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Ablesung der Zähler versäumt oder verspätet – Heizung und Warmwasser

Gemäß § 4 Abs. 1 der Heizkostenverordnung hat der Gebäudeeigentümer (Vermieter) den anteiligen Verbrauch der Nutzer (Mieter) an Wärme und Warmwasser zu erfassen. Eine jährliche Ablesung der Zähler ist daher im Mietrecht grundsätzlich gesetzlich vorgeschrieben, um eine ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung zu gewährleisten. Die Ablesung ist dabei recht unkompliziert und wird meist angekündigt. Die Durchführung erfolgt durch den Vermieter selbst oder Drittunternehmen.

Schwierigkeiten ergeben sich hier nur dann wenn eine Ablesung der Zähler aus bestimmten Umständen nicht möglich oder nur verspätet möglich ist. So etwa, wenn ein Ablesetermin durch den Mieter versäumt wird oder dieser wegen seiner Berufstätigkeit nur eine späteren Termin wahrnehmen kann.

Was Sie als Vermieter und Mieter zu beachten haben, wenn der Zeitpunkt der Ablesung sich verschiebt, erfahren Sie in nachfolgendem Artikel.

I. Warum ist eine verspätete oder versäumte Ablesung der Zähler ein Problem?

Der Vermieter ist verpflichtet einen gewissen Anteil (mindestens 50% ) der Heizungs- und Warmwasserkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch der Mieter umzulegen. Tut er dies nicht, ist die Abrechnung insoweit unrichtig und der Mieter kann von seiner Zahlungspflicht befreit sein. Aus diesem Grund ist der Vermieter angehalten Verbrauchserfassungsgeräte wie Zähler in den Mietobjekten zu installieren, um die ordnungsgemäße Abrechnung zu ermöglichen, § 5 Heizkostenverordnung. Kann ein Zähler allerdings aus bestimmten Gründen nicht oder nicht zum richtigen Zeitpunkt abgelesen werden, steht der Vermieter vor einem Problem, da er die Kosten der Versorgung mit Wärme und Warmwasser auf der Grundlage der Verbrauchserfassung auf die einzelnen Mieter zu verteilen hat nach § 6 Abs. 1 S. 1 Heizkostenverordnung. Wird eine Ablesung versäumt oder verspätet fehlt dem Vermieter der Verbrauchswert den er zu seiner Abrechnung als Berechnungsgrundlage benötigt.

II. Verbrauchsschätzung nach § 9 a Heizkostenverordnung

In der Heizkostenverordnung selbst ist das Problem der versäumten oder verspäteten Zählerablesung in § 9 a der Heizkostenverordnung erwähnt. Danach ist eine Schätzung des anteiligen Verbrauchs eines Mieters vorzunehmen, wenn die ordnungsgemäße Erfassung wegen eines Geräteausfalls oder aus anderen zwingenden Gründen nicht möglich ist.

Die zulässig Verbrauchsermittlung im Wege der Schätzung erfolgt dann, auf der Grundlage

  • des Verbrauchs der betroffenen Räume in vergleichbaren Zeiträumen oder
  • des Verbrauchs vergleichbarer anderer Räume im jeweiligen Abrechnungszeitraum oder
  • des Durchschnittsverbrauchs des Gebäudes oder der Nutzergruppe (Mieters).

Im Ausnahmefall kann auch eine ein Schätzung auf Basis der Gradtagszahlen vorgenommen werden, wenn dem Vermieter keine anderen Vergleichsdaten zur Verfügung stehen, BGH, Urteil vom 16.11.2005, Az.: VIII ZR 373/04). Details zu dem Begriff und der Nutzung der Gradtagszahlen finden Sie auch in dem Beitrag: „Nebenkostenabrechnung: Wann und wie werden Gradtagszahlen genutzt?„.

Vorausgesetzt ist hier allerdings entweder ein Geräteausfall oder ein sonstiger zwingender Grund.

Ein sonstiger zwingender Grund im Sinne dieser Vorschrift liegt nach dem Urteil des BGH vom 16.11.2005 , Az.: VIII ZR 373/04 zum Beispiel dann vor, wenn

  • ein Ablesefehler oder ein versehentliches Unterlassen der Ablesung vorliegen
  • und
  • die Ablesung (aus technischen Gründen) nicht mehr nachgeholt werden kann .

Dies kann beispielsweise bei Mietwohnungen mit Zentralheizungen der Fall sein, bei denen die Heizkörper mit geeichten elektronischen Zählern ausgestattet sind und die gemessenen Werte nach Zeitablauf automatisch überschrieben werden. Solche Heizungszähler erfassen nämlich den Wärmeverbrauch speichern den Jahresendwert automatisch, der aber mit Beginn des Folgejahres überschreiben wird. Wird die Ablesung der Zähler hier versäumt oder verspätet, geht die Zahl des erfassten Jahresverbrauches verloren. Eine Nachholung ist dann aus technischen Gründen unmöglich.

Weitere zwingende Gründe wurden zudem bei Versäumnis der Ablesung durch den Mieter (siehe unter III.) und bei sonstigen Ablesehindernissen, wie etwa Möbeln vor den Ablesegeräten (LG Berlin, Urteil vom 04.06.1996, Az.: 64 S 96/97) oder dem gänzlichen Fehlen eines Ablesgerätes (Zähler für Heizungsstrom: BGH, Urteil vom 20.08.2008, Az.: VIII ZR 27/07) anerkannt. Die Schätzungsmöglichkeit des § 9 a Abs. 1 HeizkostVO betrifft allerdings keine leerstehenden Mietwohnungen zu zahlen; BGH, Urteil vom 10.12.2014, AZ: VIII ZR 9/14 .

III. Zweiter Ablesetermin oder Ersatztermin für die Ablesung bei Versäumnis

Kann ein Termin zur Zählerablesung, der durch den Vermieter oder eine Ablesefirma bestimmt wurde, durch den Mieter nicht wahrgenommen werden, ist ein zweiter gegebenenfalls sogar dritter Termin festzulegen, um eine Ablesung zu ermöglichen.

Gerade bei einer Abwesenheit der Mieter wegen Berufstätigkeit oder wegen Urlaubs, muss der Vermieter einen Alternativtermin bestimmen und dem Mieter die Möglichkeit geben sich darauf einzurichten. So muss ein Termin für die Ablesung der Zähler der Heizung – egal, ob Ersttermin oder Zweittermin immer mindestens 10-14 Tage vorher angekündigt werden. Dies ermöglicht dem Mieter ausreichend Zeit, um Verhinderungsgründe mitzuteilen und einen entsprechenden Ersatztermin zu vereinbaren. Dem Mieter entstehen dadurch keine extra Kosten und es dürfen ihm auch keine zusätzlichen Kosten auferlegt werden. Firmen, die für Zweittermine zur Ablesung extra Entgelt fordern, haben darauf rechtlich gesehen keinen Anspruch; entsprechende Klauseln sind unwirksam, so das LG München I in seiner Entscheidung vom 22.02.2001, Az.: 12 O 7987/00.

Als Berufstätiger Mieter muss man allerdings auch Ablesetermine während der Werkszeiten akzeptieren und eine Ablesung ermöglichen können. Der Vermieter oder die Ablesefirma muss sich nicht auf späte Abendzeiten verweisen lassen.

Sobald der Mieter einen Ablesetermin mitgeteilt bekommt, wie etwa durch einen Aushang im Hausflur, hat er der Ablesefirma Verhinderungs- und Versäumnisgründe wie Krankheit, Urlaub und ähnliches mitzuteilen und einen Ersatztermin zu vereinbaren. Eine Verpflichtung zur Zugänglichmachung, wie zum Beispiel durch Hinterlegung des Hausschlüssels bei einem Nachbarn besteht grundsätzlich nicht, wenn ein Verhinderungsgrund vorliegt. Die Ablesung erfolgt dann zu einem späteren Zweittermin.

Wird von dem Vermieter oder dem Ableseunternehmen kein Nachholtermin festgelegt, obwohl der Mieter einen solchen vereinbaren wollte oder eine Ablesung der Zähler aus sonstigen, nicht nachvollziehbaren, Gründen unterlassen, ist eine Berufung auf eine Schätzung des Verbrauchs unzulässig.

IV. Schätzung bei grundloser Verweigerung der Ablesung der Zähler

Verweigert der Mieter allerdings grundlos die Ermöglichung der Ablesung und versäumt diese aus Desinteresse kann er für die anfallenden Ablese- und Fahrtkosten schadensersatzpflichtig gemacht werden. Versäumt oder ignoriert der Mieter, den Ablesetermin dreimal bewusst und schuldhaft, kann das anstelle der Ablesung eine Schätzung der Verbrauchszahlen vorgenommen werden; LG München I in seiner Entscheidung vom 22.02.2001, Az.: 12 O 7987/00.

Nach der Entscheidung des AG Meldorf, vom 21.10.2011, Az.: 81 C 1105/11 kann eine Schätzung auch schon eher (nach dem zweiten Versäumnis) erfolgen:

 Vorausgesetzt ist dafür, dass

  • der Mieter beim Ablesetermin nicht anwesend ist und keinen Ersatztermin abgestimmt hat
  • und
  • ein zweiter Ablesetermin (mindestens 10 Tage später) angesetzt wurde, der mit einem sichtbaren Hinweis wurde, dass eine Schätzung erfolgt, falls der Zutritt nicht ermöglicht und keine Ausweichtermin vereinbart wird.

In welchen Fällen zudem eine Schätzung möglich ist, können Sie auch in unserem Artikel: „Nebenkostenabrechnung ohne ablesen der Zählerstände – Wann darf geschätzt werden?“ nachlesen.

19 Antworten auf "Ablesung der Zähler versäumt oder verspätet – Heizung und Warmwasser"

  • Denise
    21.03.2018 - 13:56 Antworten

    Hallo,

    ich hätte da mal eine Frage:

    Ich war für insgesamt 4 Wochen im Urlaub, somit habe ich weder den 1. Termin noch den 2. Termin wahrnehmen können. Aber auch einen Aushang im Flur habe ich verpasst.
    Muss ich hier nun trotzdem die angesetzte Gebühr bezahlen?
    Ich habe schließlich überhaupt nichts vom ganzen Vorgehen mitbekommen.

    Danke für die Hilfe!

    • Mietrecht.org
      22.03.2018 - 07:11 Antworten

      Hallo Denise,

      Urlaub ist sich kein gutes Argument. Sie müssen Ihre Verpflichtungen dann entsprechend delegieren.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Peter Trhancik
    11.04.2018 - 20:24 Antworten

    Guten Abend Herr Hundt,
    wir sind aus Familiengründen aus unserer Eigentumswohnung ausgezogen und diese beibehalten. Unsere Wohnung ist in Einem Haus mit ca. 40 Wohnungen. Leider haben wir die Ablesung komplett verpasst. Die Nachbarn hatten unsere Wohnungsschlüssel und sie wussten auch, dass wir weg sind. Wie auch immer, wir haben erst nach der Nebenkostenabrechnung gemerkt, dass die Heizung nicht abgelesen wurde. Auf Grund dessen hat die Ablesefirma unser Vorjahreswert angesetzt. Dies hat zu einer höhen Nachzahlung geführ, da das Vorjahr besonders viel wegen Baby geheizt wurde. Eigentlich wusste auch die Verwaltung, dass wir nicht da sind, denn nach telefonische Absprache haben sie uns das Hausgeld runtergesetzt, weil wir nicht da sind. Die Ablesefirma hat die Verwaltung auch informiert, dass Sie nicht ablesen konnte. Leider hat uns niemand kontaktiert. Die Verwaltung reagiert nicht auf meine Mails und die Ablesefirma hat mir gesagt, dass sie ohne eine neue Anforderung seitens Verwaltung keine zweite Abrechnung vornehmen können. Besonders schlimm ist, dass laut Ablesefirma wir die zu viel gezahlte Summe nicht nachträglich nach nächster Abrechnung bekommen können, weil nach Gesetz die Nebenkostenabrechnung sich nur auf abgelaufeneres Jahr beziehen kann. Es ist nicht wie bei Strom, wo nach der „richtigen“ Ablesung wieder eine Gutschrift ensteht. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass es nicht geht.
    Können Sie mir weiterhelfen oder Rat geben, was ich machen kann? Hilft es, wenn ich bei der Jahresversammlung gegen der Verabschiedung der Abrechnung aus Vorjahr bin? Nächste Woche gibt es die Jahresversamlung und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Vielen Dank und freundliche Grüße
    Peter Trhancik

    • Mietrecht.org
      12.04.2018 - 06:44 Antworten

      Hallo Peter,

      ich kann Ihnen leider nur raten, dass Sie sich von einen Anwalt beraten lassen, der auf das WEG-Recht spezialisiert ist.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Anna
    16.04.2018 - 20:02 Antworten

    Hallo!
    Ich habe der Firma mitgeteilt, dass ich den ersten, sowie den 2. Termin nicht wahrnehmen kann. Mir wurde leider kein dritter Termin vergeben und auch nicht mitgeteilt wie nun weiter vorgegangen wird. Was kann ich nun tun?

  • Nadine Reisner
    17.10.2018 - 18:17 Antworten

    Hallo.
    Bei uns im Haus wäre letzten Mittwoch die Heizungsablesung durch eine Ablesefirma gewesen. Ich habe eine Bekannte gefragt, ob Sie in dem genannten Zeitraum von einer halben Std. in meiner Wohnung warten könnte, da ich berufstätig bin. Sie hat eine Stunde gewartet und es kam niemand. Unter der Nummer auf dem Terminzettel konnte auch niemand erreicht werden. Bei den übrigen Bewohnern das gleiche. Einen Tag später lag ein neuer Zettel mit Ankündigung eines 2. Termins zur Ablesung in meinem Briefkasten für in 14 Tagen, mit Ablesezeitraum von 9:00 – 13:00! Ist diese Angabe als Zeitraum für eine Ablesung rechtens? Wie soll ich denn jemanden organisieren, der in meiner Wohnung 4 Std. wartet? Und ich selber kann auch nicht so lange von der Arbeit weg bleiben.
    Mfg Nadine R.

    • Mietrecht.org
      17.10.2018 - 20:08 Antworten

      Hallo Nadine,

      leider sind solche Ablesezeiträume üblich.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • sinno
    06.11.2018 - 15:16 Antworten

    Hallo, ich wollte eine Situation fragen, in der ich gerade bin. Ich habe jeden Monat automatisch von meinem Bankkonto für Energie und Gas bezahlt. Ich habe einen Brief vom Energie- / Gasunternehmen erhalten, dass ich 6000 Euro zahlen muss. Sie sagten mir, dass sie nur die Gas- und Elektrizitätszahlen der letzten 5 Jahre geschätzt hätten.
    Das Problem ist, dass sie jedes Jahr jemanden aus ihrem Unternehmen geschickt haben, um die Zahlen zu kontrollieren. Auch wenn ich nicht zu Hause war, machte ich gleich danach einen Termin mit ihnen. Aus meiner Sicht kamen sie jedes Jahr, um die Kontrolle zu übernehmen, aber sie haben die Zahlen nicht gespeichert, und jetzt wollen sie, dass ich die letzten 3 Jahre bezahle, weil sie sagen, dass ich nicht die richtigen Beträge gezahlt habe und dass sie niedriger waren als ich gebraucht.
    Was kann man in dieser Situation tun? Muss ich die Rechnung für die letzten 3 Jahre bezahlen, obwohl es nicht meine Schuld war, weil ich jedes Jahr einen Termin mit ihnen vereinbart habe und sie kontrolliert haben, wie viel ich ausgegeben habe?

    • Mietrecht.org
      06.11.2018 - 19:00 Antworten

      Hallo sinno,

      weisen die den angelesenen Verbrauch anhand Ihrer Ableseprotokolle nach und wenden Sie sich bei Bedarf bitte an einen Anwalt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Peter
    23.11.2018 - 11:44 Antworten

    Hallo,

    wir sind eine Studenten-WG und bewohnen eine Wohnung in einem Haus, das aus 5 Wohnungen besteht. Bisher wurden immer 50% der HK nach Fläche und 50% nach Verbrauch auf die einzelnen Wohnungen verteilt.

    Nun flattert gerade eine Abrechnung in den Briefkasten, bei der 100% nach Fläche verteilt wird. Da wir im Vergleich zu den anderen Einheiten relativ wenig Verbrauch haben, führt das für uns zu ca. 500 Euro an Mehrkosten (verdammt viel für unsere Verhältnisse).
    Der Verbrauch wurde durch Ablesen einer Drittfirma an den Heizkörpern gemessen. Bei uns hat das auch gut geklappt, was bei den anderen Wohnungen war, weiß ich nicht. Dem Vermieter habe ich mitgeteilt, dass ich seine Abrechnung nicht nachvollziehen kann und er bitte auch den Verbrauch mit einfließen lassen soll. Seine Antwort darauf ist, dass bei 60% der Einheiten keine Ablesung erfolgen konnte (wahrscheinlich weil kein Mieter anwesend) und daher nach HeizkostenVO ausschließlich nach Fläche verteilt wird. In unserer Wohnung wurde aber abgelesen.
    Das verstehe ich soweit, empfinde es aber als extrem ungerecht.

    Der Abrechnung kann ich entnehmen, dass die Heizkosten für das gesamte Haus in etwa denen der letzten 5 Jahre gleichen. Unser Verbrauch entspricht auch denen der Vorjahre (unser Verbrauch ist ja gemessen und wurde in der Abrechnung angegeben, fließt aber nicht in die Berechnung ein). Aus meinem Blickwinkel hat sich also ausschließlich an der Abrechnung etwas geändert!
    Gibt es eine Möglichkeit / rechtliche Grundlage, dass ich den Vermieter dazu bringen kann, den Verbrauch in die Abrechnung mit einfließen zu lassen – sei es durch die vorhandene Messung oder eben durch Schätzung?

    Kann das wirklich sein, dass wir dafür herhalten müssen, dass die anderen das Ablesen verbummeln (zumal der Vermieter selbst der Verantwortliche für zwei Einheiten ist – und damit er für mindestens 20% „nichtablesen“ verantwortlich ist)?

    Ganz herzlichen Dank im Voraus!
    Grüße,
    Peter

  • Karina
    03.01.2019 - 14:31 Antworten

    Hallo, ich hoffe mir kann jemand helfen. 15. Mai 2016 bin ich in meine erste Wohnung eingezogen. Am 30.11.2017 wegen Streit mit dem Vermieter ausgezogen. Nun haben wir weder bei Einzug die Heizungen abgelesen noch bei der Übergabe der Wohnung. Mit dem Vermieter sind wir zum Stromzähler und Wasserzähler gegangen. Dies ist auch im Übergabe Protkoll vermerkt. Für 2016 haben wir keine NKA bekommen, daher waren wir gestern geschockt, als eine NKA für 2017 mit einer Nachzahlung mit 650€ in unserem Briefkasten lag. Die NKA ist sehr schwer zu durchschauen, allerdings sind bei den Heizungen Einheiten angegeben die sich beim Flur mit 122 bis Wohnzimmer mit 4000 Einheiten. Wir waren selten Zuhause und wenn haben wir nie so viel geheizt. Unsere Heizungen waren Maximal auf 3 eingestellt.
    Ich vermute, dass die Vermieter extra mehr Einheiten auf die NKA geschrieben haben, um uns ein auszuwischen. Unsere Vormieterin hat auch noch ihre ganzen Abrechnungen und musste nie etwas draufzahlen. Wie kann ich jetzt verfahren? Ich habe ja keine Beweise und leider auch keine Rechtschutz…

  • Ilse
    24.02.2019 - 08:52 Antworten

    Hallo, habe eine Frage wegen den Heizkosten.Und zwar werden unsere Zähler erst für Wasser und Heizung Mitte März abgelesen.Die Betriebskostenvorauszahlung beläuft sich aber nur vom 01.01.18 -31.12.18 Muss ich jetzt wenn die Abrechnung kommt eine Nachzahlung tätigen oder muss der Vermieter eine angemessene Summe die ich ja auch schon von Januar und dann bis März voraus zahle anrechen ? Musste schon für 4,5 Monate die ich 2017 hier wohnte eine Nachzahlung von 400 € tätigen.Meine Vorrauszahlungen Betragen monatlich 170 €.

    • Mietrecht.org
      25.02.2019 - 11:48 Antworten

      Hallo Ilse,

      moderne Erfassungsgeräte speichern Sie Werte vom 31.12.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Ilse
        03.04.2019 - 13:08 Antworten

        Hallo Herr Hundt, habe heute eine nette Mitarbeiterin unserer Wohnungsgesellschaft am Telefon gehabt,die sich auch bemüht hat,mit der Ablesefirma zu sprechen.Leider ist es so,das diese Firma zwar einen Zwischenwert vom 31.12.17 ermittelt ,jedoch die Heizkosten und das Wasser bis zum Februar berechnet wird.Also Wasser und Heizung für einen Zeitraum,den ich zwar bezahlt habe ,aber nicht angerechnet werden kann :-( Anders sieht es mit der Abrechnung für 2018 auch nicht aus,dort werden die Werte bis zum 14.03.19 berechnet :-( Muss auf diesen Bescheid warten.

  • Michele
    26.02.2019 - 19:52 Antworten

    Hallo Herr Hundt, mein Partner mietet noch eine Wohnung die wir erst aufgeben möchten, wenn wir eine größere gefunden haben (wegen der Möbel etc.). Nun wohnt dort aber niemand und die Ablesetermine wurden anscheinend verpasst, wodurch der Heiz- und Warmwasserverbrauch geschätzt wurden. Für das Jahr 2017 werden somit Kosten von knapp 800 € ausgewiesen. Selbst als er noch in der Wohnung wohnte (2014) waren die Kosten nicht so hoch. Haben wir eine Möglichkeit eine Neuberechnung o.ä. zu fordern? Und wie verhält es sich in der nächsten Abrechnung? Im Januar diesen Jahres wurde für 2018 abgelesen und der Mitarbeiter des Ableseunternehmens meinte beiläufig, dass so wenig verbraucht wurde, dass es eine Nachzahlung geben wird. Wie wird es laufen, wenn wie gesagt für das Vorjahr geschätzt wurde? Dabei müsste ja auffallen, dass im Vorjahr zu hoch geschätzt wurde und dieses auch erstattet werden. Oder wird für 2018 vom geschätzten Wert 2017 als Ausgangwert ausgegangen?

    • Mietrecht.org
      27.02.2019 - 07:18 Antworten

      Hallo Michele,

      mit der nächsten / letzte Ablesung sollten sich die Werte wieder ausgleichen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Christine
    02.10.2019 - 07:33 Antworten

    Hallo :)
    Ich wüsste gerne, wie oft im Jahr ein Termin zur Ablesung und zum Austausch bzw. zur Kontrolle der Zähler und Rauchwarnmelder angesetzt werden kann. Im Oktober 2018 wurden die Rauchwarnmelder kontrolliert, im März 2019 musste ich dann wieder einen Tag zu Hause warten, weil einer der Melder ausgetauscht werden musste. Nun soll ich im Oktober 2019 nochmals einen Termin zur Überprüfung der Melder (ja, ok… 1x im Jahr sollte machbar sein) und einen weiteren Termin zum Austausch der Wärmezähler wahrnehmen. Das bedeutet, dass ich in diesem Jahr 3 Tage Urlaub nehmen muss, um den ganzen Tag in der Wohnung zu warten, bis jemand kommt und höchstens 5 Minuten in die Wohnung muss. Gerade jetzt – Ende des Jahres – wird es doch etwas knapp mit den restlichen Urlaubstagen und ich bin eigentlich nicht bereit, beide Termine im Oktober wahrzunehmen. Auch ist es leider so, dass ich in einem Betrieb arbeite, in dem gerade im Oktober und November sehr viel zu tun ist… Oder bin ich hierzu verpflichtet? Kann die Wohnungsverwaltung nicht dafür sorgen, dass beide Termine auf einen einzigen Tag gelegt werden?
    Die Wohnungsverwaltung habe ich bereits darüber informiert, dass ich mit dem Verfahren so nicht einverstanden bin, eine Rückmeldung habe ich allerdings noch nicht erhalten.
    Können Sie mir helfen?

    • Mietrecht.org
      08.10.2019 - 08:48 Antworten

      Hallo Christine,

      die gesetzlichen Verpflichtungen (Rauchwarnmelder) sorgten für immer mehr Wartungs- und Ablesetermine. Ich denke nicht, dass Sie hier um die Termine herumkommen. Ggf. ist ein Alternativtermin möglich oder Sie finden einen Person, die den Zugang gewähren kann.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

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