragt werden. Das Recht des Widerrufs aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten.
    6. Untermietzuschlag
    Der Vermieter ist nach Maßgabe der jeweiligen gesetzlichen Vorschriften zur Erhebung eines angemessenen Untermietzuschlages berechtigt.“

    Die Erlaubnis zur Untervermietung an mich wurde 2013 unbefristet erteilt, und seitdem wird der Untermietzuschlag von 15 € erhoben. Der neue Eigentümer will die Rechtmäßigkeit der Untervermietung mit dem Argument der Abvermietung nicht mehr gelten lassen.

    Muß ich die Räumung der Wohnung akzeptieren? Oder kann ich – mit Vertretungsbefugnis der Hauptmieterin – den am 27.3. durch Versäumnisurteil erteilten Räumungstitel, der heute vom Gerichtsvollzieher versucht wurde, zu vollstrecken, mit Hinweis auf eine vorbehaltene Rückkehr der Hauptmieterin und meine solange genehmigte Untermiete als unwirksam erklären?

    Der neue Eigentümer hat mir telefonisch nur eine letzte Frist von z.B. 8 Wochen zum Auszug einräumen wollen.

    • Mietrecht.org
      20.06.2017 - 09:08 Antworten

      Hallo Peter,

      danke für Ihren Kommentar. Sie ahnen bereits, dass ich Ihnen hier nicht wirklich helfen kann. Lassen Sie sich bitte zu Ihrem individuellen Fall rechtlich beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Peter Seller
        20.06.2017 - 16:13 Antworten

        Hallo Herr Hundt,

        ich habe mich jetzt beim Rechtstelefon von Mieter helfen Mietern beraten lassen. Ich hätte gerne Ihre Hinweise zu dort für mich nicht sicher beantworteten generellen Fragen:

        – Die (nur gegen die Hauptmieterin gerichtete) Räumungsklage folgte nach drei Wochen auf die fristlose Kündigung wegen Mietrückständen.
        Ich hatte mit der Hausverwaltung bereits in der ersten Woche nach der fristlosen Kündigung vereinbart, dìe Mietrückstände anstelle der Hauptmieterin zu beseitigen. Der Zahlungseingang beim Vermieter war am selben Tag wie die Klageeinreichung.

        Frage: Hätte der Vermieter dem Anwalt nach Eingang der Zahlung den Wegfall des Klagegrundes mitteilen und dieser die Klage zurückziehen müssen?

        Die MHM-Beraterin sagte mir, dass die Hauptmieterin hätte widersprechen müssen. Die wiederum hielt die Sache durch die erfolgte Nachzahlung, die auch von der Hausverwaltung bestätigt wurde, für erledigt.

        Frage: Ist ein Versäumnisurteil, das auf einem weggefallenen Klagegrund beruhte, was dem Kläger bei der Gerichtsentscheidung seit 2 Monaten bekannt war, nach Ablauf der Frist unanfechtbar?

        Da insbesondere keine Klage gegen mich als Untermieter gerichtet wurde, ich also damals auch nicht über die Klage informiert war und annehmen musste, dass die Sache durch meine Nachzahlung erledigt war, müsste der Vermieter nach Auskunft der MHM-Rechtsberaterin nun eine neue Klage gegen mich einreichen.

        Frage: Kann ich bei einer gegen mich evtl. noch gerichteten Klage einwenden, dass ich bei einer korrekt gegen die Hauptmieterin UND mich gerichteten Klage schon damals sofort den Wegfall des Klagegrundes eingewendet hätte? Kann ich so den Untergang des Hauptmietverhältnisses noch abwenden und damit als unbefristet genehmigter Untermieter in der Wohnung bleiben?

        Gibt es irgendwelche relevanten Urteile?

        Danke schon jetzt für Ihre Hinweise!

  • Peter Seller
    20.06.2017 - 16:18 Antworten

    Noch eine weitere nicht sicher beantwortete Frage:

    Da ich seit über 5 Jahren genehmigter Untermieter bin, habe ich 6 Monate Kündigungsfrist. Kann der Vermieter nach durch Versäumnisurteil evtl. untergegangenem Hauptmietverhältnis eine schnellere Räumung gegen mich durchsetzen? Oder müsste die Hauptmieterin mich mit 6-monatiger Kündigungsfrist kündigen?

    • Mietrecht.org
      20.06.2017 - 17:05 Antworten

      Hallo Peter,

      danke für die Ergänzungen. Ich kann Ihnen wirklich nur raten, sich von einem Anwalt beraten zu lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Annika Spoden
    19.12.2017 - 13:06 Antworten

    Lieber Herr Hundt,

    ich habe ein WG-Zimmer in einer Zweier-WG gemietet und würde dieses gerne für sechs Monate untervermieten. Wir haben jeder einen eigenen Mietvertrag für jeweils ein Zimmer mit Mitbenutzung von Küche und Bad. Mein Vermieter sagt, er darf mich nicht untervermieten lassen, weil man keine „ganze Mietsache“ (in diesem Fall das eine Zimmer) untervermieten lassen darf. Ich weiß, dass ich keinen rechtlichen Anspruch darauf habe, aber stimmt es, dass er es auch gar nicht genehmigen darf?? Zeitgleich hat meine Mitbewohnerin gekündigt und wir vermuten, dass er uns aus der Wohnung haben will, um sie danach teurer zu vermieten.

    Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße
    Annika Spoden

    • Mietrecht.org
      19.12.2017 - 15:52 Antworten

      Hallo Annika,

      ich wüsste nicht, auf welcher Grundlage der Vermieter diese Äußerung getätigt hat. Fragen Sie einfach nach.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • nbecca1988
    20.12.2017 - 23:00 Antworten

    Hallo,
    ich habe einen Antrag auf Untervermietung der gesamten Wohnung für 6 Monate gestellt. Als Person habe ich meinen Bruder eingetragen, da mein Hab und Gut in der Wohnung verbleibt. Mein Vermieter möchte jetzt einen Nachweis, über einen 6 monatigen Auslandsaufenthalt haben. Dabei bin ich nur nicht in der Stadt (kranke Freundin unterstützen, miete dazu eine eigene Wohnung an). Wie soll ich da nen Nachweis erbringen?

    • Mietrecht.org
      21.12.2017 - 14:56 Antworten

      Hallo nbecca1998,

      schreiben Sie Ihren Vermieter doch einfach einen Brief uns schildern Sie dort, was Sie vorhaben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jonas
    16.01.2018 - 16:23 Antworten

    Lieber Herr Hundt,

    super, wie Sie hier Leuten mit ihren mietrechtlichen Fragen helfen!

    Ich hätte auch eine und versuche sie allgemein gehalten zu stellen:

    Kann ich mich als Untervermieter der gesamten Wohnung (an 3 einzelne Untermieter), in der ich nicht mehr wohnen werde, rechtlich irgendwie absichern, dass ich bei geplanter Kündigung des Hauptmietvertrages in einigen Monaten auch aus den Untermietverträgen herauskomme und mich nicht schadensersatzpflichtig mache? Einen Befristungsgrund nach 575 BGB habe ich ja nicht, oder? Und ein Kündigungsrecht ohne berechtigtes Interesse ja auch nicht, wenn ich selbst nicht mehr in der Wohnung wohne.

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Jonas

    • Mietrecht.org
      16.01.2018 - 17:16 Antworten

      Hallo Jonas,

      ich würde an Ihrer Stelle überlegen, ob Sie die Wohnung nicht jetzt zu Datum X kündigen und dann befristete Untermietverträge abschließen. Bitte lassen Sie sich im Zweifel dazu rechtlich beraten. Sie ahnen ja bereits, Fehler können weitreichende Folgen haben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Jonas
        17.01.2018 - 11:27 Antworten

        Vielen Dank! In diese Richtung gingen auch meine Überlegungen.

        BG Jonas

  • Karim
    30.01.2018 - 23:42 Antworten

    Hallo

    Ich wohne zur Miete und muss aus privaten Gründen ca 6 Monate vor Ablauf des Kündigungsverzicht in eine andere Stadt umziehen. Da der Vermieter einem vorzeitigen Auszug nicht zustimmen will möchte ich die Wohnung untervermieten. Mir ist basierend auf den obigen Angaben nicht klar ob ich bei der Anfrage zur Genehmigung beim Vermieter schon einen Untermieter nennen muss oder ob ob ich erst mal eine generelle Anfrage Stellen kann. Sollte er es generell ausschliessen dann habe ich die Möglichkeit zur ausserordentlichen Kündigung? Und kann ich die Anfrage zur Genehmigung per email schicken oder muss es per Post sein.

    • Mietrecht.org
      31.01.2018 - 08:54 Antworten

      Hallo Karim,

      im Artikel werden Ihren Fragen beantwortet. Lesen Sie am besten nochmals im Detail nach.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Laura Laszek
    04.03.2018 - 11:46 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    Ich würde gerne für 3,5-4 Monate meine 1 Zimmer Wohnung untervermieten, da ich mich wegen beruflichen und pesönlichen Gründen im Ausland aufhalten möchte und ein doppelter Haushalt finanziell nicht zu tragen wäre. In sofern wäre es wichtig für mich, dass der Vermieter zustimmt. Meine Frage: gilt der § 533 auch dann, wenn ich das Zimmer, aber nicht den Abstellraum und den Dachboden untervermiete? Im Mietvertrag ist der Dachboden mit aufgeführt. Mein Namensschild würde auch bleiben.

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Mietrecht.org
      04.03.2018 - 19:09 Antworten

      Hallo Laura,

      in wie weit Sie kleine Teile der Wohnung aus der Untermieter rauslassen können, sollten Sie individuell rechtlich prüfen lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michael
    15.06.2018 - 08:21 Antworten

    Ich bin Hauptmieter von 2 Wohnungen. Ich habe zu beiden Wohnungen einen Mietvertrag mit dem gleichen Eigentümer von Anfang an mit der Absicht der vollständigen Untervermietung abgeschlossen. Ich habe diese Wohnung nie selbst benutzt. Der Eigentümer will nun verkaufen und beansprucht das Recht auf Kündigung da Ich ja keine eigentlicher Bewohner sei. Ist das zulässig?

    Vielen Dank für Ihre Meinung

    • Mietrecht.org
      16.06.2018 - 16:41 Antworten

      Hallo Michael,

      der erste Blick führt bei Ihrer Frage in den Mietvertrag. Was haben Sie dort vereinbart? Ist es ein gewerblicher Vertrag? Bitte lassen Sie (die Vorraussetzungen für) die Kündigung im Zweifel prüfen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Esther Kemnitz
    23.06.2018 - 11:24 Antworten

    Hallo,

    Miene Mieterin, die ich wiederholt (3x) per email dazu aufgefordert habe die Miete fristgerecht am Monatsanfang zu überweisen ( miete kommt erst kurz vor Beginn des neuen Monats und nach Aufforderung/ Erinnerung) hat zusätzlich die Wohnung ohne um Erlaubnis zu bitten währen Ihrer Abwesenheit von April bis Juni wegen eines Auslandsaufenthaltes bei ebay Kleinanzeigen eingestellt und untervermietet.
    Erfahren habe ich erst jetzt per Zufall davon. Gibt es eine Möglichkeit der Mieterin zu kündigen? denn es besteht eine Vertragsverletzung.
    Eine Abmahnung habe ich noch nicht geschrieben, bezüglich der Untervermietung wäre dies auch zu spät.
    Vielen Dank für Ihre Meinung
    und freundliche Grüße
    E.B.

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